RE: Veganer gegen Biobauern | 10.10.2014 | 17:27

Also ich als grüner Veganer habe auch immer mit diesem Konflikt zu kämpfen. Natürlich finde ich, dass Tiere nicht ausgebeutet werden sollten. Zudem ist Milch trinken und Eier essen nicht unbedingt eine natürliche Sache, wie manche immer behaupten. Andererseits bin ich mir auch bewusst, dass Politik auch Kompromisse braucht.
Ich halte es deshalb so, dass ich privat versuche Menschen über Veganismus zu informieren und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man ohne Tierleid oder -ausbeutung leckere Essen kreieren kann und dabei trotzdem gesund bleibt. Das versuche ich natürlich auch in der Partei, aber dort ist mein erstes Ziel den Tieren kurzfristig die Situation zu verbessern. Das heißt im ersten Moment Leid vermindern. Was mittel und langfristig passiert ist dann eine andere Sache. Darum gehe ich auch immer zur "Wir haben es satt"-Demo.

Aber ich kann auch verstehen, wenn sich Veganer im Stich gelassen fühlen. Von Seiten der Biobauern kommt einem nicht gerade viel Sympathie entgegen. Schließlich wird man immer auch als Bedrohung für die eigene Existenz angesehen. Dort den Veganern die Schuld in die Schuhe zu schieben ist nur die halbe Wahrheit.

Aber es ist hier wir dort wohl wie überall im linken Spektrum unserer Gesellschaft: Anstatt sich zusammen zu tun bekämpft man sich gegenseitig und kommt dadurch am Ende auch nicht wirklich voran.

RE: Winnie gibt den Joschka | 21.09.2014 | 11:42

Ich weiß nicht, ob man den Asylkompromiss tatsächlich als Feuertaufe für Kretschmann bezeichnen kann. Und ich glaube erst recht nicht, dass man das hier mit der Zustimmung zum Kosovokrieg vergleichen kann. Ob es Kretschmann damit gelingt die Partei auf eine Schwarz-Grüne Koalition im Bund vorzubereiten? Ich glaube und hoffe es nicht! Ich hoffe auch, dass die Basis da einfach nicht mitmacht. Die sächsische Basis hat hier Stärke gezeigt und Verhandlungen mit der CDU mit breiter Mehrheit abgelehnt.

Viel eher als die Vorbereitung auf ein schwarz-grünes Bündnis auf Bundesebene wird wohl eher eines auf Landesebene anvisiert. Ich glaube, dass Kretschmann unbedingt in der Regierung bleiben will. Und wenn es für Grün-Rot nicht mehr reichen wird, dann wird er vermutlich Schwarz-Grün versuchen. Interessant wird es dann auch für die SPD. Im schlimmsten Fall verliert diese dann noch mehr an Bedeutung und Bündnisse im linken Parteienspektrum werden noch schwerer/unmöglich gemacht...

RE: So tun als ob | 22.02.2014 | 19:20

Vielleicht hilft bei der Suche nach der Antwort dieser - wirklich richtig gut geschriebene - Artikel:

http://graslutscher.de/guten-tag-ich-hatte-gerne-2-kilo-sojahack-in-oktaeder-form-bitte/

RE: Beute der Ausbeuter | 07.02.2014 | 19:28

Ich hatte mich letztens schon etwas intensiver mit Moderner Sklaverei beschäftigt, weil ich dazu was geschrieben habe, aber es bleibt trotzdem ganz schöner Tobak diesen Artikel zu lesen!

RE: Frage des Tages zur Erststimme | 15.09.2013 | 20:17

Keine Stimme ist weggeschmissen, denn jede Stimme stärkt die Demokratie. Es sind Zwei voneinander unabhängige Stimmen, also soll man sie ruhig auch unabhängig voneinander abgeben. Wie die Abgabe im Detail aussieht, soll jeder selbst entscheiden und verantworten.

RE: Frage des Tages zu Rot-Rot-Grün | 13.09.2013 | 20:23

"Für eine SPD-Grüne-Linke Koaliton fehlt in der SPD und bei den Grünen der Wille und der Mut. Die Grünen hätten hier den Durchbruch schaffen können, sollen und müssen, wenn ein wirklicher Politikwechsel gewollt gewesen wäre. Ihre historische Aufgabe nicht begreifend haben sie versagt."

Da gebe ich dir Recht, dass da einfach der Mut fehlt! Wie es am Ende für die Grünen ausgeht, muss man abwarten, denke ich. Noch ist es nicht der 22. nach 18 Uhr!
Allerdings finde ich unseren Wahlkampf nicht ganz so misslungen wie es in manchen Medien und Foren rüberkommt. Vielleicht liegt das daran, dass ich ein Teil davon bin und mitten drin stecke? Klar ist nicht alles optimal gelaufen, die Plakate sind anscheinend wirklich zu undeutlich und über das "Und du?" kann man sich auch streiten, aber war das wirklich so ein großer Griff ins Klo? Ich finde es ist irgendwie mal was anderes, genauso wie der Wahlwerbespot auch irgendwie anders und frischer auf mich wirkt, als manch anderer Spot, wie zum Beispiel von der FDP! Und warum sollte man nicht mal sowas ausprobieren? Aber das sieht ja vielleicht nicht jeder so.

Trotzdem gehe ich auch nicht davon aus, dass es nicht reichen wird, selbst wenn wir 12-13% holen. Da wäre R2G schon eine gut Option, aber das wird wie gesagt wohl nichts!

RE: Frage des Tages zu Rot-Rot-Grün | 12.09.2013 | 21:13

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass eine Abgrenzung von Seiten der SPD und den Grünen vorallem aus der Angst hervorgeht, dass wenn man sich zu einer rot-rot-grünen Regierung bekennen würde, einem die eigenen Wähler in höherem Maße weglaufen, also dazu kommen würden. Im Moment hätte eine R2G-Koalition ja auch keine Mehrheit und wenn dann noch ein paar Leute aus den rechten Flügeln der Parteianhänger von SPD und Grüne sich davon machen, ist der Sache auch nicht geholfen. Ich denke besonders in Baden-Württemberg gibt es viele ziemlich extreme Realos, die da nicht mitmachen würden.
Und ob die "Bürger der Mitte" noch die SPD wählen würden, wenn sie sich für R2G aussprechen würden? Besonders wenn dieses rot-rot-grüne Schreckengespenst weiterhin so maßiv von CDU und SPD verbreitet wird?

Ich denke ich kann also verstehen, warum man sich nicht für eine R2G-Koalition ausspricht. Was ich aber nicht verstehe: Muss man sie deshalb trotzdem so wehement ablehnen?
Ich denke es ist sowieso nicht richtig sich vorher schon so festzulegen und zu sagen man will nur rot-grün oder schwarz-gelb. Es ist doch viel demokratischer, wenn jeder Wahlkampf für sich macht, dann schau was die Ergebnisse sagen und danach mit allen Gesprächen führt und schaut was rauskommt. Bei solchen Festlegungen wie jetzt kann man die Wahler doch fast nur enttäuschen. Denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Fazit:

Am besten nichts festlegen und nicht außschließen!

RE: Wider die grüne Prüderie - für Fleischgenuss | 12.09.2013 | 00:02

Ich hoffe sehr, dass der Beitrag nicht ganz so Ernst gemeint war, sondern wirklich nur Satire!

RE: Die Freiheit Fleisch zu essen | 24.07.2013 | 12:07

"Essen ist wie Atmen und Trinken keine Freiheit sondern eine Lebensnotwendigkeit."
Exakt! Darum heißt der Beitrag ja auch nicht "Die Freiheit zu Essen" Sondern "Die Freiheit Fleisch zu essen"! Es geht nicht darum das Essen an sich in Frage zu stellen, sondern das Essen von Fleisch (in dem Fall speziell aus Massentierhaltung). Klar ist es notwendig zu essen, doch es ist nicht notwendig Fleisch zu essen! Dafür gibt es genügend Beispiele.

"Die Natur kennt keine Werte, keine Moral und keine Rechte."

Was willst du damit sagen? Da die Natur das nicht kennt und Essen zur Natur gehört, sind die Werte und Moral egal? Na wo kommen wir denn da hin, wenn uns das so egal ist? Wir Menschen tun doch immer so, als wenn wir die tollsten wären, nur weil wir unser tun überdenken können und sowas wie Moral und Werte haben. Aber okay, scheißen wir auf Werte, Normen und Moral. Dann ist es ja auch kein Problem Drohnen einzusetzen, jeden um die Ecke zu bringen, der uns nicht gefällt usw., Natur eben!

"Eine ketzerische Frage: trinken Sie hier in Deutschland das Grundwasser direkt aus den Pfützen oder Lehmkuhlen?"

Nein das mache ich nicht! Aber ich habe ja geschrieben, dass dieses Sachen auch schwer zu filtern sind. Man braucht nicht aus der Pfütze trinken, die Keime können auch im Leitungswasser sein.

Und zum Zusammenhang zwischen Preis und Qualität:Natürlich kostet Qualität mehr. Und natürlich bedeutet ein hoher Preis nicht unbedingt eine höhere Qualität. Das damit die Leute verarscht werden können, das ist klar! Doch es ist nicht die Schuld derer die auf Qualität setzen, sondern die der Leute die durch den Betrug Geld machen.