RE: Demokratischer Tsunami | 20.10.2019 | 22:21

Verstehe ich richtig, dass die zweieinhalb Millionen Katalanen (50% der Bevölkerung), die am Referendum teilgenommen hatten, zur Vermögenselite Kataloniens gehören, die mit dem Rest Spaniens nicht teilen will? Da muss ich hin!

RE: Wer wütet hier? | 20.05.2019 | 22:07

Wenn ich es richtig verstehe, hat der Autor also etwas mit Richter Marchena gemeinsam, der sehr schnell der Verteidigung untersagte, die Aussagen der Polizisten mit Videos zu kontrastieren. Im übrigen kennen Sie ja anscheinend Beispiele für vorbildlichen Journalismus in der spanischen Presse. Sollten Sie einen Artikel in den landesweiten spanischen Zeitungen (El País, El Mundo, La Razón, El Periódico) kennen, wo die Zeugenaussagen der Polizei mit den Aussagen der Zeugen der Verteidigung kontrastiert werden, nennen Sie ihn mir. Vielleicht ist der Freitag daran interessiert. Was ich von der Berichterstattung zum Prozess in spanischen Medien (außerhalb Kataloniens) kenne, ist ein Trauerspiel.

Nebenbei gesagt hat der Autor eine ganze Menge mehr zum Thema Katalonien und Demokratie/Rechtsstaat in Spanien im Freitag veröffentlicht.

RE: Wer wütet hier? | 19.05.2019 | 22:56

Als Kämpfer gegen die Unwahrheiten im Artikel von Eckart Leiser, z.B. 65 statt 12 verletzte Polizisten: Wieso sind Sie da so sicher? Lesen Sie mal diesen Artikel: https://www.vozpopuli.com/politica/juicio-proces-cifras-policias-guardias-heridos-1-O-cataluna_0_1224778526.html Was Nemesio Fuentes, den pensionierten Polizisten der Policía Nacional betrifft, der als Zeuge für die Verteidigung auftrat: Dann steht ihm wohl ein Strafverfahren wegen Falschaussage bevor.

RE: Kloaken des Staates | 20.03.2019 | 01:30

Auch wenn Sie eine “geruchsneutralere” Übersetzung für “Juzgado de Instrucción” nicht gefunden haben, die besser als "Bezirksgericht" wäre: Ihre mutige Kritik an der Katalanisten-Blase des Freitag ist ein Lichtblick und bringt diese hoffentlich bald zum Platzen. Selbst die NZZ ist dabei, sich in diese hinein zu begeben: In einem Kommentar in ihrer Ausgabe vom 12.2.2019 behauptet ein Andres Wysling doch tatsächlich, es handele sich in Madrid um einen “politischen Prozess”. Ist das nicht schrecklich? Bleiben Sie fest und lassen Sie sich bitte nicht beirren. (https://www.nzz.ch/meinung/katalonien-der-prozess-gegen-die-separatisten-ist-politisch-ld.1458487).

RE: Kloaken des Staates | 19.03.2019 | 19:25

Sehr interessant. Studiere Hispanistik. Und wie würden Sie "Juzgado de Instrucción" "geruchsfrei" übersetzen? Der Hauptunterschied zu einem "Bezirksgericht" (wo ja auch ermittelt wird) ist meines Wissens, dass dort besser besoldete "magistrados" statt "jueces" ermitteln. Im übrigen hat der Freitag vom gleichen Autor schon einige Artikel zur Politisierung des Prozesses veröffentlicht. Kennen Sie die?