mahung
07.04.2009 | 23:21 65

Todesstrafe für Kinderschänder?

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied mahung

Würden Sie jemandem Ihr Kind anvertrauen, dessen Fahrzeug die Aufschrift „Todesstrafe für Kinderschänder“ trägt?

In meiner Wohngegend kann man immer häufiger Aufkleber an ordnungsgemäß abgestellten Autos mit der oben genannten Forderung finden. Das Viertel in dem ich lebe, ist ein nicht allzu gut beleumundeter Ortsteil im Westen der Stadt, ohne jedoch ein inzwischen noch viel schlechter beleumundetes Plattenbaugebiet am Hang zu sein. Man kann sagen, ein Gründerzeitgebiet, mit einer in den letzten Jahren rasant gestiegenen Kampfhundpopulation. Übergewichtige, Kinderwagen schiebende und dabei entweder rauchende oder mobil telefonierende Mütter, mit pink, rosa oder roten Strähnchen in den schlecht blondierten Haaren, bereichern die Szenerie des Weiteren. Womit die wichtigsten Klischees beisammen wären.

Was für Menschen stecken hinter einer solchen, mittels Aufkleber öffentlich gemachten, persönlichen Einstellung? Es gelang mir bisher nicht, einen dieser Fahrzeughalter in Benutzung desselben zu erspähen. Während mir bei einem anderen Fahrzeug, einem richtigen Familienvan, ein groß in Fraktur über die Heckscheibe geschriebenes „Odin statt Jesus“, sofort klar werden lässt, dass hier bekennende Nazis am Werk sind - die, nebenbei bemerkt, nicht zu wissen scheinen, dass die Original-Nazis die Frakturschrift 1941 offiziell als unerwünscht erklärt hatten und NSDAP-treue Zeitungen und Verlage seit dem zum Gebrauch der lateinischen Schrift übergegangen waren - bin ich mir bei den öffentlich Todesstrafe Fordernden nicht so sicher, wessen Geistes Kind sie sind.

Andererseits, wie man einem der letzten NPD-Periodika, welche mir regelmäßig und ungefragt in den Briefkasten geworfen werden, entnehmen kann, sind die Nationalsozialisten durchaus aktive Propagandisten in dieser Sache. So ist allgemein bekannt, dass, sobald ein Missbrauchsfall am Kinde die Öffentlichkeit erreicht, der nationale Mob diesem Thema beispringt und den leider nicht nur durch Boulevardmedien induzierten Volkszorn ausnutzt. Die Nazis machen dass, was erwartbar ist. Menschen dort mitnehmen, wo Emotion gegen Kopf siegt. Wo Fakten hinter „gesundem Volksempfinden“ und Rachephantasien verschwimmen.

Nach stundenlangen Recherchen auf einschlägigen Webseiten bzw. in Netzforen denke ich, dass ein rechtsextremer Hintergrund nicht die einzige Erklärung für solcherlei Einstellungen sein kann. Freilich erreichte die hitleristische NPD bei der Landtagswahl 2004 hier im Wahlkreis Dresden 4 mit 8,5 % der Stimmen den traurigen städtischen Spitzenwert, während beispielsweise die Sozialdemokraten lediglich 7,8 % erreichten. Ich denke, an diesen Zahlen wird sich auch nichts Wesentliches geändert haben. Vermutlich werden die Rechtsextremen dieses Jahr eher noch ein paar Prozente zulegen. Jedenfalls hier im Viertel.

Mir ist keine aktuelle Umfrage zum Thema Todesstrafe in Deutschland bekannt, denke aber, dass knapp die Hälfte sie grundsätzlich befürwortet – im Zusammenhang mit der sog. Kinderschändung sicher mehr. Wahrscheinlich reichen solche Einstellungen tief in die Mitte der Gesellschaft. Wer erinnert sich nicht noch an Gerhard Schröders populistische Forderung in der BILD-Zeitung, die Täter für immer wegzuschließen, weil sie nicht therapierbar wären. Das war zwar keineswegs eine Forderung nach Todesstrafe. Dennoch trug solch undifferenziertes Stammtischeln eines damals immerhin amtierenden Bundeskanzlers, sicher nicht gerade zur Versachlichung bei.

Aber was ist eigentlich die Todesstrafe rechtfertigende Kinderschändung? Reicht exhibitionistisch motiviertes Entblößen am Spielplatz oder im Park schon aus? Ist ein einschlägig vorbestrafter Thüringer Rechtsradikaler, der Geschlechtsverkehr mit einer Minderjährigen hatte, auch ein zum Tode zu verurteilender Kinderschänder? Ist nicht der in der Türkei wegen angeblichem oder tatsächlichem Sex mit einer Minderjährigen inhaftiert gewesene Marco, nicht streng genommen auch ein Kinderschänder?

Man stelle sich nur vor, wie innerhalb deutscher Familien – wo immerhin und freilich meist öffentlich unbemerkt die große Mehrzahl der Missbrauchsfälle (95 %) stattfinden - die Rachegelüste des Volkes um sich griffen und Väter, Großväter, Onkels etc. quer durch die Mitte unserer Gesellschaft, massakriert würden. Dies gäbe ein veritables Gemetzel in der „Keimzelle der Gesellschaft“.

Aber diese Tätergruppe hat die Zahn-um-Zahn-Öffentlichkeit wohl eher weniger im Auge. Wahrscheinlich weil das ganz banale und alltägliche Grauen in durchschnittlichen deutschen Haushalten einfach zu nahe liegt. Die Empörungs- und Betroffenheitsmaschinerie kommt erst dann richtig in Gang, wenn die „Sex-Monster“, „Sex-Bestien“ eben die Mederakes dieser Welt in Erscheinung treten. Was zwar sehr selten vorkommt, aber umso mehr Aufmerksamkeit erregt. Somit verfestigt sich das Gefühl, wonach solche Taten sich häufen. Was gleichwohl falsch ist. Es gibt sogar, laut dem ARD-Politmagazin Report Mainz Menschen, die aus dem „Geschäft mit der Angst“ Profit schlagen.

In Deutschland passieren ca. 20 Sexualmorde im Jahr. Insgesamt und über alle Altersgruppen verteilt; also nicht nur im Zusammenhang mit Kindern. Deutschland ist sogar ein Land, wo vergleichsweise wenige Sexualmorde begangen werden. Dahingegen gab es z.B. im Jahre 2007 111 Kinder unter 15 Jahren, die im Straßenverkehr getötet wurden. Kein Aufschrei nirgends. Im Gegenteil. Es erntet eher derjenige Empörung und Gegenwehr, welcher in diesem Zusammenhang beispielsweise mehr Tempo-30-Zonen fordert oder dieses Geschwindigkeitsniveau generell in Wohngebieten bzw. im städtischen Straßennebennetz haben möchte.

Ist also ein durch rücksichtsloses Autofahren getötetes Kind weniger wert? Sind die Angehörigen, die Eltern solcher Opfer weniger betroffen von dem Verlust ihres Kindes, weniger am Boden zerstört, nur weil deren Tod alltäglicher daherkommt? Vielleicht ist es am Ende nur leichter, sich in die Rolle solcher Täter einzufühlen. Schon deshalb, weil zu schnelles und potenziell gemeingefährliches Benutzen des Automobiles, wenn überhaupt, als Kavaliersdelikt gilt. Viele könnten so theoretisch selbst schnell zu Schuldigen werden, auch und insbesondere gegenüber Kindern, den schwächsten Akteuren im Straßenverkehr. Die Identifikation fällt leichter und die moralische Kategorie ist eine Andere. Aber an der schrecklichen Tatsache, dass ein Kind getötet oder schwer verletzt wurde, ändert sich dadurch nichts.

Das fahrlässige Töten von Kindern im Straßenverkehr hat kein vergleichbares Empörungspotenzial. So dürfen solche Täter selbstverständlich nach einiger Zeit wieder als Motorisierte am Straßenverkehr teilnehmen. In Dresden überfuhr ein junger Mann vor Jahren in einer Tempo-30-Zone ein 7 jähriges Mädchen, welches er schwer verletzte. Den Führerschein durfte er behalten. Nur kurze Zeit später starb eine Radfahrerin und Mutter durch denselben jungen Mann, der sich ein Ampelrennen lieferte. Ein Rückfalltäter. Nicht therapierbar. Den Schein zum Führen eines Fahrzeuges bekam er nach einem Jahr dennoch wieder und erhielt eine 15-monatige Bewährungsstrafe und 1000 € Geldbuße (UBA-Bericht, S. 68). Vermutlich fährt er inzwischen wieder. Eine potenzielle Gefahr. Keiner kann wissen, ob er es wieder tut oder geheilt ist. Wie wäre es also in diesem Kontext mit der Forderung nach einer „Todesstrafe für Kinderüberfahrer“ oder wenigstens nach einem lebenslangen Wegsperren, einem immer währenden Fahrverbot für solche Täter?

Aber im Ernst. Der vorangegangene Vergleich ist natürlich ein wenig gewagt, dadurch aber bewusst provokant. Tatsächlich drängt er sich mir hin und wieder auf, angesichts solcher Forderungen nach Todesstrafe für eine bestimmte Tätergruppe. Für mich persönlich ist die Todesstrafe grundsätzlich und erst recht im Zusammenhang mit einer speziellen Verbrechensart absolut undiskutabel. Trotzdem gibt es Mitbürgerinnen und Mitbürger, sicher nicht nur in meiner Nachtbarschaft, die Strafe sagen, aber Rache meinen und das ist nicht gut. Dabei ist es fast schon wieder zweitrangig, ob diese Einstellung in erster Linie rechtsextrem motiviert ist oder mehrheitlich aus der Mitte der Gesellschaft, nämlich vom Durchschnittsbürger stammt.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (65)

Sigrun1923 23.01.2010 | 14:54

Wieso passieren nach Deiner Meinung nur 20 Sexualmorde? Wieso gibt es 200.000 Übergriffe auf Kinder? Und was hat Odin Dir getan. Wenn Du Deine pädophilen Schweine schützen willst, dann werde Staatsanwalt oder Richter in der BRD.
Wer Kinder im Strassenverkehr vorsätzlich tötet ist auch dran. Wenn's nen Unfall war, ist das nicht das Gleiche als ob man ein kleines Kind vorsätzlich geplant misshandelt. Wann versteht ihr !PRIMATEN! das endlich! Ich hasse EUCH, nur Lügen verbeiten und dann mit "anderen" schlimmen Sachen vergleichen! Alle die solche Tiere verteidigen sind mitschuld! Und immer schön alle nach rechts schieben, wie damals(79'er) zur RAF! Hauptsache Gott verzeiht ALLEN! Pfui!

mahung 23.01.2010 | 15:44

@Sigrun1923

Was ich bei Euch neuen Nationalsozialisten nicht verstehe ist, warum Ihr nicht wenigstens zugeben könnt, dass Ihr welche seid?

typische Neonaziterminologie 1:

"Und was hat Odin Dir getan."

typische Neonaziterminologie 2:

"Wenn Du Deine pädophilen Schweine schützen willst, dann werde Staatsanwalt oder Richter in der BRD." (die BRD ist ja nicht DEUTSCHLAND, nicht wahr?)

typische Neonaziterminologie 3:

"PRIMATEN!", "pädophile Schweine", "solche Tiere"

Nein, ich würde Ihnen und Leuten die Denken wie Sie, meine Kinder nicht anvertrauen. Ihr Verhalten und Ihre Reaktion auf meinen Text ist ein schönes Beispiel für meine Ausgangsfrage, wer denn eigentlich hinter solchen Auto-Aufklebern stecken könnte. Insofern bin ich Ihnen sogar dankbar für die sehr eindeutige Reaktion auf meine Zeilen, auch wenn man merkt, dass Sie den Text weder inhaltlich noch sachlich richtig durchdrungen haben. Aber Hass, gepaart mit Ignoranz und Stammtischgeplapper, sind immer schlechte Ratgeber zum Verständnis gesellschaftlicher oder psychischer Probleme.

Nordseejunge 30.03.2010 | 07:13

Auch wenn der Blog schon einige Monate alt ist, möchte ich darauf noch antworten.

Ersteinmal mein Beileid für deine Wohnsituation. ;)

Um zum Thema zu kommen, der im Blog hinterfragte Satz ziert auch meine Heckscheibe und ich bin deffinitiv kein Rechtsradikaler oder rechtsgesinnter Mensch.

1. Zu "Aber was ist eigentlich die Todesstrafe rechtfertigende Kinderschändung?"

Dies wäre natürlich in jedem Fall individuell zu entscheiden. Allerdings fallen da, meiner Meinung nach, auf jedenfall Vergewaltigungen. Insbesondere wenn diese über Jahre hinweg geschehen.
Ja auch Väter, Onkel, Opas, Brüder oder weiß der Henker fallen für mich darunter.

Diese Menschen zerstören Leben. Leben von Menschen, Kindern, die sich nicht wehren können oder zu helfen wissen. Solche Leute haben, meiner Meinung nach, jeglichen Anspruch auf ihr Leben verwirkt.

2. Zu "Ist also ein durch rücksichtsloses Autofahren getötetes Kind weniger wert?"

Ein klares Nein. Allerdings hinkt der Vergleich, wie du schon selber gesagt hast, ordentlich. Zwischen einem Unfall, mag er auch fahrlässig geschehen sein oder einem mit Vorsatz durchgeführtem Kindesmissbrauch, liegen Welten.
---

Zum Abschluss möchte ich noch sagen, dass man vielleicht nicht Alle aufgrund eines Aufklebers, einer Meinung, über einen Kamm scheren sollte.
Auch woillte ich keinesfalls über die Rechtfertigung oder nicht rechtfertigung der Todesstrafe diskutieren. Mich störte lediglich dein letzter Kommentar zu Sigrun, dass diese Aufkleber nur von Neonazis benutzt werden. ;)

mahung 30.03.2010 | 12:05

Übrigens, um das einmal voraus zu schicken, fordert selbst die sächsische NPD inzwischen nicht mehr "Todesstrafe für Kinderschänder", sondern lediglich noch "Höchststrafe für Kinderschänder" - natürlich war das lediglich Kreidefressen im letzten Wahlkampf.

Jedenfalls bewegt sich jemand, welcher Todesstrafen für welche Tätergruppe auch immer fordert, weitab unserer FDGO und ist mir insofern schon einmal suspekt. Die von Dir angeführte "Sigrun" ist sehr eindeutig - in Sprache und Terminologie - nationalsozialistisch eingestellt (mehr habe ich nicht behauptet). Wenn Du Dich durch meinen Beitrag in eine solche Ecke gestellt siehst, ist das Dein Problem. Ich rechne - auch nach meinen Recherchen - einen großen Teil dieser Aufkleberträger der einschlägigen Szene zu.

Du wirst selbst am besten wissen, wo Du Dich politisch verortest und warum Du so einen zweifelhaften Spruch am Auto trägst. Meinem Demokratieverständnis entsprechen solche Forderungen jedenfalls nicht - und wenn man wie Du hier "keinesfalls über die Rechtfertigung oder nicht rechtfertigung der Todesstrafe diskutieren" willst, warum tust Du es dann trotzdem? Wer "Todesstrafe für Kinder" fordert, der fordert nun einmal die TODESSTRAFE als staatliche Sanktion für eine bestimmte Tätergruppe. Punkt.

Wo soll das denn dann aufhören? Wenn man Vergewaltiger von Kindern (ohne dabei zu Mördern zu werden) staatlich organisiert ermordet, was macht man dann mit einem "gewöhnlichen" Mörder, zum Beispiel einem, welcher aus reinem Hass gegen Homosexuelle, einen vermeintlich Homosexuellen vorsätzlich ermordet? Solche Beispiele könnte man hier endlos anfügen. Du siehst, man kann nicht einfach "Todesstrafe für Kinderschänder" fordern ohne über die weiteren Konsequenzen nachzudenken oder lapidar behaupten, dass man gar keine Diskussion über Recht bzw. Unrecht der Todesstrafe führen wolle. Das geht schlicht nicht.

Und es gilt weiterhin: Ich würde keinem, der einen solchen Spruch am Auto trägt, meine Kinder anvertrauen.

sabi79 15.04.2010 | 23:52

auch mein auto schmückt dieser aufkleber und ehrlich gesagt kann ich nicht verstehen das manche das anders sehen ,frei nach dem motto: man kann böses nicht mit bösem vergelten. so ein quatsch! sicher sollte man jeden fall individuell betrachten und darüber urteilen aber jeder der ein kind vorsetzlich mißhandelt ,mißbraucht oder tötet hat nichts anderes verdient. was erwartet denn die täter? für einen penner bedeutet eine solche tat n warmes bett und regelmäßiges essen im knast und für jede mutter die ihr baby erschlägt bedeutet es n seelenklempner für s wohlbefinden. ich kanns nicht mehr ertragen solche storys in der zeitung zu lesen weil es einfach immer mehr werden und irgendwann muß was passieren was abschrecken tut sonst sind unsere kinder nicht mehr wert als die gänse die wir zu weihnachten schlachten. ich finds ne sauerei das diese aufkleber gleich in verbindung gebracht werden mit rechtsextremisten, denn das is kein thema einer szene sondern geht die gesamte menschheit an. ich bin nicht aus dieser szene ich bin ne mama von zwei kleinen kindern aber wenn diese aussage ursrünglich von rechts kommt stimme ich dem 100% zu.

SiebzehnterJuni 16.04.2010 | 00:24

"...ich habe ich eben erst hier angemeldet weil ich durch zufall diesen beitrag gelesen habe..."

...doch, wer nicht richtig schreiben kann, hat auch keine Klare der Gedanken.

Am besten immer erst in Word schreiben, dann das Rechtsschreibe- und Grammatikprogramm einschalten, Fehler korrigieren, und hier herein kopieren. Das hat inzwischen jeder meiner Türkendeutschen Jungs bis zur absoluten Perfektion begriffen. Das müsste doch zu schaffen sein..

mahung 16.04.2010 | 00:51

"ich finds ne sauerei das diese aufkleber gleich in verbindung gebracht werden mit rechtsextremisten, denn das is kein thema einer szene sondern geht die gesamte menschheit an. ich bin nicht aus dieser szene ich bin ne mama von zwei kleinen kindern aber wenn diese aussage ursrünglich von rechts kommt stimme ich dem 100% zu".

Zum Thema Nazis und Zusammenhang mit solchen Aufklebern habe ich bereits alles gesagt. Siehe oben.

"ich kanns nicht mehr ertragen solche storys in der zeitung zu lesen weil es einfach immer mehr werden und irgendwann muß was passieren was abschrecken tut sonst sind unsere kinder nicht mehr wert als die gänse die wir zu weihnachten schlachten".

Es ist ziemlich egal wer am Ende wen schlachtet, Schlachten bleibt Schlachten. Denken Sie einmal darüber nach "mama von zwei kleinen kindern"! Auch über die im Text zitierten und belegten Statistiken. Nur weil öfter in IHREN Zeitungen skandalisiert wird, heißt das noch nicht, das "es einfach immer mehr werden". Einfach mal mit Denken versuchen!

Und es gilt weiterhin: Ich würde keinem, der einen solchen Spruch am Auto trägt, meine Kinder anvertrauen.

mahung 16.04.2010 | 01:16

Und es gilt weiterhin: Ich würde keinem, der einen solchen Spruch am Auto trägt, meine Kinder anvertrauen.

"würdest du dir Vorwürfe machen wenn einem deiner Kinder was passiert weil jemand auf sie aufpaßt ,der deswegen vorbestraft ist und es nur keiner weiß?"

Nein, da ich es ja nicht weiß. Konstruieren Sie bessere Beispiele - alles andere ist langweilig und auch ein wenig dumpf.

mahung 16.04.2010 | 03:41

"Würden sie denken: Er kann ja nichts dafür,weil er ist ja krank?"

Erstens, Ja!

"Wenn ja, würden sie sich nicht fragen wie es sein kann das solche Menschen frei rumlaufen wenn einer davon ihrem Kind was tut?"

Zweitens. Die meisten Menschen, die Straftaten begehen wollen (oder müssen), laufen zunächst "frei" herum. Das könnte daran liegen, dass sie ihrem Drang, eine Straftat zu begehen, ganz bewusst, halb bewusst, gar unbewusst folgen oder folgen müssen. Erwiesenermaßen nicht ständig vom Gedanken verfolgt, man könnte erwischt, gar todesgestraft werden. Das wissen Kriminologen genauso wie Psychologen, Soziologen und sogar manche Journalisten. Wer es nicht weiß: z. B. sabi79!

Todesstrafende Länder haben - Ihrem werten Gedankengut nach zu urteilen - dass verdammte Verbrechen, auch jenes sexueller Natur, gebannt? USA, IRAN, IRAK, CHINA etc?

Nein, dass wissen Sie selbst? Ach so! Woher dann die Hoffnung, durch staatlich legitimiertes Morden vieler DEUTSCHER Familienväter, Onkels, Opas, Lehrer, Pfarrer, Internatsleiter, militärische und sonstige Vorgesetzte, vereinzelt vielleicht auch Tanten und Omas eine Änderung herbei zu führen?

Wissen Sie jetzt auch nicht so? Das wundert nicht: mich.

Ani 11.08.2010 | 23:12

Oh ha..jetzt mußt ich mich hier mal fix anmelden und auch mal meinen Senf los werden..ich bin stolze Mutter zweier süßer Kinder und habe auch diesen besagten Aufkleber auf meiner Heckscheibe.Und bin ich jetzt ne Rabenmutter, das man mir nicht sein Kind an vertrauen könnte?
Was würdet ihr tun, wenn jemand euren Kindern so etwas an tun würde? Kommt ihr dann immernoch und redet so? Na das will ich sehen...
Diese Sache ist nen heikles Thema und jeder hat das Recht das so zu sehen wie er will. Und ich find es unschön wie hier andere für ihr Meinung dumm gemacht werden, hauptsache euer zeugs wird akzeptiert.
Kein Wunder das solche Leute machen können was sie wollen, werden ja ordentlich unterstützt.
Warum gibt man keinem Menschen sein Kind,der solch einen Aufkleber auf dem Auto hat??? Wie beschränkt und vorurteilig...Naja, jeder hat sein eigenes denken und das sollte man ja akzeptieren. Und ich denke ich so.Ob es richtig ist oder nicht weiß man nicht. Aber vielleicht regt man andere damit an, endlich mal was zu tun, damit unsere Kinder auf dieser großen weiten Welt geschützter ihre Kindheit verbringen können und solche Menschen, die solche bizarren Gedanken haben und ausführen, weniger werden. Denkt mal drüber nach

Ani 11.08.2010 | 23:12

Oh ha..jetzt mußt ich mich hier mal fix anmelden und auch mal meinen Senf los werden..ich bin stolze Mutter zweier süßer Kinder und habe auch diesen besagten Aufkleber auf meiner Heckscheibe.Und bin ich jetzt ne Rabenmutter, das man mir nicht sein Kind an vertrauen könnte?
Was würdet ihr tun, wenn jemand euren Kindern so etwas an tun würde? Kommt ihr dann immernoch und redet so? Na das will ich sehen...
Diese Sache ist nen heikles Thema und jeder hat das Recht das so zu sehen wie er will. Und ich find es unschön wie hier andere für ihr Meinung dumm gemacht werden, hauptsache euer zeugs wird akzeptiert.
Kein Wunder das solche Leute machen können was sie wollen, werden ja ordentlich unterstützt.
Warum gibt man keinem Menschen sein Kind,der solch einen Aufkleber auf dem Auto hat??? Wie beschränkt und vorurteilig...Naja, jeder hat sein eigenes denken und das sollte man ja akzeptieren. Und ich denke ich so.Ob es richtig ist oder nicht weiß man nicht. Aber vielleicht regt man andere damit an, endlich mal was zu tun, damit unsere Kinder auf dieser großen weiten Welt geschützter ihre Kindheit verbringen können und solche Menschen, die solche bizarren Gedanken haben und ausführen, weniger werden. Denkt mal drüber nach

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Ehemaliger Nutzer 12.08.2010 | 00:05

@Ani
Oh ha..jetzt mußt ich mich hier mal fix anmelden und auch mal meinen Senf los werden..ich bin stolze Mutter zweier süßer Kinder und habe auch diesen besagten Aufkleber auf meiner Heckscheibe.Und bin ich jetzt ne Rabenmutter, das man mir nicht sein Kind an vertrauen könnte?
Was würdet ihr tun, wenn jemand euren Kindern so etwas an tun würde? Kommt ihr dann immernoch und redet so? Na das will ich sehen...

Da du inzwischen selber Kinder hast, dürftest du bereits ein gewisses Alter erreicht und damit eine gewisse Lebenserfahrung gewonnen haben. Diese Lebenserfahrung sagt dir, daß Entscheidungen, gleich welcher Art, nicht nur Wirkungen, sondern auch Nebenwirkungen haben.

Als seinerzeit das Baby von Charles Lindbergh entführt wurde und anschließend tot aufgefunden wurde, verabschiedete der US-amerikanische Senat den sog. "Little-Lindbergh-Act". Künftig war danach Kidnapping mit der Höchststrafe, also der Todesstrafe bedroht.

Der naive Mensch denkt, damit wären künftig Kinder besser vor Entführung geschützt. Der lebenserfahrene Mensch dagegen wendet ein, daß dieses Gesetz eine Einladung an Kindes- oder überhaupt Entführer ist, ihr Opfer in jedem Fall zu töten. Da nämlich bereits durch die Entführung die Höchststrafe erreicht war, bestand künftig überhaupt kein Anreiz mehr, den Entführten am Leben zu lassen und damit die Gefahr der eigenen Entdeckung drastisch zu erhöhen.

Jeden einzelnen dieser lallenden Idioten, die seinerzeit den "Little-Lindbergh-Act" beschlossen haben, hätte man öffentlich auspeitschen sollen! Okay, ich bin kein Unmensch, mit der Einlieferung in eine Geschlossene Anstalt wäre ich auch zufrieden gewesen.

Die Parallele zu "Todesstrafe für Kinderschänder" ist unmittelbar einleuchtend?

Ciao
Wolfram

mahung 12.08.2010 | 00:52

@Ani

Zuerst: Wer ist "Ihr"? Sie reagieren hier auf einen Blog-Beitrag von mir. Ich bin kein Autorenkollektiv. Ich bin ich.

Sie sind stolze Mutter von zwei süßen Kindern. Das freut mich und ich beglückwünsche Sie dazu. Wenn Sie meinen Text gelesen und verstanden hätten, würden Sie wissen, dass Ihre beiden Kinder mit einer Todesstrafe für was auch immer, nicht sicherer wären als jetzt. Triebtäter folgen einem Trieb und lassen sich durch etwaige Strafandrohungen - welcher Art auch immer - nicht schrecken. Stellen Sie sich nur vor, eines Ihrer Kinder, entwickelt im Laufe seiner Sozialisation - aus welchem Grund auch immer - eine psychische Disposition im Sinne pädophiler Neigungen. Das wäre ja theoretisch möglich. Möchten Sie dann lieber morden lassen oder therapieren?

"Aber vielleicht regt man andere damit an, endlich mal was zu tun, damit unsere Kinder auf dieser großen weiten Welt geschützter ihre Kindheit verbringen können und solche Menschen, die solche bizarren Gedanken haben und ausführen, weniger werden".

Es würde mich freuen, wenn Sie zur Kenntnis nehmen könnten, dass die Kinder "auf dieser großen weiten Welt" an so ziemlich vielem sterben, z. B. Unterernährung, Krieg, Seuchen, Armut etc. Seltener kommen diese Kinder mittels "Kinderschändung" zu Tode.

Es gilt auch für die reichen Länder. Die "Kinderschänder-Hysterie" ist medial erzeugt. Diese Hysterie steht in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Bedrohungslage. Deshalb auch mein Hinweis auf die getöteten Kinder im Straßenverkehr. Und der Hinweis auf Missbrauch innerhalb der Familie.

Wenn Sie meiner Argumentation wirklich gefolgt wären, hätten Sie schnell erkannt, dass es mir eben nicht um die Verteidigung von Kindesmissbrauch oder sexueller Gewalt insgesamt ging, sondern um einen adäquaten Umgang mit diesem Phänomen und eine ernsthafte Auseinandersetzung.

Wer aber als Mutter (!) ein solch schlichtes Weltbild vertritt und zum staatlich legitimierten Mord aufruft - aus welchem Grund auch immer - dem könnte und würde ich niemals meine Kinder anvertrauen. Sie sind deshalb keine "Rabenmutter", sondern eine ernsthaft liebende sicherlich; aber Ihre Reflektionsfähigkeit lässt zu wünschen übrig. Wer zur Todesstrafe aufruft, wie Sie sogar öffentlich, begibt sich zivilisatorisch auf eine Ebene, die der Zivilisationsprozeß längst hinter sich gelassen hat. Todesstrafe und Demokratie vertragen sich nicht.

Und denken Sie eigentlich, dass Kindesmissbrauch in todesstrafenden Staaten (China, USA etc.) nicht stattfindet?

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Ehemaliger Nutzer 15.08.2010 | 04:36

@Ani
oh ha, in welcher Welt leben wir, das es so ist wie es ist...

Ich habe auch kein Patentrezept gegen so was. Und auch ich kenne dergleichen Gewaltphantasien, wenn wieder mal etwas Schlimmes passiert ist. Das Kreuz ist halt bloß, daß man auf solche spontanen Aufwallungen hin keine sinnvolle Politik machen kann. Verschärfte Gesetze sind immer beliebt als Forderung, ganz so, als wären die bestehenden Gesetze lasch und kraftlos.

Ciao
Wolfram

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Ehemaliger Nutzer 16.08.2010 | 17:54

@mahung
"..Menschen sind schon ein grausames Volk, das wir unserer eigenen Rasse so etwas antun".

das klingt ein bisschen missverständlich. ich hoffe du meinst das im sinne von "menschliche Rasse" - und nicht "Herrenrasse.

Davon gehe ich doch sehr aus. Es ist eine absurde Vorstellung, Ani wäre irgendwie beruhigter, wenn ihre Kinder von einem Weißen statt von einem Neger sexuell mißbraucht würden.

Das Mißverständnis erkläre ich mir so: Wenn du öfter Science-Fiction-Romane liest, dann bekommst du mit, daß dort sehr oft der Begriff der "menschlichen Rasse" verwendet wird, um etwa die Terraner (also uns) gegen irgendwelche Simbogen oder Frogs abzugrenzen.

Ciao
Wolfram

mahung 09.11.2010 | 16:54

hallo maike,

ihr habt eure regeln, dass akzeptiere ich natürlich. finde trotzdem ein bisschen schade, dass die menschenverachtung und die hetze mit der die hinter den accounts steckenden kommentatoren_innen arbeiten, das vordemokratische denken aus der (höchst wahrscheinlich) mitte der gesellschaft, nun durch die editierung nicht mehr ganz klar wird.

außerdem hätte mich mal interessiert als was mich "blubblub" nun mit "für mich bist du einfach nur ein ****** beleidigen wollte. ;-) bestimmt hat sie einen tiervergleich gewählt ...

Julemand 02.12.2010 | 23:00

Hallo Mahung,

Ich möchte dir eine Geschichte erzählen...

Weihnachten 2006, zwischen den Feiertagen... meine Tochter Vanity, damals 5 Jahre alt, spielt schon den ganzen Tag, zusammen mit ihrem Bruder draussen im Schnee, wir wohnen in einem 120 Seelen Dorf an der dänischen Grenze, jeder kennt jeden und alle Türen sind unverschlossen. Irgendwann nachmittags kommt die Kleine weinend nach Hause, klammert sich an ihre Mutter und erzählt ihr, nach bohrendem Nachfragen was denn los sei, das sie heute kein Naschi vom Nachbarsjungen P. (17 Jahre alt) bekommen habe obwohl sie alles so gemacht hat wie immer. Die Mutter fragt nach und erfährt nach und nach Details.... es stellt sich heraus, das der Nachbarsjunge P. seid einem nicht genau ermittelbaren Zeitraum von mindestens einem halben Jahr und maximal 3 Jahren das Mädchen sexuell missbraucht hat, im Einzelnen durch anfassen, streicheln und gestreichelt werden sowie regelmässigem Oralverkehr. Das ganze wird direkt bei der KriPo gemeldet, der Vorgang wird bearbeitet und kommt ca. 2 Jahre (!!!) später vor das OLG. Im Prozess stellt sich heraus, das der Angeklagte P. bereits mehrmals vorher durch ähnliche Delikte aufgefallen ist, jedoch aufgrund Strafunmündigkeit nicht verurteilt werden konnte. Der Anwalt des Angeklagten, ein findiger Rechtsverdreher aus Niebüll, schafft es doch tatsächlich, die Videoaufnahme der Vernehmung des Mädchens bei der KriPo, in welcher sie alle Details und Einzelheiten ausspricht, von der Beweisführung auszuschliessen, und lässt stattdessen das Opfer vorladen, um im Gericht die Aussage Auge in Auge mit dem Angeklagten wiederholen zu lassen. Logisch, das ein kleines Mädchen diesem Druck nicht standhält, und vor Gericht kein Wort herausbekommt. Das Ende der Geschichte ist : Freispruch 2ten Grades für den angeklagten Kinderschänder, Verurteilung des Vaters des Opfers zu 1200 € Geldstrafe, da ich nach der Verhandlung in der Öffentlichkeit zum Kinderficker "Kinderficker" gesagt habe (Verunglimpfung einer Person in der Öffentlichkeit), keinerlei Hilfe von irgendwelchen Seiten, man wird halt in Deutschland allein gelassen mit solchen Sachen.

Nun zu dem Aufkleber : TODESSTRAFE für KINDERSCHÄNDER
Ich habe ihn, aus nachvollziehbaren Gründen, auch auf meinem Auto, sämtliche Bekannte auch. Ich komme aus dem Gewerbe, man kann diesen Aufkleber auch bei mir erwerben , siehe www.derFolienprofi.com

Das ist meine freie Meinung, und die will ich auch gern erklären :
Ohne nationalsozialistischen Hintergund oder sonstige auffallenden Extreme bin ich der Meinung, das solche Leute, die sich an Kindern vergreifen, also pädophil veranlagt sind, NICHT therapiert werden können. Man liest es jeden Tag in den Medien, das einer wieder einmal rückfällig geworden ist und wieder ein minderjähriges Opfer gefunden hat. Was soll man mit solchen Aussätzigen tun ? Ich meine : je nach schwere des Vergehens MINDESTENS wirklich lebenslang wegsperren, und zwar OHNE Vollzugserleichterungen in Einzel-Isohaft, bei schwereren Vergehen über lange Zeiträume oder mit Tötungsdelikt die Todesstrafe. Solche Leute gehören aus unserer Gesellschaft dauerhaft und effektiv entfernt.

Ich weiss, viele Leute sind anderer Meinung, das ist auch gut so, ein pro und Contra, so bleibt die Diskussion in Gange.

Ich hoffe dir, und auch anderen eine neue Blickweise gezeigt zu haben, vllt kannst du ja jetzt nachvollziehen, warum manche Leute solche Aufkleber auf ihren Autos haben...auch ohne ein Nazi zu sein.

LG aus dem Norden
Julemand aka Olli

anzeigename 02.12.2010 | 23:53

hallo, auch ich habe mich nun speziel wegen diesem blog registriert....

die unverbesserlichen stammtischparolenverbreiter und rechten hier im forum können jetzt beim nächsten kommentar weiterlesen und das hier überspringen

aber für alle anderen:

also zum thema und der herkunft der aufkleber habe ich folgenden suchvorschlag bei google:

"todesstrafe für kinderschänder freie nationalisten" ( bzw. freie kameradschaften)

da dürfte dann auch den letzten nichtwissenden bewusst werden, dass diese Aufkleber aus dem radikalen rechten spektrum

das thema wurde zu wahlkamfzwecken besetzt (sicherlich ist das auch ehrlich so gemeint und keine lüge) und landet beim bürger der auf stammtischparolen steht ja auch sehr gut

nur eine differenzierte auseinandersetzung mit den zwei themen (1. todesstrafe 2. kinderschänder) findet hier nicht statt

diese würde ich aber jedem empfehlen der sich mit dem thema wirklich ausseinandersetzen will

ein aufkleber hilft da nicht weiter, es sei denn wir ihr wollt wieder ins dritte reich

aber jeder mensch der sich als mensch versteht und hier schreibt "ich bin nicht rechts" den bitte ich sich unter oben genanntem suchvorschlag zu informieren und dann dürfte es zu der entscheidung den aufkleber von seinem auto zu entfernen nicht weit sein. denn wenn ihr nicht rechts seit: wollt ihr wirklich weiter für rechts propaganda fahren? setzt euch mit den themen auseinander und ihr werdet zu intelligenteren und diffenzierteren herangehensweisen finden....

so weit dazu vg

mahung 02.12.2010 | 23:59

"Ich hoffe dir, und auch anderen eine neue Blickweise gezeigt zu haben, vllt kannst du ja jetzt nachvollziehen, warum manche Leute solche Aufkleber auf ihren Autos haben...auch ohne ein Nazi zu sein."

Neu nicht unbedingt, aber der Ton Ihrer Ausführungen unterscheidet sich wohltuend von den meisten anderen Kommentaren, die hier von der Todesstrafe-Fraktion getätigt worden sind. Ich war auch immer fest der Überzeugung, bin es noch immer, dass wirklich Betroffene jedes Recht auf Hass und Rachgedanken haben, nur sollten diese - das gehört zum rechtsstaatlichen Selbstverständnis - nicht selbst und ausschließlich über die Täter urteilen dürfen. Das dürfen sie zum Glück auch (noch) nicht! Denn Lynchjustiz ist vordemokratisch und in jeder, also wirklich in jeder Hinsicht abzulehnen. Pädophile Veranlagungen sind nicht therpierbar, sagen Sie. Das ist eine Aussage, die meines Wissens so nicht stimmt. Natürlich kann eine solche Orientierung nicht "wegtherapiert" werden, dass behaupten auch die wenigsten. Worum es hauptsächlich geht, das ist viel entscheidenter, dass die Triebkontrolle gestärkt wird, dass dem vorhandenen Drang, sich dem Kind zu nähern, ein wirksame Selbstbeschränkung entgegen steht. Wichtig ist, und da ist eben eine Stigmatisierung solcher Neigungen, für die im Grunde niemand etwas kann - psychische Dispositionen sucht man sich nicht aus - kontraproduktiv. An der Berliner Charité läuft ein Projekt, dass am anderen Ende ansetzt. Hier melden sich u. a. Menschen mit pädophilen Neigungen, die ihren Trieben zum Glück noch nicht in der Realität nachgegangen sind und sich dort offen dem Problem stellen. Um die Gesellschaft und auch sich selbst zu schützen. Denn, und deshalb löst Wegsperren oder töten das Problem nicht, kann man potenzielle Täter nicht erkennen (wie ihr eigenes Beispiel zeigt) bevor sie initiativ werden. Da liegt das verunsichernde Hauptproblem. Die Rückfälligen, die es gibt, sind eine verschwindende Minderheit, dass Hauptproblem die noch Unauffälligen. Durch staatlich organisierten Mord an bekannten Tätern löst man so nichts. Das (vergleichsweise sehr geringe) Risiko außerhalb der eigenen Familie Opfer von sexuellen Missbrauch zu werden besteht deshalb weiter. Rache- und Exekutionsgelüste bringen dem Problem keiner Lösung näher. Daran glaube ich fest.

Julemand 03.12.2010 | 00:06

hej

habe deinen link gelesen und sage dazu folgendes : Ich bin nicht rechtsradikal eingestellt, und werde es auch aus verschiedenen Gründen niemals sein. Trotzalledem muß ich den rechten Parteien und Vereinigungen in manchen Punkten die propagiert werden absolut Recht geben. Auch wenn vllt Diskussionen fehlen, warum kommen diese nicht zustande ?? Weil die Mehrheit der Bürger voreingenommen ist und garnicht diskutieren will. Die deutsche Politik habe ich eh aufgegeben, solange die Diäten erhöht werden und Pensionen verteilt werden, bekommen die eh nichts zustande. Bezahlung nach Leistung = das wäre mal ne Überraschung für unsere Politik.

Wie du meinem vorherigen Beitrag entnehmen kannst, ist das deutsche Recht auch nicht das, was es sein sollte, solange es Rechtsverdreher gibt, welche Kinderschänder rauspauken, und noch auf den Opfern herumtrampeln, solange wird die deutsche Rechtssprechung nicht funktionieren.

Mein Aufkleber bleibt dran, auf jeden Fall !!! Eine Interessengemeinschaft ist auch schon gegründet, und ich bin absolut dafür es wie in den USA zu handhaben, eine Veröffentlichung aller persönlichen Daten von erwiesenen Pädophilen auf einer Internetpage. Mit vollem Namen und Adresse !!!

Wollen wir mal sehn was dann passiert.... meinetwegen an der nächsten Bushaltestelle an die Wand nageln.

VLG
Olli

mahung 03.12.2010 | 00:17

"nur eine differenzierte auseinandersetzung mit den zwei themen (1. todesstrafe 2. kinderschänder) findet hier nicht statt"

Ich finde schon, dass mein Blog-Beitrag den Versuch einer differenzierten Auseinandersetzung mit den beiden Themen unternimmt.

Gerade der propagandistische rechtsextremistische Hintergrund dieses speziellen Rechtspopulismus "Todesstrafe für Kinderschänder" war ja die Hauptmotivation, diesen Aufklebern auf den Grund zu gehen. Und ich gebe Ihnen vollkommen Recht - ein wenig Recherche im Netz ergibt ein eindeutiges Bild. Rechtsextremisten sind propagandistisch am Werke, denken selbst so und würden natürlich noch viel mehr "unwertes Leben" vernichten, wenn sie dürften. Vorerst fordern sie das Töten aber "nur" für sog. Kinderschänder, weil sie wissen, dass man da schnell den Männer- und Frauenstammtisch des Landes emotionalisieren kann. Ist erst einmal die "Todesstrafe für Kinderschänder" salonfähig, dann kommen die nächsten gesellschaftlichen "Randgruppen" an die Reihe. Das ist das Kalkül. BILD-gebildete Bürgerinnen und Bürger sind leicht zu emotionalisieren, sprich: aufhetzbar.

mahung 03.12.2010 | 00:29

"Wollen wir mal sehn was dann passiert.... meinetwegen an der nächsten Bushaltestelle an die Wand nageln."

Wen jetzt? Die Pädophilen?

Ich fürchte die meisten Namen und Adressen sind hinlänglich bekannt. Weil, bekanntermaßen, mit Abstand die meisten dieser Verbrechen innerhalb der Familien selbst bzw. dem näheren Umfeld geschehen. Solche Internetpranger sind aber immerhin dazu geeignet, dem Volk eine Scheinsicherheit vorzugaukeln, während der nette Herr Pfarrer von nebenan ...

okay, dass war jetzt auch etwas schlicht.

anzeigename 03.12.2010 | 10:58

@hej
"Ich bin nicht rechtsradikal eingestellt" > aber so ein bisschen rechts ist wohl anscheinend nicht verkehrt? oder nur so ein ganz kleines bisschen DVU oder NPD wählen? Nein nicht? dann vielleicht doch lieber CDU oder FDP? aber man kann ja wenigstens für die NPD den Wahlkamf auf dem Auto machen.... [ironie] "Trotzalledem muß ich den rechten Parteien und Vereinigungen in manchen Punkten die propagiert werden absolut Recht geben"
>>>> Das ist genau das, was die Rechten mit Ihren am stammtisch (oder auch am gemeinen deutschen familienfrühstückstich) sehr gut ankommenden, einfachen und für jeden einfachsten menschen klar verständlichen aber menschenvereachtenden parolen wollen.
Und irgendwann wirst dann auch du, wenigstens aus protest, mal rechts wählen.

vorab zur erklärung: ich bin selber famielienvater und mir darf nach meiner emotionalen empfindung so ein schwein das sich an kindern vergeht nicht in die quere kommen, ich könnte da sicher für nichts garantieren.
Aber meine sachliche auseinandersetzung mit dem thema ist eine andere.
und darum haben wir inzwischen fast überall gerichte, weil mit selbstjustiz, hervorgerufen durch emotionaler befangenheit, zu oft und zu schnell und zu voreilig die falschen getroffen wurden und der wirkliche täter mit einem lächeln davonkommen. Das gleiche gilt auch für die todesstrafe.
Heute sind Kinderschänder für die die Todesstrafe
gefordert wird, morgen sind es dann alle schwerkriminellen, übermorgen alle kleinkriminellen und irgendwann randgruppen oder menschen die nicht ins bild passen..... welcher mensch darf/muss/sterben und welcher nicht? wer will das entscheiden.... wer hat ein recht auf leben und wer nicht?

Um zu einem ergebniss zu kommen muss man dieses thema aufspalten in einmal todesstrafe und zum zweiten kinderschander, wobei ich hier auch generell dazu tendieren würde über sexualstraftäter zu sprechen. Sicherlich stellt die misshandlung/der missbrauch von kindern eine besondere form dar (emotional betrachtet) aber auch erwachsachene menschen sind oft nicht in der lage sich zu wehren. des weiteren mussen wir hier auch von sexualstraftäterinnen (!) sprechen ... ja auch frauen machen sowas. ca 15% bis 25% aller missbrauchsfälle an kindern werden von frauen verübt (mal google'n bzw. unter anderem hier: www.kbbe.de/info/missbrauch/missbrauch_durch_frauen.htm )
Für weitere hintergrundinformationen zum thema "Pädophilie" empfehle ich "http://de.wikipedia.org/wiki/Pädophilie". Damit sind wir zwar noch nicht bei dem thema welche strafe ist angemessen sexualstraftäterInnen aber die seite gibt erstmal ein paar sehr wichtige hintergrundinformationen.
Welche strafe ist nun angemessen? Hierzu kann ich keine eindeutige Antwort geben aber sicherlich ist es von mir aus angebracht die mindeststrafe und das generelle strafmaß für sexualstraftäterInnen zu erhöhen, sicherungsverwahrung ok, therapien müssen verbessert und stärker kontrollierbar sein.
Aber vor allem gilt es die Opfer zu schützen und auch entsprechende prävention zu betreieben. Die dunkelziffer von sexuellen missbrauchsfällen ist extrem hoch! Hier gilt es das dei Gesellschaft das Thema nicht mehr tabuisieren darf, viele schauen weg, da die familie ja auseinanderbrechen könnte. Und das wegschauen ist genauso schlimm wie dei tat. Viele opfer haben angst zu reden weil sie keine möglichkeit sehen oder kein vertrauen haben. und dadurch wird den täterInnen der rücken gestärkt!
Die gesellschaft muss genauer beobachten und sensibilisiert werden durch aufklärung. Den eine aufgeklärte gesellschaft dei nicht wegschaut oder symtome sehr gut erkennt ist ein bessere Schutz als harte Strafen. Ärzte haben hier sehr gute möglichkeiten, aber hier steht Schweigepflicht kontra Kindeswohlgefährdung. Hier müssen netzwerke geschaffen werden um Kinder und Opfer zu schützen.
Strafen bestrafen straftaten, Aufklärung und sensibilisierung kann Sexuelle übergriffe verhindern.
Was ich hier schreibe kratzt leider alles bloß an der oberfläche.... das ist ein Thema für einen extrablog ein buch und viele bücher ....

Zurück zu Thema
Wer die Todesstrafe fordert wird selber zum Täter und ist in letzter konsequenz nicht besser als der Verbrecher den er macht sich zum Mörder.

Aber zum thema Todesstrafe möchte ich hier Amnasty International zitieren: (erspart mir ne menge schreibarbeit) [pro und kontra todesstrafe aus "http://www.amnesty-todesstrafe.de/files/reader_wenn-der-staat-toetet_argumente-kurz.pdf" von "http://www.amnesty-todesstrafe.de/"]

4. GERECHTIGKEIT UND VERANTWORTLICHKEIT - VERBRECHER MÜSSEN ANGEMESSEN
BESTRAFT WERDEN.
Die Vorstellung, die Todesstrafe sei eine gerechte Strafe, wird von der Praxis widerlegt. Es gibt keine
Möglichkeit sicherzustellen, dass sie nicht gegen Unschuldige angewendet wird. Mehr noch: Kein
Strafrechtssystem war bislang dazu in der Lage, in allen Fällen beständig und fair auszuwählen, wer
leben darf und wer sterben soll. Untersuchungen haben gezeigt, dass wann immer die Todesstrafe
eingesetzt wird, einige hingerichtet wurden, während andere für das gleiche oder sogar schwerere
Verbrechen am Leben bleiben durften. Amnesty International akzeptiert, dass jemand, der ein schweres Verbrechen begangen hat, vor Gericht
gestellt und verurteilt wird. Es gibt aber alternative Strafformen, die der Schwere des Verbrechens
angemessen sind, ohne unumkehrbar zu sein.

5. DIE TODESSTRAFE IST NÖTIG, UM DEN OPFERN VON VERBRECHEN UND DEREN
ANGEHÖRIGEN GERECHTIGKEIT WIDERFAHREN ZU LASSEN.
Die Hinrichtung des Täters macht das Opfer nicht wieder lebendig und verringert auch nicht den Verlust,
den die Familien erlitten haben. Der Gerechtigkeit kann durch die Verhaftung und Bestrafung des
Täters Genüge getan werden. Hinrichtungen sind eher eine Form von Rache als von Gerechtigkeit.
Auch im gerechtesten aller Gerichtsverfahren ist ein Justizirrtum nicht ausgeschlossen. In Todesstrafenprozessen
hat das unwiderrufliche Folgen: Unschuldige bezahlen mit ihrem Leben.

6. WENN DIE TODESSTRAFE ABGESCHAFFT WIRD, STEIGT DIE KRIMINALITÄTSRATE.
Jede Gesellschaft sucht nach Schutz vor Verbrechen. Das Festhalten an der Todesstrafe ermöglicht
den Regierungen vielleicht, den Eindruck zu erwecken, dass sie starke Maßnahmen gegen das Verbrechen
ergreifen. In Wahrheit lenkt dies nur davon ab, über komplexere Maßnahmen nachzudenken,
die notwendig sind, um die Ursachen für Verbrechen zu bekämpfen.
Das Anliegen rechtsstaatlichen Strafens ist nach heutiger Auffassung nicht Vergeltung oder Rache,
sondern jedem Menschen, auch einem Schwerverbrecher, unter gewissen Voraussetzungen die Resozialisierung
zu ermöglichen. Die Todesstrafe erfüllt keinen der modernen Strafzwecke wie Sühne,
Einsicht und Resozialisierung des Täters.

7. DIE TODESSTRAFE STÄRKT DEN RESPEKT VOR DEM MENSCHLICHEN LEBEN.
Wie kann das Töten eines Menschen den Respekt vor dem Leben fördern? Nach Ansicht von Amnesty
International ist die Todesstrafe eine Verletzung des Rechtes auf Leben und des Rechtes, keiner
grausamen, unmenschlichen oder erniedrigenden Bestrafung unterworfen zu werden, wie sie die Allgemeine
Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen verkündet. Es ist widersprüchlich für
ein Strafrechtssystem, mit Verbrechern genau das zu tun, wofür diese verurteilt wurden. Der Staat darf
sich nicht mit Mördern auf eine Stufe stellen.
In jedem Land, das die Todesstrafe noch anwendet, wird sie überproportional häufig gegen Mittellose
oder Angehörige von Minderheiten angewendet. Sie wird manchmal als Werkzeug zur politischen
Unterdrückung benutzt, als Weg politisch Oppositionelle loszuwerden. Dies fördert nicht gerade den
Respekt vor den Menschenrechten.

8. DIE BEVÖLKERUNG BEFÜRWORTET DIE ANWENDUNG DER TODESSTRAFE.
Die Volksmeinung bezüglich der Unterstützung der Todesstrafe kann auf mangelndem Wissen über
diese Strafe oder auf starken Emotionen wegen kürzlich begangener Verbrechen basieren. Außerdem
ist die Volksmeinung schwer einzuschätzen, da die Umfrageergebnisse sehr stark davon abhängen,
wie die Frage formuliert wurde. Alle politisch Handelnden sollten die Menschenrechte schützen, indem
sie Aufklärungsarbeit über kriminalpolitische Themen leisten und wenn notwendig, den Mut und die
Weisheit haben, über der Volksmeinung zu stehen.

WER SICH MIT DEM THEMA ERNSTHAFT AUSEINANDER SETZT MUSS ZU EINER ANDEREN LÖSUNG KOMMEN ALS SICH EINEN AUFKLEBER DER EXTREM RECHTEN NATIONALISTEN AUF DAS AUTO ZU KLEBEN.
JEDER MENSCH DER NICHT WEIß/WUSSTE DAS DIESER AUFKLEBER AUS DER RECHTSEXTREMEN SZENE KOMMT GEHÖRT AUFGEKLÄRT.
UND JEDER MENSCH DER DIESEN AUFKLEBER AM AUTO LÄSST NACHDEM ER DAS WEIß, IST NAZI UND EIN VERBRECHER, AUCH WENN ER NUR DEN AUFKLEBER GUT FINDET.
DENN DURCH DEIN IGNORANTES VERHALTEN UNTERSTÜTZT DU DAS UNMNENSCHLICHE VERHALTEN UND DIE MENSCHENRECHTSVERLETZENDE GESINNUG, DIE MORDE, DIE BRANDANSCHLÄGE, DIE AUSLÄNDERFEINDLICHKEIT, DIE FEINDLICHKEIT GEGEN FREIE RELEGIONSAUSÜBUNG UND VIELES MEHR.
mit diesem Aufkleber trittst du das Grundgesetz mit füssen und bekennst dich zu eine Verfassungsfeindlichen und menschenverachtenden gruppierung. Damit machst du dich zu einem NAZI und MITTÄTER!

mahung 03.12.2010 | 11:23

@anzeigename

"mit diesem Aufkleber trittst du das Grundgesetz mit füssen und bekennst dich zu eine Verfassungsfeindlichen und menschenverachtenden gruppierung. Damit machst du dich zu einem NAZI und MITTÄTER!"

Es wäre sehr hilfreich, wenn Du denjenigen den Du ansprichst, auch benennst. Es entsteht sonst der Eindruck, Du meinst mich als Autor des Blog-Beitrages, der sich eindeutig gegen die Todesstrafe für wen auch immer ausspricht und das Nazitum dieser Aufkleber relativ eindeutig herausgestellt hat.

Ansonsten danke ich sehr für Deinen ausführlichen Kommentar, der die Aussagen meines Blog-Beitrages sehr gut ergänzt, und noch einmal unterstreicht, dass Menschen, die solche Aufkleber tragen, entweder sehr schlicht und naiv sind oder eben eindeutig rechtsradikal - da beißt die Maus keinen Faden ab.

anzeigename 03.12.2010 | 11:59

"mit diesem Aufkleber trittst du das Grundgesetz mit füssen und bekennst dich zu eine Verfassungsfeindlichen und menschenverachtenden gruppierung. Damit machst du dich zu einem NAZI und MITTÄTER!"

damit ist jeder mensch gemeint der den aufkleber am auto trägt, natürlich nicht du als autor dieses blogs

und hier im blog sind alle angesprochen die schreiben "ich bin nicht rechts aber finde den aufkleber gut" oder ahnliches sagen!

spätestens nach dem erlangen des wissens über die herkunft des aufklebers und das belassen des selbigen auf welchen medium auch immer seid ihr NAZIS (!) wenn ihr es nicht schon vorher ward

anzeigename 03.12.2010 | 12:34

extra @ julemand! Du hast natürlich jedes recht der welt stinksauer und mehr zu sein.

gründen einer interessensgemeinschaft ist ok. vieleicht fällt dir aber was intelligenteres ein als dich in einen topf mit Nazis zu werfen. zb ein viel besserer und klügerer aufkleber.
Mit einer Interessensgemeinschaft kann man viel bewirken aber dann bitte auch nach und vordenken und dumm scheinst du ja nicht zu sein.

Ich wurde auch schonmal von einer hysterischen mutter als "Spanner" beschimpft und unter generalverdacht gestellt, weil ich mit meiner damals 5 Jährigen Tochter nachdem Tanzunterricht in einer gemischten Umkleide war und blöderweise der einzige mann war. Die mutter und der direktor der schule hat sich hinterher bei mir entschuldigt, aber ich bin verdamt froh, das ich noch lebe.

Und wie schon gesagt, mir dürften solche schweine sicherlich auch nicht begegnen, aber deswegen schwenke ich nicht gleich die hakenkreuzfahne, was du bildlich gesprochen machst.

anzeigename 03.12.2010 | 12:44

nachtrag: und das problem und die ursachen der meisten verbrecher, psychisch gestörten oder manischen Menschen, oder wie man das je nach Fall betiteln will liegt oft weit zurück in der eigenen kinderstube und dessen umfeld
Fragt euch doch mit eurer interessensgemeinschaft was man tun kann um solche Sexualdelikte zu verhindern. Wo sind Ursachen? Was kann man dagegen tun? Wie kann man vorbeugen? Was kann ich tun damit meinem und dem Kind neben an und anderen nicht das gleiche Schicksal wiederfährt? Wie kann man einen Sexuellen übergriff verhindern bevor er passiert?
Wenn ihr euch solche fragen stellt und beantwortet und aktiv werdet, dann könnt ihr was bewegen, aber nicht mit einem Hakenkreuz auf der Scheibe.

G.B. 18.12.2010 | 20:12

Selbst Leute, die mit Scheuklappen durchs Leben laufen, haben mit unter lichte Momente.
Um die schlechte Kinderstube der Täter zu verhindern, möchten wir die Kinderstube unserer Kinder beschützen.
Damit tragen wir unseren Teil, zur Verhinderung künftiger Straftaten bei.
In einem Land, in dem der Schutz der Täter höher steht als der Schutz der Opfer kann man nur mit extremen Forderungen ein Minimum an Reaktion erreichen.
Leider vergessen viele, daß zu den Opfer auch die Angehörigen der Opfers gehören.
Opfer die mit ihren Steuergeldern mildtätige Richter, überforderte Psychiater und die komfortable Unterbringung von Täter bezahlen müssen, um in der Angst zu leben, daß dem Täter ja eine zweite Chance zu steht. Eine zweite Chance ihr Kind doch noch umzubringen, oder sollte er dies schon geschafft haben, vielleicht ein Zweites, oder Drittes.
Übrigens, Täter können männlich und auch weiblich sein.
Jedem steht eine freie Meinung zu, ob rechts, links, oben oder unten. Eine Meinung tötet noch niemand, aber sie kann vielleicht helfen unserer Leben etwas lebenswerter zu machen.
Ich sehe für mich, Kinderschänder nur als Oberbegriff im Kampf diese Welt gegen Gewalt zum Nachteil Schwacher und Schutzbefohlener.

mahung 19.12.2010 | 16:21

"Ich sehe für mich, Kinderschänder nur als Oberbegriff im Kampf diese Welt gegen Gewalt zum Nachteil Schwacher und Schutzbefohlener."

Wer angeblich gegen Gewalt ist, der kann nicht für eine Todesstrafe, für wen auch immer, sein. Das ist ein Widerspruch. Wer öffentlich für staatlich durchgeführten Mord (z.B. durch Aufkleber auf Autos) eintritt, ist zwar im Sinne des Rechtes auf freie Meinungsäußerung auf der sicheren Seite, hat aber jedes moralische Recht, über andere zu richten, verwirkt. Es ist höchst unglaubwürdig, angeblich gegen Gewalt kämpfen zu wollen, sich aber Gleichzeitig in niedersten Rachegelüsten zu suhlen. Das ist nichts weiter als Heuchelei und vorzivilisatorisch.

"Opfer die mit ihren Steuergeldern mildtätige Richter, überforderte Psychiater und die komfortable Unterbringung von Täter bezahlen müssen, um in der Angst zu leben, daß dem Täter ja eine zweite Chance zu steht. Eine zweite Chance ihr Kind doch noch umzubringen, oder sollte er dies schon geschafft haben, vielleicht ein Zweites, oder Drittes."

Auch diese Aussage ist unterstes Boulevard-Niveau! Durch alles getrübt, nur nicht durch Faktenwissen und Erkenntnis. Ein wenig Recherche könnte dazu führen, sich einmal mit Kriminalitätsstatistiken auseinander zu setzen, zum Beispiel. Oder mal schauen, wieviele Sexualstraftäter wirklich das "zweite oder dritte Kind umbringen". Solch ein unreflektiertes Stammtischgebrabbel ist aber eben Ergebnis von reißerischer Berichterstattung und Skandalisierung bzw. Ausdruck von zuviel Fernsehkonsum im Privatfernsehbereich.

"Leider vergessen viele, daß zu den Opfer auch die Angehörigen der Opfers gehören."

Aber Täter haben keine Angehörigen, oder was? Sind die Angehörigen eines Täters, der getötet wird, weniger wert? Offensichtlich schon, wenn man ein etwas einfaches Weltbild besitzt.

Kann man nur hoffen, dass eure Kinder nicht später mal zu Sexualstraftätern werden. Denn Sexualstraftäter waren auch einmal kleine, niedliche und schützenswerte Wesen. Ihr müsstet eure eigenen Söhne und Töchter umbringen ...

Ich höre hier lieber mal auf, befinde mich schon fast auf eurem Argumentationsniveau. In diesem Sinne:

"Bildungsgutscheine für Todesstrafe-für-Kinder-Forderer"

V4A 12.07.2011 | 18:51

Ich möchte zuerst mal klarstellen:
1. Ich einen derartigen Aufkleber nicht besitze!
und 2. Ich weder rechter noch linker Gesinnung bin.

Warum schreibe ich hier?
Ganz einfach. Ich las diesen Blog und fragte mich "Was geht in dem Blogautor vor?"
Ich kenne die Antwort nicht und kann leider nur vermuten.
Will er/sie jemanden (Kinderschänder) damit verteidigen?
Will er/sie Rechte damit als potenzielle Mörder darstellen?
Will er provozieren? Wenn ja, wen?
Oder will er/sie nur beleidigen?

Ich denke von allem ist hier etwas dabei, jedoch nach mehrmaligem lesen, keine aber auch wirklich keine sinnvolle Reflexion des ganzen. Im Gegenteil: "Bildungsgutscheine für Todesstrafe-für-Kinder-Forderer"

In diesem Sinn würde ich eher Bildungsgutscheine für "Versuchsdemokraten" oder "Versuchspsychologen" fordern

Zum Kern der Überschrift "Todesstrafe für Kinderschänder"

NEIN! Mein eigentlich ganz klares Statement dazu!

STOP! Todesstrafe für Mörder (dazu zählen auch Kindermörder)
Betonung liegt auf Mord!!!!! also bitte vorher lesen bspw. STGB §211 - Mörder ist, wer
aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,
heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder
um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,
einen Menschen tötet.

JA!

Warum? Ich finde und glaube das jeder Mensch der eines anderen Menschen Leben nimmt um "siehe oben"... das Recht auf sein eigenes Leben verwirkt hat.

UND ZUM SCHLUSS NOCHMAL DIREKT ZUM AUTOR MIT SEINEM ARGUMENT "AUCH TÄTER HABEN ANGEHÖRIGE"!!!

Wenn sie die Möglichkeit hätten in der Zeit zurück zu Reisen und Adolf Hitler oder Josef Stalin als Kind zu töten, würden sie es tun??

Denken sie mal darüber nach! Und hören sie auf sie "Möchtegerndemokrat" andere Menschen in eine bestimmte Ecke zu drängen nur weil sie anderer meinung sind!

mahung 12.07.2011 | 22:24

"Wenn sie die Möglichkeit hätten in der Zeit zurück zu Reisen und Adolf Hitler oder Josef Stalin als Kind zu töten, würden sie es tun??"

NEIN!!

Nur vordemokratisches Denken kann zu einem solch abstrusen Gedankenexperiment führen. Säuglinge zu töten, weil eventuell veritable Diktatoren daraus werden könnten, dass ist, gelinde gesagt, etwas bizarr. Und ich dränge niemanden in eine Ecke. Lesen Sie den Kommentarstrang einfach genau, dann stellen Sie fest, dass Sie sich und viele andere der Kommentatoren höchstselbst in eine "bestimmte Ecke" drängen.

Demokratie und Todesstrafe schließen sich einfach gegenseitig aus. Lesen und Verstehen, dass ist die Reihenfolge. Mord bleibt Mord, egal durch wen. Wenn ein Individuum nicht morden darf, dann darf es ein Staat, ein demokratisch verfasster zumal, erst recht nicht.

Vielen Dank für´s Lesen und Ihren Kommentar.

V4A 13.07.2011 | 12:23

Ich denke bevor Sie weiterschreiben sollten sie sich erst einmal grundsätzlich damit auseinandersetzen was überhaupt Demokratie bedeutet. Sie stellen hier Thesen in den Raum die schlichtweg falsch sind. Bspw.: "Demokratie und Todesstrafe schließen sich einfach gegenseitig aus". Das stimmt so nicht.
Die Demokratie kann die Freiheit des Individuums unterdrücken, ähnlich wie in Diktaturen. Mehrheitsentscheidungen (Betonung) können zur Benachteiligung von Individuen führen. Wenn also sich die Mehrheit für die Todesstrafe ausspricht (bspw. USA) ist dies dann keine Demokratie mehr? Nein? Achso dann wäre es ihrer Meinung nach Wohl Nationalsozialismus? Falsch! Nationalsozialismus stellt das Herrschen Weniger/Einzelner über viele dar, während in einer Demokratie das Volk bestimmt demzufolge auch über die Gesetze bestimmt. Wenn sich also die Mehrheit eines Volkes für die Todesstrafe ausspricht so ist es dennoch eine Demokratie.

Zum Thema Adolf Hitler und Josef Stalin. Ich sagte nicht vielleicht Diktatoren sonder ich schrieb "..in der Zeit zurück.. (also mit dem Wissen)...

Sie schließen die Tötung kategorisch aus und nehmen damit billigend (denn sie hätten ja die Möglichkeit es zu verhindern) den Mord an ca. 26 Millionen Menschen in Kauf. Das ist kein demokratisches Denken. Sicher setzt sich Gesamtwohl aus dem Wohle der Einzelnen zusammen doch diese Argumentation hinkt hier leider. Hier steht nur die Frage RICHTIG? oder FALSCH? und dies muss jedes Individuum mit sich selbst ausmachen, wobei ich bezweifele das von den ca. 7 Milliarden Menschen weniger wie 4 Milliarden dagegen wären. Und schon wären wir wieder am Anfang. Es wäre ein Todesurteil und zwar im Auftrag des Volkes (nämlich der Bevölkerung der Erde). Alles rechte Spinner???

Mal eine Frage an Sie von dem ganzen "braunen Gedankengut" und irgendwelchen Aufklebern Abstand nehmend.

WAS WÜRDEN SIE TUN WENN IHR KIND VERGEWALTIGT ODER GAR ERMORDET WIRD? WAS WÜRDEN SIE TUN WENN IHRE FRAU ODER IHR MANN OPFER EINES MORDES WIRD?

Schlagen sie eine Therapie für den/die Täter vor?
Würden sie wollen das diese Menschen irgendwann wieder herauskommen?
Eventuell ein neues Verbrechen begehen?

mahung 13.07.2011 | 23:55

Ich stehe auf dem Boden des Grundgesetzes. Lesen Sie es gelegentlich mal! Da gibt es einige unumstößliche Prinzipien. Todesstrafe und Demokratie im Sinne des Grundgesetzes schließen sich gegenseitig aus. Einige Artikel der Verfassung sind auch als Mehrheitsentscheidung des "Volkes" nicht außer Kraft zu setzen - es sei denn, jemand setzt sich diktatorisch darüber hinweg und schafft die FDGO ab.

Ihr bizarres "Gedanken"experiment bleibt abstrus. Niemand weiß, wie sich ein Säugling entwickelt und was dieser Mensch irgendwann tun wird. Menschen werden zu Diktatoren oder nicht. Vorauseilendes ermorden von Menschen ist schlicht und ergreifend - auch nur als "Gedanken"experiment - Quatsch. In Ihrem Fall aber erkennbar ein hilfloser Versuch. Aber Todesstrafer wie Sie, dass beweist dieser Kommentarstrang zur Genüge, können halt nur mit Totschlagargumenten. So weit so dünn.

Aber das Beste im Sinne der Schlichtheit des verbalen Holzhammers:

"WAS WÜRDEN SIE TUN WENN IHR KIND VERGEWALTIGT ODER GAR ERMORDET WIRD? WAS WÜRDEN SIE TUN WENN IHRE FRAU ODER IHR MANN OPFER EINES MORDES WIRD?"

Da ich zum Glück in einem demokratisch verfassten Rechtsstaat lebe, habe ich in einem solchen Fall nicht zu entscheiden was mit dem oder der Täterin passieren würde. Dazu gibt es Gerichte, Staatsanwälte etc. Ich würde mich natürlich in Rachegedanken ergehen und den/die TäterIn aus Hass ermorden wollen. Das ist völlig normal und aus Opfersicht völlig verständlich. Aber eben auch vordemokratisch und zivilisatorisch viele Stufen unter dem, was erreicht worden ist, im Prozeß der Zivilisation. Rache ist keine Kategorie im Rechtsstaat, sondern eine individuell verständliche Regung in emotionalen Ausnahmesituationen.

Ihre Beispiele sind schlicht, naiv und platt. Ihr enges Weltbild wird der Hintergrund sein oder Ihre mangelnde Kenntnis der FdGO oder beides. Staatlich organisierter Mord bleibt Mord bleibt Mord ...

V4A 14.07.2011 | 14:54

Ich sehe einmal mehr das sie weder verstehen zwischen den Zeilen zu lesen noch das sie andere Meinungen zulassen.

Dieses "Gedankenexperiment" wie sie es bezeichnen war schlichtweg eine Provokation um Ihnen einen Standpunkt zu entlocken. JA oder NEIN. Doch sie können sich leider nur winden wie ein Aal und mit fadenscheinigen Begründungen einen Ausweg suchen um sich einer Antwort zu entziehen.
Desweiteren haben sie die Frage immernoch nicht verstanden...

Zu meinem "verbalen Holzhammer" haben sie jedoch genau das offengelegt was ich von Ihnen hören wollte. Sie würden ... den Täter ermorden wollen. Ergo würden sie aus Opfersicht auch für die Todesstrafe plädieren. Ob das mit unserem GG vereinbar ist oder nicht spielt in diesem Fall keine Rolle. Denn es geht nicht darum. Es geht um die Todesstrafe an sich. Sie stellen Menschen die Ihre Meinung mit Hilfe eines Aufklebers oder mit was auch immer zeigen direkt und ohne schlüssige Begründung in eine Ecke. Das können sie vielleicht wenn dieser Mensch mit NPD-Fahne herum marschiert aber nicht einfach so.
Denn dann wären wir entweder in der DDR oder im dritten Reich.
Das sich diese braune Brühe Slogans bedient die beim Volk ankommen war schon vor 80-90 Jahren so.
Aber auch damals waren die Wähler der NSDAP nicht alle Nazis.
Nein, sie haben jemand gewählt der Ihnen aus der Seele sprach.

Da wäre die Frage wo fangen sie an und wo hören sie auf Menschen als Nazis zu deklarieren?
Dies bringt mich zu einem schönen Beispiel:
Ich gehe in meiner Freizeit sehr gern joggen und besitze ein paar alte Joggingschuhe der Marke "New Balance".
Nun war letzte Woche meine Bekannte aus Köln zu Besuch und fragte mich ob ich Nazi sei. Als ich fragte wie sie denn darauf käme erzählte sie mir das diese Schuhe in Köln von Nazis getragen werden.
Aha! ich bin also heute auf Grund ein paar Turnschuhe ein Nazi!
Bin ich morgen ein Kommunist weil ich eine rote Nelke im Haar habe?

Sie fragen ob sie so jemand ihre Kinder anvertrauen können.
Ich kann Ihnen sagen das sie jemanden ihre Kinder nur anvertrauen können wenn sie diesen jemand auch kennen. Ob der nun einen Aufkleber am Auto hat oder nicht spielt dabei keine Rolle.

Sie stellen sich mit ihren Bemerkungen selbst ins Abseits und ich finde da gehören sie auch Zweifels ohne hin. Eine konkrete Diskussion bringen sie nicht zustande, vielmehr versuchen sich hinter dem Vorhang der Demokratie zu verstecken (ist übrigens auch immer ihr einziges Argument neben "vorzivilisatorisch") ansonsten werden sie einfach nur beleidigend.

Vielleicht leiden sie aber einfach nur an einem Trauma. Das Trauma der Bedeutungslosigkeit!

V4A 14.07.2011 | 14:54

Ich sehe einmal mehr das sie weder verstehen zwischen den Zeilen zu lesen noch das sie andere Meinungen zulassen.

Dieses "Gedankenexperiment" wie sie es bezeichnen war schlichtweg eine Provokation um Ihnen einen Standpunkt zu entlocken. JA oder NEIN. Doch sie können sich leider nur winden wie ein Aal und mit fadenscheinigen Begründungen einen Ausweg suchen um sich einer Antwort zu entziehen.
Desweiteren haben sie die Frage immernoch nicht verstanden...

Zu meinem "verbalen Holzhammer" haben sie jedoch genau das offengelegt was ich von Ihnen hören wollte. Sie würden ... den Täter ermorden wollen. Ergo würden sie aus Opfersicht auch für die Todesstrafe plädieren. Ob das mit unserem GG vereinbar ist oder nicht spielt in diesem Fall keine Rolle. Denn es geht nicht darum. Es geht um die Todesstrafe an sich. Sie stellen Menschen die Ihre Meinung mit Hilfe eines Aufklebers oder mit was auch immer zeigen direkt und ohne schlüssige Begründung in eine Ecke. Das können sie vielleicht wenn dieser Mensch mit NPD-Fahne herum marschiert aber nicht einfach so.
Denn dann wären wir entweder in der DDR oder im dritten Reich.
Das sich diese braune Brühe Slogans bedient die beim Volk ankommen war schon vor 80-90 Jahren so.
Aber auch damals waren die Wähler der NSDAP nicht alle Nazis.
Nein, sie haben jemand gewählt der Ihnen aus der Seele sprach.

Da wäre die Frage wo fangen sie an und wo hören sie auf Menschen als Nazis zu deklarieren?
Dies bringt mich zu einem schönen Beispiel:
Ich gehe in meiner Freizeit sehr gern joggen und besitze ein paar alte Joggingschuhe der Marke "New Balance".
Nun war letzte Woche meine Bekannte aus Köln zu Besuch und fragte mich ob ich Nazi sei. Als ich fragte wie sie denn darauf käme erzählte sie mir das diese Schuhe in Köln von Nazis getragen werden.
Aha! ich bin also heute auf Grund ein paar Turnschuhe ein Nazi!
Bin ich morgen ein Kommunist weil ich eine rote Nelke im Haar habe?

Sie fragen ob sie so jemand ihre Kinder anvertrauen können.
Ich kann Ihnen sagen das sie jemanden ihre Kinder nur anvertrauen können wenn sie diesen jemand auch kennen. Ob der nun einen Aufkleber am Auto hat oder nicht spielt dabei keine Rolle.

Sie stellen sich mit ihren Bemerkungen selbst ins Abseits und ich finde da gehören sie auch Zweifels ohne hin. Eine konkrete Diskussion bringen sie nicht zustande, vielmehr versuchen sich hinter dem Vorhang der Demokratie zu verstecken (ist übrigens auch immer ihr einziges Argument neben "vorzivilisatorisch") ansonsten werden sie einfach nur beleidigend.

Vielleicht leiden sie aber einfach nur an einem Trauma. Das Trauma der Bedeutungslosigkeit!

V4A 14.07.2011 | 14:54

Ich sehe einmal mehr das sie weder verstehen zwischen den Zeilen zu lesen noch das sie andere Meinungen zulassen.

Dieses "Gedankenexperiment" wie sie es bezeichnen war schlichtweg eine Provokation um Ihnen einen Standpunkt zu entlocken. JA oder NEIN. Doch sie können sich leider nur winden wie ein Aal und mit fadenscheinigen Begründungen einen Ausweg suchen um sich einer Antwort zu entziehen.
Desweiteren haben sie die Frage immernoch nicht verstanden...

Zu meinem "verbalen Holzhammer" haben sie jedoch genau das offengelegt was ich von Ihnen hören wollte. Sie würden ... den Täter ermorden wollen. Ergo würden sie aus Opfersicht auch für die Todesstrafe plädieren. Ob das mit unserem GG vereinbar ist oder nicht spielt in diesem Fall keine Rolle. Denn es geht nicht darum. Es geht um die Todesstrafe an sich. Sie stellen Menschen die Ihre Meinung mit Hilfe eines Aufklebers oder mit was auch immer zeigen direkt und ohne schlüssige Begründung in eine Ecke. Das können sie vielleicht wenn dieser Mensch mit NPD-Fahne herum marschiert aber nicht einfach so.
Denn dann wären wir entweder in der DDR oder im dritten Reich.
Das sich diese braune Brühe Slogans bedient die beim Volk ankommen war schon vor 80-90 Jahren so.
Aber auch damals waren die Wähler der NSDAP nicht alle Nazis.
Nein, sie haben jemand gewählt der Ihnen aus der Seele sprach.

Da wäre die Frage wo fangen sie an und wo hören sie auf Menschen als Nazis zu deklarieren?
Dies bringt mich zu einem schönen Beispiel:
Ich gehe in meiner Freizeit sehr gern joggen und besitze ein paar alte Joggingschuhe der Marke "New Balance".
Nun war letzte Woche meine Bekannte aus Köln zu Besuch und fragte mich ob ich Nazi sei. Als ich fragte wie sie denn darauf käme erzählte sie mir das diese Schuhe in Köln von Nazis getragen werden.
Aha! ich bin also heute auf Grund ein paar Turnschuhe ein Nazi!
Bin ich morgen ein Kommunist weil ich eine rote Nelke im Haar habe?

Sie fragen ob sie so jemand ihre Kinder anvertrauen können.
Ich kann Ihnen sagen das sie jemanden ihre Kinder nur anvertrauen können wenn sie diesen jemand auch kennen. Ob der nun einen Aufkleber am Auto hat oder nicht spielt dabei keine Rolle.

Sie stellen sich mit ihren Bemerkungen selbst ins Abseits und ich finde da gehören sie auch Zweifels ohne hin. Eine konkrete Diskussion bringen sie nicht zustande, vielmehr versuchen sich hinter dem Vorhang der Demokratie zu verstecken (ist übrigens auch immer ihr einziges Argument neben "vorzivilisatorisch") ansonsten werden sie einfach nur beleidigend.

Vielleicht leiden sie aber einfach nur an einem Trauma. Das Trauma der Bedeutungslosigkeit!

mahung 14.07.2011 | 23:14

"Dieses "Gedankenexperiment" wie sie es bezeichnen war schlichtweg eine Provokation um Ihnen einen Standpunkt zu entlocken. JA oder NEIN."

Lesen Sie halt richtig. Ich sagte klar NEIN. Dennoch konnte ich Ihnen die Abstrusität Ihres "Gedanken"experimentes nicht durchgehen lassen. Sie haben meinen ursprünglichen Text vollinhaltlich nicht kapiert, dass ist leider das Problem. Darum empfehle ich ihn entweder wirklich zu lesen oder es zu lassen. Mir ist völlig egal ob Sie ein Nazi sind, ein Stammtischbruder oder sonstetwas. Sie sprechen sich für das staatlich organisierte Töten von Menschen aus und behaupten trotzdem auf dem Boden der FdGO zu stehen, nur weil Sie eine Mehrheit des "Volkes" hinter dieser Forderung vermuten. An dieser Stelle könnten Sie sich tatsächlich einmal im Sinne echten Argumentierens nützlich machen und mir aktuelle Umfragewerte beibringen, die belegen, dass eine Mehrheit der Deutschen für die Todesstrafe ist. Ich jedenfalls konnte da nichts finden und ich glaube auch nicht das diese Mehrheit existiert. Aber das ist nur mein subjektiver Eindruck. Außerdem geht obiger Text, wie die Überschrift schon sagt, mehr in Richtung der Forderung nach Todesstrafe für eine ganz spezielle Tätergruppe und der Frage nach, wer wohl hinter solchen Forderungen steht. Nicht mehr und nicht weniger.

Wenn Sie sich sich übrigens von Argumenten eingeschüchtert oder gar beleidigt fühlen, dann sollten Sie sich keiner Diskussion stellen oder mit Argumenten kontern. So könnte es funktionieren, oder?

Trotzdem viele Grüße.

Schandmäulchen 04.11.2011 | 02:53

Vermutlich liegt das eher daran, daß auf dem Rechner des NPD-Politikers und Mitglieds des Sächsischen Landtages, Herrn Matthias Pauli, Kinderpornos gefunden wurden.
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Ich bin eher durch Zufall (weil ich ich in letzter Zeit häufiger und gerade gestern wieder so einen Autoaufkleber gesehen habe) auf diese Diskussion hier gestoßen und bin ziemlich entsetzt, wie tief antidemokratisches Gedankengut in diesem Land offensichtlich schon wieder verwurzelt ist. Und damit meine ich nicht die NPD, sondern die in meinen Augen eher schlichteren Gemüter, die nicht nur ohne viel Nachdenken die populistischen Parolen dieser Rattenfänger nachplappern, sondern sich auch nicht zu schade sind, für deren menschenverachtenden Parolen auch noch Werbung zu machen.

Ich halte jeden Mißbrauch von Kindern für ein widerwärtiges, verabscheuungswürdiges Verbrechen, und ich erwarte nicht nur, daß die Täter mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft werden, sondern daß die Gesellschaft wirksam und ethisch akzeptabel vor Rückfällen dieser Schwerstkriminellen geschützt wird. Allerdings lehne ich die Todesstrafe kategorisch ab, und zwar aus verschiedenen Gründen.

Erstens: Die Justiz und damit der Staat kann nicht die Tötung eines Menschen als verabscheuungswürdiges Verbrechen verurteilen und dann - quasi im gleichen Atemzug - die Tötung eines Menschen durch Verhängen und Vollstrecken der Todesstrafe legalisieren. Auch für verurteilte Straftäter gelten Menschenrechte. Auch dann, wenn sie die die ihrer Opfer mit Füßen getreten haben. Die Justiz und damit der Staat darf sich meiner Meinung nach nicht auf die gleiche Stufe mit Mördern begeben.

Zweitens: die Gefahr, Unschuldige zum Tode zu verurteilen (und auch hinzurichten). Das hat es in den USA gegeben, ersteres sogar mehr als hundert Mal und letzteres ebenfalls. Etliche Häftlinge mußten aus den Todeszellen, entlassen werden, weil sie - oft erst nach Jahrzehnten - ihre Unschuld beweisen konnten (etwa durch einen DNS-Test, den es ja noch nicht so lange gibt).

Drittens: in diesem Land wurde Leben schon schon einmal in wertes und unwertes Leben eingeteilt - wozu das führen kann, kann man in jedem (seriösen!) Geschichtsbuch nachlesen.