Sara Rukaj wettert gegen einen antiquierten Feminismus – wer spricht da?

Polemik Sara Rukajs „Die Antiquiertheit der Frau“ ist eine Provokation. Unsere Autorin Marlen Hobrack hat es gelesen – dieses „Potpourri, das feministische Reizthemen bunt mischt“. Strittig ist, ob die Autorin das Buch alleine geschrieben hat
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 43/2022
Sara Rukajs Haltung gegenüber Prostitution: radikal feministisch oder verklemmt bürgerlich?
Sara Rukajs Haltung gegenüber Prostitution: radikal feministisch oder verklemmt bürgerlich?

Foto: Getty Images

Was wurde nicht schon alles geschrieben über die Frau! Sitte, Sexus und das unergründliche Wollen der Frauen sind seit Jahrhunderten, gar Jahrtausenden Gegenstand intellektueller Betrachtungen. Will man diesem Wust aus Literatur und (zumeist männlicher) Anmaßung einen Kontrapunkt entgegensetzen, so muss dieser schon wuchtig daherkommen.

Seit einigen Jahrzehnten wird die Frau gar zum reinen gesellschaftlichen Konstrukt erklärt, bis zu einem Punkt, an dem sich selbst Feministinnen nicht mehr darüber einig sein können, was genau das nun ist – eine Frau. Ist sie als Ganzes, nicht nur als Konzept, womöglich gar überholt?

Au contraire, im Gegenteil, meint die 1992 in Wien geborene, in Frankfurt am Main lebende Philosophin und Psychologin Sara Ruka

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