Angst und Schrecken in Nürnberg

Film und Kino Nürnberg war wieder einmal eine Reise wert. Im Nürnberger Kommkino liefen neun Klassiker des italienischen Gruselkinos auf echtem 35mm-Material. Ein Reisebericht.
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Nach meinem 2018er Besuch beim Giallo-Festival mit klassischen Krimis und Detektivfilmen musste ich nicht lange überlegen. Reservierung der Dauerkarte und des Hotelzimmers verliefen unkompliziert. Die Anreise erfolgte wieder entspannt und flexibel mit Regionalzügen.

Eingebetteter Medieninhalt

Freitag, 18. Oktober: Ankunft kurz nach 18:00 Uhr. Zimmer bezogen. Essen fassen – türkische Gemüsepfanne mit Reis und Salat, gut.

Eine knappe halbe Stunde vor Beginn bin ich an der Kinokasse und bekomme meine hübsch gestaltete Dauerkarte, die nur € 40,00 für neun Filme kostet.

Es folgen die Inhaltsangaben von der Internetseite des Kommkinos mit Bewertungen und Kommentaren von Meiner Einer.

20:30 Uhr

Wir beginnen mit einer Buchvorstellung. Die Herausgeber Marcus Stiglegger und Pelle Felsch – oder doch Marco Stigleggio und Pelio Felci … - stellen ihr Buch „"Fulci. - Filme aus Fleisch und Blut" vor.

Der nun folgende Film ist im Internet als Überraschungsfilm angekündigt. Im gedruckten Programm steht der Titel des Films. Hintergrund ist, dass der Film bundesweit beschlagnahmt ist und eigentlich nicht gezeigt werden darf. Die Veranstalter wollten vermeiden, dass die Staatsanwaltschaft womöglich auftaucht und die Vorstellung verhindert. Den Titel darf ich jetzt auf Nachfrage nennen. Vor zwei Jahren entschlossen sich die Betreiber des Frankfurter Programmkinos Pupille, George A. Romero´s Klassiker „ZOMBIE – DAWN OF THE DEAD“ zu zeigen und überall Werbung dafür zu machen. Der Film war damals noch beschlagnahmt, die Vorführung eine Straftat und sie gingen das Risiko ein, sich auf einen Prozess einzulassen.

„GEISTERSTADT DER ZOMBIES“ alias „ÜBER DEM JENSEITS“ alias „THE BEYOND

Ialien 1981, von Lucio Fulci, mit Catriona MacColl, David Warbeck, Cinzia Monreale, Antoine Saint-John, Veronica Lazar, Al Cliver

Eingebetteter Medieninhalt

Die New Yorkerin Liza Merril (Catriona MacColl) hat das Hotel Zu den Sieben Toren gekauft, welches seit Jahrzehnten leer steht und stark sanierungsbedürftig ist. Bei ihrer Ankunft findet sie bereits Martha (Veronica Lazar) und deren Sohn vor, die ihr beim Reinigen der Innenräume helfen. Einer der am Haus tätigen Handwerker fällt von einem Gerüst an der Außenfassade als er am Fenster plötzlich die Augen einer blinden Frau sieht. Liza ruft den Arzt Dr. John McCabe (David Warbeck) zu Hilfe, der den Mann jedoch nicht retten kann. Auch der Klempner Joe erleidet in den überfluteten Kellern des Hauses einen schrecklichen Tod. Liza begegnet der blinden Emily (Cinzia Monreale), die ihr die Geschichte des Malers Schweick (Antoine Saint-John) erzählt, der vor 100 Jahren im Hotel ermordet und im Keller an die Wand genagelt wurde. Sie rät ihr, das Hotel aufzugeben, da es sich auf einem der Sieben Tore zur Hölle befindet. Liza vertraut sich McCabe an, der ihr anfangs nicht glaubt und sie schließlich gar für verrückt hält als er herausfindet, dass Emily anscheinend gar nicht existiert. Doch auch er wird schließlich Teil des Schreckens als die Toten in seinem Krankenhaus wieder zum Leben erwachen. (Gerald Kuklinski)
Neben dem kontrovers diskutierten „Ein Zombie hing am Glockenseil“ ist dies wahrscheinlich der bekannteste Film der italienischen Regie-Legende Lucio Fulci. Noch viel mehr als in eben genanntem Horrorklassiker verlässt der „Godfather of Gore“ hier die ausgetretenen Pfade konventioneller Erzählstrukturen und zeichnet stattdessen ein surreales Alptraumgemälde auf die Leinwand, wie der geneigte Genrefan es noch nie zuvor gesehen hatte. Jegliche Kontinuität verleugnend ordnet der Film seine Szenen wie zu einem bluttriefenden Grusel-Mosaik an und schwelgt dabei ständig in einer Aura des Bizarren und Entrückten. Dass es im Verlauf des Films zunehmend schwerer wird, einen roten Handlungsfaden auszumachen, ist in diesem Fall keineswegs ein Makel, unterstreicht die Abwesenheit konventioneller Dramaturgie doch nur die mystische Alptraumhaftigkeit dieser Zombie-Invasion.
Bei der Heftigkeit der Splatter-Effekte, die Fulci hierbei auf sein Publikum loslässt, ist es natürlich kaum eine Überraschung, dass der Film in einigen Ländern große Schwierigkeiten mit den örtlichen Zensurbehörden bekam. 1998 hat Quentin Tarantino, ein glühender Verehrer des Streifens, ihn in den USA allerdings wieder vollständig restauriert und mit seinem Label „Grindhouse Releasing“ in einer ungeschnittenen Fassung veröffentlicht. Auch im Kommkino ist die komplett unzensierte Version in einer raren, gut erhaltenen 35mm-Kopie zu sehen.

Sehr interessant. Den Film sah ich zuerst in den frühen 90er Jahren als Import-VHS-Kassette aus Großbritannien in der englischen Originalfassung und habe zwei verschiedene ungekürzte DVDs in unterschiedlicher Aufmachung. Die Eingangsgeschichte mit der Ermordung des Malers Schweick kenne ich bisher nur in schwarz-weiß. Hier ist sie in Farbe. Und Emily taucht in dieser Kinoversion hier schon auf, was in den DVD-Versionen nicht so ist. Dass sie bereits in Erscheinung tritt und Monologe hält, nimmt Einiges über ihr Wesen als Untote vorweg, was ich nicht besonders vorteilhaft für den Spannungsbogen finde.
Insgesamt ist der Film spannend und sehr atmosphärisch, was sehr an den talentierten Leuten lag, mit denen Fulcio zusammen arbeitete; seine Qualitäten als Geschichtenerzähler waren nicht so brilliant.
Die Effekte sind überwiegend gut bis sehr gut. In einer frühen Szene, in der Klemptner Joe von einer Untoten-Hand die Augen ausgedrückt bekommt, sehen wir deutlich, dass es Knetmasse oder so etwas Ähnliches ist; Die Augen platzen nicht und werden zusammen mit dem umliegenden Gewebe ausgedrückt.
Manches ist auch eher unlogisch. Die Figur der blinden Emily ist in der mir bisher unbekannten Version der Eröffnungsszene unlogisch und sinnlos. Auch der Tod von Klemptner Joe´s Frau in der Leichenhalle, den wir nicht sehen, ist seltsam. Dass hier ein offener Glaskanister mit Säure auf dem Regal umkippt und das Gesicht der toten Mutter detailgetreu schmelzen lässt, ergibt keinen Sinn. Und auch, dass Dr. McCabe bereits beim zweiten Zombie im Krankenhaus merkt, dass nur ein Kopfschuss endgültig letal wirkt, und trotzdem weiter zwei bis vier Kugeln in den Oberkörper knallt, ist völlig sinnlos und doof. Fulci wollte hier einfach eklige Splattereffekte von unterschiedlicher Machart und Länge einbauen.
Schauspielerisch kann der Film keine Punkte machen. Die Britin Catriona McColl, die ich ausschließlich aus Fulci-Filmen kenne, spielt ihre Hauptrolle durchgehend mit dem gleichen kuhäugigen Gesichtsausdruck, den sie mit gelegentlichen Kreischanfällen anreichert. Der gebürtige Neuseeländer David Warbeck spielte nach Neben- und Statistenrollen in britischen Filmen überwiegend in europäischen Horror-, Action- und Söldnerfilmen, war aber kurze Zeit als neuer James Bond im Gespräch; daraus wurde nichts, da er doch eher schauspielerisch limitiert war.
Sehr sehenswert uns stimmungsvoll.

Anschließend können wir das Buch erwerben und bekommen es signiert.

Eingebetteter Medieninhalt

23:15 Uhr: L'ossessa - Das Omen des Bösen

1974, von Mario Gariazzo, mit Stella Carnacina, Chris Avram, Lucretia Love, Ivan Rassimov, Gabriele Tinti, Luigi Pistilli

Eingebetteter Medieninhalt

Die Kunststundentin Daniala gilt bei ihren Professoren als Musterelevin, so daß sie bei der Räumung einer zum Abriß vorgesehenen Kirche mithilft, wertvolle Statuen und anderen Zierat zu retten und anschließend zu restaurieren. Im Gegensatz zu ihrer sich recht wilden, reichen und untreuen Familie ist sie ziemlich brav, weswegen es recht schnell unangenehm auffällt, daß sie plötzlich ein promiskuitives Verhalten an den Tag legt. Seit der Restauration einer Statue überfallen sie nämlich ständig erotische Träume, die mit der Entweihung der besagten Kirche durch wilde Orgien zu tun haben. Bald schon zeigt Daniela ernsthafte Anzeichen von dämonischer Besessenheit, was bekanntermaßen irgendwann die Kirche samt Exorzisten auf den Plan ruft... (Moonshade / OFDb.de)
„Daß die Handlung auf den ein Jahr vorher entstandenen Kassenknüller „Der Exorzist“ abzielt, liegt wohl auf der Hand. „Verteufelt“ ist jedoch erstaunlich versiert in Szene gesetzt worden, so daß man nicht mehr unbedingt von einem billigen Plagiat reden kann. Diesmal wird dem Horror noch eine gehörige Prise Sex beigemischt, die den Film zu einem sado-voyeuristischen Schundprodukt erster Klasse macht.“ (Frank Trebbin, Die Angst sitzt neben dir)
„Am Ende bleibt bei jedem Fan des italienischen Exploitation-Films das gewünschte wohlige Gefühl, etwas ganz besonders Wertvolles gesehen zu haben. Der klassische, entsprechend dramatische Soundtrack stammt von Marcello Giombini, fotografiert wurde der Film von Carlo Carlini, einem Meister seines Faches der von Federico Fellini bis Andrea Bianchi mit allen Größen des italienischen Kinos zusammengearbeitet hat.“ (Andreas Rick, italo-cinema.de)

Sehr plump wird hier DER EXORZIST kopiert. Sogar die grüne Kotze kommt am Schluss, nachdem die Besessene ihre eigenen Haare und ihre Bettwäsche gefressen hatte, und der arme Priester muss sterben. Filmisch und erzählerisch ist das Holzklasse. Schauspielerisch sehen wir Amateurniveau. Abgesehen von der geisteskrank zappelnden Hauptdarstellerin und dem diabolisch grinsenden Ivan Rassimov als Dämon aus der Gekreuzigten-Figur spielen sie desorientiert und teilweise so, als würden sie sich nicht in der gleichen Szene befinden. Leider sehr schwach. Die Filmmusik, die aus sakralen Nonnengesängen und einer wimmernden Heimorgel besteht, macht den Film nicht besser.
Zwischenzeitlich döse ich kurz weg, weiß aber noch, worum es geht. Hätte ich das geahnt, wäre ich lieber schlafen gegangen.

Ich bin um 1:30 Uhr im Bett und vor 8:00 Uhr wach. Leider ist mein biologischer Rhythmus so eingestellt, dass ich auch bei späten Nachtaktivitäten nicht bis mittags schlafen kann und dann entsprechend unausgeruht bin.

Samstag, 19.10.

14:00 Uhr: Die Bestie von Schloss Monte Christo (Metempsyco, 1963)

Von Antonio Boccaci, mit Annie Alberti, Adriano Micantoni, Marco Mariani, Flora Carosello, Antonio Boccaci

Eingebetteter Medieninhalt

Die junge Anna Darnell (Annie Alberti) leidet an Visionen, die mit dem Verschwinden der Gräfin Irene (Annie Alberti) vor 20 Jahren verknüpft sind. Ihr Vater Dr. Darnell (Adriano Micantoni) bringt sie in das Dorf, wo die Gräfin einst lebte und heute ein entstellter Geistesgestörter auf der nahegelegenen Burg sein Unwesen treibt. Zudem sucht der Inder Rahman seit damals (Antonio Boccaci) nach dem Geheimnis, dass das Verschwinden der Gräfin umgibt, was von der Burgbesitzerin Elizabeth (Flora Carosello), mit der er einst ein Verhältnis hatte, gar nicht gern gesehen wird. Im Folterkeller des Gemäuers schlägt schließlich die Stunde der Wahrheit. (Gerald Kuklinski)
Die FSK gab den Film zwar selbst im Jahr 1964 ab 16 frei, aber der katholische Filmdienst warnte eindringlich: „Wenn allerdings an einigen Stellen die Grenze des guten Geschmacks überschritten und in Maskierung wie Behandlung des in eine Bestie verwandelten Butlers die Menschenwürde verletzt wird, hört die gute Miene zum einfältigen Spiel auf. Ist der Filmbesucher vielleicht noch gewillt, alle Unwahrscheinlichkeiten und Ungereimtheiten, die den Streifen charakterisieren, in Kauf zu nehmen, so legen solch grobe Geschmacklosigkeiten erhebliche Einwände nahe. Wer meint, für dieses Gruselabenteuer Zeit und Geld aufwenden zu müssen, sollte sich darüber klar sein.“ Ein Besuch ist also nachhaltig zu überlegen ...
„Ich liebe diesen Film, auch wenn er zweifellos weniger Gothic-Juwel als Pulp-Perle ist.“ (Gerald Kuklinski, italo-cinema.de)

Der einzige Schwarz-weiß-Film scheint etwas aus der Zeit gefallen zu sein. Wie in diesen Zeiten üblich, ist der Geisterfilm in England angesiedelt. Das finde ich oft schade, denn Italien hat sicher fotogene Landschaften und Schlösser und geeignete Adelsfamilien zu bieten. Einige Längen hat der Film auch, wenn die noch lebende Gräfin innerhalb von einigen Minuten wiederholt den Geist der toten Schwester sieht. Vieles regt zum Schmunzeln an. Aber insgesamt stimmt die Atmosphäre und der Film ist unterhaltsam.

16:00 Uhr: Das Phantom der Oper (Il fantasma dell'opera, 1998)

von Dario Argento, mit Asia Argento, Julian Sands, Andrea Di Stefano, Nadia Rinaldi, Coralina Cataldi-Tassoni, István Bubik, Lucia Guzzardi

Eingebetteter Medieninhalt

Seit langer Zeit munkelt man, dass in den Katakomben des Pariser Opernhauses etwas existiert. Ein namenloses Phantom, welches dort mit den Ratten lebt und die Oberwelt hasst. Dieses Phantom gibt es tatsächlich, und es verfolgt alle, die in seine Welt eindringen wollen, mit grausamer Härte. So wird ein glückloses Schatzsucherpärchen hingemetzelt, genauso wie ein Rattenfänger die Rache des Phantoms erleiden muss. Das Phantom verliebt sich in die erfolglose Opernsängerin Christine und legt ihr all seine edlen Gefühle und seine Zuneigung zu Füßen. Doch Christine wird auch noch von einem anderen Mann geliebt, dem Baron Raoul de Chagny, und zwei Männer und eine schöne Frau, das kann nicht gut gehen. Vor allem dann nicht, wenn der eine der beiden Männer in der Schwärze lebt, und seine Seele von eben dieser Schwärze genährt wird. Als das Phantom Christine zum Ruhm bringen und dafür die erste Sopranistin ausschalten will, beginnt sich eine Katastrophe anzubahnen. (Maulwurf)
Ausgerechnet für dieses selbst unter Fans wenig beliebte und keineswegs unblutige Werk wurde Dario Argento erstmals vom katholischen Filmdienst in den höchsten Tönen gelobt: „Argentos Film wird es nicht leicht haben, er schenkt dem Zuschauer nichts vom schmalzigen Pomp des Musicals von Andrew Lloyd Webber. Dafür bietet er aber eine vollkommen von der Gegenwart gelöste Kinoerfahrung und eine intime Innenansicht der Geisteswelt des späten 19. Jahrhunderts. Neben Vincent Wards "Hinter dem Horizont" ein weiterer hochinteressanter Film zu diesem Thema.“

Nun denn. Das Phantom ist nicht wie in den Vorlagen das maskierte Musikgenie, das bei einer Explosion entstellt wurde. Er wurde als Säugling ausgesetzt und von Ratten großgezogen, mit deren Ururururenkeln er nun unmaskiert in einer Tropfsteinhöhle unter der Oper lebt.
Der Film lebt ausschließlich durch die grandiosen Kulissen, Ausstattung und die Filmmusik von Ennio Morricone, mit dem Argento wieder zusammenarbeitete; nach dem 1974er Giallo VIER FLIEGEN AUF GRAUEM SAMT hatten sie sich im Streit getrennt, weil Argento mit Morricone´s Musikstil unzufrieden war. Teile der Innenaufnahmen entstanden im beeindruckenden Budapester Opernhaus. Die fotografische Leitung hatte der Brite Ronnie Tailor, der für GHANDI einen Oscar bekam. Schauspielerisch kann neben interessanten Nebenrollen vor Allem der ehemalige Shakespeare-Darsteller Julian Sands mit Würde und Ausdrucksstärke überzeugen, der zuvor ins Horror-Untergeschoss abgestürzt war. Dario Argento besetzte für die Hauptrolle leider wieder seine limitierte Tochter Asia Argento, der ich in keinem Moment ihre emotionale Zerrissenheit oder ihre Entwicklung als Opernstar abnehme. Zwei Erotikszenen zwischen Sands und Asia Argento halte ich für unnötig und ungünstig für die Dramaturgie; darauf hätte verzichtet werden sollen.

Während des Films muss ich dringend ein Geschäft erledigen. Die Toilettenkabine ist besetzt aber nicht verschlossen. Als ich mich nähere, wird abgeschlossen. Ich sehe neben der Person, die auf der Kloschüssel sitzt, wie sich der Schatten einer zweiten Person bewegt. Als ich mich bemerkbar mache, kommen kurz danach zwei Männer aus der Kabine. Es wurde geraucht, wie der Geruch und Aschekrümel beweisen. In Gedanken schwanke ich zwischen Prostitution und einem Drogengeschäft. Der Anblick des einen Gesichts im Spiegel über dem Waschbecken lässt mich zu Drogenhandel tendieren.

Drei Stunden Zeit. Ich esse bei dem Inder, bei dem ich schon im Vorjahr war, gut und ausreichend, und habe danach Zeit, im Hotelzimmer Nachrichten zu schauen.

21:15 Uhr: Suspiria (Suspiria, 1977)

Von Dario Argento, mit Jessica Harper, Stefania Casini, Flavio Bucci, Barbara Magnolfi, Susanna Javicoli, Rudolf Schündler, Udo Kier und Alida Valli

Eingebetteter Medieninhalt

Die junge Ballett-Elevin Suzy kommt aus den USA nach Freiburg, um dort an einer angesehenen Schule, Tanz zu studieren. Als sie dort ankommt, beobachtet sie noch ein junges Mädchen, das aus der Schule flieht, um dann aber später in der eigenen Wohnung auf mysteriöse Art und Weise ermordet zu werden. Doch auch Suzy kommt die Schule zunehmend merkwürdig vor. Die Lehrerinnen führen ein hartes Regiment, nachts hört man seltsame Geräusche und etwas schleicht nachts durch den provisorischen Schlafsaal. Langsam aber sicher forscht Suzy den merkwürdigen Vorgängen nach und findet heraus, dass das Haus an sich eine unheimliche Geschichte hat und eine dunkle Macht beherbergt. (Moonshade / OFDb.de)
Eines der größten und berühmtesten Meisterwerke des italienischen Horrorkinos – in einer sehr seltenen 35mm-Kopie!

Trotz kleinerer erzählerischer Mängel ist SUSPIRIA natürlich ein Meisterwerk mit grandioser Bildsprache, Farbgestaltung, Kulissen und Filmmusik. Schauspielerisch ist er für diese Phase in Argento´s Werk überwiegend sogar gut. Nur wenige Gestalten wie der rumänische Hausdiener mit Überbiss dilletieren am Rande des Knallchargentums. Die italienische Filmdiva Alida Valli (DER DRITTE MANN, Hitchcock´s DER FALL PARADIN, Bertolucci´s 1900) überragt als diabolische Tanzlehrerin Miss Tanner Alle und alles; Hollywood-Mogul David O´Selznick wollte sie zur italienischen Ingrid Bergmann aufbauen, was aber nicht klappte, weil sie im Gegensatz zur Bergmann ihren Akzent nicht los wurde.
Eine Szene mit dem deutschen Altstar Rudolf Schündler als Hexenfachmann fehlt.
Dreh- und Handlungsort ist übrigens München und nicht Freiburg.

Herausragend.

23:15 Uhr: Astaron - Brut des Schreckens (Contamination, 1980)

Von Luigi Cozzi, mit Ian McCulloch, Louise Marleau, Marino Masé, Gisela Hahn, Carlo De Mejo, Carlo Monni und Siegfried Rauch

Eingebetteter Medieninhalt

Im Hafen von New York legt ein Frachter mit einer Menge Leichen und noch mehr außerirdischen Alien-Eiern an. Bei Erwärmung zerplatzt diese Brut ebenso, wie die Menschen, die mit dem grünlichen Glibber dieser Eier in Berührung kommen. Die Spur der Herkunft dieser für die Menschheit äußerst bedrohlichen Ladung führt Geheimdienst-Colonel Stella Holmes (Louise Marleau) und den NYPD-Lieutenant Tony Aris (Marino Masé) in zwei Richtungen. Zunächst zu einer vergangenen Marsmission deren Commander Hubbard (Ian McCulloch) unehrenhaft entlassen wurde, nachdem er seltsame Geschichten über seine Erlebnisse auf dem Mars berichtet hat. Und zu einer Kaffeeplantage in Kolumbien, wo Holmes, Aris und Hubbard schließlich zwei denkwürdige Begegnungen machen - mit Hubbards als tot geltenden Astronautenkollegen Hamilton (Siegfried Rauch) und mit einem zyklopartigen Mars-Ungeheuer, welches Menschen mit seinen Gedanken kontrollieren kann. (Gerald Kuklinski)
Ein Jahr nach seinem hervorragend-trashigen Star-Wars-Rip-off „Star Crash“ drehte Luigi Cozzi „Astaron“, der wie viele Invasionsfilme aus den frühen Achtzigern Ridley Scotts „Alien“ plagiiert. Dies gelingt Cozzi ausgesprochen unterhaltsam, mit härtesten Gore-Effekten, die in England zu einem Verbot führten, und der stimmungsvoll-psychedelischen Musik von Goblin („Suspiria“, „Zombie: Dawn of the Dead“). Dank deutscher Beteiligung ist unglaublicherweise auch „Traumschiff“-Kapitän Siegfried Rauch an Bord.

Hier wurde in der Tat hemmungslos bei ALIEN geklaut. Die Invasion der Außerirdischen ist allerdings total sinnlos und dämlich, da einheimische Lebensformen nicht als Wirtstiere für Embryonen verwendet sondern nur mit dem Saft platzender Eier versifft werden, wodurch ihnen selbst nach wenigen Sekunden die Organe explodieren; wir sehen aus dem Körper geschleuderte Schaumstoffinnereien, aber kaum spritzendes Blut. Siegfried Rauch wurde einst als deutscher Rennfahrer für den Hollywoodfilm LE MANS gecastet und war bis zu dessen Tod mit Hauptdarsteller Steve McQueen befreunden, der ihn in Hollywood unterbringen wollte. Rauch bevorzugte allerdings eine Karriere in der Nähe von Familie und Heimat, war noch ab und zu in deutschen und internationalen Kinofilmen zu sehen und pilcherte danach durch Traumschiff, Bergdoktor und andere Familienunterhaltung. Regisseur Luigi Cozzi alias Lewis Coates war bereits zwei mal bei SchleFaZ vertreten. Nebendarsteller Carlo de Mejo, der hier einen Militärgeneral und in Lucio Fulci´s EIN ZOMBIE HING AM GLOCKENSEIL den Psychologen spielt, ist übrigens der Sohn von Alida SUSPIRIA Valli.
ASTARON ist ein drolliger Spaß, bei dem zu später Stunde nicht mehr viel Aufmerksamkeit erforderlich ist.

Wieder bin ich erst um halb-2 im Bett.

Sonntag, 20.10.

... und um knapp 8:00 Uhr mehr oder weniger wach. Nach dem Frühstück entschließe ich mich spontan, eine Stadtrundfahrt zu machen; die Bushaltestelle ist wenige Mehter vom Filmhaus entfernt.

13:45 Uhr: Scarletto - Schloss des Blutes (Il boia scarlatto, 1965)

Von Massimo Pupillo, mit Mickey Hargitay, Walter Brandi, Luisa Baratto, Mario Pupillo, Alfredo Rizzo, Femi Benussi, Rita Klein, Barbara Nelli

Eingebetteter Medieninhalt

Ein lustig’ Grüppchen wuchtiger Sixties-Mannequins hat ein schaurig-schönes Spukschloß zur Location für ihr nächstes halberotisches Fotoshooting auserkoren und schleicht, gemeinsam mit dem zuständigen Magazinherausgeber, in das Gemäuer. Legenden ranken sich um das Schloss. Im Mittelalter soll hier der weiland wohnhafte Edelmann übergeschnappt sein und reihenweise Jungfrauen auf fiesen Foltergeräten zu Tode gequält haben. Der jetzt im Schlösschen lebende Nachkomme des Schänders von einst, ein Schauspieler (Mickey Hargitay), lässt die ungebetenen Gäste von seinen Bodyguards rauswerfen, entscheidet sich aber dann plötzlich um und markiert den charmanten Gastgeber. Was die betonfrisierten Wuchtbrummen nicht ahnen können: Der Nachkomme ist Ziel eines Fluchs, der ihn glauben lässt, sein eigener Urahn zu sein. Flugs setzt sich der gestählte Edelmann die scharlachrote Kapuze auf den kantigen Schädel und schnappt sich ein Mädel nach dem nächsten. Opis Ferkelkeller steht noch in voller Pracht. (Christian Ladewig)
Gothic Horror aus Bella Italia mit Mr. Universum Mickey Hargitay in der Rolle seines Lebens. Eine herrliche Mischung aus naivstem Grusel-Kintopp und für die Entstehungszeit überraschend transgressiven Akzenten.

Hier war wohl die Ambition, einen Gruselkrimi im Spukschloss zu drehen, wie es einst Roger Corman und Mario Bava taten. Aber nicht alle Ambitionen wirken sich entsprechend auf der Leinwand aus. Und so sieht es aus, als hätte sich ein ausgemusterter Herkules-Darsteller in einen deutsch-italienischen Edgar-Wallace-Film in Farbe verirrt. Auch die Filmmusik klingt nicht nach durchgeknalltem Serienmörder oder Gruselschloss sondern nach frivolem 60er-Jahre-Softsex-Klamauk. Immerhin sind die Morde sehr abwechslungsreich. Hübsche und nette Unterhaltung.

15:30 Uhr: Der Antichrist alias Schwarze Messe der Dämonen (L'anticristo, 1974)

Von Alberto De Martino, mit Carla Gravina, Mel Ferrer, Anita Strindberg, George Coulouris sowie Arthur Kennedy und Alida Valli

Eingebetteter Medieninhalt

Seit einem Autounfall leidet Ippolita (Carla Gravina) an einer Lähmung der Beine und kann sich nur mühsam am Gehstock oder im Rollstuhl fortbewegen. Was obendrein zu ihrem Unglück beiträgt, ist ihre sexuelle Frustration – weil sie behindert ist, so glaubt sie, interessiere sich kein Mann für sie. Beim Besuch einer Marienstatue, der heilende Wunderkräfte zugesprochen werden, kommt sie in Berührung mit einem verdächtigen Typen, der Züge von Besessenheit trägt und sich kurz darauf von einer Mauerruine in den Tod stürzt. Die hochsensitive Frau entwickelt bald danach paranormale Fähigkeiten wie Hellsicht und Wahrträume. Dabei bleibt es jedoch nicht – Ippolita beginnt zunehmend, ihre Mitmenschen zu terrorisieren, versetzt das Mobiliar des Hauses in den Schwebezustand, verführt Minderjährige und gibt mit dröhnender Teufelsstimme Obszönitäten von sich. Die regressive Rückführung durch einen Psychiater enthüllt, daß sie ihre Seele bereits in einem früheren Leben vor 400 Jahren dem Gehörnten verschrieb. Ein alter Bettelmönch (George Coulouris) wird als Exorzist hinzugezogen... (Pelle Felsch)
„Hier stimmt wirklich alles: Schon die fulminante Eröffnungssequenz, in der de Martino im semidokumentarischen Stil einfängt, wie sich verkrüppelte, zitternde, zuckende und geifernde Menschen in religiösem Wahn um eine Marienstatue tummeln, von der sie sich Heilung versprechen, zieht einen sofort in ihren Bann, macht unmissverständlich klar, wie der Hase hier in den nächsten 110 Minuten laufen wird. Der größte Wurf des Films ist gewiss, dass er seine Besessenheitsgeschichte in einer tief in der klerikalen Struktur Roms verwurzelten, großbürgerlichen Familie ansiedelt: Natürlich glaubt die aufgrund einer psychischen Blockade gelähmte Tochter, dass sie von einer als Hexe verbrannten Vorfahrin besessen ist, natürlich glauben ihre nächsten Verwandten, dass der Teufel im Spiel ist, natürlich „funktioniert“ der Exorzismus am Ende. Aber de Martino lässt nie einen Zweifel daran, was die höchst weltliche Ursache und dass das alles nur Projektion ist. Man merkt ihm die Abneigung gegen die Institution der katholischen Kirche jederzeit an, aber, und das ist entscheidend, man spürt auch die Empathie mit den Menschen, die in ihrem irrationalen Glauben konditioniert und damit gefangen sind.
L’ANTICRISTO kann effekttechnisch logischerweise nicht annähernd mit Friedkins bahnbrechendem Horrorfilm mithalten, ist stilistisch eher klassisch und gediegen, aber was ihm an Übergriffigkeit fehlt, macht er durch sein intelligentes Drehbuch mehr als wett.“ (Oliver Nöding, Remember It For Later)

Der Film ist insgesamt sehr eigenständig und die erzählerische Qualität wird nicht durch allzu offensichtliche EXORZIST-Plagiate reduziert. Ein besonderer erzählerischer Vorteil ist auch die schwere Gehbehinderung der Hauptfigur Ippolita und ihre daraus resultierende Verzweiflung, die sie dann für die Besessenheit angreifbar macht. Die Bessesenheit durch den Geist einer früheren Teufelsanbieterin erinnert natürlich etwas an Mario Bava´s Durchbruch DIE STUNDE WENN DRACULA KOMMT.
Ipolita´s Vater spielt der US-Amerikaner Mel Ferrer, der früher in Klassikern wie DIE RITTER DER TAFELRUNDE und KRIEG UND FRIEDEN und später leider Kannibalenfilmen oder Umberto Lenzi´s GROSSANGRIFF DER ZOMBIES und anderen Schundfilmen mitwirkte. Hier leistet er sehr gute Arbeit und spielt sensibel und überzeugend. Erneut sehen wir die italienische Filmdiva Alida Valli als gutmütige Haushälterin. Optik, Ausstattung und die Filmmusik von Ennio Morricone und Bruno Nicolai sind stark.
DER ANTICHRIST war letztes Jahr auf arte zu sehen. Interessant, was früher als trivialer Schund verschrien war, gilt jetzt als Kunst und Kultur.

18:00 Uhr: Feuertanz - Horror Infernal (Inferno, 1980)

Von Dario Argento, mit Leigh McCloskey, Daria Nicolodi, Irene Miracle, Eleonora Giorgi, Sacha Pitoëff, Veronica Lazar, Gabriele Lavia und Alida Valli

Eingebetteter Medieninhalt

New York: Rose Elliot erwirbt bei einem Buchhändler den Schmöker „The Three Mothers“. Aus dem Buch erfährt die junge Frau, dass der Buchautor und Architekt, E. Varelli, in den Städten Rom, New York und Freiburg jeweils ein Haus errichtet hat. Von diesen Gebäuden gehen Schrecken, Tränen und Grausamkeit aus. Deren Initiatoren sind gleichzeitig Varellis Auftraggeberinnen: Mater Suspiriorum, Mater Lacrimarum und Mater Tenebrarum. Rose vermutet, dass sie im Haus der Mater Tenebrarum wohnt, folglich will sie den Rätseln (von denen Varelli berichtet) auf den Grund gehen. Je weiter sie in die Tiefen des Hauses vordringt, desto deutlicher spürt sie den Odem des Sensemanns … (Frank Faltin)
„„Horror Infernal“ ist die Quasi-Fortsetzung zu „Suspiria“, wobei Dario Argento hier noch einiges zulegt, um dem Zuschauer das Fürchten zu lehren. Die wunderschöne, an alte Technicolor-Klassiker erinnernde Farbdramaturgie ergänzt sich perfekt mit den typischen Kamerafahrten, den einprägsamen Lichteffekten, der virtuosen Musik Keith Emersons und den von Mario Bava (!) überwachten Spezialeffekten.“ (Frank Trebbin, Die Angst sitzt neben dir)
„Nichts gegen gut gemachte Thriller, doch formale Meisterschaft kann solche Blutrausch-Phantasien nicht rechtfertigen.“ (katholischer Filmdienst)

Bild- und Farbgestaltung und Ausstattung sind erneut exquisit. Herausragend ist die Filmmusik vom genialen Keith Emerson (Emerson & Lake & Palmer), der uns u.A. die Elektro-Rock-Version von Verdi´s NABUCCO-Gefangenenchor während einer Taxifahrt (der gleiche Taxifahrer wir am Anfang von SUSPIRIA) und eine Schlussmusik mit lateinischem Chor bringt. Recht unlogisch sind einige Handlungslinien wie der Antiquitätenhändler, der erst eine echte Katze übel misshandelt (Buhrufe im Kino) und dann mit anderen Katzen im Sack ertränkt, wozu er schwer gehbehindert mit den Krücken in den Fluss geht, stolpert, von Ratten angefressen und mit dem Küchenbeil hingerichtet wird. Auch die drei interessanten Frauenfiguren sind kaum eingeführt und werden dann gemeuchelt. Schauspielerisch ist der Film nicht schlecht, wobei die majestätische Alida Valli als New Yorker Hausmeisterfrau nicht gut zur Geltung kommt sondern geradezu verschwendet wird. Der mittelmäßige Seriendarsteller Leigh McCloskey (DALLAS) hat in der Hauptrolle das Charisma, Aussehen und Schauspieltalent einer Schaufensterpuppe.

Trotz erheblicher erzählerischer Mängel sehen wir zum Abschluss einen Höhepunkt des europäischen Horrorkinos.

18:00: Ich esse erneut bei dem sehr guten Inder, hole meinen Koffer und fahre mit dem ICE um kurz nach 22:00 Uhr nach Hause. Wegen irgendwelcher Baustellen fährt der Zug auf einer Ausweichstrecke; ab Aschaffenburg wird ein Umweg über Darmstadt gefahren, wobei der Zug auch mehrfach hält. Wieder bin ich um kurz vor Zwei im Bett und verbringe den Montag damit, mein Schlafdefizig nachzuholen.

Danke !

Es ist schon toll, was die Nürnberger da machen. Sie treiben alte 35mm-Filme auf, inspizieren sie, restaurieren sie teilweise, beschreiben auch in Einführungen, in welchen Zuständen die Filme bei den Verkäufern gelagert wurden. Das sind echte Filmfans, die ein Programm für Filmfans machen. Und obwohl ich wieder sechs von den neun Filmen kannte und fünf im Heimkino habe, lohnte es sich auf jeden Fall.

Und es geht auch schon weiter: Bereits Anfang November wird dort der radikale Liebesfilmklassiker TÜRKISCHE FRÜCHTE von Paul Verhoeven mit dem im Sommer verstorbenen Rutger Hauer gezeigt. Der Film ist leider sehr schwer zu bekommen. Während alle Hollywood-Filme von Paul Verhoeven und mit Rutger Hauer problemlos erhältlich sind, ist es sehr schwer, an die frühen niederländischen Filme zu kommen. Aus Österreich musste ich vor einigen Monaten über Vorkasse für über 80 €uro eine Sammelbox mit TÜRKISCHE FRÜCHTE, DAS MÄDCHEN KEETJE TIPPEL, SOLDAT FÜR ORANIE und DER VIERTE MANN importieren; in Deutschland ist der Film ausverkauft - abgesehen von einem Anbieter, bei dem ich nicht bestellen möchte und den ich nicht nenne und bei dem der Artikel noch teurer ist.

Plakatmotiv und Inhaltsangaben: Kommkino Nürnberg

21:47 26.10.2019
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Martin Betzwieser

Personifizierter Ärger über Meinungsmanipulation, Kino- und Kabarattliebhaber
Martin Betzwieser

Kommentare