Marco Bülow
11.03.2016 | 14:02 28

Obszön: Ungleichheit steigt immer weiter

Verteilungsgerechtigkeit Oxfam meldet, dass die 62 reichsten Personen der Welt mittlerweile so viel besitzen wie die 3,5 Milliarden Menschen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Marco Bülow

Obszön: Ungleichheit steigt immer weiter

In der Eurozone sind die größten Vermögensunterschiede ausgerechnet in Deutschland zu finden. Wie beschämend!

Foto: Andreas Rentz/Getty Images

Während das Vermögen der ärmeren Hälfte in den letzten fünf Jahren um 41% gesunken ist, haben die Reichsten der Reichen ihr Vermögen um 44% erhöht.

Diese Zahlen müssten uns schockieren, doch Politik und Medien führen die Debatte über die wachsende Ungleichheit schon seit Jahren nicht mehr. Dabei geht es um nichts weniger als um den sozialen Frieden. Warum haben Pegida, die AfD und andere Rechtspopulisten in ganz Europa so viel Zulauf? Es sind in erster Linie nicht die Vorbehalte gegenüber Flüchtlingen, sondern die Angst den sozialen Staus zu verlieren oder endgültig zu „den Verlierern“ zu gehören.

Ungleichheit wächst besonders in Deutschland

In der Eurozone sind die größten Vermögensunterschiede ausgerechnet in Deutschland zu finden. Hier besitzen 10% der Haushalte 63% des Vermögens. Tendenz steigend. Wie beschämend ist diese soziale Ungleichheit für ein solch reiches Land! Als Hauptursache benennt Oxfam die unzureichende Besteuerung von Vermögen und Kapitalgewinnen. Die OECD kommt in ihrem Sozialbericht 2015 zu einem ähnlichen Urteil, auch andere Studien bestätigen es, doch Deutschland diskutierte über Maut, Seehofer und nun nur noch über Flüchtlinge. Dabei ist nicht die Flüchtlingspolitik ein Grund mit Merkel unzufrieden zu sein, sondern das Ignorieren der wachsenden Ungleichheit. Leider werden vor allem von der CSU und Teilen der Medien lieber diese Scheingefechte gegen die Kanzlerin ausgefochten.

Eine genauere Analyse zeigt, dass in Deutschland die frühere Annahme eines möglichen Aufstiegs durch gute Arbeit hinfällig geworden ist. Der Ökonom Piketty hat dies eindrucksvoll beschrieben. Reicher wird man durch Erbschaften und durch bereits vorhandenes Kapital. Der Reichtum bleibt bei dem obersten Segment der Wohlhabendsten. Diese Gruppe wird zudem durch weitere Steuerentlastungen bevorzugt. Die Mittelschicht schmilzt und rasch steigt die Zahl derer, die als „arm“ gelten.

Die Zahl derer, die in Armut leben oder davon gefährdet sind, steigt sogar alarmierend: 2013 hat die Armutsquote in Deutschland ein Rekordniveau von rund 15,5 Prozent der Bevölkerung erreicht – und das in einem der wichtigsten Industrienationen der Welt. Besonders hart trifft die wachsende Armut in unserem Land Alleinerziehende, Frauen, Erwerbslose und Ältere. Es gibt immer mehr Solo-Selbstständige, die weniger verdienen als mancher Arbeitslose erhält und die kaum über die Runden kommen, aber in keiner Statistik auftauchen. Von den Menschen in Maßnahmen ganz zu schweigen. Dies wird auch der diesjährige Reichtums- und Armutsbericht bestätigen.

Demokratie und sozialer Frieden in Gefahr

Diese Entwicklung gefährdet unser demokratisches System. Bereits 2010 hat Wilhelm Heitmeyer in einer Studie festgestellt, dass Werte wie Gerechtigkeit, Solidarität und Fairness in der Mitte der Gesellschaft immer weniger Anklang finden. Gerade bei Menschen aus der unteren Soziallage sei die Bereitschaft stark gesunken, sich überhaupt noch aktiv an demokratischen Prozessen zu beteiligen. Stattdessen habe sich eine “wutgetränkte politische Apathie” ausgebreitet, von der vor allem der neue Rechtspopulismus profitiere. Wie Recht er hatte, zeigt sich aktuell.

Dabei ist es gar nicht so schwer die soziale Ungleichheit zu verringern, Aufstiegschancen zu verbessern ohne den Vermögenden zu viel abzuverlangen. Dazu müssten wir aber mutig und ohne Rücksicht auf Lobbyinteressen eine Reihe von Maßnahmen ergreifen, in deren Mittelpunkt ein gerechteres Steuersystem stehen müsste.

Wirksam wären neben der Umverteilung von Steuern zudem die moderate Erhöhung des Mindestlohns, die Verhinderung des Missbrauchs von Werkverträgen, eine Stärkung des sozialen Arbeitsmarktes und die Ausrichtung des Soli nach Bedürftigkeit und nicht nach Himmelsrichtung. Aber es gilt auch auch unbequeme Entscheidungen zu treffen: Beispielsweise statt den sehr großen Wehretat noch weiter zu erhöhen, das Geld lieber für Bildung, Schulsozialarbeit und sozialen Wohnungsbau verwenden. Immerhin geben wir jährlich schon 34 Milliarden Euro für Verteidigung aus – mehr als für Umwelt und Bauen, Auswärtiges, Wirtschaftliche Zusammenarbeit, Bildung und Forschung, Justiz und Verbraucherschutz zusammen! Was für ein Ungleichgewicht.

Ich habe zum Thema Wachsende Ungleichheit ein Dossier verfasst, das informieren und dabei helfen soll, die dringend nötige Diskussion in Gang zu setzen. Es ist hier zu finden:

http://www.marco-buelow.de/fileadmin/marco-buelow.de/PDFs/4_Arbeit_Wirtschaft/Marco_Buelow_-_Dossier_Wachsende_Ungleichheit.pdf

Ich werde in den nächsten Monaten viele verschiedene Akteure mit diesem Dossier konfrontieren und sie nach ihren Vorschlägen, wie sie die Ungleichheit verringern wollen, befragen. Zudem werde ich alle Gelegenheiten nutzen, das Thema in meiner Partei, im Bundestag und in der Öffentlichkeit zu setzen und zu verankern. Die Ergebnisse werde ich dann erneut transparent darstellen und in die politischen Prozesse einspeisen. Die beschämenden Fakten gehören auf den Tisch!

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (28)

schna´sel 11.03.2016 | 14:55

»Diese Zahlen müssten uns schockieren, doch Politik und Medien führen die Debatte über die wachsende Ungleichheit schon seit Jahren nicht mehr. Dabei geht es um nichts weniger als um den sozialen Frieden. Warum haben Pegida, die AfD und andere Rechtspopulisten in ganz Europa so viel Zulauf? Es sind in erster Linie nicht die Vorbehalte gegenüber Flüchtlingen, sondern die Angst den sozialen Staus zu verlieren oder endgültig zu „den Verlierern“ zu gehören.«

Gut, aber wer ist "uns" Herr Bülow? Sprechen Sie da von Ihrer Partei, die für die Grundlagen dieser soziaale Verwerfungen entscheidend mitverantwortlich war und ist? Und in der auch heute keine Spitzenpolitiker, keine anderen programmatischen Ansätze, geschweige denn Einsicht in die Ursachen für das Dilemma wirklich erkennbar wären. Ich meine: Wenn man sich so positioniert, wie kann man dann ernsthaft SPD Poliker sein und dann auch noch mit Mandat? Bei mir verstärkt das nur die Zweifel und das Misstrauen etablierter Politik und speziell Ihrer Partei gegenüber, der ich das Bewusstsein und die Konsequenz, die Sie in diesem Artikel einfordern nicht mehr zutraue.

Chris 11.03.2016 | 16:14

>>Dabei ist es gar nicht so schwer die soziale Ungleichheit zu verringern, Aufstiegschancen zu verbessern ohne den Vermögenden zu viel abzuverlangen.<<

Wie will man etwas an der Umverteilung von Unten nach Oben ändern ohne grundlegend den Superreichen etwas abzuverlangen und das System Kapitalismus radikal neu zu denken ?

Das ist für mich leider nur Sympathie-Hascherei.

Solange die 99% der Bevölkerung jeden Monat Miete zahlen, Kredite für Eigenheim und co. aufnehmen, die staatenlosen Superreichen im Ozean der Steuerfreiheit ankern usw... wandert immer mehr Geld in die Taschen der Eliten und die Schere wird größer und größer. Da nützt auch Mindestlohn und sinnvoller Soli recht wenig bis garnichts.

Aber ich gebe Ihnen recht, das gefährdet unsere Demokratie.

Entweder wir leben früher oder später in einem Militärstaat, in welchem sich die wenigen Eliten hinter Stacheldraht vor dem Mob beschützen müssen oder wir ändern grundlegend das ganze System und nehmen endlich Abschied von unserer Gottheit der "unsichtbaren Hand des freien Marktes" und erklären den Neoliberalismus als falsch und unsozial.

Heinz Lambarth 11.03.2016 | 17:38

Ach ja, eine weitere - die wievielte eigentlich? - studie stellt das fest, was für kapitalismus normal ist: die polarisierung von armut und reichtum.

Und was wir als "medizin" angeboten? Besteuerung!!? Also eine art treppenwitz!

Warum redet eigentlich niemand über die "steueroase Luxemburg" unter Junker (dem heutigen EC-chef)? Warum kommen steuerbetrüger wie ein gewisser Uli H. mit "scheinstrafen" davon? Wo bleibt die sofortige und komplette einziehung allen privatvermögens bei verstössen gegen das steuerrecht?

Fragen über fragen. Die antwort ist eigentlich ganz einfach. "wenn steuern das system ändern würden, wären sie im kapitalismus verboten".

Vielleicht versuchen Sie, Herr Bülow, es mal mit Marx und seinen Feuerbach-Thesen; wo es (frei abgewandelt) heisst: es kommt nicht darauf an, den misstand durch möglichst viele studien zu dokumentieren, sondern darauf, den misstand zu beseitigen!

namreH 11.03.2016 | 19:18

Nun, Herr Bülow – Sie haben ja demnächst die Chance, einen wichtigen Schritt zu machen zu mehr „Sozialer Gerechtigkeit“, wenn DIE LINKE im Bundestag die tollen Vorschläge des SPD-Vorsitzenden Gabriel, die er vor einiger Zeit machte, einbringen wird. Ich hoffe, Sie werden mit anderen – die sich noch an frühere Zeiten in der SPD (etwa unter Willi Brandt) erinnern – einen Fraktionszwang hierbei ablehnen, und zustimmen - und sei es auch nur als Grundsatzentscheidung für mehr soziale Gerechtigkeit.

Das müsste dann eigentlich in der SPD dazu führen, sich ernsthaft – und zwar sehr bald – aus der „babylonischen Gefangenschaft“ in der Großen Koalition mit der CDU zu befreien.

Noch hätte eine "rosa - rot - grüne Koalition" immerhin eine Mehrheit von 9 Stimmen und könnte in einem Jahr wichtige Weichen stellen.

Andernfalls darf die SPD nach der Wahl Mitte 2017 als Opposition weiterhin das „soziale Lied“ singen….und alle winken ironisch oder aber traurig ab.

Angelia 12.03.2016 | 09:35

Ihr Dossier ließt sich gut und wissen Sie was, ich nehme Ihnen Ihr Engagement sogar ab. Es ist wahrscheinlich einfacher aus einer Partei auszutreten und zu versuchen etwas Neues auf die Beine zu stellen, statt bei der Stange zu bleiben und Ihre Partei von innen heraus zu reformieren.

Aber wir haben ja an Lafontaine und den Linken gesehen, dass Flucht und Neugründung, wenn auch vielleicht aus guten Motiven heraus, die Entwicklung des Neoliberalismus nicht aber auch wirklich gar nicht stoppen konnte.-

Im Grunde genommen hat die Gründung der Linken die Macht so zerstückelt, sodass wir nun mit der Großen Koalition und einer marginalisierten Opposition bestraft sind. Wobei die Grünen im Gegensatz zu den Linken ja eher Scheinopposition und irgendwie so alles und nichts sind.

Von daher wünsche ich Ihnen gute Freunde, Menschen die mit Ihnen an einem Strang ziehen und Durchsetzungskraft.

Michaela 12.03.2016 | 12:10

Es ist wahrscheinlich einfacher aus einer Partei auszutreten und zu versuchen etwas Neues auf die Beine zu stellen, statt bei der Stange zu bleiben und Ihre Partei von innen heraus zu reformieren.

Bei der Stange zu bleiben lohnt sich.

Diäten und Aufwandsentschädigungen[Bearbeiten]

Abgeordnetenentschädigung (Diät): 9.082 €/Monat (gemäß § 11 Abs. 1 Abgeordnetengesetz, gültig seit 1. Januar 2015)Steuerfreie Kostenpauschale: 4.204 €/Monat (Kosten für die Ausübung des Mandates sind durch die Kostenpauschale pauschal abgedeckt. Höhere Ausgaben sind weder erstattbar, noch können sie steuerlich abgesetzt werden; niedrigere Ausgaben sind steuerfreies Zusatzeinkommen.[5])[6]Zuschuss zur Krankenversicherung: ca. 250 €/Monat (50 Prozent des an der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung ausgerichteten Höchstsatzes, des „Arbeitgeberanteils“).[7]Übernahme der Dienstreisekosten und Bereitstellung einer Netzkarte für die Deutsche Bahn AG.[8] Innerhalb Berlins ist die Nutzung des Fahrdienstes des Deutschen Bundestages kostenfrei.Übernahme von bis zu 16.931 €/Monat für die Gehälter der Angestellten des Abgeordneten. Die Gehälter werden von der Bundestagsverwaltung direkt an die Mitarbeiter gezahlt. Sind die Angestellten des Abgeordneten mit ihm verwandt oder verschwägert, muss er die Kosten selbst tragen.[9]Pro Jahr Mitgliedschaft im Bundestag erwirbt ein Abgeordneter einen Pensions-Anspruch auf 2,5 Prozent der Abgeordnetenentschädigung. Der Höchstsatz von 67,5 Prozent wird nach 27 Jahren Abgeordnetentätigkeit erreicht. Wenn ein Abgeordneter zwei vierjährige Legislaturperioden Mitglied des Bundestags war, so erhält er 0,025 x 8 x 9.082 € = 1.816,40 € Pension. Der Beginn der Pensionszahlung erfolgt grundsätzlich mit Erreichen des 67. Lebensjahres. Nach acht Jahren Mitgliedschaft im Bundestag reduziert sich die Altersgrenze um je ein Jahr pro weiterem Jahr Mitgliedschaft (bis max. dem 18. Jahr).[10]

Lobbyismus und Nebentätigkeiten[Bearbeiten]

Der Bundestagsabgeordnete hat gewisse Verhaltensregeln zu beachten. Eine dieser Verhaltensregeln besagt, in welchen Fällen Bundestagsabgeordnete ihre Einkünfte aus Nebentätigkeiten dem Bundestagspräsidenten mitzuteilen haben (§ 44b Nr. 2 AbGG).[11] Diese Anzeigepflicht erfasst ab dem 18. Bundestag, der am 22. Oktober 2013 erstmals zusammentrat, Nebeneinkünfte in 10 Stufen von über 1000 € bis über 250.000 € im Jahr oder im auf die Legislaturperiode entfallenden Jahresanteil.

Um im Jahr 2006 die Einführung der Offenlegung von Einkünften aus Nebentätigkeiten der Bundestagsabgeordneten zu verhindern, lagen dem Bundesverfassungsgericht Organstreitklagen von neun Abgeordneten des Bundestages vor.[12] Davon gehörten je drei der FDP (Heinrich Leonhard Kolb, Sibylle Laurischk und Hans-Joachim Otto) und der CDU (Friedrich Merz, Siegfried Kauder und Marco Wanderwitz), zwei der CSU (Max Straubinger und Wolfgang Götzer) und einer der SPD (Peter Danckert) an.[13]

übrigens die Bruttopauschale wurde im November 2015

um schlappe 3000,-- Euro erhöht.

(Was dann knapp 20.000,-- Euro entspricht und was man vielleicht auch noch anfügen sollte - da sind die "Arbeitgeberanteile" zur Sozialversicherung nicht eingerechnet - die bezahlt die Bundestagsverwaltung - also kommen noch einmal ca. 20 % dazu - sprich es sind 24.000,-- Euro - mit diesem Geld kann der Abgeordnete z.B. diesen Blog schreiben lassen - ich bezweifle, dass Mr. B. auch nur einen Furz auf Menschen verschwendet, die nicht unmittelbar eine Rolle mit seinem Listenplatz spielen. Den das alleine zählt, im Spiel bleiben - und wenn die Liste schmizt, weil die Wähler abspringen, oder das Direktmandat gefährdet sein wird, dann braucht man einen Absprungplatz - sprich irgend einen sicheren Posten - im "Irgendwo" - für gewöhnliche Abgeordnete sicher kein Vorstandsposten, aber zumindest einen Leitungsposten mit Vollversorgung .- auch dafür wird viel Zeit ins Netzwerken investiert.

Ich nehme keinem Abgeordenten auch nur ein Wort ab!

Genausogut könnte ich dem Pfarrer glauben, der von der Kanzel predigt, oder dem Papst mit seinen neuerdings so sozial klingenden Enzykliken..... - Heuchelei!!!!)

Aber was soll das kleine einsame Menschlein auch tun, es muss einfach folgen!

namreH 12.03.2016 | 12:22

Das klingt fast so, als sei DIE LINKE Schuld an der gegenwärtigen Misere in einer letztlich reaktionären Regierung (große Koalition) die von einer SPD mitgetragen wird, die ohne Not in den 70iger und 80iger Jahren ihre ureigenen Prinzipien über Bord geworfen hat.

Ich habe noch gut in Erinnerung was damals geschah mit der Verschrottung eines Ideals der Sozialdemokraten seit ihrer Gründung – der „Sozialen Gerechtigkeit“ als politisches Ziel. Da hat die SPD das, was zu meiner aktiven Zeit in der SPD unumstößlich unter „Sozialer Gerechtigkeit“ galt, nicht nur aufgeweicht, sondern letztlich außer Kraft gesetzt. Erinnert sei dabei an den damaligen Generalsekretär der Partei Olaf Scholz. http://www.olafscholz.hamburg/main/pages/index/p/5/1649/page/3/year/2003

Hier ein kleiner - aber bezeichnender - Ausschnitt aus dem verlinkten Interview:
14.08.2003

Interview mit dem stern

stern: Herr Scholz, warum soll die SPD nicht mehr die Partei der sozialen Gerechtigkeitsein?

Olaf Scholz: Die SPD ist die Partei der Gerechtigkeit. Deswegen bin ich als 17-Jähriger in die SPD eingetreten.

Warum wollen Sie auf den Zusatz sozial in Zukunft verzichten?

Niemand will auf das Wort „sozial" verzichten ...

.. aber Sie schlagen vor, künftig nur noch von Gerechtigkeit zu sprechen.

Weil es klarer ist. Wir brauchen einen umfassenderen Gerechtigkeitsbegriff. Wir müssen dafür sorgen, dass alle Menschen die Chance auf Teilhabe an Bildung und Arbeit haben. Die soziale Verteilungsgerechtigkeit ist in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten weit vorangekommen. Im 21. Jahrhundert müssen wir die Blickrichtung wechseln.

Moment mal. Wenn die SPD nicht mehr die soziale Gerechtigkeit hochhält, ist das genauso, als würde die CDU auf ihr C oder die FDP auf das Wort liberal verzichten.

Es geht nicht um Verzicht, sondern um neue Fragen. Um es in der Werbersprache zu sagen: Gerechtigkeit ist und bleibt der Markenkern der SPD.

Ja, damals begannen jene unsäglichen "sozialen Reformen“ (Hartz IV usw) ,so dass allein das Wort „Reform“ schon bei vielen Menschen ein mulmiges Gefühl hervorrief.

Es wäre für die SPD an der Zeit, „tätige“ Buße dafür zu tun. Für eine Umkehr ist eigentlich jetzt die richtige Gelegenheit. Warum? Weil selbst denen, deren Herz nicht unbedingt links schlägt, klar wird, dass es so nicht weitergehen kann, wenn die Schere zwischen arm und reich immer größer wird.

Michaela 12.03.2016 | 12:30

Obszön auch was das Parteimitglied Schulze aus dem EU-Parlamentsbudget für sich abschöpft - netter Kollege - und B. dürfte neidvoll auf diesen "Topabsahner" blicken.

Generell - das Politokratenkasperletheater verschlingt jährlich inzwischen europaweit zweistellige Milliardenbeträge - offiziell.

Dabei schluckt dieser Club der professionellen Heuchelmeisterei wohl noch ein vielfaches aus den Pullen jener, deren Interessen sie wahrhaftig vertreten - den ihren Herren sind diese windigen, würdelosen Gestalten zur Aufrichtigkeit verpflichtet, sonst fliegen sie - aus der Liste und ganz ohne feudaler Fressnapfpauschalen! (Wobei die Übergangsgelder und die Alterversorgung noch immer weit über alles hinausgehen, was ein braver Untertan sich je erarbeiten könnte, sofern er kein cleverer Leutebescheisser ist.)

Der Volksmund spricht - der Ehrliche ist immer der Dumme.

- er spricht auch - ehrlich währt am längsten - damit meint er wohl wer ehrlich ist, darf am längsten wirklich Arbeit verrichten.

Ich trage Eulen nach Athen? Dann frage ich mich, warum die Horde so brav im Gatter steht und immer weiter willig dient?

Ups, ich vergaß, inzwischen rennt ja ein Zehntel schon wieder anderen Megaphonen hinterher - so ein AFD-Trottel wird vielleicht B. bald aus seinem Feudaleckchen räumen und sich selber dort breit machen dürfen - der schreibt dann weniger wohlklingende Blogbeiträge, bzw. der Hiwi bezahlt mit dem Pauschalbudet (wie viele Hiwis man für 24.000 Euro wohl im Monat buckeln lassen kann? - da gibt es sicher auch viele Praktikanten die das gratis machen, sie träumen von Verknüpfung im Netzwerk und bei manchen klappt das ja auch prächtig - siehe diesen bayerischen Wanst Namens ....reiter - ja er ritt clever mit.... )

Bei soviel Power, da können sich 598 ups inzwischen sind es 631 - ich fürchte Tendenz weiter stark steigend..... - eine kleine Armee von Speichelleckern leisten -

sagen wir 6000 gratisdienende Praktikanten und nochmal 63.100 Minijobber mit im Schitt 240 Euro im Monat (ja das ist etwas zynisch...... - rechnernisch korrekt - da bei Minijobbern die Sozialabgaben die Pauschale nicht berühren.....)

Also die Abgeordneten können für sich eine Stadt durch Deutschland jagen...... - die dann alle sagen...

Leute ihr müsst euch bitte plagen, damit die klugen Menschen weiter reine Wahrheiten euch sagen..................

Amen.

Michaela 12.03.2016 | 12:37

... und natürlich läuft es anders - die Soldaten kommen aus den Parteien - alle gratis - im Gegenteil die zahlen noch Beiträge.

die 24.000 werden an verdiente Mitglieder vergeben, oder eben sehr vertrauensvollen - sprich loyalen Menschen zugedacht - Menschen mit Potential - Menschen die vielleicht einmal in die Fußstapfen treten dürfen...... - oder wie in Bayern der lieben Familie..... - ganz illegal, und wenn es auffliegt, tja, dann sucht man sich neue Weg - nebenbei kann man dann ungeliebte Mitschleicher ausstoßen... - bzw. nur die allergierigsten können nicht mehr gerettet werden. Sie fallen weich, die Versorgungsanspruche hat man noch nie einem dieser Verbrecher abgesprochen, egal wie viel er nebenbei noch betrogen hat, erwischt und doch die Beute behalten dürfen - gibt es wohl nur bei Politokraten.

........ puhhhh ------ jetzt reicht es mir .... und euch wohl auch :-)))))))

Sonntagsstammtisch - nur die primitivsten Sprüche treffen die Realität eben leider am besten - da dort nur primitive Beutemacher am Werk sind - bar jeglicher Gestaltungsanspruche, es sei den jener, die ihren Beutel füllen!

Helmut Eckert 12.03.2016 | 12:40

Der Tanz um das „ Goldene Kalb“ gehört in diesem Deutschland zu den wichtigsten Tätigkeiten vieler Menschen.
Im Prinzip tanzen sie alle. Einige Wenige mit sichtbaren Erfolg. Protzige Autos, edle Klunker, teure Restaurantbesuche, Luxusleben in allen Schattierungen, das sind die Zeichen des erworbenen, oder vererbten Reichtums. Reichtum ist eigentlich nicht negativ. Ich vergleiche Reichtum mit einer Welle im Meer und seinem Begleiter dem Wind auf dem Meer. Beide überwinden große Entfernungen und erreichen weit entfernte Küsten. Je größer diese Welle, je stärker der Wind ist, je gefährlicher werden sie für die Küstenregion und das Landesinnere. Plötzlich verschlingt die Welle alles in ihrem Einzugsbereich und hinterlässt ungeheure Schäden. Das weite Innere des Landes erreicht der mitgereiste Wind. Er fegt über das ganze Land. Meist willkommen als gern gesehener Gast, bis er sich zum Sturm, Orkan aufbläht. Nun vernichtet er alles auf seinem Weg.

Genau wie die Wellen des Meeres verhält sich der Reichtum. Oft willkommen und wohlgelitten. Nun kommt der Wind hinzu. Er verkörpert die Macht des Geldes, des Reichtums. Als schwache Prise fördert er das Wohlbefinden, bis er zum Orkan mutiert.

Der Reichtum allein ist nicht gefährlich. Erst die Hochzeit mit der Macht, gebiert ein Ungeheuer. Die Menschen, welche von dieser Bestie verschlungen werden, haben keine Chance. Das Monster nennt sie Kollateralschaden. So einfach ist es. Ohne die unentwegte Fresssucht des Scheusals Reichtum und Macht würde es schnell selbst gefressen werden. Die einzige Waffe, welche den Opfern bleibt ist die Verhinderung der Hochzeit Geld mit Macht.

Machbar wäre es schon… Nur setzt es die Trennung von Geld und Macht voraus. Diese Trennung gelingt mit der Begrenzung des Reichtums. Hier liegt der Schlüssel. Dafür gibt es eine einfache Gleichung: Geringer Reichtum reduziert immer die Macht. Umgekehrt gesehen: Macht ohne Mittel ist wie die Zeit, die sich nicht festhalten lässt. Allein wenn es gelingen würde, die verfügbare Erbmasse der Reichen zu einem, der Gesellschaft nützlichen Beitrag zu senken, würde die Macht-und Reichtums Verhältnisse in der Welt entscheidend verändern.

Montag 12.03.2016 | 14:34

Kritik? Schön und gut.

Aber solange in dieser Republik jeder rückgratlose Affe meint, um "Erfolg" zu haben mit dieser abartigen Autokratin Merkel ins Bett steigen zu müssen wird es weiter bergab gehen.

Und das in einem merkel'schen Europa des Grauens — falls dieser Finanzfaschismus überhaupt noch fünf Jahre so weiter gehen wird.

Kriege, Ungleichheit, Unfreiheit.

Alles andere ist PR.

namreH 12.03.2016 | 23:14

Ich habe gerade hier im Freitag in Mopperkopps Artikel „Neokoloniale Kriege“ https://www.freitag.de/autoren/mopperkopp/neukoloniale-kriege reingeschaut und habe beim Weitersuchen die bemerkenswerten Einlassungen von Rainer Rupp unter dem Thema „Neokons“ sind keine Linken" gefunden (https://www.youtube.com/watch?v=7bRoR1rCTyY) und gelesen. Das würde natürlich in letzter Konsequenz bedeuten, dass sich eigentlich eine rosa-rot-grüne Koalition ausschließt, wenn „rosa“ und auch „grün“ nicht zu einer Kurskorrektur – weg vom Neokonservativismus – bereit wären….also letztlich nach „links“ rücken

Nun hat es ja auch früher – nach dem Ende des Faschismus 1945 - keine wirklich “linke“ Regierung in Deutschland gegeben – es sei denn man wolle die DDR-Regierung als eine solche verstehen. Ihr Zusammenbruch wurde –jedenfalls vorwiegend im Westen – als endgültiges Scheitern des Sozialismus für alle Zeit proklamiert. Es wird nicht nur Zeit, dieses Vorurteil zu widerlegen, sondern die Gelegenheit dazu wäre jetzt eigentlich sogar günstig. Denn inzwischen ist nicht nur vielen kritischen Denkern klar geworden, dass das andere Extrem – eben der Sieg des rigiden Kapitalismus – seinen eigenen Pferdefuß hat.

Es ist freilich gleichzeitig ein Dilemma, dass nicht theoretisch vorab lösbar ist, wenn es konkret um einen Regierungswechsel von der Großen Koalition zu einer „Rosa-roten-grünen“ Regierung geht, was alles zu verändern wäre. Käme wirklich ein solcher Wechsel zustande, wäre es eine der wichtigsten Aufgaben - derer, die das Problem verstehen und auch dazu in der Lage sind daraus die Konsequenzen zu ziehen - von Anfang an in geeigneter Weise alles praktische Regierungshandeln vorab und anschließend zu überprüfen, ob und wie es sich unter den Kriterien von neo-konservativ oder sozial-fortschrittlich auswirkt ….und es unter Umständen dann zu verstärken bzw. zu korrigieren. Ich gebe zu, das wäre nicht nur eine große Herausforderung, sondern es ist dabei natürlich auch mit viel Widerstand derer zu rechnen, die sich inzwischen daran gewöhnt haben, ein Recht auf ihre Privilegien zu haben – ja daran, dass sie die „Eliten“ eine formal-demokratischen Gesellschaft sind.

Ich weiß, dass ein solches Umsteuern „revolutionär“ wäre…aber anders geht es nicht.

Von Anbeginn müsste Einigkeit darin bestehen, eine solche „revolutionäre“ Entwicklung eng zu verknüpfen mit starken Elementen einer Real-Demokratie - weit über das formale „seine Stimme abgeben“ hinaus.

Nach meiner Sicht reicht dafür unser GG zunächst aus; es müsste dann nur dort ernst genommen werden, wo seine „Väter und Mütter“ damals nach der Katastrophe der Naziherrschaft eine „Humanistische Gesellschaft“ wollten, in der gilt: „Der Mensch bleibt die Hauptsache“ (Ausspruch von Theodor Fontane).

Michaela 13.03.2016 | 09:36

.... wie getippt - Mandatsträgern geht es nicht um Gestaltung im Sinne von kluger Transition.

Mandatsträger sind "billige" Feudalzwerge - sprich, sie sind vergleichbar mit den Kirchenfürsten, einzig sie predigen die Lüge der Demokratie, oder einer anderen lächerlichen Variante vermeintlicher "Volksvertretung".

... und falls es sich auf die halbe Million bezieht, die so ein Volksvertreter im Jahr absahnt, so sollte man nicht von Peanuts sprechen, egal wie Geld "geschöpft" wird, den mit dieser Summe hat er ein obsönze Kaufkraft als Einzelperson - und manche Politokraten dürften inzwischen locker siebenstellige Beträge p.a. einsacken, so man alle ihre Quellen auflisten könnte.

Der Blogtext ist in meinen Augen mit einer Rekalamebroschüre vergleichbar, z.B. für Milchschnitte, die diesen Zuckerriegel als gesunde Ernährung preist, sprich er ist der Inbegriff von Heuchelei.

..... ich denke die Reichen werden nur darum reicher, weil die Masse ihnen ihre Leben opfert - das Geld ist nur ein Medium, wie man Lebenskraft in Güter tranformiert.

Für mich ist nicht die "Geldschöpfung" das entscheidende Prinzip der Umverteilung. Ich denke die maßgeblichen Gruppen können sich Geldeinheiten nach Belieben zuschreiben - und es dann auf die Staaten als "Schuld" verlagern - bis zum Punkt einer neuerlichen "Hyper-Inflation".

Sie lachen darüber und einige die glauben "reich" zu sein, werden danach aus der Gruppe ausscheiden, da sie nicht die entsprechenden Assets anhäuften, sondern falsch spekulierten.

Solange man "Grund und Boden" in unbegrenztem Ausmaß, Schürfrechte - und wohl bald Wasser und Luft - in unbegrenztem Ausmaß anhäufen kann, wird dieses Spiel weiter gehen, den darum geht es letztlich, wem gehört der Acker, das Wasser, die Lebenszone, die noch belebbar ist.

Früher war es durch den "Stand" geregelt, in modernen Zeiten hat das Geld die Rolle des Ranges im Stand eingenommen und die wahre Macht liegt in den Händen jener, die über die Resourcen verfügen.

Ein einzelner Mensch, der ein kleines Stück Land in einer noch nicht verseuchten Zone dieser Welt besitzt, mit einer Quelle - ist frei, bis er vertrieben wird.

Der Vertreibungsmethoden gibt und gab es viele - von Zucker bis zur Gewalt - geh oder stirb!

Nun könnte man einwenden die "Arbeitsteilung" sei identisch mit dem Fortschritt und das positive der menschlichen Ökonomie.

Es muss nicht, kann nicht jeder nur Jäger, Sammler und eben als erste "Evolutionsstufe" Bauer sein - in der "modernen" Gesellschaft.

Nur, betrachten wir die Welt wie sie ist - heute ist - wo liegt der Unterschied zum römischen Reich vor 2500 Jahren?

Gibt es wirklich Fortschritt?

Schon damals war Geld das Medium zur Massenkontrolle - wobei die Sklaven teils noch in Käfigen gehalten wurden.

Die nötigen Resourcen wurden mit Gewalt anderen Völkern entrissen, zumindest sofern sie sich weigerten sie weit uner Wert abzugeben - man könnte sagen die HDC´s sind das "Kernrom" von heute.

Schon im alten Rom beschrieb die überlieferte Geisteswissenschaft den gängigen gesellschaftlichen Betrieb als Irrsinn! - Können Sie einen Unterschied zur Gegenwart erkennen?

Das Prinzip der Konsümgüterwirtschaft gebar letztlich unseren Untergang, da man die schlichte Ausrottung überflüssiger Menschen beendet hat, stattdessen Massenelend wählte und dieses Massenelend nicht den gewünschten Effekt bringt - im Gegenteil, damit die Masse nicht rebelliert gaukelt man ihr vor, die ganze Welt eines Tages zur Komfortzone gestalten zu wollen.

Diese Lüge fressen die Massen nur zu gerne!

Hierzulande durften die Massen sehr lange leben, als hätte man eine unerschöpfliche Quelle, die jedem alles gibt, er muss sich nur die Kaufeinheiten besorgen, was ihn anspornt, fleissig zu dienen!

Wer, wenn er die momentane Situation betrachtet, immer noch nicht begreift, dass die Verteilungsschlacht längst verloren ist, dass der "gewöhnliche" Mensch, sich den Halbgöttern ausliefert, die Staaten schlichte Aufsichtsorganisationen für die Menschenhalter sind und ein B. eben ein gewöhnlicher Stallknecht, der seinen Nutzviechern Sülze in die Ohren schmiert, der darf weiter vom freien Menschen träumen!

Vor einigen Wochen ging ich auf Wanderschaft, ich bin absolut Besitzlos, nur mein Körper bleibt mir - ich habe kein Geld, nichts womit ich auf konventionelle Weise im System mitagieren könnte, außer der Heuchelei, die ich inzwischen benutze, um ein schönes Leben zu führen - es hat sich schon nach kurzer Zeit so ergeben.

Einzig, wir sollten aufhören uns ständig selber in die Taschen zu lügen, wir sind unfreie Wesen, Sklaven des Systems - wir könnten dieses System sprengen, doch nur gemeinsam, die Unmöglichkeit dieses Ansinnens ist offenbar - da das Prinzip dieser Menschenhaltung uralt und schon längst erkannt, niemals durchbrochen wurde.

Die menschliche Horde schart sich immer um Führung, sie ist nicht zur Realisierung des individuellen Intellekts, der sich in der Gemeinschaft zum Wohle aller, ohne dabei destruktiv zu sein, vernetzt, fähig.

Es gibt "Sonderlinge" - "Einzelgänger" - die belanglos sind - wir nehmen uns im Grunde nur wichtig, da die völlige Bedeutungslosigkeit der einzelnen Existenz zu frustrierend ist, würde man sie sich eingestehen - das Leben ist schlicht eine von unendlich vielen Erscheinungsformen, welche die kleinsten Elemente in ständiger Bewegung und im ständigen Wechsel einnehmen.

Es bleibt jedem Menschen belassen sich über, was immer ihm Freude bereitet, seine Gedanken zu machen, es steigert die Lebensfreude, ist ein begrüßenswertes Treiben.

Nur, man sollte nicht so anmaßend sein, auch nur ansatzweise zu glauben, man leistete einen relevanten Beitrag - auch meine Tipperei ist nur Selbstzweck, ist ein schlichtes Wiederholen von längst gedachtem - nach hunderten von Milliarden vor mir lebender Artgenossen, dürfte der Anspruch auf Originalität schon etwas krankhaftes an sich haben.

Wir amüsieren uns hier, jeder auf seine ganz eigene Art, und doch im Prinzip mit der immer gleichen Masche.

Manche generieren damit ihre Geldeinheiten und glauben damit vielleicht einen echten "Mehrwert" zu verkörpern - für das System sicherlich, den jeder der Geldeinheiten aggregiert, hat dazu beigetragen, dass die Systemsieger ihren Spielzielen etwas näher gekommen sind.

Desto besser einer wirkt, desto mehr Spielgeld bekommt er - den zum Spielen, zum Lebenskonsumspielen soll er ja das Geld verwenden - und wenn er es spendet, ist eben das gute Gewissen, der Ablass seine größte Freude.

(Wobei die Milliardäre niemals etwas abgeben, ohne damit ganz konkrete der gewöhnlichen Philantropie sicher entgegen gesetze, Ziele zu verfolgen.)

Das schöne an der menschlichen Nutzvieherde ist ihre inhärente Eigenschaft, sich selbst zu massakrieren, zu kontrollieren und sich letztlich zu terminieren - vielleicht tatsächlich durch die Entwicklung von Aggregaten, die in einer völlig lebensfremden Umwelt, einer aus unserer Sicht, tödlichen Biosphäre, existieren können - über weitere Jahrmillionen - bis die nächste Zustandsform sich herausschält.

Was mich persönlich leider immer noch trifft, ist das lächerliche Mitleid, die gefühlsduselige Ader in mir, die hoffte, die Menschen würden sich doch eines Tages eines solidarischen und klugen Miteinanders besinnen - den die Meinung, eine solche hätten wir, ist so zynisch wie der Mörder der eine Münze wirft und den Opfern vorher mitteilt wen von beiden er töten wird, wenn Kopf oder Zahl aufscheint.

Unsere Gesellschaft ist so ein Mörder - als gieriges, dummes Kollektiv!

Wir sollten einfach aufhören zu Lügen, dann würde es morgen entweder zum friedlichen Aufstand, oder zum kollektiven Massenmord kommen - nur die grenzenlose Heuchelei hält uns zusammen, darum werden gute Heuchler auch in sehr bequemen Ställen gehalten, ihre Wahre ist überlebenswichtig!

Flegel 13.03.2016 | 10:06

Alles Geld den Reichen

Sehr geehrter Marco Bülow, nur für den Fall, dass Sie es vergessen haben sollten: Es war Ihre Partei, die SPD mit ihrem genialen Gerhard Schröder, die uns die AGENDA 2010 bescherte. Sie war und ist das Manual zur aktiven Gestaltung einer Verarmungspolitik weiter Bevölkerungskreise. Seit Gerhard Schröder gilt das Motto „Alles Geld den Reichen“. Frau Merkel in ihrer devoten Ergebenheitshaltung gegenüber den Reichen und Mächtigen setzt mit ihrer CDU die AGENDA-Politik fort.

Im Bundestag hat sich ein „Parteienkartell aus CDU/CSU, SPD, FDP und GRÜNE“ angewöhnt, systematisch auf die Besitzstände der Bürgerinnen und Bürger zuzugreifen. Sie sind nicht davor zurückgeschreckt, vielerorts prekäre Lebensverhältnisse zu schaffen, was der schwarzen Null von Herrn Schäuble dienlich war und den Milliarden, die für die Bankenrettungen drauf gegangen sind!

Ihr habt die Reichen gepäppelt! Die Giganten unter den Großbanken, Versicherungen, Hedgefonds und multinationalen Konzernen können sich dank Parteienkartell darauf verlassen, dass sogenannte "systemrelevante" Unternehmen im Notfall mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gerettet werden – ein Freibrief im Übrigen, der Manager dazu verleitet, Unternehmen im Zweifelsfalle kalkuliert vor die Wand zu fahren während ihr die Bevölkerung zur Kasse bittet.

Und Sie führen hier ein langes Lamento über all die Unpässlichkeiten, die Ihr Bundestagsabgeordnete des o. g. Kartells der Bevölkerung eingebrockt habt? – Ich halte das für ziemlich unverschämt. Blasen Sie mal dem „Parteienkartell aus CDU/CSU, SPD, FDP und GRÜNE“ den Marsch.

Nachbrenner 13.03.2016 | 10:08

die SPD lebt? es ist zumindest noch herzschlag zu hören. jetzt sind noch ein paar kleine hüden zu überwinden: groko und gabriel beispielsweise. und die angst nicht mehr als "neue mitte" wahrgenommen zu werden. die groko war ein schwerer taktischer fehler! wer das noch nicht verstanden hat, dem ist nicht zu helfen. der mindestlohn war nicht die idee der spd und hat auch die linke nicht vom sokel gehauen.

es ist nur die abmilderung und umverteilung ganz unten von den agenda2010 reformen. um diese zu überwinden, wäre es nötig, mal klare linke kante zu zeigen. das honorieren die leute. auch die afd-wähler. aber kein mensch denkt bei dem wort umverteilung noch an die spd. und das ist nur sie selber schuld. die spd hat sich selber unglaubwürdig gemacht. und der absturz begann damit, dass lafontain abgesägt wurde.

die spd muss sich davon verabschieden, den kapitalismus etwas proletarierfreundlich verwalten zu wollen. und sich so als sozialere cdu zu verkaufen, die auch ein bisschen für homoehe ist.

es geht um klare visionen, die es seit schmidt nicht mehr gegeben hat und die klar stellen, dass es den leuten tatsächlich besser gehen soll. da muss sie halt auch die opposition ertragen und notfalls niedrige wahlergebnisse. wobei die frage ist, wie niedrig die noch werden sollen mit dem aktuellen kurs?

aber vielleicht wacht die spd auf, wenn sie in der bundestagswahl unter 20% liegt? wer weiß! vielleicht rechnet sie die stimmen der linken mal drauf?

wer weiß?

wie wäre es mit einem neuen feindbild? die superreichen! es muss eine abgrenzung nach oben geschaffen werden, wo sogar der wohlhabende mittelständler denkt: "die meinen nicht mich." populistisch? ja schon.

dazu eine klare keynsianische wirtschaftspolitik. die auf die stärkung des binnenmarktes ausgerichtet ist und nachfrageorientiert. das wäre eine klare politische richtung. das wäre unpopulär gerade? ja schon.

aber ganz ehrlich? dazu ist die spd alles andere als aufgestellt. in rhp und bw geht die spd gerade unter. was in gottes namen soll noch geschehen, bis der derzeitige kurs als falsch erkannt wird?

Angelia 13.03.2016 | 11:35

Das klingt fast so, als sei DIE LINKE Schuld an der gegenwärtigen Misere in einer letztlich reaktionären Regierung (große Koalition) die von einer SPD mitgetragen wird, die ohne Not in den 70iger und 80iger Jahren ihre ureigenen Prinzipien über Bord geworfen hat.

Echt? hmmm... "Aber wir haben ja an Lafontaine und den Linken gesehen, dass Flucht und Neugründung, wenn auch vielleicht aus guten Motiven heraus, die Entwicklung des Neoliberalismus nicht aber auch wirklich gar nicht stoppen konnte.-"

Ich denke dass:eine Entwicklung nicht aufhalten können und Schuld an einer Entwicklung sein nicht das Selbe ist.

Mal abgesehen davon: kein Mensch, keine Partei hätte die Umstrukturierung von der sozialen Marktwirtschaft zum radikalen Kapitalismus, die ja nicht nur in D sondern i.d. ganzen EU stattfand, verhindern können.

1. Waren sich SPD und CDU da schon ziemlich einig.

2. war die Agenda so radikal umfassend und griff ohne Rücksicht auf Verluste in alle Lebensbereiche ein

3. war die Umsetzung der Agenda nach kapitalatistischer Gepflogenheit klar strukturiert organisiert

4 war die Berücksichtigung von Kritik an der Agenda von vornherein ausgeschlossen.

So, und jetzt musst du nur noch erklären, wie man sich auf demokratischem Weg effektiv gegen tyrannische und diktatorische Strukturen durchsetzt :-)

namreH 13.03.2016 | 17:07

Danke, Angela, dass Du noch mal antwortest. Ich fange mit einem Vorspann zu der letzten Frage an: So, und jetzt musst du nur noch erklären, wie man sich auf demokratischem Weg effektiv gegen tyrannische und diktatorische Strukturen durchsetzt.

Dafür gibt es natürlich kein Rezept, das für alle Situationen gültig ist – und in den meisten Fällen überhaupt kein Rezept – zumal "tyrannisch" und "diktatorisch" für Strukturen als Eigenschaftsbeschreibung in den letzten Jahrzehnten ambivalent geworden ist. Dazu am Schluss noch ein paar Gedanken.

Zunächst einmal: Beim Wechsel zur Partei DIE LINKE war das wesentlich Motiv ja – jedenfalls aus der Sicht derer, die im Westen lebten und ihre Geschichte mit der SPD hatten, so wie ich - dass diese SPD einen wesentlichen Teil ihrer Substanz (das, was immer noch als „Soziale Gerechtigkeit“ benannt wird) schlicht und ergreifend über Bord geworfen hatte. Das habe ich ja in meinem Kommentar deutlich gemacht. So war mir schon vor meinem Austritt aus der SPD und dem Eintritt in DIE LINKE klar, dass sich was ändern muss: Entweder bei der SPD (die Hoffnung stirbt halt zuletzt) oder bei mir…also Austritt. Meine Frau hat den Schritt schon vor mir gemacht. (als Feministin war ihre Toleranzgrenze erreicht, als das „ Gerangel“ um die Führung in der SPD zwischen der sog. „Dreierbande“ (Scharping, Schröder, Lafontaine) im Gange war. Aber das ist längst vergessen. Da ich 1971 – letztlich auch wegen Lafontaine - den Schritt, in eine Partei einzutreten, gemacht hatte und mir gewünscht hätte, dass durch ihn als Finanzminister in der Rot-grünen-Koalition Schlimmeres verhindert würde, war der Regierungswechsel damals ja durchaus Anlass zur Hoffnung auf bessere Zeiten. Jedenfalls war ich nicht in der Minderheit damit, und „tyrannische und diktatorische Strukturen“ haben damals beim Beginn der rot-grünen Regierungszeit wohl die wenigsten Deutschen wahrgenommen. Vielmehr waren die meisten ganz froh, dass „der Dicke“ (gemeint war damit ja Kohl) endlich weg war.

Ich fand es dann ausgesprochen schade, dass viele SPD-Mitglieder mit Bauchschmerzen dabei blieben, als Schröder in einem bösen Ränkespiel Lafontaine dazu brachte, sein Amt niederzulegen und schließlich die Partei zu verlassen und Die Linke mit zu begründen. Mitglieder (auch aus meinem Bekannten- und Freundeskreis, die eigentlich von ihrer Einstellung auch hätten austreten - besser noch in DIE LINKE eintreten - sollen, duckten sich weg. Anders wären die Erfolgsaussichten der neuen Partei sicher größer gewesen.

Es ist übrigens ohne Zweifel so, dass jene Situation des erneuten Verrats in der SPD (wer hat uns verraten….) die Parteienverdrossenheit in Deutschland verstärkt hat (die sich allerdings schon länger zeigte) und den "Zulauf" zur neuen Partei in Grenzen hielt !

Doch nun noch was zu den „tyrannischen und diktatorischen“ Strukturen. Die hat es zum Glück – nach 1945 - in Deutschland nicht gegeben - weder im Westen und in der rigiden Form auch nicht in Osten!

Um dieses Urteil zu fällen muss man sich intensiv an die Naziherrschaft erinnern – in ihrer Einmaligkeit der neueren europäischen Geschichte jedenfalls. Ein wenig davon habe ich - damals bis zu 11. Lebensjahr – in Erinnerung…wenn auch erst voll erkannt später bei der eigenen geistigen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. (die ja spät genug im Westen einsetzte, und die für immer positiv auf das Haben-Konto der sog, 68-iger Revolution geht!!). Was ich damit ausdrücken will: Ich will nicht abstreiten, dass die Gefahr besteht zu „tyrannischen und diktatorischen“ Strukturen….aber die werden im digitalen Zeitalter anders aussehen, als unter Hitler (oder auch Stalin). Sich davor zu wappnen ist Aufgabe der kommenden Generationen…..und sie tun gut daran, sich jetzt schon darauf einzustellen. Diese "Schöne, neue Welt" ist wohl noch abzuwenden - allerdings nicht durch ein "Weiter so"!

Michaela 14.03.2016 | 19:04

... ich bin gegen Führung und gegen Staatswesen, könnte ich etwas bewirken, würde ich die Wandlung unserer Gemeinsweseh hin zu einer ökologisch symbiotischen Gemeinschaft vorschlagen.

D.h. wir Menschen interagieren nicht nach Prinzip der Konkurrenz und einem patologischem Befriedigungstrieb, sondern wir interagieren nach dem Prinzip der Fürsorge, des Vertrauens und der Zuneigung - sowie unbedingter Toleranz.

Ich bin überzeugt, unsere Lebensweise ist vollkommen gegen die Natur gerichtet, wir sind Teil dieser Natur, folglich auch gegen uns selbst!

Parlamentarier nenne ich Politokraten, da sie in meinen Augen durch professionelle Heuchelei an feudale Versorgungströge kommen, die sie sich selbst füllen - sie sind absoluter Selbstzweck und dass der bürokratische Apparat drei Viertel seiner Kosten ebenso als Versorgungstankstelle für Profiegoisten dient, sollte jedem bewußt sein.

Es gibt keine Führung, die um der Sache notwendig wäre, Führung dient immer nur, die maßgeblichen Interessengruppen in die Lage zu versetzen, die arbeitenden Schichten zu melken.

Das Problem, es gibt kaum freie Menschen, die meisten sind Gefangene ihrer Bedürfnisse und ihrer Angst.

Das Schlimmste, als Kind wird man von der Gesellschaft objektiviert, man wird wie ein Nutzvieh einer Dressur unterzogen und sanktioniert bis man willig und gefügsam ins Glied einschert - die wenigen, die es nicht tun, hängen an Drogen, bringen sich um, werden psychiatrisiert oder gleiten mit, als zynisch-ironische Monster.

Ich bin überzeugt die intelligenteren Spielteilnehmer hassen des Groß der Menschen, ob ihrer willigen Gefügsamkeit und ihrer Unterwürfigkeit, so mancher Führungspsycho trifft wahrscheinlich bewußt fatale Entscheidungen, um seinen Sadismus zu befriedigen - gut möglich dass mancher Politokrat mehr "Freude" am Veräppeln der Masse hat, als an seiner materiellen Beute.

Wer weiß, dieser B. hier ist vielleicht gerade deshalb hier manchmal präsent, da er sich über unsere Reaktionen köstlich amüsiert - wobei ich ihn eher als schlichten pseudoaktiven Selbstbetrüger einschätze, der so borniert ist, zu empfinden, seine ganzen Geschenke hätte er wohlverdient und seine Privilegien stehen so einem tollen Abgeordneten absolut zu.

Dummheit macht das Leben leicht, in dem Augenblick, da man seine materielle Versorgung sichergestellt hat.

Wohlgemerkt, bezogen auf das wirksame System.

In einer Gesellschaft die Klugheit (nicht zu verwechseln mit Verschlagenheit und der Fähigkeit zu betrügen!) - besser soziale und die Konsequenzen der Handlungen abwägende, im Kontext mit der Biossphäre und dem sozialen Interagieren der Menschen, Klugheit von ihren Mitgliedern fordert, bedarf es keiner Untertanen, sondern freier und denkender Individuen.

Leider leben wir in einer Welt der banalen Triebhaftigkeit und die Triebe werden den Menschen ab der Geburt förmlich eingebrannt - Triebe nach Reichtum, nach Erfolg (was immer nur als Erfolg zählt, wenn viele andere scheitern - verlieren), nach Karriere - man sieht es gut an unserem Geschlecht wie pervers das inzwischen ist - es gibt Frauen, die lassen sich Eier aus ihren Ovaren extrahieren, diese einfrieren, um dann als 50jährige - "erfolgreiche" Führungskraft, eventuelle noch einen künstliche Befruchtung mit "einwandfreiem" Material vornehmen zu lassen.

Der Feminismus kämpft nicht für die Freiheit der Frau, er kämpft dafür, als Frau ebenso kümmerlich ins ökonomische System diffundieren zu dürfen, wie die männlichen Opfer.

Das perverse, die Zivilisation hat die Frauen als Orgnaisatoren des Heims und als Gebär- und Aufzuchtmaschinen vorgesehen, was natürlich auch nicht prickelnd ist!

Ein wahrhaftiger Feminismus hätte sich mit den Männchen verbinden müssen, um sowohl die Frau aus dem Gefängniss des "Haushalts" - als auch den Mann aus dem Gefängniss des Nutzsklaven seiner ökonomischen Herrschaft zu befreien!

Einige Individuen dürfen ein erfülltes, intellektuell erfülltes Leben führen, eine winzige Minderheit.

Das sind jene, die in Wissenschaft und Forschung ihre Nischen finden und nicht an monetären Ketten hängen, jene die im kulturellen Bereich ein Glückslos ziehen, sprich, die sich nicht fügen müssen, die offen und wahrhaftig ihre Ideale leben dürfen- einzig all diese "Gewinner" - arrangieren sich ebenso mit dem System, sie verdrängen die Milliarden die im Elend gehalten werden, doch sie schenken zumindest künftigen Generationen durch ihre Brillanz sinnvollen Fortschritt - im Gegensatz zu jenen ihrer Kollegen, die sowohl wissenschafltichen als auch kulturellen Dreck hervorbringen - meist der gewinnbringendere Part.

Nun, der alternaiven Ideen gibt es längst Myriaden - in manchen Nischen werden sie gelebt, der Mainstream jedoch ist ein Fluß der in den Abrund mündet - er verdampf am Ende im Schlund der Zeit!

chrislow 03.04.2016 | 15:58

Wissen sie, wie die amtierende Elite das Problem "lösen" will?

Sie wird sich darauf verlassen, dass die derzeitigen "armen" Menschen aussterben und die neue Generation nicht in Armut abgleitet.

Denn wer einmal in die Armut abgedriftet ist / sozusagen versackt ist, kommt nicht mehr in die Lebensdynamik, die es braucht, um sich eine halbwegs hofnungsvolle Lebenssituation zu erarbeiten. Meint: Wer aus seiner eigenen Willenskraft des Reichtumserwirtschaftens herrausfällt, schafft es wahrscheinlich nie wieder in eine Position hinein, die zum Erwirtschaften von Reichtum (relativ) befähigt. Wer also einmal abgehängt ist, bleibt abgehängt. Armut desillosioniert nachhaltig und das hinterlässt auch Spuren im Gehirn, die nie wieder weggehen.

Deshlab ist die Strategie, sich auf die nächste GEneration zu verlassen, die Erfolgversprechenste und also die Strategie der Wahl.

Daher auch immerzu der Verweis auf "Bildung" (und Ausbildung).

Alle, die "heute" also arm sind, werden es sehr wahrscheinlich auch für immer in ihrem Leben bleiben. Das ist die unangenehme Wahrheit zu diesem Theme und den großen Bekundungen aller für die Behebung der Schere zwischen Armen und Reichen.