Nasarbajews Stunde

Kasachstan Anfang 2010 hat Kasachstan für ein Jahr den OSZE-Vorsitz übernommen und will den 56-Staaten-Bund wieder mehr an die Ursprünge der einstigen KSZE heranführen
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Geld ist nicht wirklich das Problem. Es wird hinausgepumpt aus dem Präsidentenpalast in Astana, einer megalomanen Kopie des Weißen Hauses in Washington, noch dazu mit blauer Kuppel und vergoldeter Feldherrenlanze auf der Spitze, jede Woche, jeden Tag. Kasachstans Herrscher lässt sich den auswärtigen Prestigeerfolg etwas kosten. Ein Jahr lang führt sein Staat den Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Erstmals übernimmt eine ehemalige Sowjetrepublik diese Mission im 56-Staaten-Bund, der die Ost-West-Welt nach dem Kalten Krieg managen sollte. Die Symbolkraft macht am Wiener OSZE-Sitz manche besoffen, andere zynisch. Die Kasachen könnten ohnehin nicht viel kaputt machen, heißt es bei OSZE-Diplomaten im Blick au