Manchmal machen Impfgegner*innen fast Spaß

#COVID19 #Impfgegner Eben beim Einkaufen: Im Supermarkt hatte ich ein Dreifach-Erlebnis an Dummheit mit einem gewissen Unterhaltungswert.
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Sicherheitsabstand und „Das bischen Husten ...“

In der Zeile für Nudeln, Reis Cerealien kam eine junge Frau immer näher. Schließlich berührten sich unsere Jackenärmel und sie schob mich ein bischen zur Seite.

„Kann ich Ihnen helfen?“
„Häää?“
„Kann ich Ihnen helfen?“
„Wieso?“
„Sie kommen mir sehr nahe. Möchten Sie auch noch Körperflüssigkeiten mit mir austauschen?“

Das war natürlich sehr uncharmant, aber sie hatte nicht mal ihre Maske richtig auf.

„Wollen Sie mich etwa anmachen?“
„Im Moment nicht. Aber Sie wirken sehr entgegenkommend und schieben mich schon zur Seite. Das macht eher den Eindruck als wollten Sie Annäherungsversuche machen. Immerhin haben wir eine Pandemie mit aktuell 50.000.Infizierten am Tag und insgesamt fast 100.000 Toten. Es gibt da so eine Regel, von der Sie vielleicht schon hörten: 1,5 Meter Sicherheitsabstand.“
„Häää! Stellen Sie sich nicht so an. Das bischen Husten.“

Da endete der Dialog zum Glück, da sie angerufen wurde und sich entfernte.

Esotherische Getränke

Zwei Minuten später huschte sie wieder an mir vorbei und fragte eine Angestellte, wo sie „Esotherische Getränke“ finden könne. Die Angestellte war mit der Frage zunächst natürlich etwas überfordert. Der Freund sei Body-Builder und sie solle ihm „Esotherische Getränke“ mit bringen. „Die sind so mit Energie und für Muskelaufbau.“

„Impfungen machen zeugungsunfähig ...“

Den größten Unterhaltungswert hatte ein Telefonat einer jungen Frau an der Nachbarkasse, die jemandem am Telefon im Detail erklärte, warum sie sich auf keinen Fall lassen möchte:

„Impfen macht unfruchtbar und zeugungsunfähig – über mehrere Generationen.“

In einem Satz!
Der braucht ein paar Sekunden, bis er kommt. Aber offensichtlich war es ernst gemeint. Andere Einkaufende reagierten nicht, da sie mit ihren Einkäufen und ihren Textnachrichten auf ihren Telefonen beschäftigt waren.
Einen Augenblich dachte ich und schämte mich sofort für den Gedanken: Wenn solche Leute krank werden und an #COVID19 sterben, ist das irgendwie eine Art von natürlicher Auslese und ein Gegenmittel von Überbevölkerung und Naturzerstörung. Für die Beschäftigten der Krankenhäuser wäre das natürlich eine Katastrophe.

Ein Video der Charité - Universitätsmedizin Berlin

Eingebetteter Medieninhalt

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Martin Betzwieser

Personifizierter Ärger über Meinungsmanipulation, Kino- und Kabarattliebhaber
Martin Betzwieser

Kommentare