IS: Warum sich junge Leute anwerben lassen

Der radikale Islam: Aufzeichnung einer öffentlichen Veranstaltung in Frankfurt am Main mit Prof. Dr. Susanne Schröter, Ethnologin und Islamexpertin an der Universität Frankfurt am 22.11.2015
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Hessen ist neben Berlin und NRW eine der drei Hochburgen der salafistischen Szene. Von den 6 Millionen Einwohnern des Bundeslandes bekennen sich rund 1600 zu der brutalen Variante des Islamismus.“Zugpferde“ wie Pierre Vogel verstehen sich besonders gut darauf, junge Menschen zu mobilisieren. Empfänglich für die radikalen Botschaften sind nicht nur junge Männer in den Gefängnissen, sondern auch Abiturienten der dritten oder vierten Zuwanderergeneration, die sich von der Gesellschaft nicht anerkannt fühlen. Mit Sprüchen wie: “Warum bist Du noch in Deutschland, während hier unsere Schwestern vergewaltigt werden“ wird für den Gotteskrieg geworben. 120 junge Kämpfer aus Hessen sind in Syrien, davon ein Fünftel weiblich. Die Mädchen suchen sich meist einen Mann, um ihm treu zu dienen und im Dschihad zu unterstützen. Ein Drittel dieser Salafisten kehrt mit Traumata, Kampferfahrung und psychischer Verrohung zurück. Warum schrecken Enthauptungen nicht mehr ab, warum geben junge Frauen ihre Freiheit auf, warum ist ein Leben unter der Kontrolle des fundamentalistischen IS erstrebenswert? Gibt es die Hoffnung auf einen europäischen Islam oder sind die Reaktionäre überall auf dem Vormarsch?

Es moderiert Ulrike Holler.

Die Veranstaltung wurde mit einer Tonaufzeichnung dokumentiert. Die Veranstalter Business Crime Control e.V. und KunstGesellschaft e.V. stellen die Aufnahme als mp3-Datei (ca. 38,5 MB, ca. 1 Stunde und 55 Minuten) zum Herunterladen und Anhören zur Verfügung. Klicken Sie bitte hier.

Text: Ulrike Holler
Tonaufzeichnung und Nachbearbeitung: Martin Betzwieser

Die "Frankfurter Matinee" ist eine Veranstaltungsreihe von Business Crime Control e.V. und KunstGesellschaft e.V.

16:33 02.12.2015
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Geschrieben von

Martin Betzwieser

Personifizierter Ärger über Meinungsmanipulation, Kino- und Kabarattliebhaber
Martin Betzwieser

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