MagicGuitar

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RE: Ursprung der Verschwörungstheorie | 19.03.2013 | 22:18

Beides ist aber normalerweise der Fall, da die meisten Verschwörungstheorien unplausibel sind und somit logisch ausgehebelt werden können oder wissenschaftlich widerlegt werden können. Das Grundmerkmal ist ja, dass keine andere Erklärung zugelassen wird, sondern alle Verschwörungstheorien immer auf der Annahme beruhen es müsse sich um eine Verschwörung handeln. Und jeder der eine andere Erklärung liefert ist selbstverständlich auch ein Verschwörer.

Um also dieses Gedankengebäude aufrecht erhalten zu können, muss man psychisch schon angeschlagen sein bzw. große Angst davor haben (Terror-Management-Theorie). Und da man davon ausgeht etwas zu wissen, was alle anderen aber nicht wissen, muss die Meinung von Experten natürlich heruntergespielt werden, womit wir wieder beim Dunning-Kruger-Effekt sind.

Dieser bedeutet übrigens nicht, dass man dumm ist (das war einfach nur ein Vergleich mit einer Volksweisheit), sondern die eigene Inkompetenz nicht erkennt. Das kann auch Studierten Doktoren passieren, die sich vom Hausmeister nicht erklären lassen wollen, wie die Heizung zu bedienen sei, sie wissen es als Doktor Ingenieur irgendwas natürlich besser.

RE: Ursprung der Verschwörungstheorie | 18.03.2013 | 21:16

Immer wieder der gleich Denkfehler: Nur weil es das tatsächlich vereinzelt gibt oder gab, wird der Verdacht sofort erhärtet, sollte das Spiel nicht den gewünschten Ausgang haben. Man kann nicht von A auf B schließen, sondern muss dabei den Umweg über C machen.

Nur weil es tatsächlich Betrüger gibt, ist nicht jeder Autohändler gleich ein Betrüger.

RE: Ursprung der Verschwörungstheorie | 18.03.2013 | 19:11

Wer immer noch nicht weis, was unter dem Begriff Klimaskeptiker verstanden wird, der lebt entweder hinter dem Mond oder stellt sich absichtlich dumm. Wikipedia hilft mal weiter. Aber wer es natürlich nicht wissen will...

Eine ebenso völlig bescheuerte Wortkreation ist Atom-Kritiker oder Gen-Kritiker. Wobei ich jetzt auf Anhieb auch kein passendes Ersatzwort wüsste.

RE: Ursprung der Verschwörungstheorie | 18.03.2013 | 17:38

Ja dann schlagen Sie doch einfach mal Wikipedia auf oder verwenden Sie Google. Warum werden immer Fragen aufgeworfen, auf die man keine Antwort haben will (scheinbar!)?

Mit Sicherheit hat der Artikel Schwächen und es sollte nie ein wissenschaftlicher Aufsatz werden (zu dem Thema gibt es schließlich schon genügend). Abgesehen davon, dass dazu schon ganze Bücher geschrieben wurden. Wie können Sie erwarten, dass da ein einzelner Artikel das ganze Spektrum wiedergibt?

Ich lasse mich ja auch gerne belehren. Aber nicht, wenn man mir die Worte im Mund verdreht oder sich absichtlich dumm stellt. Und ehrlichgesagt (und in diesem Punkt gebe ich Ihnen recht) war der einzige wirklich konstruktive Beitrag, der eine klare Kritik geäußert hat und nicht um den heißen Brei herumredet.

RE: ADHS und der Mythos Ritalin | 18.03.2013 | 17:33

Was kommen Sie mir jetzt mit Freud? Der wurde schon zu Lebzeiten stark kritisiert und wenigstens die Hälfte seiner Schüler haben sich gegen ihn gewand und das aus gutem Grund. Seine "Erkenntnisse" konnte er nie empirisch untermauaern und sind fast alle völlig überholt.

Ich versteh jetzt nicht, wie man auf so einen Schwachsinn kommt. Oben wurd schon richtig angemerkt, dass Eltern ganz bestimmt nicht für die Diagnose von Krankheiten zuständig sind. Wer also dann, wenn nicht der Arzt?

RE: Ursprung der Verschwörungstheorie | 18.03.2013 | 17:26

Ich hätte nie gedacht, dass ein derart banales Thema mal so einen "Tumult" verursachen könnte. Viele haben wohl immer noch nicht bemerkt, dass der Artikel nicht an jeder Stelle wirklich ernst gemeint war. Da eingefleischte Verschwörungstheoretiker ohnehin niemals davon überzeugt werden können auch die Verschwörungstheorie mal zu hinterfragen, aber gebehtsmühlenartig wiederholen man solle "selbst denken" und "hinterfragen", ist das auch einfach gar nicht möglich. Aber mit solchen Widersprüchen haben solche Leute natürlich kein Problem. Ebenso sind Verschwörungstheoretiker selbst ker autoritätshörig und legen viel Wert darauf einzelne ausgesuchte Wissenschaflter zu zitieren.

Es war mehr ein Appell für "noch nicht Infizierte" sich nichts einlabern zu lassen und mit Quellen im Internet und "verkaufter Wahrheit" vorsichtig zu sein.

RE: Ursprung der Verschwörungstheorie | 18.03.2013 | 16:41

Soll ich Ihnen sagen warum? Weil er scheinbar gut ist! Und den Nerv der Verschwörungstheoretiker trifft.

Ich verbiete auch nirgendwo das denken. Sie legen mir Worte in den Mund oder verdrehen Sie. Um beim Beispiel Kunst zu bleiben: Ich mache nur den Mund zu Picasso auf, wenn ich mir vorher das notwendige Wissen angeeignet habe. Alles andere macht keinen Sinn.

Letztlich ist man immer darauf angewiesen das Wissen anderer zu übernehmen, um dieses zu erweitern. Wenn Studenten nicht auf das Wissen der Professoren vertrauen würden oder Azubis auf das des Ausbilders, wo ständen wir dann heute? Hätten wir es je auf den Mond geschafft, wenn die Ingenieure sich nicht des Wissens anderer bedient hätten? Man muss das Rad nicht neu erfinden.

Aber ehrlichgesagt ist es peinlich, wie einige scheinbar meinen das Rad wohl neu erfinden zu müssen, alles hinterfragen zu müssen (so wären wir auch nie auf den Mond gekommen), die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und unbelehrbar darauf pochen keinerlei Kompetenz zu benötigen, um den Mund aufzumachen. Sowas sorgt auf Partys normalerweise für sehr peinliche Momente.

RE: Ursprung der Verschwörungstheorie | 18.03.2013 | 16:16

Genauso niedlich finde ich auch die "Klimaskeptiker", die zwar glauben die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, aber von der komplexen Thematik der Klimatologie nicht den blassesten Schimmer haben und auch Fachbegriffe nicht erklären können. Meistens picken sie sich halt nur einzelne Aspekte heraus und verteufeln Computersimulationen (ohne sie wirklich zu verstehen). Das wäre z.B. eine gute Gelegenheit für viele ihre Inkompetenz auch mal zuzugeben und nicht nur dummen Unsinn von sich zu geben. Nur mal als aktuelles Beispiel.

RE: Ursprung der Verschwörungstheorie | 18.03.2013 | 16:13

Wikipedia gibt eine hervorragende Definition des Begriffs "Rationalität". Dieser ist verknüpft mit Logik (siehe wieder Wikipedia, philosophische Disziplien) und Plausibilität und damit einhergehender Plausibilitätskontrolle (ebenfalls für Sie auf Wikipedia erklärt). Aber das lässt Sie natürlich kalt. Aber vielleicht interessiert es ja andere Leute.

"Selber denken" ist immer wünschenswert! Aber wenn ein Thema einfach zu komplex ist und Fachwissen erfordert, dann muss man auch seine Grenzen kennen bzw. erkennen, wenn man inkompetent ist (siehe Dunning-Kruger-Effekt, fällt vielen scheinbar sehr schwer, bzw. es kratzt ziemlich am Selbstwertgefühl dies auch mal zuzugeben). Wenn ich beispielsweise nicht über Fachwissen der Physik verfüge, bringt es nicht mir den Kopf über die Relativitätstheorie zu zerbrechen, da ich sie a) nicht verstehen könnte und b) zu keinem sinnvollen Ergebnis käme. Ebenso sähe es aus wenn ich anfangen würde über Kunst zu "philosophieren", weil ich davon einfach nichts verstehe. Da ich die Vernunft eines Menschen als gegeben betrachte (wie Kant), denke ich, dass jeder Mensch theoretisch in der Lage sein muss seine Inkompetenz zu erkennen.

RE: Ursprung der Verschwörungstheorie | 18.03.2013 | 15:22

Bittesehr? Ich wüsste nicht, dass dies ein geschützter Name wäre. Ergo darf sich jeder so nennen.

Professionelle Propaganda sähe wohl anders aus. Aber das ist halt mal wieder die typische Denke von Verschwörungstheoretikern. Sagt jemand etwas dagegen, dann wird er halt dafür bezahlt oder gehört selbst zur Verschwörung... Würde ich allerdings für "Die Welt" schreiben, so würde ich mich bestimmt dafür bezahlen lassen.

Aber sagen Sie mir doch, wer mich dafür bezahlt. Wer bezahlt Sie denn?