Wie das Land, so das Leder

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Bislang, also seit der etwa zehn lange Jahre andauernden Existenz des größer gewordenen Deutschlands, wollte sich der Fußball partout nicht so präsentieren, wie das Land, in dem er gespielt wird. Das fing schon an, als die DDR noch existierte. 1990 nämlich, die Westdeutschen waren gerade Weltmeister geworden, hatte der Kaiser, der Beckenbauer heißt und dem damals die Nationalmannschaft gehörte, verkündet: "Wir sind ab jetzt die Nummer eins in der Welt. Aber die Auswahl wird noch größer durch die ostdeutschen Spieler. Wir sind über Jahre nicht mehr zu besiegen. Es tut mir leid für den Rest der Welt, aber es ist so."

Der Kaiser dankte ab, und es war nicht so. Nicht nur da, wo es nur und um nichts anderes als die nationale Ehre geht,