Margareth Gorges

Mit dem Wissen wächst der Zweifel” (J.W.v.Goethe) www.NachDenkSeiten.de
Schreiber 0 Leser 3
Avatar
RE: Und der Zukunft zugewandt | 31.05.2012 | 08:54

Zu Augsteins Kolumne bei Spiegel online vom 28. Mai: „Die Passion der Linken“:
Auszug aus dem Beitrag von Albrecht Müller:
Meinungsmache bestimmt auch über Image von Personen und Karrieren – bei Bartsch sehr ähnlich wie bei Steinbrück www.nachdenkseiten.de/?p=13395#more-13395

Dieser Artikel ist so bodenlos daneben und so deutlich Teil der Kampagne gegen die etwas profilierte Linke und ihre Funktion, dass ich mich auf einige wenige Bemerkungen beschränken kann:

Es fängt schon im Eingangstext an: Sinn linker Politik ist nicht nur Gerechtigkeit sondern auch die Freiheit von politischer Korruption zum Beispiel und die Abwehr neoliberalen Unsinns. Im konkreten Fall geht es zum Beispiel um bessere Finanz- und wirtschaftspolitische Regeln, oder zum Beispiel um die Verhinderung des Fiskalpaktes oder um produktive Vorschläge zur Annäherung der Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Staaten Europas und des Euroraumes. So weit sind wir schon gekommen: Die herrschende Politik ist nicht nur ungerecht, sie ist auch falsch. Und genau da setzt die mit den Namen Wagenknecht und Lafontaine verbundene Linkspartei an. Übrigens auch Gysi mit seiner Position zum Fiskalpakt. Wer den Unterschied der profilierte Linkspartei zur herrschenden Mehrheitsmeinung und der dazugehörigen Parteien auf das Thema Gerechtigkeit reduziert, hat große Teile der gegenwärtigen Debatte und des Ringens um die besten Lösungen verschlafen.

Augstein macht sich den Jargon der herrschenden Agitation zu eigen: „radikale Opposition à la Wagenknecht“. Du meine Güte, dieser Zeitungsverleger und Kolumnist ist offenbar nicht einmal des Lesens fähig.
Er übernimmt die gängigen Vorurteile: „Schroffe Abgrenzung zur SPD“ – das stimmt ja nicht. Sowohl im Saarland wie auch in Nordrhein-Westfalen hat die Linkspartei Unterstützung und Koalitionen angeboten.
Krampfhaft versucht der Autor eine Parallele zu früheren Spaltungen der Linken herzustellen. Keine Ahnung von Geschichte. Keine Ahnung von der besonderen Demission der strategisch ausgedachten Agitation in der heutigen Zeit.
Wie will Herr Augstein denn die Linkspartei „pragmatisches Korrektiv“ der SPD sein lassen, wenn die Linkspartei selbst kein eigenes Profil mehr hat? Und dies in einer Zeit, in der sich die SPD anschickt, zum Beispiel dem Fiskalpakt zuzustimmen.

Der Artikel von Augstein strotzt von Behauptungen ohne Belege.
Und er hat auch überhaupt nicht begriffen, welches Maß an Verschiebung der politischen Ordinate nach rechts durch den von ihm propagierten pragmatischen Kurs der Linkspartei erreicht sein wird.
Das reicht. Es hätte noch viele weitere Anmerkungen gegeben.
Wenn Sie den Artikel von Augstein aufmerksam lesen, dann werden Sie sehen, wie einflussreich die konservative Meinungsmache in diesem Milieu angeblich fortschrittlicher Publizisten schon geworden ist.

RE: Zu neuen Ufern – die Linkspartei vor dem Göttinger Parteitag | 31.05.2012 | 08:30

Meinungsmache bestimmt auch über Image von Personen und Karrieren – bei Bartsch sehr ähnlich wie bei Steinbrück

Weil beim Parteitag der Linkspartei am 2. und 3. Juni nicht nur über die Führung dieser Partei entschieden wird, sondern auch zugleich darüber, ob es auf absehbare Zeit noch eine Alternative zur neoliberal geprägten Politik von Angela Merkel und der angepassten Führungen von SPD und Grünen geben wird, komme ich noch einmal auf die Personalentscheidungen der Linkspartei zurück.

Von Albrecht Müller, Mitherausgeber NachDenkSeiten hier lesen : www.nachdenkseiten.de/?p=13395

RE: Warum sitzt der Mann bei Jauch? | 22.05.2012 | 14:15

Jauch und Sarrazin: Der gemeinsame Nenner heißt Bertelsmann

Jauch ist auch RTL-Mann, RTL eine hundertprozentige Bertelsmann-Tochter; Sarrazins Ergüsse erscheinen bei Random House, ebenfalls eine hundertprozentige Bertelsmann-Tochter; der “Stern” berichtet “angewidert” über den Jauch-Talk; das Nachrichtenmagazin erscheint bei Gruner + Jahr, ebenfalls eine hundertprozentige Bertelsmann-Tochter – Ergebnis: ein Meinungsmache- und Zitierkartell, an dem still und heimlich der Gütersloher Medien- und Dienstleistungsmulti gut verdient! Und noch etwas: Sarrazins Thesen eignen sich für die SozialforscherInnen der Bertelsmann Stiftung alsTestballon, um künftige nationalistische Trends in Deutschland zu ermitteln.

weiterlesen: wissenschafftgesellschaft.blogspot.de/2012/05/jauch-und-sarrazin-der-gemeinsame.html

RE: Warum sitzt der Mann bei Jauch? | 22.05.2012 | 10:03

Sarrazin und Steinbrück bei Jauch: Muss so eine Diskussion wirklich möglich sein?'

Man steht beim Thema Sarrazin immer vor der Frage, sollte man auf diesen Demagogen eingehen oder ihn lieber verschweigen. Doch wenn der stern und die FAZ oder auch die Frankfurter Rundschau und nun auch noch Günther Jauch Thilo Sarrazin in seiner Sendung einem Millionenpublikum präsentiert, dann können und dürfen die NachDenkSeiten nicht mehr schweigen.

Gerade rechtzeitig vor der Vorstellung seiner Polemik gegen den Euro am Dienstag dieser Woche bietet die ARD Sarrazin ein Forum, sein Buch „Europa braucht den Euro nicht“ zu bewerben; damit sich die geplante Startauflage von 200.000 Exemplaren auch bloß schnell verkaufen lässt.

==>Von Dr. Wolfgang Lieb, Mitherausgeber NachDenkSeiten hier lesen: www.nachdenkseiten.de/?p=13294#more-13294

RE: Henri-Nannen-Preis für BILD? | 12.05.2012 | 13:03

„Bild“-Journalisten erstmals mit Nannen-Preis ausgezeichnet
Zwei Autoren der „Bild“-Zeitung sind für ihre investigative Recherche in der Kreditaffäre um den ehemaligen Bundespräsidenten Wulff mit dem Henri-Nannen-Preis ausgezeichnet worden - zum ersten Mal in der Geschichte des Boulevardblatts. In der gleichen Kategorie sollte auch die „Süddeutsche Zeitung“ geehrt werden. Hans Leyendecker lehnte jedoch aus Protest ab.
Quelle 1: Süddeutsche
www.sueddeutsche.de/medien/2.220/investigativer-journalismus-bild-journalisten-erstmals-mit-nannen-preis-ausgezeichnet-1.1355523
Quelle 2: Süddeutsche
www.sueddeutsche.de/medien/2.220/eklat-bei-journalisten-ehrung-sz-redakteure-lehnen-henri-nannen-preis-ab-1.1355532

===>Anmerkung:
Warum schreibt die Süddeutsche hier selbst von einem Eklat bei der Preisverleihung? Der Eklat war die Nominierung www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=13144 dieser Bild-„Journalisten“ - jawohl, nicht nur das Wort „Bild“ gehört in Anführungszeichen gesetzt, sondern auch die „Journalisten“. Hut ab vor Herrn Leyendecker und seinen Kollegen.

RE: Fiese Krokodilstränen | 30.04.2012 | 18:05

Sommertheater statt Sommermärchen

Politiker der vier etablierten Parteien und Kommentatoren der etablierten Medien übertreffen sich an diesem Wochenende gegenseitig darin, dem EM-Ko-Gastgeber Ukraine mit „ernsthaften Konsequenzen“ zu drohen, wenn dieser die beliebte Politikerin Juliya Tymoschenko nicht nach Deutschland ausreisen lässt. Wir befinden uns nun einmal im Wahlkampf und da scheint es hierzulande zur Normalität zu gehören, lautstark gegen andere Länder zu poltern und diplomatische Gepflogenheiten zu ignorieren. Doch die Empörung ist bei näherer Betrachtung nur Theaterdonner. Das Stück vom ukrainischen Schurken, seinem schönen Opfer und dem edlen Ritter aus Deutschland, ist einfach zu „schön“ um es unerzählt zu lassen. Und da die Medien die schönsten politischen Theaterstücke ohnehin nicht hinterfragen, wird uns die absurde Tragödie vom bösen Ukrainer wohl noch mehrere Wochen begleiten – so lange bis die EM vorbei ist und die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird.

Von Jens Berger weiterlesen.:
www.nachdenkseiten.de/?p=13044#more-13044

RE: Jens Berger im Interview mit OE1 | 22.04.2012 | 19:52

hier ist der Vortrag nochmal als Video : Wie ökonomische Irrlehren die Krise in Europa vertiefen

Genial dagegen mit Jens Berger – Journalist und Blogger
www.spiegelfechter.com/wordpress/8180/wie-okonomische-irrlehren-die-krise-in-europa-vertiefen

RE: Ich will keine BILD in meinem Briefkasten!Annahme verweigern! | 12.04.2012 | 12:11

Bundesagentur für Arbeit: „Rekord bei Hartz-IV-Sanktionen gegen Arbeitsunwillige“
Wenn man in die Google-Suchfunktion diese Überschrift eingibt finden sich über 2.000 Einträge, die über diesen „Rekord“ berichten. Dass diese Meldung der Bundesagentur für die Bild-Zeitung die „Hartz-IV-Sauerei“ ist und fast die gesamte Seite zwei füllt gehört bei diesem Hetzblatt gegen Arbeitslose inzwischen zur traurigen Normalität, dass aber auch als seriös geltende Zeitungen wie die FAZ oder die immer noch als „links-liberal“ geltende Frankfurter Rundschau solche Schlagzeilen kritiklos übernehmen, ist ein klassisches Beispiel für die freiwillige „Gleichschaltung“ unserer Medienlandschaft.

weiterlesen: www.nachdenkseiten.de/?p=12830#more-12830

RE: BA: Rekord bei Hartz-IV-Sanktionen gegen Arbeitsunwillige“ | 12.04.2012 | 12:03

Zum 60. Geburtstag der BILD-Zeitung plant der Springer-Konzern eine gigantische Werbemaßnahme: Jeder Haushalt soll ein kostenloses Exemplar bekommen – ungefragt. Verweigern Sie mit unserer Mail-Aktion an die BILD die Zustellung des Jubiläum-Exemplars!.
Nach der gestrigen wiederholten Diffamierungskampagne gegen Hartziv Bezieher, ist es ein Grund mehr zu sagen :
Ich will keine BILD in meinem Briefkasten!

hier mitzeichen:
www.campact.de/bild/ml1/mailer