Kein Atommüll-Transport nach Russland!

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http://www.campact.de/img/nl/buddelmerkel.jpg Mit Atommüll spielt man nicht!

Mitte Dezember will Umweltminister Röttgen sechs Castoren in den russischen Atomkomplex Majak schicken. Wegen des katastrophalen Umgangs mit Atommüll ist Majak der am stärksten radioaktiv verseuchte Ort der Welt. Unterzeichnen Sie unseren Eil-Appell gegen den Transport!


Liebe Leser/innen

drei Wochen ist der Castor-Transport nach Gorleben her, da steht der nächste vor der Tür. Voraussichtlich am 17. Dezember will Umweltminister Röttgen sechs Castoren mit hochradioaktivem Atommüll aus dem nordrhein-westfälischen Zwischenlager Ahaus auf eine 4.000 Kilometer lange Reise schicken - in den russischen Atomkomplex Majak. Ein skandalöser Plan: Auf Grund des katastrophalen Umgangs mit Strahlenmüll gilt Majak als der am stärksten radioaktiv verseuchte Ort der Welt. Menschen sterben an Krebserkrankungen und Kinder werden mit genetischen Defekten geboren.

In den nächsten Tagen entscheidet Röttgen über die Ausfuhrgenehmigung. Aus den Bundesländern schlägt ihm schon heftiger Widerstand entgegen: Bremen und Hamburg wollen den Atommüll nicht über ihre Häfen verschiffen lassen und auch die NRW-Landregierung sperrt sich. Jetzt müssen auch wir Bürger/innen dagegen aktiv werden, dass deutscher Atommüll nach Russland verschachert wird. Bis Ende der Woche wollen wir mindestens 50.000 Unterschriften unter unserem Eil-Appell sammeln.

Unterzeichnen Sie den Eil-Appell!

Aus den Augen, aus dem Sinn: Für Röttgen und Bundeskanzlerin Merkel ist der Transport wohl auch ein Testballon, ob man Atommüll nicht einfach grundsätzlich ins Ausland abschieben kann - statt weiter die Verantwortung und die Kosten dafür zu tragen. Dabei begeben sie sich in Konflikt mit dem Atomgesetz: Dieses schreibt vor, dass "radioaktive Abfälle geordnet beseitigt werden müssen". Davon kann in Majak keine Rede sein.

Die Zustände dort sind skandalös: Bei der Wiederaufbereitung in der russischen Anlage werden radioaktive Abwässer einfach in den Fluss geleitet. Demnächst soll sogar eine unterirdische Verpressung erlaubt werden. Ein sicheres Endlager für Atommüll existiert in Russland genauso wenig wie bei uns. Die russische Regierung will mit dem Import Geschäfte machen - auf Kosten der Menschen in den betroffenen Gebieten.

Jetzt hängt alles daran, ob Umweltminister Röttgen die Ausfuhr des hochradioaktivem Atommülls genehmigt.

Fordern Sie von Röttgen, keinen Atommüll nach Russland zu verschachern!

17:04 01.12.2010
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Geschrieben von

Margareth Gorges

Mit dem Wissen wächst der Zweifel” (J.W.v.Goethe) www.NachDenkSeiten.de
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