RE: Westerwelle und die feuchten Augen links | 19.03.2016 | 17:17

Bisher hat sich meine Meinung über eine Person auch noch nie aufgrund eines besonders gelungenen Nachrufs geändert. Aber irgendjemand muss ja ganz scharf auf die Dinger sein. Warum möchte man sonst unbedingt sofort so ein Teil für den Fall der Fälle in der Schublade liegen haben? Oder ist die Aufgabe der Wahl für die Beschäftigung der Praktikanten in den Häusern? Man weiß es nicht.

RE: Westerwelle und die feuchten Augen links | 19.03.2016 | 14:10

Hmm. Ich glaube JR geht es mehr darum, die überall zu findenden Jubel-Nachrufe zu kritisieren, als Nachzutreten. Also Kritik an den Medien, nicht an seiner Person.

RE: Westerwelle und die feuchten Augen links | 19.03.2016 | 13:28

Über diese Sache habe ich mir gestern auch Gedanken gemacht. De mortuis nil nisi bonum. Was bringt es auch, einem Menschen direkt nach seinem Ableben seine Verfehlungen vorzuwerfen?

RE: Honi soit qui mal y pense | 19.03.2016 | 02:11

Finde ich gut, dass Du "aus ganz unterschiedlichen Gründen" geschrieben hast. Eine meiner Einstellungen ist, dass es für die meisten Handlungsweisen immer Gründe gibt. Und erst wenn man diese Gründe kennt kann man die Sachlagen und das Verhalten dahinter erkennen und verstehen. Völlig egal, ob man das jetzt mag oder nicht. (Klingt gestelzt merke ich gerade, aber ich denke Du verstehst, was ich damit sagen will.)

Letztendlich ist es eh sehr wahrscheinlich, dass die sich über kurz oder lang selbst zerlegen. Die AfD ist zwar bei Wahlen das Sammelbecken für den ganzen neurechten Bodensatz und fischt in der derzeitigen Situation ordentlich Wählerstimmen ab. Aber genauso wie sich Tabubrüche selten zurück nehmen lassen, gilt das gleiche Prinzip natürlich auch für andere Bereiche. Zum Beispiel für die offene und tolerante Zivilgesellschaft. Letztlich hängt die Zukunft dieser Vereinigungen an der Europapolitik denke ich. Wenn da versagt wird, geht die rechte Kurve weiter nach oben. Wenn nicht, wird sich das (hoffentlich) schnell wieder erledigt haben. Sobald die Leute das Gefühl haben werden dass die Sache läuft verschwinden sie wieder auf die Sofas denke ich. Es besteht also noch Hoffnung.

RE: Honi soit qui mal y pense | 18.03.2016 | 14:02

Ja, stimmt. Da hast Du wohl Recht. Letztendlich ist es das Gleiche, als wenn man von der allgegenwärtigen Präsenz der Flüchtlingspolitik in den Medien gelangweilt umschaltet. Das Motiv ist ein anderes, das Ergebnis aber das Gleiche: das Feld den Marktschreiern überlassen. Ist gleichzeitig auch wieder Verrat an den Prinzipien. Hast Du eine Lösung?

RE: Honi soit qui mal y pense | 18.03.2016 | 13:36

Na die Sache natürlich. Es geht mir doch nicht ums Parieren. Auch nicht um Erhabenheit, Moral oder das eigene Ego. Wie sollte ich das denn anders ausdrücken, als dass es mich verstört? Soll ich vielleicht einfach darüber hinweg sehen, dass wichtige Grenzlinien inzwischen übertreten sind? Da kann ich ja gleich Nihilist werden. Nein, ich denke wirklich, dass unsere Gesellschaft etwas wichtiges in den letzten Monaten verloren hat. Man mag mich deswegen eine Heulsuse schimpfen oder der Intoleranz bezichtigen, aber ich bleibe dabei. Ich denke, dass Prinzipien wichtig sind und man immer klar Position beziehen sollte. Ich glaube auch, dass die Fakten dabei auf meiner Seite sind.

RE: Honi soit qui mal y pense | 18.03.2016 | 13:13

Den Zusammenhang sehe ich jetzt nicht. Worauf beziehst Du das?

RE: Honi soit qui mal y pense | 18.03.2016 | 12:33

Im Elfenbeinturm wird es zudem auch schnell langweilig glaube ich.

RE: Honi soit qui mal y pense | 18.03.2016 | 12:33

Oha. Da habe ich wohl einen Nerv getroffen. Jetzt verstehe ich.