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GROSSE EUPHORIE UND TIEFE BESORGNIS Beim 20. Erlanger Poetenfest zeigte die deutsche Literatur ein neues Selbstbewusstsein
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Dass man beim 20. Erlanger Poetenfest den Rekordbesuch von 6.000 Zuhörern zählte, ist nur folgerichtig. Selbstbewusst kommt die Szene neuerdings daher. Wieder mal sind wir wer. Die deutsche Literatur hat ihre kollektive Depression, scheint es, überwunden. Sogar Petrus protegierte die 50 Autoren und Kritiker dieses Freilicht-Lese-Marathons im Schlossgarten mit Sonnenschein. Stolz beschwor Hajo Steinert vom Deutschlandfunk den Nobelpreisträger Günter Grass. Die Kritikerin Verena Auffermann will mit ihrem Jahrbuch Beste deutsche Erzähler der Kurzgeschichte, die eben noch ein Mauerblümchen war, zu neuem Ansehen verhelfen. Sigrid Löffler wagt sich mit der Monatszeitschrift Literaturen an neue, populärere Formen der Literaturvermittlung. 150 Seiten st