marquis

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RE: Neue Lyrik – neue Impotenz | 08.05.2012 | 02:09

Mir erscheint die Polemik doch recht pubertär. Da scheint sich jemand zu rächen für verweigerte Aufmerksamkeit. Die "neue Lyrik" derart pauschal in einen Schubkasten zu werfen, dazu braucht es schon eine gehörige Schwarzweißsicht. In meinen Augen ist Lyrik ein Spiel mit Worten, wo sie unpolitisch erscheint, ist sie am politischsten. Und wo sie scheinbar klare Botschaften vertritt, läßt sie sich am ehesten von Ideologen verbrauchen. Es ist noch immer die beste Eigenschaft der Poesie, das Sagbare ins Unsagbare hin auszuweiten und dazu bedarf es des Experiments, nicht des Festgefügten, oberflächlich Radikalen, wie es uns der Verfasser dieser Polemik glauben machen will. Im übrigen liest er ungenau ("Neue Lyrik abseits vom Mainstream") und scheint sich über Sinn und Unsinn von Blogs nicht im Klaren zu sein. Das ist entschuldbar, sie kamen erst nach ihm und immer schon haben sich die Älteren über die Jüngeren moniert.

Hier eine lustige Entgegnung:
www.inskriptionen.de/?p=1570