NachDenkSeiten Hinweise des Tages (2) 28.01.2011

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Verantwortlich: Wolfgang Lieb |

Heute unter anderem zu folgenden Themen: Offener Brief der Stammbesatzung der Gorch Fock; Die Enttarnung der Schuldigen; „Ich wäre glücklich, könnte ich mehr Steuern zahlen“; Die Finanzkrise scheint vergessen; Michael Dauderstädt: Staatsgläubigerpanik ist keine Eurokrise!; Griechenland prüft cleveren Trick zur Entschuldung; Fünf Millionen für geschassten Manager; Den letzten beißen die Hunde: Der neue Trend der Lohndrücker; „Monopolisierung“ oder „Kooperation“; Individuelle Zusatzversicherung krankt; Missverständnis um Milliarden; Agrartreibstoffe gefährden Recht auf Nahrung; Bald noch mehr Gift im Essen? Aigners toxischer Gesetzentwurf; Zivil-militärische Aufstandsbekämpfung; Aufstände in Nordafrika; Bundestag verlängert deutschen Einsatz in Afghanistan; Israel gefährdet sich selbst; Großes Abkassieren vor dem Abzug; Und sonst so?; „Schavans Erfolgsmeldungen sind Etikettenschwindel“ (JB)

Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

Offener Brief der Stammbesatzung der Gorch Fock

Sehr geehrter Herr Minister,
mit diesem Brief möchten wir uns als Stammbesatzung zu den Behauptungen, die in der Presse kursieren, äußern. Des Weiteren soll dieser Brief Ausdruck und Zeichen sein, wie sehr die Stammbesatzung hinter ihrem Kommandanten steht. [...] In Salvador war eine Besatzungsfeier auf der Pier geplant. Diese wurde natürlich abgesagt. Vielmehr hat der Offizierslehrgang am letzten Tag in Salvador für die Besatzung und die Ausbilder ein Bier ausgegeben, um gemeinsam die Geschehnisse zu besprechen und die gute/richtige Reaktion der Schiffsführung auf diesen Unfall zu würdigen. Dies alles geschah im Gedenken an unsere verstorbene Kameradin und war vom Lehrgang gewünscht und initiiert. Das in der Presse veröffentlichte Bild entspricht somit nicht den Tatsachen! [...] Wie oben ersichtlich, wurden nach dem Unfall in Salvador einige neue Voraussetzungen festgelegt, um die Sicherheit der Soldaten bei Arbeiten/Ausbildungen in der Takelage zu erhöhen. Auch hier hat die [...] Zu keiner Zeit wurde hier an Bord ein Soldat von einem anderen angefasst oder gar sexuell belästigt. [...]
Der Name GORCH FOCK ist nach diesen Vorfällen nur noch sehr schwer reinzuwaschen. Dies bedauern wir und – wie wir denken – auch ein Großteil der deutschen Bevölkerung, die immer stolz auf ihre „Weiße Lady“ war, zutiefst! Wie viele Empfänge und Reisen wurden mit diesem Schiff durchgeführt. Überall, wo es auftauchte, freuten sich die Menschen über das Schiff und unser Land.
Natürlich haben sich Politiker jeder Parteizugehörigkeit und übergeordnete Instanzen sehr gerne im Schein dieses Schiffes gefeiert. Genau diejenigen, die uns jetzt fallengelassen haben.
Ich hoffe, sehr geehrter Herr Minister zu Guttenberg, Sie verstehen nun auch die Sicht der Stammbesatzung, die immer ihr Bestes gegeben hat, um sicher und qualitativ hochwertig Kadetten an Bord auszubilden. Wir werden nun in der Presse als schlechte Menschen, ja gar als Unmenschen dargestellt. Dies macht uns und unseren Familien sehr zu schaffen.
Wir, die Stammbesatzung der Gorch Fock, fühlen uns sehr alleine gelassen – hier am Ende der Welt.
Quelle: Spiegelfechter

Anmerkung Jens Berger: Man kann zu den Riten und der Ausbildungspraxis auf der Gorch Fock durchaus geteilter Meinung sein. Es ist jedoch Grundlage eines fairen Journalismus, bei solchen Geschehnissen immer beide Seiten zu hören. Diese Grundregel wird bei der Berichterstattung über die Gorch Fock jedoch kategorisch verletzt. Während die Ankläger in der Presse herumgereicht werden, haben die Verteidiger einen Maulkorb bekommen und müssen vom anderen Ende der Welt tatenlos mit ansehen, wie aus Gerüchten plötzlich vermeintliche Fakten werden. Diese Art der Berichterstattung ist unfair, hat aber System. Während der anscheinend systematische Bruch der Grundrechte im Zusammenhang mit der Öffnung der Feldpost ganz leise zu einem Randthema wird, sind die vermeintlichen Skandale an Bord des Segelschulschiffs Thema Nummer Eins. Herrn zu Guttenberg dürfte das sehr gelegen kommen. Die Gegendarstellung der Stammmannschaft dürfte ihm hingegen überhaupt nicht in den Kram passen, denn Herr zu Guttenberg kannte auch diese Version der Geschehnisse bevor(!) er zur BILD-Zeitung ging und Kapitän Schatz öffenlichkeitswirksam über das Messer springen ließ.

Die Enttarnung der Schuldigen

„Ich wäre glücklich, könnte ich mehr Steuern zahlen“

Die Finanzkrise scheint vergessen

Michael Dauderstädt: Staatsgläubigerpanik ist keine Eurokrise!

Griechenland prüft cleveren Trick zur Entschuldung

Fünf Millionen für geschassten Manager

Den letzten beißen die Hunde: Der neue Trend der Lohndrücker

„Monopolisierung“ oder „Kooperation“

Individuelle Zusatzversicherung krankt

Missverständnis um Milliarden

Agrartreibstoffe gefährden Recht auf Nahrung

Bald noch mehr Gift im Essen? Aigners toxischer Gesetzentwurf

Zivil-militärische Aufstandsbekämpfung

Aufstände in Nordafrika

Bundestag verlängert deutschen Einsatz in Afghanistan

Israel gefährdet sich selbst

Großes Abkassieren vor dem Abzug

Und sonst so?

„Schavans Erfolgsmeldungen sind Etikettenschwindel“

Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

17:14 28.01.2011
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Margareth Gorges

Mit dem Wissen wächst der Zweifel” (J.W.v.Goethe) www.NachDenkSeiten.de
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