Hintergrundinformationen über Joachim Gauck u. Atlantik-Brücke e.V"

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Hartz 4-Plattform: Gauck for President!

Nach Auffassung der Hartz4-Plattform könnte der Präsidentschaftskandidat Joachim Gauck eine hoffnungsvolle Weichenstellung zum Stopp der galoppierenden Spaltung unserer Gesellschaft bedeuten, die Arme von Reichen sowie Regierende von Regierten trennt und schließlich zur Nichtwählerpartei als größter Volkspartei führt. „Wir teilen die Einschätzung, dass jetzt die Wahl-Alternative lautet: Bekommt Bellevue einen mainstreamigen Jung-Zweit-Ehemann und -Vater mit dort völlig deplatzierter Partei-Karriere oder einen Hausherren mit der für’s Amt unerlässlichen Erfahrung aus einem reichen Leben?“ so Brigitte Vallenthin, Hartz4-Plattform Sprecherin .
Quelle: Der Sozialticker

Anmerkung KR: Hintergrundinformationen über Joachim Gauck:

“Er ist Mitglied des Verbandes Atlantik-Brücke und Mitglied im Senat der von Helmut Schmidt, Kurt Biedenkopf u. a. gegründeten Deutschen Nationalstiftung.”
Quelle: Wikipedia

Welche Ziele verfolgt diese Stiftung? Siehe dazu ein Papier vom November 1996: “Wir brauchen in Deutschland politische Schritte mit einer längeren Perspektive. Folgende wichtige Komponenten sind für die Gesundung Deutschlands nötig:

  • Umbau der Sozialversicherung;
  • Renovierung der öffentlichen Finanzwirtschaft;
  • längeres Anhalten der Realeinkommen;
  • Verzicht auf weitere DM-Aufwertungen;
  • eine umfassende Deregulierung auf allen Gebieten.”

Quelle: Deutsche Nationalstiftung [PDF - 79,8KB]

In anderen Worten: Der Kandidat, zu dessen Wahl die Hartz IV-Plattform aufruft, ist Mitglied einer Stiftung, deren politische Intentionen in Hartz IV kulminierten (angemessen zynische Kommentare mögen unsere Leser sich jetzt bitte selbst dazu denken).
An der politischen Ausrichtung der Stiftung hat sich seither nichts geändert, im Gegenteil: 2009 meinte sie sich gar gegen Angriffe der FAZ wehren zu müssen: “In seinem Artikel bezichtigt Herr Weidermann Uwe Tellkamp rechtskonservativer, demokratieverachtender und nationalistischer Tendenzen und rückt die Deutsche Nationalstiftung wegen der Verleihung des Nationalpreises 2009 gleich mit in diese Ecke.”

Diese Gesellschaft scheint Gauck zu suchen.

Die politischen Kräfte, denen Gauck seine Dienste anbietet, haben verstanden:
„Zumindest die FDP hätte sich, wenn sie schon nicht einen eigenen Kandidaten durchsetzen konnte, für Joachim Gauck entscheiden können; für einen Mann, den man, sofern man ihn einer politischen Richtung zuordnen möchte, einen Liberalen wird nennen dürfen.
Wenn Sie Zeit haben, hören Sie einmal diese Rede und diese Rede von Gauck an; beide gehalten auf Veranstaltungen der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Besser kann man liberale Grundsätze kaum formulieren. “
Dass die LINKE Joachim Gauck trotz des zu erwartenden Medienechos nicht wählen will, verdient Respekt.

Die Hartz IV-Plattform steht mit ihrer Fehleinschätzung allerdings nicht allein. Auch die Frankfurter Rundschau trommelt kräftig für Gauck:

Dabei macht Gauck keinen Hehl daraus, wes Geistes Kind er ist: „Für ihn sei der Wert der Freiheit von allergrößter Bedeutung. Das sehe man im linken Spektrum zuweilen ganz anders, weil dort Werte wie Solidarität und staatliche Fürsorglichkeit vertreten würden. Gauck sagte, Freiheit sei anstrengend und schwierig. Er kritisierte, für viele bestehe Glück darin, dass es ihnen morgen materiell besser gehe als heute. Diese Reduzierung des Lebensglücks auf Wohlfahrt und Wohlstand halte er für kindisch.“

Nachtrag I: Abrecht Müller regt an, die Genossinnen/en von der SPD sollten sich von Joachim Gauck doch einmal die Liste seiner Vortrags- und Gesprächsauftritte bei Arbeitnehmern und Gewerkschaften zeigen lassen.


Nachtrag II: Zu Christian Wulff ist bereits alles gesagt worden.

11:57 07.06.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Margareth Gorges

Mit dem Wissen wächst der Zweifel” (J.W.v.Goethe) www.NachDenkSeiten.de
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