Fürsorgestreik: Omas, die Enkel nicht kümmern

Mutti Politics Dass die Situation für alleinerziehende Mütter prekär ist, kann nicht oft genug betont werden: Die Doppelbelastung von Kind und Karriere ist immens – und trotzdem für viele Frauen alternativlos. Was tun, wenn dann auch noch die Oma streikt?
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 22/2024
Wenn Oma nicht hilft, wird es schnell zu viel
Wenn Oma nicht hilft, wird es schnell zu viel

Foto: Imago/Maskot

In den ersten 13 Lebensjahren meines Sohnes war ich Alleinerziehende. Auch wenn das für meinen Sohn nicht ideal war, empfand ich die Situation für mich nie als bedrückend. Ich hatte eigentlich nicht das Gefühl, tatsächlich allein zu erziehen – weil ich mich stets auf die Unterstützung meiner Mutter verlassen konnte.

Vielleicht ist es eine Generationenfrage, aber für meine Mutter war es selbstverständlich, ihren Töchtern bei der Fürsorgearbeit zu helfen. Besonders in den ersten Lebensjahren der Kinder, in denen die Doppelbelastung von Kleinkind und Beruf besonders groß war. Inzwischen lese ich auf Social Media immer häufiger von Großmüttern, die sich nicht mehr selbstverständlich in der Rolle der Fürsorgend