Inhaftierte in Belarus: Demokratie bleibt Handarbeit

Ausstellung Die belarussische Künstlerin Rufina Bazlova lässt Bilder sticken, die vom Schicksal der Inhaftierten in ihrer Heimat Belarus erzählen. Im Kunstverein Dresden sind ihre Arbeiten jetzt zu sehen
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 40/2022

Kakerlaken, so heißt es, könnten als Spezies sogar einen Atomkrieg überleben. Ist die Kakerlake denn gar nicht loszuwerden? Doch, da liegt sie doch, beerdigt in einem tiefen Loch, und ringsum feiern die Menschen. Zu sehen sind sie in den Arbeiten der belarusischen Künstlerin Rufina Bazlova, die im Rahmen ihrer Ausstellung Outpost (kuratiert von Arne Linde) Stickereien, Installationen und Siebdrucke im Dresdner Kunstverein präsentiert. In Belarus kennt jedes Kind das Kinderbuch Kornei Chukovskis über eine monströse Kakerlake mit Schnurrbart, einst eine Metapher für niemand Geringeren als Stalin selbst. Nun symbolisiert sie in Bazlovas Arbeiten „den letzten Diktator Europas“, Alexander Lukaschenko. Wenn wir ehrlich sind – und „w

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