Marlen Hobrack
04.09.2016 | 17:31 48

Arbeit, Arbeit über alles!

Die neuen Deutschen Jeder kann Deutscher sein, wenn er nur fleißig ist. In "Die neuen Deutschen" erklären Marina und Herfried Münkler Leistungsbereitschaft zum Kern deutscher Identität

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Marlen Hobrack

Arbeit, Arbeit über alles!

Die letzten Deutschen.

Foto: Bert Werk/flickr (CC)

Es gibt viele Fantasien über die Deutschen. Vielleicht vermeidet man es lieber, einen Polen oder Engländer über seine Deutschland-Fantasien zu befragen. Wozu auch? Die deutschen Dichter und Denker überflügeln sich derzeit mit Fantasien über „die“ Deutschen. So nun auch das Professorenpaar Marina und Herfried Münkler, die mit ihrem Buch „Die neuen Deutschen“ offenkundig einen hoffnungsvoll-utopischen Kontrapunkt zu Botho Straußens Schwanengesang in „Der letzte Deutsche“ setzen wollen. Hingebungsvolle Dekadenz-Fantasie hier, metaphysischer Glaube an den kulturerneuernden Jungbrunnen namens "Einwanderung" da.

Doch was taugt zur Definition des Deutschseins? Und was ist das, die "deutsche Identität"? Die Münklers finden eine verblüffende Antwort. Weder Sprache noch Abstammung sind entscheidend; zum Zentrum des neuen Deutschseins wird bei den Münklers der Arbeitsethos:

„Als Deutscher soll […] ein jeder verstanden werden, der davon überzeugt ist, dass er für sich und seine Familie durch Arbeit (gegebenenfalls auch durch Vermögen) selbst sorgen kann und nur in Not- und Ausnahmefällen auf Unterstützung durch die Solidargemeinschaft angewiesen ist.“

In der Erläuterung dieser Definition wird ohne weitere Umstände der Leistungsgedanke zum Kern deutscher Identität erklärt und mit ihm die Bereitschaft zur „Selbstsorge“. Das führt nur konsequent und logisch dazu, wie es die Münklers freimütig eingestehen, dass auch diejenigen, die hier geboren wurden und diesen Anforderungen nicht genügen, einer deutschen Identität nicht gerecht werden.

Deutsch ist, wer arbeitet und die Solidargemeinschaft nur im Notfall belastet. Dahinter steckt auch eine Drohung: Der Faule ist undeutsch. Die neuen Deutschen sind tüchtige Wirtschaftsbürger. Eine Armee der Willigen.

Deutsche Intellektuelle wie Jürgen Habermas imaginierten die Geburtsstunde der (verspäteten) deutschen Nation einst in der Entwicklung des räsonierenden Bürgertums. Bei der Literaturwissenschaftlerin und dem Politikwissenschaftler ist davon nichts geblieben; aus dem Staatsbürger wird der sich „selbstversorgende Wirtschaftsbürger“. Nicht mal im Programm der FDP liest man das derart deutlich. Dass es ausgerechnet Geisteswissenschaftler sind, die umstandslos das Primat der Ökonomie über das gesellschaftliche Leben proklamieren, verblüfft doch. Zumal in der Welt der ökonomischen Kosten-Nutzen-Orientierung der Lehrstuhl der Litertaurwissenschaftlerin Münkler wohl umstandslos gestrichen würde.

Man mag von den nationalen Abschottungsfantasien, die von links bis rechts reichen, halten, was man will. Bei den Münklers werden sie umgedichtet zum Beißreflex einer alternden, müden Gesellschaft, die sich der globalen Leistungskonkurrenz zu entziehen sucht. Diese Leistungskonkurrenz freilich bekommen die Bürger von Mecklenburg-Vorpommern gar nicht mehr zu spüren, denn da, wo es flächendeckend an Arbeit mangelt, vermag auch die Leistungskonkurrenz nicht zu schrecken. Und auch der den ängstlichen Deutschen attestierte Wunsch nach Privilegienerhalt wirkt etwas zynisch angesichts der Konkurrenz von Hartz IV- Familien und geduldeten Flüchtlingen um bezahlbaren Wohnraum.

Der neue Mensch als Wirtschaftsbürger

Natürlich wünschen sich die beiden Professoren eine Integration der Neubürger auf allen Ebenen. Aber die Anpassung an eine Kultur ist ein langwieriger Prozess. Die Neuankömmlinge ihr "Glück" als Putzfrau und Bauarbeiter suchen zu lassen, geht dagegen schnell. Man muss nur arbeiten wollen, schon ist man Deutscher, was konsequent zur Blitz-Auflösung jeder nationalen Grenze führen müsste: Denn auch Engländer und Polen kennen Arbeitsethos. Dann aber erübrigt sich die Frage nach nationaler Identität vollkommen. Hauptsache, man ist in dieser - nun globalen - Wirtschaftsgemeinschaft nützlich.

Arbeit, Arbeit über alles. Wer das jetzt als Ausgeburt neoliberaler Fantasien anprangert, der vergisst, dass die Vorstellung der „Integration“ durch Arbeit sehr viel älter ist. Wer arbeitet, dem steigen keine Flausen in den Kopf. Wer arbeitet, hinterfragt kein System.

Es ist kein Zufall, dass alle totalitären Systeme ihre Arbeits- und Zuchthäuser besaßen. Und man muss hier gar nicht an die schlimmste Version des „Arbeit macht frei“ der Nationalsozialisten denken. Wer den Menschen an die Arbeit bindet, der kollektiviert ihn, und das entspricht gleichsam den Fantasien von links bis rechts. Vergiss alle Individualität, du bist Teil des (Wirtschafts-)Kollektivs! Das braucht keine gemeinsame Sprache und kann auf Kultur gut verzichten. Die ist im Zweifelsfalle eher abträglich.

Man möchte die Münklers fragen, wie zukunftsfähig ihr Konzept der Integration durch Arbeit in die Leistungsgesellschaft ist, wenn in absehbarer Zeit eine viel tiefergreifende industrielle Revolution basierend auf künstlicher Intelligenz und weiterentwickelter Robotik bevorsteht, und die einzig verbliebene Arbeit – welche Pointe – die Geistesarbeit sein wird.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (48)

Unwissender 04.09.2016 | 18:28

Vielleicht konnten die Münklers auch einfach der Versuchung nicht widerstehen, einen fassbaren Begriff des Deutschseins hervorzuzaubern, der eben nicht auf völkischen Zuschreibungen fußt. Dass dann letztlich die Arbeitsbereitschaft (weshalb nicht die Konsumbereitschaft - die ist ebenso wichtig für den Wirtschaftsstandort) herhalten musste, zeigt dann doch eine erstaunliche Kleingeistigkeit.

Die Münklers werden jedenfalls nicht diejenigen sein, die uns das Deutsche an den alten und neuen Deutschen kenntlich machen.

Kürzlich habe ich gelesen, dass sich die Deutschen durch ein weltweit einzigartig liberales Verhältnis zum Nacktsein auszeichnen - das wäre doch ein Ansatzpunkt ;-)

pleifel 04.09.2016 | 18:35

Mit der Definition der Münklers geben wir aber dem größten Teil der Flüchtlinge eine Anspruchsberechtigung hier zu leben, denn wer von jenen würde das so nicht unterschreiben: es ist doch das Grundanliegen aller Menschen, für sich selbst sorgen zu können (wollen).

Allerdings passt das in die eindimensionale Welt der neoliberalen Ökonomie, die den Wert des Menschen mehr oder weniger auf seine Nützlichkeit reduziert. Erstaunlich nur, dass das ausgerechnet so extrem in einem Land durchgezogen wird, das sich doch noch mit dem humanistischen Gymnasium dem humboldtschen Bildungsideal verschrieben hatte.

Und ihr Hinweis auf die „Integration durch Arbeit“ weist treffend auf die geschichtlichen Zusammenhänge hin, die berücksichtigt werden müssen, um die dünnen Argumente zu durchleuchten.

Was nun aber das lancierte BMBF-Programm der Industrie 4.0 betrifft, dass den Eindruck vermitteln soll, als ob es sich hier um eine neue Form der "industriellen Revolution" handelt, ist gut beraten, zwischen Marketing (Zweck der Marktbeherrschung) und den tatsächlichen Inhalten (Möglichkeiten) zu unterscheiden.

Bereits in den 80ern sind wir schon einmal mit der Vision einer von Menschen leeren Fabrik „CIM (Computer-Integrated Manufactoring)“ geblendet worden. Zwar sehen wir stellenweise in Produktionsstätten ganze Roboterlinien und diese werden auch zwecks Zusammenarbeit mit den Arbeitern weiter teilautonomisiert, aber gerade wegen der steigenden Wissensbasierung, dessen Anwendung mittels Kooperation und Zwecksetzung, wird „Mensch“ eine noch größere Bedeutung erhalten.

Die „Intelligenz der Maschine“ ist die bloße Intelligenz der Softwareingenieure, die aufgrund der enormen Rechenkapazitäten und Datenmengen Programm-Agents schaffen, deren Ergebnisse (zwar deterministisch) nicht mehr analysierbar sind. Die Frage bleibt dann, in welchem Ausmaß wir das akzeptieren wollen.

roswitha 04.09.2016 | 20:07

Mag sein, dass Sie recht haben. Als vor ein paar Jahren ein Inder mir arrogant sagte, wir Deutschen sollten von den Indern lernen, Kinder in die Welt zu setzen, wurde mir bange: Sie setzen Kinder in die Welt, um im Alter gestützt zuwerden und...davon kann ich bis heute nicht einmal meinen Vertrautesten erzählen, was ich gesehen habe, wie man Kinder zum Geldkriegen instrumentalisiert...in gewisser Hinsicht kalkulierendes Bewusstsein unter dem Deckmantel der Intuition oder der Nächstenliebe...

Zack 04.09.2016 | 20:26

Eine bisher auf deutsche Eingeborene beschränkte rassistische Zuschreibung soll nun halt auch für andere Personengruppen gelten, wenn’s der Nation nützt. Und eine staatliche Wissenschaft sorgt für die erforderlichen Apologien, wenn die ausgemergelten und vertriebenen Resultate eines globalisierten Weltmarktes, Hunderttausendfach vor den Grenzen der Einrichter und Nutznießer dieses Weltmarktes campieren und Einlass fordern.

Wer sich den Wahn zu Eigen macht, aus einem leidigen und aus der Welt zu schaffenden oder wenigstens zu minimierenden Mittel(„Arbeit“), einen inhaltsfreien Zweck („Hauptsache Arbeit“) oder ein höheres Prinzip zu basteln, ist nicht mehr zu helfen, mit dem neuen Universalrassismus dieser beiden großen Denker aber trotzdem gut bedient.

miauxx 04.09.2016 | 22:44

Hmm ... ist die Definition des Deutschen als einen Arbeitsamen nicht eines der tradierten Klischees schlechthin? Man gehe nur einmal über Friedhöfe und lese die Inschriften älterer Grabsteine ("Und wenn das Leben gut war, dann war es Arbeit!"). Ferner ist es doch auch ein uralter Spruch, dass der Franzose oder Italiener arbeite, um zu leben während der Deutsche lebt, um zu arbeiten. Na usw. Jedoch hat das noch nicht viel mit unserer (heutigen) Ökonomie zu tun und auch nichts mit dem Thema Sozialstaat. Klar ist mir freilich noch nicht, worauf die Münklers (wie peinlich, als Professoren-Ehepaar ein Buch zu schreiben!) tatsächlich hinauswollen. Wenn man etwa als Argument die Haltung zur Inanspruchnahme eines Sozialstaates hernimmt, so kann man auch nur Gesellschaften vergleichen, deren Staaten da ähnlich aufgestellt sind. Das geht im Falle der Deutschen dann ja höchstens noch mit den Skandinaviern oder auch Frankreich. So haben wir ja auch das Klischee, dass der These der Münklers zuwiderspricht: Die meisten Sozialleistungen Empfangenden seien Deutsche, während die Leute mit Migrationshintergrund immer irgendwie schuften und jedes mögliche Business auftun, um 'hochzukommen'. Der ach so arbeitsame Deutsche gegenüber dem vermeintlich faulen Aus- oder Südländer ist nämlich auch ein chauvinistisches Ressentiment, das wir über Deutschland hinaus ausgreifend zuletzt wieder in all seiner Häßlichkeit gegenüber 'den Griechen' erlebt haben. Fakt ist nur, dass sich die Leute eben z.B. Südeuropas noch nie Faulheit erlauben konnten; in Italien etwa gibt es genau ein Jahr Arbeitslosenhilfe und danach ist Schluß, nix mehr Sozialleistung.

Es könnte unterm Strich also höchstens um den Arbeitsethos gehen. Aber auch bei diesem glaube ich nicht, dass er, im Vergleich, unter den Deutschen eine so exzeptionelle Ausprägung findet. Und ist am Ende die Frage danach nicht mindestens auch eine anachronistische angesichts der Wandlungen, die die Arbeitswelt bereits erfährt und noch erfahren wird? Die Arbeit wird immer weniger bzw. wird der arbeitende Mensch immer weniger gebraucht und das wird unser größtes Problem werden.

miauxx 04.09.2016 | 23:16

"[...] aber gerade wegen der steigenden Wissensbasierung, dessen Anwendung mittels Kooperation und Zwecksetzung, wird „Mensch“ eine noch größere Bedeutung erhalten."

Hoffen wir es; wir brauchen gerade im Bereich der Automatisierung Ingenieure, die über die bloßen technischen Möglichkeiten, über das, was algorithmisch möglich ist, hinausblicken können. Leute mit Sinn für Ethos, Nachhaltigkeit und einem philosophischen Horizont. Bleiben wir jedoch im Bereich des bloßen Entwicklungsingenieurs, so wird die Bedeutung von "Mensch" nicht zunehmen. Die rein technischen Entwickler gab es schon immer - ob nun rein mechanische Maschinen oder chipgesteuerte.

Wenn wir es jedoch quantitativ betrachten, so gibt es kein Vertun, dass die Arbeit extrem abnimmt. Schon die ersten Maschinen taten es und die Digitalisierung beschleunigt die Abschaffung von menschlicher Arbeitskraft exponentiell. Das Argument, dass wir alle uns immer höher spezialisieren müssten, ist unter dem Aspekt der Rettung unserer Arbeitswelt Augenwischerei. Selbst wenn es eine signifikant höhere Zahl von Menschen schafft, sich so auszubilden, werden auch die niemals alle ihre "Verwendung" finden. Die Arbeitskraft, die bisher in den verschiedensten Bereichen durch Menschen eingebracht wurde und zunehmend in automatisierte Anwendungen überführt wird, kann quantitativ niemals in den Bereich technischer Entwicklung und Administration transferiert werden. Kurz: So viele Ingenieure, Entwickler und Admins brauchen die Systeme niemals; ein paar Leute reichen, um Systeme anzuweisen und zu verwalten, die einen Riesenschwung an menschlicher Arbeitskraft ersetzen.

Und das alles gilt, wie gesagt, ja auch nur unter der aberwitzigen Annahme, dass wir morgen schon eine Gesellschaft wären, die wenigstens zu 90% aus technisch Hochbegabten besteht.

na64 05.09.2016 | 08:37

Der Wandel, die Verwandlung der Arbeit zu Arbeit in neu gekleideten Begriffen, ist auch ein Wandel und ein verwandeln der Kultur und unserer Identität, besser gesagt unserer eigenen Persönlichkeitsentfaltung. Andere Werkzeuge bieten andere Möglichkeiten und Traditionen bleiben nicht wie gewohnt in der sich weiter entwickelnden Kultur verankert. Arbeit und der Umgang mit dem Begriff Arbeit wie vor 30 Jahren ist auch nicht mehr mit dem heutigen Umgang von Arbeit zu vergleichen. Auch für die Identität und die eigene Persönlichkeitsentfaltung gab es noch kein Internet, so wie es uns heute mit beinflusst. Die schulische Ausbildung war auch ganz anders und alle hatten mehr Zeit für die freie eigene Persönlichkeitsentfaltung; oder für das Totschlagen von Langeweile. Worin ja schon wieder Kreativität angeregt wird und das ist ja auch Arbeit. Darf man jetzt sagen: Ich gehe jetzt mal kurz in die Langeweile um mir Anregungen für Arbeit zu holen!?. Das ist doch, wenn man das alles, was so einem um die Ohren, so als Sprache und Standpunkte für ein vorbildliches geordnetes Leben herum fliegt doch verpönt.

Und am Schluss. Wer von den über 20% AfD Wähler in MV macht sich darüber über den Wandel der Kulturen und dem Wandel der Identität, über das verändern von Arbeit Gedanken, wenn Traditionen in den Vordergrund gestellt werden!?.

pleifel 05.09.2016 | 09:54

Die Rationalisierung repetitiver, strukturierter Tätigkeiten ist bei weitem noch nicht beendet. Nun steckt in der Produktivitätsentwicklung, abhängig von der Zielsetzung, ein Widerspruch, der sich über die Vision vom Ende des Kapitalismus hinaus aufgrund fehlenden Wachstums, bzw. Gewinne zwei weitere Faktoren antreibt, die die Ökonomie destabilisieren.

Da wird der Mensch aus der Produktion und großen Teilen der Dienstleistung überflüssig gemacht (als Fortschritt gilt dann, selbst zu machen, was vorher noch als Service galt!) und fällt als Nachfrager aus, da er nur noch auf ein Existenzminimum bezüglich Einkommen gesetzt wird. Wer soll also die Produkte kaufen?

Der zweite Faktor sind die verbliebenen in Arbeit, die die Anforderungen dieser Wissensgesellschaft erfüllen sollen und gleichzeitig ihre eigene Position fraglich bleibt. Ein ständiger Selbstoptimierer, der im Grenzbereich (und darüber hinaus) arbeitet, um den Job zu erhalten und gleichzeitig der Faszination der "neuen" Arbeit erlegen ist.

Peter Brödner schreibt dazu in „Industrie 4.0 und Big Data: „Je differenzierter, komplexer und dynamischer das kodifizierte Produktionswissen und dessen technische Vergegenständlichung, desto anspruchsvolleres Arbeitsvermögen ist gefordert, sich diese gesellschaftlichen Produktivkräfte zu produktiver Verwendung anzueignen und weiter zu entwickeln. Damit schlägt die ursprünglich in der Industrialisierung angelegte Objektivierung von Arbeit in der Subjektivierung (um).

Da eine reduktionistische Betrachtung den Menschen aus Kostengründen möglichst „eliminieren“ will, führt dies auf dem falschen Weg zu einem Verlust menschlichen Könnens, sowohl in der Theorie wie auch in den praktischen Fähigkeiten (bis auf einen kleinen Rest von Spezialisten) oder zu einer transparenten Technik, die die schöpferischen Fähigkeiten der Menschen verstärkt.

Als Beispiel möge Kasparow dienen, der zwar gegen Deep Thought verloren hatte, aber später mittels eines eigenen, wesentlich einfacheren Programms, seine Fähigkeiten steigerte und Deep Thought schlug.

Der einfachste Weg wäre natürlich der der Partizipation aller an den Entwicklungsfortschritten und diesbezüglich eine kritische Reflexion, was tasächlich gemacht werden soll. Aber das wäre der Weg der Vernunft und der widerpricht wiederum den Verhältnissen.

Reinhold Schramm 05.09.2016 | 10:34

Deutschlands Arbeit und deutsche Ausbeutung über alles, über alles in der Welt! (?)

Das „Arbeitsethos“ ist prägend in Zentraleuropa. Insbesondere über Jahrhunderte auf dem Territorium nationalstaatlicher deutscher Besiedelung. Den Bauern auf dem Felde und im erzwungenen Frondienst, den Handwerksgesellen vom Meister und den Arbeitern in der Fabrik. Ihnen wurde es -je nach Bedarf- auch mit Gewalt eingeprügelt. Den Rest lieferte der Militärdienst, so als Kanonenfutter auf den deutsch-europäischen Schlachtfeldern, des deutschen Adels, der Fürsten, Könige, Kaiser, Finanz- und Monopolkapitalisten.
Wer kennt es nicht, unter den Älteren in Westdeutschland und Ostdeutschland. Ein Sonderstatus bildete über Jahrzehnte das alimentierte Westberlin, zuletzt mit weit mehr als 20 Mrd. DM pro Jahr westdeutscher Staatsknete und Entwicklungshilfe. Schmiergeld und materieller gesponserter Konsum westlicher Waren ersetzte Truppenpräsenz und verstärkte die ostdeutsche und osteuropäische Sehnsucht nach dem westlichen Schlaraffenland. Nur auf dieser Oase Westberlin, auf allen Ebenen von Abschreibungswirtschaft und Senatsverwaltung und dabei nur mit wenigen Ausnahmen, konnte sich der Müßiggang über Jahrzehnte auf der ideologischen Insel des Kalten Krieges beheimaten. Mit der neudeutschen Einheit 1990 und der nachholenden ostdeutschen Konsumgesellschaft fand auch dieser ideologische und ökonomische Ausnahmezustand sein abschließendes Ende.

Magda 05.09.2016 | 11:29

Also eigentlich ist das doch "marxistisch" nur von der anderen Seite. Die Ökonomie - und darum gehts ja wohl - ist ja die Basis von allem. Kultur ist Überbau, deshalb kommt sie wohl auch nicht vor.

Das weckt in mir ganz schräge Erinnerungen an DDR-Zeiten. Die CDU-Ost hat damals ihre Beteiligung am Aufbau des Sozialismus auch mit dem "christlichen Arbeitsethos" verziert, das seinen Beitrag bei der Erfüllung des Ökonomischen Grundgesetz des Sozialismus leiste.

Bei den Münklers werden sie umgedichtet zum Beißreflex einer alternden, müden Gesellschaft, die sich der globalen Leistungskonkurrenz zu entziehen sucht

Das ist der casus knacktus. Darum gehts eigentlich. Deutsch sein bedeutet konkurrenzfähig . Das erinnert mich auch wieder an die Vergangenheit. Durch hohe wirtschaftliche Leistungen besiegen wir den Kapitalismus. Und jetzt gehts um die Konkurrenz zu Asien, in der es gilt zu obsiegen.

Das ist doch eigentlich für ein Professorenpaar ein bisschen sehr vordergründig. Liest sich wie ein Auftragswerk der INSM.

Soloto 06.09.2016 | 01:27

„Als Deutscher soll […] ein jeder verstanden werden, der davon überzeugt ist, dass er für sich und seine Familie durch Arbeit (gegebenenfalls auch durch Vermögen) selbst sorgen kann und nur in Not- und Ausnahmefällen auf Unterstützung durch die Solidargemeinschaft angewiesen ist.“

Shit - und schon ist man ausgebürgert.

Roesike Axel 06.09.2016 | 12:55

Den »löblichen« Denkschritt haben aber die Nazis selbst schon vollzogen: «was nicht Rasse sei, sei Spreu» - und was Rasse wäre, zeigte sich insbesondere in der Leistung (-sbereitschaft). Insofern kann man die Sache kaum zum Guten wenden.

Es dürfte einer der größten deutschen politischen Irrtümer oder Denkfehler (der Nachkriegszeit) sein, dass (man annimmt, dass) Faschismus ohne (deutlichen, ausgeprägten) Rassismus auch keiner sei.

Wir haben hierzulande ja schöne große Volksparteien, die systematisch an jenem Denkfehler eisern festhalten. Und wie sonst hätte es zur Großen Koalition und zum SGB in der jetzigen Gestalt kommen können: man muss hierzu wirklich den Straf- und Vernichtungsgedanken unterstreichen, der zur angeblichen Identität beitragen soll.

Integration via Identität in diesem Sinne war vielleicht der größte Fehlschlag seit Beginn der Nachkriegsgeschichte. Aber das hat ja «Deutschland gut getan».

Filou Sophia 06.09.2016 | 12:59

"Aber warum ausgerechnet die Leistungsethik heranziehen?"

Weil es die Zielgruppe in einer Leistungs- und Konkurrenzgesellschaft empowert. Münklers Pragmatismus ist eine Herausforderung für die linke Theoriearbeit. Er produziert überhaupt ständig Arbeiten am Begriff für die Linke. Leider ist die Auseinandersetzung mit ihm oft nur bequem polemisch. Münkler ist ein Gegner, wie man sich ihn nur wünschen kann.

Roesike Axel 06.09.2016 | 13:05

Der «Weg der Vernunft» - das wäre eventuell eine positive Bestimmung der Identität, der deutschen Identität. Aber an Geschichtsbüchern kann man das schwerlich ermessen. Da sieht man eher die gleißende Unvernunft am Werk. Aber die Reduzierung auf Aspekte der Nützlichkeit (auch des Lebens anderer) ist natürlich auch auf einem vernünftigen Horizont vertretbar geworden. Von daher ist auch dieser Weg kein von sich aus evidenter, gewisser.

denkzone8 06.09.2016 | 13:19

mit den vorstellungen über die menschlichen rassen war

die tatsache der konkurrenz ums dasein mitgegeben,

die ausmerzung krimineller, von ballast-existenzen,

blut-minderern, ja politisch falsch ge-polten sollte der eigenen rasse doch wettbewerbs-vorteile verschaffen, die allerdings durch retardierende immer in gefahr gedacht war.

insofern ist herrschender faschismus:

gesteigerter, volks-staatlich organisierter konkurrenz-kampf,

wobei leistungs-bereitschaft in unteren chargen:

befehls-gehorsam,

erst ab der techniker-ebene: enfaltung von genie erlaubte.

Filou Sophia 06.09.2016 | 13:30

Nachtrag zu meinem @Hobrach: Sie lesen auch oben ungenau. "Deutsch ist, wer arbeitet und die Solidargemeinschaft nur im Notfall belastet." Die Münklers schreiben aber von einer geteilten Überzeugung. Ich habe das Buch nicht gelesen, würde aber vermuten, dass es sich hier weniger an die Zielgruppe der noch Ausgeschlossenen als an die Eliten richtet und einen Minimalkonsens des kapitalistischen Systems a la USA formuliert. Ich würde ihrer Lesart also erst einmal entgegenhalten, dass die große Mehrheit der Ausgeschlossenen, unabhängig von ihrer Herkunft, leistungsbereit ist. Das sieht man u.a. auch daran, wie viele Vorschläge ALG2-Bezieher in die Steuerung ihrer schlingernden Berufsbiographien einbringen. Nur laufen die damit stets noch gegen die Wand. Ebenso wie die Migranten, die aufgrund ihrer Verfahren nicht integriert werden, obwohl sie arbeiten wollen, weil ihre Familien (auch in der alten Heimat) das Geld zum Überleben benötigen.

pleifel 06.09.2016 | 14:26

Da wird die Vernunft immer von der negativen Seite her beleuchtet. Vernunft wäre zuerst einmal neutral, wenn sie als menschliche Fähigkeit verstanden wird, die möglichst nahe Übereinstimmung vom Begriff (präzise Beschreibung) mit dem Sachverhalt (Objekt) zu erreichten. Alle ausführlicheren Beschreibungen halte ich erst einmal in dem Zusammenhang für überflüssig.

Es geht in dem Kontext um eine äußerst einfache und einsichtige Entwicklung, wie aus technischer Entwicklung einhergehend mit Wegfall körperlicher und teilweise geistiger Arbeiten (Produktivitätsfortschritte), der daraus erzielte "Gewinn" allen zugute kommen soll (kann). Wenn daraus ein Problemfeld geschaffen werden konnte, dann liegt das nicht in der nichtvorhandenen Komplexität begründet, sondern in der Deutungshoheit jener, die aufgrund gesellschaftlicher Positionen den Status quo erhalten wollen.

Da gilt heute mehr denn je: "Die herrschenden Gedanken sind immer die Gedanken der Herrschenden." Wobei die Juristerei im Gleisbett dieser Gedanken operiert.

Sophia 06.09.2016 | 16:09

Hmm ... ist die Definition des Deutschen als einen Arbeitsamen nicht eines der tradierten Klischees schlechthin?

Ja, genau das sieht das Ehepaar Münkler wohl als Hauptproblem an – sprich: weil die „alten“ Deutschen inzwischen wohl ein bisschen dekadent und auch ein bisschen arbeitsscheu geworden sind, braucht Deutschland nach Ansicht der Münklers ganz dringend die Zuwanderung.

In einer Buchbesprechung der Zeit, wird bereits in der Überschrift ("Deutsche Gelenkigkeit - Das Professorenpaar Herfried und Marina Münkler empfehlen die Flüchtlingskrise als nationales Ertüchtigungsprogramm.") ziemlich klar, wohin die Reise nach den Vorstellungen der Münklers gehen soll -

In Die neuen Deutschen der Münklers haben sich sowohl die bisherigen, die alten Deutschen zu verwandeln als auch die Flüchtlinge, die vor einer erheblichen kulturellen Anpassung stehen. Deutschland, "die Macht der Mitte", um die es einsam geworden ist, muss sich gewissermaßen amerikanisieren, um die Integration der Flüchtlinge zu bewältigen. Die Autoren erinnern folgerichtig daran, dass es einst vor allem im Interesse der Arbeiterschaft lag, einen abgeschotteten Nationalstaat einzufordern, da die Transferleistungen durch Zuwanderung nicht gefährdet sein sollten. Herfried und Marina Münkler plädieren hingegen für eine "Deregulierung" des Arbeitsmarktes, um der heute schon aus demografischen Gründen wünschenswerten Zuwanderung zum integrationspolitischen Erfolg zu verhelfen.“

Roesike Axel 06.09.2016 | 19:29

»wobei leistungs-bereitschaft in unteren chargen: befehls-gehorsam«

Das stahlharte Gehäuse der Hörigkeit: sollte Identität wie ein Keim in dieser Samenhülle verborgen sein, dann darf gehofft werden. Denn, um zum Lebenszyklus zu werden, müsste dieser zwangsläufig das ihn umgebende Gehäuse zerbrechen, um sich von innen her zu befreien. Oder alles bliebe leblose Frucht auf fruchtlosem Boden. Darin - in der fruchtlosen Einöde - sähen wir noch die grausame Endzeitvision deutscher Identität. Ein Jammertal: so viele Samen vergeblich geworfen auf den Boden, erstickt in der Hülle geistiger Ohnmacht.

(Und man redet von Arbeit. Es ist zum Totlachen.)

Roesike Axel 06.09.2016 | 19:59

Vernunft und Identität, das geht ebenso auf eine moralische Frage hinaus, d. h. Identität positiv als Gutes, wovon das Gegenteil als Schlechtes bennenbar wird. Kant:

»…ein fürs Gute empfängliches Subjekt; aber nur in kontinuierlichem Wirken und Werden ein guter Mensch: d. i. er kann hoffen, daß er bei einer solchen Reinigkeit des Prinzips, welches er sich zur obersten Maxime seiner Willkür genommen hat, und der Festigkeit desselben, sich auf dem guten (obwohl schmalen) Wege eines beständigen Fortschreitens vom Schlechten zum Besseren befinde.«

Es liegt eventuell an der reduzierten Denkart, dass man sich kontinuierliches Wirken und beständiges Fortschreiten kaum anders als arbeiten verdeutlichen oder vorstellbar machen kann. Zumal man wohl einen kleinsten gemeinsamen Nenner angeben müsste, der sich von simplen natürlichen Anlagen unterschiede.

h.yuren 06.09.2016 | 20:08

„Als Deutscher soll […] ein jeder verstanden werden, der davon überzeugt ist, dass er für sich und seine Familie durch Arbeit (gegebenenfalls auch durch Vermögen) selbst sorgen kann und nur in Not- und Ausnahmefällen auf Unterstützung durch die Solidargemeinschaft angewiesen ist.“

das zitat reicht für eine verurteilung hin. denn wer die arbeit ersetzt sehen möchte durch arbeitendes kapital, der muss wohl zuviel us-amerikanisches und auch überhaupt kapitalistisches gefressen haben. die herrschaften mit dem dicken polster aus erbschaften gelten den autoren gleichwertig arbeitsfroh. wieso?

und dann das kreiseln ums deutschsein. was für ein quatsch! man braucht nicht die sprache deutsch, um als deutsche/r durchzugehn, ein bisschen kapital reicht. was für ein widersinn!

bin für den vorschlag, die professoren aufgrund dieser freiwilligen pseudoarbeit zur rehabilitation in wirkliche arbeit zu schicken... (kulturrevolutionär)

Roesike Axel 06.09.2016 | 20:15

In der leicht technischen Begrifflichkeit Solidargemeinschaft liegt ja schon eine Identitätsbestimmung, die im Falle des Deutschen nur ausnahmsweise erfahrbar werden soll, also man sie gerade dann erfährt, wenn man sie eigentlich nicht mehr hat, nämlich in der Not. In folglich spitzfindiger Weise unterscheidet man hierzulande zwischen selbstverschuldeter und schuldloser Not. Das Paradox, das sich aus der Notlage (Notwendigkeit) ergibt, scheint das Identitätsgefühl aber tatsächlich etwas zu umreißen. Es bleibt eigentlich ein Teil Zerrissenheit.

pleifel 06.09.2016 | 20:38

"Es liegt eventuell an der reduzierten Denkart .."
Der Einstieg gefällt mir und ich würde so fortsetzen: , die sich nicht mehr die Mühe geben will, die geistige Arbeit der Durchdringung von Sachverhalten zu leisten. Ausgehend von der begrenzten Vernunfterkenntnis jedes Einzelnen, der sich seines Verstandes so bedient, dass er mit anderen zu einer intersubjektiven, kollektiveren Erkenntnis voranschreitet. Also keine "Vernünfte", die sich abhängig von unterschiedlichen Kulturen (Geschichte) und Sprachen in Relativismen auflösen, was dann modern als Toleranz deklariert wird.

Bei der Annahme, dass es allein schon aus der Natur erkennbare und objektivierbare Ordnungen (Strukturen) gibt, die sich der willkürlichen Interpretation entziehen. Und ausgehend von dem allen Leben verbindenden Element des überleben wollens, schließt sich beim Menschen logisch, die vermittels seiner Verstandeskräfte mögliche Vernunfterkenntnis, den Weg der friedlichen, gemeinsamen Aufteilung gesellschaftlicher Leistungsergebnisse zu beschreiten. Denn es dient der Erhaltung der Art, was schon rein biologistisch als Begründung ausreichen sollte.

denkzone8 06.09.2016 | 21:22

der sich absolutistisch gebärdende staat

verschaffte sich nachhaltige quellen für

-militärische macht und

-fiskalischen reichtum durch

-steigenden gewerbe-fleiß und

-bevölkerungs-politik.

der monarchische macht-staat

ist als leitbild abgelöst durch

den wettbewerbs-fähigen wohl-stands-staat,

der dem staats-volk prosperität

durch entfaltung von leistung verspricht.

die idee der solidar-gemeinschaft

schützt noch jene vor exklusion,

die nicht leistungs-fähig sind, doch müssen diese

der idee der leistungs-bereitschaft die stange halten.

zu erfahren, ob diese bemüht und recht-gläubig sind,

sind job-center zu inquisitorischen sondierungen ermächtigt.

Heinz 06.09.2016 | 23:14

Arbeit, Arbeit über alles?

In Zeiten der Vollbeschäftigung mag das Motto ja den Takt einer Volkswirtschaft bestimmen; wir haben seit Mitte der 1970er Jahren aber eine hohe Arbeitslosenrate. Da frage ich mich, wie sag ich's den Arbeitslosen, daß für die keine Arbeit da ist, sie also trotz Leistungswillen nicht arbeiten dürfen. Volkswirtschaftlich wäre das lösbar, wenn irgend ein ZK bestimmt: "Alle werden beschäftigt!", auch die Arbeitslosen. Dafür sind dann die Betriebe zuständig, die nicht mehr nur nach ihrer gelernten Betriebswirtschaft handeln, sondern die (eigentlich) Arbeitslosen mit durchfüttern.

"Ohne dieses Ideal eines ZK" beschäftigen die Betriebe nur die Menschen, die sie wirklich brauchen und setzen den Rest frei - die werden also arbeitslos. In einer voll beschäftigten Volkswirtschaft finde die Arbeitslosen relativ schnell einen anderen Arbeitsplatz.

Nun haben wir in ganz Europa schon lange keine voll beschäftigte Volkswirtschaft mehr, sondern erhebliche strukturelle Probleme in der Arbeitswelt.

Und da kommen die Münklers und singen das Hohelied der Arbeit als deutsche Tugend.

Zur Information: Europa Arbeitslosigkeit 2014

Mit Hartz4 unterbietet D mit seiner Produktivität den Rest "der Freunde in der EU" und zerstört deren wirtschaftliche Grundlagen. Die Arbeitslosenzahlen geben dem NationalStaat Deutschland recht; nur macht man sich damit keine Freunde in der EU.

denkzone8 07.09.2016 | 02:49

konfusion entsteht durch die vermengung von

"arbeits-losigkeit"und "erwerbs-losigkeit".

mängeln abzuhelfen, einzel-personen-

und kommunen-dienliches bleibt genug zu tun...

dagegen: benutzung in der kapitalistschen mehrwert-produktion,

die auskömmliche einkommen generiert: seltener werdend.

steuer-basierte staats-beschäftigungen in unteren lagen: vom kosten-stand-punkt von streichungen verfolgt:

niedrig-lohn: so nah wie nie.

('tschuldigung, daß ich den kommentar eines wissenden zum anlaß nehme)...

miauxx 07.09.2016 | 18:57

"Herfried und Marina Münkler plädieren hingegen für eine "Deregulierung" des Arbeitsmarktes, um der heute schon aus demografischen Gründen wünschenswerten Zuwanderung zum integrationspolitischen Erfolg zu verhelfen.“

Aha ... und wenn es sich also so verhält mit den Münklers, dann hören wir also nichts Neues von der gutbürgerlichen Professorenfront. Selbst in fein hoch alimentierter Stellung aus Steuergeldern wohl gar nicht ahnend, was ein deregulierter Arbeitsmarkt und für die Leute an der Basis bedeutet, aber gescheit aus dem Sessel daherreden.