RE: Kandidat ohne Wumms | 16.07.2020 | 09:17

Ich bin, anders als Achtermann, dafür, in die Zukunft zu schauen. Wenn man darüber hinaus mit ihm Partei-Programmen keine "dominierende" Rolle zusprechen will, helfen (hülfen?) dann vielleicht ikonische Bilder des von Man.f.red. als "patent and potent" bezeichneten Frauen-Duos weiter?

Hier ein kleiner Ansatz mit den Talk-Königinnen

https://www.neuepresse.de/nachrichten/sahra-wagenknecht

Gerne wiederhole ich meine Frage:

Welche Frauen und Männer innert Grün-Rot-Rot ringen nun für diese – bei aller Skepsis – Machtkonstellation für die Legislatur ab 2021?

Sieht man sich allein Leschs Kosmos mit dem aktuellen Titel "Dürre Zeiten - Der Kampf ums Wasser" an,

https://www.zdf.de/wissen/leschs-kosmos/duerre-zeiten-der-kampf-ums-wasser-102.html

so kann jedeR wissen, dass eine hier verschiedenlich angesprochene Koalition SCHWARZ-GRÜN nach Lage der Dinge höchstwahrscheinlich nie eine notwendig radikale Änderung der Verhältnisse auf den Weg brächte. Dazu sind die Beharrungskräfte bei der Union, gar mit einem Kanzler-Kandidaten Söder, zu stark.

Den Verantwortungsträgern der Grünen ist gewiss klar, dass sie bei einer derartigen Koalition nur – wie beim Schachspiel – Geschwindigkeit beim Ringen um die Strategie im Mittelfeld verlören und folglich das "Endspiel" verpassten. Will man wenigstens das völkerrechtlich verpflichtende Pariser Abkommen wirklich wirklich in die Tat (und mehr) umsetzen, dann haben wir dafür nur dieses Jahrzehnt, um neue Gleise auf die Trassen in eine nachhaltige Entwicklung zu verlegen.

Dazu ein nach wie vor nochaktuelles Buch

https://hpwallner.com/inseln-der-nachhaltigkeit/

dessen eingeflochtene Erzählungen des Kapitäns Visio När ein aussagekräftiges Bilder-Gerüst fürs Wagenknecht/Baerbock-Duo lieferten. Geeignet auch für alle, die keine Partei-Programme lesen (wollen). Auch hier gilt: Der Weg entsteht im Gehen. Links und rechts mit Leitplanken der Nachhaltigkeit. Darauf schreitet das Frauen-Duo voran! Bilder sagen mehr als Worte als Kontrast zu Herren-Chiemsee.

RE: Kandidat ohne Wumms | 15.07.2020 | 15:53

Unsere Gesellschaft steht an: "turning points for positive change." Wehe uns, wenn wir die Chance nicht ergreifen! Nicht nur Fridays! Jeder einzelne (Wochen)Tag: for Future.

Man.f.reds Link zu COMMONDREAMS, einer Seite, die ich seit vielen Jahren verfolge, öffnet unsere Augen und Geister, denn Kanada ist auch Deutschland/EU. Dort heißt es u.a.:

"Right now, the government is working on a plan to rebuild our economy. It is likely that they will unveil a stimulus package, but it's on all of us to ensure that money goes directly to workers and communities, not corporations. By bailing out people, not big businesses, and closing tax loopholes, we can start to build a sustainable and just future for all."

Und weiter, zielgenau Richtung (fehlender, noch zu erarbeitender G-R-R) Vison:

"We have a generational opportunity to use this time of crisis and reflection to bring to life a vision of planetary health for all," she continued. "We've stayed home to save lives. By working together on a just and healthy recovery, we'll save more."

Dieses letzte Zitat bezieht sich auf:

"Dr. Courtney Howard of the Canadian Association of Physicians for the Environment says it's clear from what she's witnessed amid the global pandemic that people are willing to use moments of crisis as turning points for positive change."

RE: Kandidat ohne Wumms | 15.07.2020 | 15:29

Achtermann behauptet pauschal, freilich ohne Begründung unter Bezug auf ein länderspezifisches Momentum, Grün sei "Luft". Die mangelnde Differenzierung und der Wille, vom Kritikwürdigen im Einzelfall zum großen NEIN zu eilen: Wem und was hilft es weiter? Will man sich allerdings z.B. mit dem neuen Grünen-Programm befassen, nun ja, müsste man es vorab lesen. Und sich Gedanken zu machen, wieso diese Partei sich gerade in Corona-Zeiten wie diesen neu aufstellt.

Wenige Tage vor dem Shutdown stellte DIE ZEIT im März d.J. angesichts der damaligen Umfrage-Mehrheiten für Grün-Rot-Rot u.a. folgende Fragen:

"... wären die Grünen in der Lage, die bürgerlichen Wähler dauerhaft an Grün-Rot-Rot zu binden?"

"Besäßen die Grünen genug Autorität, um eine orientierungslose SPD und eine unkalkulierbare Linke verlässlich in eine solche Koalition einzubinden?"

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-03/gruen-rot-rote-koalition-bundestagswahl-waehlerumfrage

Wie stellen sich die Dinge heute dar? Angesichts des nunmehr im Entwurf vorliegenden neuen Parteiprogramms der Grünen?

https://www.gruene.de/artikel/veraenderung-schafft-halt-der-entwurf-zum-neuen-grundsatzprogramm

Zur oben geäußerten trefflichen Ansicht, dass es (auch) auf das gesellschaftliche Bewegungsmoment ankomme: Wer weiß, wer kennt eigentlich jene Afiçionados/-as innert der drei Parteien, die für GRÜN-ROT-ROT stehen und sich dafür tatkräftig einbringen? Und ihr gemeinsames Tun nach außen kommunizieren, damit die davon gesellschaftlich Bewegten davon erfahren und sich mit ihnen und ihrer kooperierenden Arbeit Richtung 2021 – kritisch – auseinandersetzen können?

Es wäre doch gelacht, kämen hier nicht insoweit weitere Erkenntnisse ins Helle, woran man anknüpfen könnte. Ja, um es auch hier zu wiederholen, es bedarf der VIELEN, um in Sandwich-Art – vertikal und horizontal – zu kooperieren und damit vernetzende Macht zu gewinnen.

RE: Kandidat ohne Wumms | 15.07.2020 | 08:43

Der Bericht des IPCC (2019) besagte, die Weltgemeinschaft habe etwa noch eine Dekade, um umzusteuern.Ist Solcherlei möglich durch die hier angesprochenen Koalitionen, wie: Union, FDP, AfD? - Union, Grüne? Nein, man verlöre weitere vier Jahre, nach den Jahrzehnte alten Erkenntnissen der "Grenzen des Wachstums".Eine Negativauswahl kommt vor dem Hintegrund des schleichenden Niedergangs der SPD bliebe nach den Gesetzen der Logik nur, anders als von der Lucke ansetzt:Eine Koalition mit: Bündnis 90/Die Grünen (mit der Juristin Baerbock als Kanzler-Kandidatin) - SPD - Die Partei Die Linke (mit Wagenknechts neuem Ressort Wirtschaft/Arbeit).Warum spinnt man hier, Engergie frei machend, nicht einmal ein solchen Politikansatz weiter? Statt immer nur das Negative, das, was nicht geht, zu unterstreichen?Danke @ Man.f.red für den Song. Yes, frei nach Clinton: "It´s the Cooperation, Stupid".

RE: „Eine Katastrophe, die von innen kommt“ | 10.07.2020 | 17:04

Am Anfang und Schluss ihres Inputs anknüpfend zitiere ich:

"Merkmale und Ereignisse der Umwelt eines lebenden Systems können nur als Auslöser von Interaktionsprozessen wirken, deren Verlauf und Ergebnis aber nicht im einzelnen festlegen. Alle Aktivität eines autopoietischen Systems, also eines Lebewesens, ist daher systemabhängig und systembedingt, alles kognitive Verhalten eines individuums also subjektabhängig und subjektbedingt – aber nicht „subjektiv“ im negativen Bezug auf eine von außen gesetzte Norm „Objektivität“ oder„Rationalität“. Es muss allerdings seine eigene Struktur und die Interaktionsbeziehungen mit der Umwelt ständig so gestalten, dass der Prozess der Autopoiese nicht gefährdet wird. Es lassen sich zahlreiche Beispiele dafür geben, dass Menschen ihre Wirklichkeit in streng subjektabhängiger Weise konstruieren. Menschen streiten sich nach langen Bemühungen um Verständigung immer noch um „richtig“ oder „falsch“ Gesehenes und Gehörtes, sehen und hören andererseits das scheinbar identische – ein Bild, ein Geräusch, eine Person, eine Situation – immer wieder „anders“, „neu“, ja sehen und hören oft genug Dinge, die gar nicht „da“ sind. Als strukturdeterminierte Systeme sind Menschen von außen prinzipiell nicht gezielt beeinflussbar, sondern reagieren immer im Sinne der eigenen Struktur. So kann man nicht steuern, wie Worte wirken, denn jeder liest, was er oder sie liest, dafür trägt der Autor keine Verantwortung!"

(Stangl, 2020). Verwendete Literatur Stangl, W. (2020). Stichwort: 'Autopoiese'. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.WWW: https://lexikon.stangl.eu/2312/autopoiese/ (2020-07-10)

RE: „Eine Katastrophe, die von innen kommt“ | 10.07.2020 | 12:40

"Traut euch!" ist/wäre die eingängige Initiation, dem "Sterben des Lebensraums durch Gesellschaftswandel entgegenzutreten". Dazu bedarf es der VIELEN. Die einen müssten freiwillig/solidarisch von der Couch, den anderen müsste, wie Wagenknecht klug erkannt hat, Ängste und Sorgen ihres Lebensalltags genommen werden, um sich über ihr eigenes Fortkommen hinaus, in großer Zahl für das Gemeinswesen, den Wandel, die Transformation in je ihrer Lebenswirklichkeit einzubringen.

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/neoliberalismus-post-corona-deal

Dazu die politischen Überzeugungen der Sahra Wagenknecht, die im vorstehenden LINK als Mitglied des DREIGESTIRNS bezeichnet wurde, in der NOZ

https://www.sahra-wagenknecht.de/de/article/2969.immer-tiefere-spaltung.html

worin sie auch auf eine Art Neustart von #AUFSTEHEN durch die Jüngeren unter uns eingeht. Doch ohne die Älteren geht es nicht.

RE: Traut euch! | 09.07.2020 | 09:09

„Sozial-ökologische Wende JETZT!“

(AWO & BN)

Bayerns Sozial- und Naturschutzverbände gehen voran. Mit Hunderttausenden von Mitgliedern. Die SZ zeigt die Bedeutung dieser Allianz auf, da die jeweiligen Verbände - endlich - über ihren eigentlichen Kernbereich hinaus den Blick auf die Notwendigkeit des gemeinsamen(!) Agierens der VIELEN im Focus haben. So hat allein der BN in Bayern 245 000 Mitglieder, 76 Kreisgruppen und etwa 550 Ortgruppen, worauf die SZ trefflich hinwies.

Welch ein Machtpotential! Ganz im Sinne von Frau Prof. Göpel.

Sehr lesenswert:

https://www.sueddeutsche.de/wissen/umwelt-berlin-bund-naturschutz-und-awo-fordern-sozial-oekologische-wende-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200705-99-677757

Zur Erklärung „Sozial-ökologische Wende JETZT“

https://www.bund-naturschutz.de/pressemitteilungen/fuer-eine-echte-wirtschaftliche-oekologische-und-soziale-reform-nach-der-corona-krise.html

Nun, derartige Allianzen - vertikal und horizontal - bundesweit mit Leben und Tun zu erfüllen, ist das nicht DIE Aufgabe der Avantgarde, die vorangeht? Auch die "Sneakers-Evolution" zeigt, wie eine Überzeugung viral geht ....

Ein Input:

OSTDEUTSCHLAND ALS AVANTGARDE?

Transformationsprozesse in Politik und Wirtschaft in der Debatte

http://library.fes.de/pdf-files/dialog/11586.pdf

DER FREITAG MIT SEINER COMMUNITY ALS AVANTGARDE?

Wer verbindet das Handeln der genannten bay. Verbände mit den anderen Bundesländern, wo sind die professionellen Vernetzer?

Und: Ist des nicht die Stunde von Frederic Vester? Er fragte in "Neuland des Denkens", ´warum menschliches Planen und Handeln so häufig und scheinbar zwangsläufig in Sackgassen, ja in Katastropen führt´. Dabei käme es auf eine "an den Systemzusammenhängen, Funktionsweisen und Überlebensregeln der Natur orientierte Denk- [u. Handlungs]Weise" an.

https://www.zvab.com/buch-suchen/titel/neuland-des-denkens/autor/vester/

RE: Traut euch! | 09.07.2020 | 08:28

„Sozial-ökologische Wende JETZT!“

(AWO & BN)

Bayerns Sozial- und Naturschutzverbände gehen voran. Mit Hunderttausenden von Mitgliedern. Die SZ zeigt die Bedeutung dieser Allianz auf, da die jeweiligen Verbände - endlich - über ihren eigentlichen Kernbereich hinaus den Blick auf die Notwendigkeit des gemeinsamen(!) Agierens der VIELEN im Focus haben. So hat allein der BN in Bayern 245 000 Mitglieder, 76 Kreisgruppen und etwa 550 Ortgruppen, worauf die SZ trefflich hinwies.

Welch ein Machtpotential! Ganz im Sinne von Frau Prof. Göpel.

Sehr lesenswert:

https://www.sueddeutsche.de/wissen/umwelt-berlin-bund-naturschutz-und-awo-fordern-sozial-oekologische-wende-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200705-99-677757

Zur Erklärung „Sozial-ökologische Wende JETZT“

https://www.bund-naturschutz.de/pressemitteilungen/fuer-eine-echte-wirtschaftliche-oekologische-und-soziale-reform-nach-der-corona-krise.html

Nun, derartige Allianzen - vertikal und horizontal - bundesweit mit Leben und Tun zu erfüllen, ist das nicht DIE Aufgabe der Avantgarde, die vorangeht? Auch die "Sneakers-Evolution" zeigt, wie eine Überzeugung viral geht ....

Ein Input:

OSTDEUTSCHLAND ALS AVANTGARDE?

Transformationsprozesse in Politik und Wirtschaft in der Debatte

http://library.fes.de/pdf-files/dialog/11586.pdf

DER FREITAG MIT SEINER COMMUNITY ALS AVANTGARDE?

Wer verbindet das Handeln der genannten bay. Verbände mit den anderen Bundesländern, wo sind die professionellen Vernetzer?

Und: Ist des nicht die Stunde von Frederic Vester? Er fragte in "Neuland des Denkens", ´warum menschliches Planen und Handeln so häufig und scheinbar zwangsläufig in Sackgassen, ja in Katastropen führt´. Dabei käme es auf eine "an den Systemzusammenhängen, Funktionsweisen und Überlebensregeln der Natur orientierte Denk- [u. Handlungs]Weise" an.

https://www.zvab.com/buch-suchen/titel/neuland-des-denkens/autor/vester/

RE: Traut euch! | 08.07.2020 | 07:16

Gestern Nacht bei "Lanz": Maja Göpel. Die Tatsache, dass die anwesenden Machos die Lady ständig unterbrachen, ist eines der merk-würdigsten Qualitätssiegel, die diese Talksendungen herfür-bringen.

RE: Traut euch! | 07.07.2020 | 13:47

Mein jüngste Lektüre führt mich zur Überzeugung:

Aus dem Zweigespann "Sahra Wagenknecht / Annalena Baerbock", wie von uns beiden angeregt, möge ein

DREIGESTIRN

hervorgehen. Die dritte Dame schreibt in ihrer "Einladung" ganz im hier vertretenen Sinne:

"Es geht nur mit vielen, die ernsthaft wollen, und das bedeutet, dass es auf jeden ankommt."

Seite 185, im Schlusskapitel "Denken und Handeln" des aktuellen Bestsellers von Maja Göpel "UNSERE WELT NEU DENKEN - Eine Einladung".

Damit folgte Frau Prof. Göpel den Überzeugungen von Hannah Arendt und Saul Alinsky (siehe oben).

Jamal Tuschick hat ihr Buch ausführlich besprochen

https://www.freitag.de/autoren/jamal-tuschick/denn-sie-wissen-was-sie-tun

Anregung an die Redaktion:

Vielleicht gelingt es vom Ullstein-Verlag die Genehmigung zum Abdruck der Seiten 181-191 zu erhalten. Sowie die wertvollen Kontakt-Adressen auf den Seiten 192-196. Ein wahre Schatztruhe.

Damit existiert(e) eine ausbaubare Grobskizze, die im Anschluss an die Forderung von Samuel Decker - Her mit der Vision! - einer OPEN SPACE -Konferenz der 1000 als Initiation den Weg bereiten könnte.

In der ZEIT steht ein ausführlicher Bericht über die gegenwärtigen Versuche der Grünen, sich auch jenseits der Ökologie für die "Mitte" wählbar "aufzuhübschen". Auch um in den 2o+x % Wahlzuspruch im Jahr 2021 zu kommen. Dazu braucht es flankierend Die LINKE und jedenfalls den linken Flügel der SPD, auch um die älteren weißen Männer und Frauen zu überzeugen, nochmals in den politischen Ring für den Großen Wandel zu steigen mit dem ersten Ziel einer G-R-R-Koalition. Wer es nicht ernsthaft versucht, überlässt den anderen das Feld mit irreparablen Folgen für das Gemeinwesen nebst Lebensgrundlagen. Die USA offenbaren, wie dort auch der weiße Mittelstand final unter die Räder kommt. Der Nobelpreisträger Sir Angus Deaton hat es in der SZ (v. 30.6. - Seite 22 - "Arme können nicht ins Home-Office") beschrieben. Warnung genug!

Mit Baerbock, Wagenknecht und Göpel - dem Dreigestirn des fälligen Wandels - bleiben 15 Monate, damit die VIELEN erfolgreich den notwendigen Weg gemeinsam beschreiten.

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Caminante no hay Camino, Juan Manuel Serrat

"Se hace camino al andar"

https://www.youtube.com/watch?v=2DA3pRht2MA