Unschulds-Ritter

VERTRIEBENE Mit der EU-Osterweiterung und der Konjuktur des Themas Vertreibung geben sie wieder Sporen
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Sie verstanden es immer, Konjunkturen zu nutzen: den Kalten Krieg, alle Wahlen, in denen sie eine umworbene große Wählergruppe darstellten, nun seit den Flüchtlingsströmen im Kosovo die Konjunktur des Themas Vertreibung. Ein Denkmal und Dokumentationszentrum wollen die Vertriebenenverbände im Zentrum Berlins durchsetzen, mit schlechten Argumenten, mit eindrucksvollen und mit verlogenen.

So behaupten sie erst einmal, die Vertreibung der Deutschen aus Osteuropa sei ein "weißer Fleck" im Geschichtsbewusstsein. Hat aber irgendeine Gruppe so ausdauernd vom "Unrecht", das ihr angetan wurde, sprechen dürfen wie die Vertriebenen? Ist es den Polen, den Russen, auch den Juden je vergönnt gewesen, so flächendeckend ihre offene Rechnung zu präsentieren