Arbeit - zwischen Gesundheit und Produktivät?

Arbeitssicherheit Heute, am 28. April 2015, wird der medial wenig beachtete Tag Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz begangen - ein Augenschein
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Ungesunde und unsichere Arbeitsplätze, die sich durch nicht-ergonomische Büromöbel sowie durch eine erhöhte gesundheitliche Gefahr aufgrund von mangelnder Bewegung oder dem Umgang mit gefährlichen Stoffen auszeichnen, können dafür sorgen, dass die Produktivität der Mitarbeiter deutlich eingeschränkt wird und es für das Unternehmen zu großen finanziellen sowie personellen Verlusten kommen kann. Aus diesem Grunde ist die sichere sowie gesunde Gestaltung des Arbeitsplatzes unumgänglich, um das Wohlbefinden sowie die Gesundheit der Mitarbeiter und den Erfolg des Unternehmens im Wettbewerb auf dem Markt nachhaltig sicherzustellen.


Arbeitsunfälle und ihre Auswirkungen für Mitarbeiter und Unternehmen
Die sogenannte "Unfallpyramide" nach Nerdinger, Blickle und Schaper aus dem Jahr 2008 macht deutlich, dass die Zahl der Arbeitsunfälle immer noch relativ hoch ist. Jährlich kommt es zu etwa 50 000 Beinahe-Unfällen auf dem Arbeitsplatz, in 66,7 % der Fälle ist ein Krankheitstag mit dem Unfall verbunden. In jeweils 16,7 % der Fälle ist entweder weniger als drei Kalendertage oder mehr als drei Kalendertage der betroffene Mitarbeiter arbeitsunfähig. Obwohl nur 0,013 % der Arbeitsunfälle tödlich enden, könnte man auf den ersten Blick davon ausgehen, dass von den Unternehmen für die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter am Arbeitsplatz genug getan werden würde, trotzdem könnte auch dieser Prozentsatz mit den richtigen Präventionsmaßnahmen gesenkt werden. Zudem gilt es zu berücksichtigen, dass sich schon ab einem Krankheitstage finanzielle Ausfälle für das Unternehmen bemerkbar machen. Aufgrund des mangelnden Gefühls an Sicherheit, das das Unternehmen den Mitarbeitern aufgrund einer hohen Zahl an Unfällen vermittelt, sinkt das Wohlbefinden. Das Wohlbefinden ist im Rahmen des Konzepts der Salutogenese nach Aaron Antonovsky jedoch unabdingbar für gesunde und produktive Mitarbeiter, die langfristig das Unternehmen mit ihrer Arbeitskraft auf der vorherrschenden Wettbewerbsposition halten.
Ungesunde Arbeitsplätze führen neben Arbeitsunfällen zu sich langsam einschleichenden Krankheiten, die letztendlich schwere gesundheitliche Konsequenzen mit sich ziehen können und das Unternehmen Arbeitskräfte verlieren lassen. Chronische Rückenschmerzen verursachen 17,5 Milliarden Euro volkswirtschaftliche Schäden im Jahr, weitere Erkrankungen sind Depression, Bluthochdruck, Rheuma und Atemwegserkrankungen. Besonder Achtsamkeit und Vorsorge benötigen Berufe, in denen mit Gefahrenstoffen gearbeitet wird, oder Tätigkeiten, die in extremen Haltungen oder unter großem Zeitdruck ausgeführt werden müssen.

Präventionsmaßnahmen zur Arbeitssicherheit und Arbeitsgesundheit
Um die Gesundheit der Mitarbeiter nachhaltig zu schützen und einen sicheren Arbeitsplatz zu gewährleisten, sollten große Unternehmen eine Präventionsabteilung aufmachen, die eng mit geschulten Fachkräften von verschiedenen Fachdiensten zusammenarbeiten können. Eine der wichtigsten Aufgaben der Präventionsabteilung und der Fachdienste ist es, die Unternehmensführung für den Arbeitsschutz zu sensibilisieren, in dem auf noralgische Schwachpunkte in dem Unternehmen aufmerksam gemacht wird und die aktuellen Richtlinien im Bereich des Arbeitsschutzes deutlich dargelegt werden. Hinzugezogen werden können die Arbeitsschutzmanagementsysteme, die im Sinne des Betrieblichen Gesundheitsmanagements Unternehmensstrukturen verändern und optimieren, um eine ideale Arbeitsatmosphäre und Arbeitsplatzgestaltung für die Mitarbeiter zu erzielen. Gerade auch große Zulieferer, wie der B2B-Versandhändler KAISER+KRAFT, haben in der Regel geschultes Personal und Spezialisten die hier beratend agieren können. Dadurch sind auch Unternehmen denen intern die Fachkompetenz fehlt in der Lage nötige Vorkehrungen zu treffen. Auf diese Weise können Unfälle sowie chronische körperliche Erkrankungen langfristig reduziert oder sogar ganz vermieden werden.

18:18 28.04.2015
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Geschrieben von

Makiki

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