Martin Schlak

Journalist und Physiker. Schreibt Geschichten über Wissenschaft. Beobachtet, wie Technologie unsere Gesellschaft verändert.
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Martin Schlak
RE: Wenn der Moral-Akku runter ist | 28.11.2014 | 22:00

Die erste Frage kann ich nicht beantworten. Zur zweiten Frage nur soviel: Er wurde groesstenteils abends geschrieben :)

RE: Konspirative Chips? | 19.09.2014 | 11:31

Wie im Text angedeutet, versprechen sich die Autohersteller von der Automatisierung typisch menschliche Fehler- und Unfallquellen zu vermeiden (etwa übermüdete oder alkoholisierte Fahrer). Auch sollen vernetzte Autos dafür sorgen, dass der Verkehr flüssiger fließt. Sind Autos mit einer gemeinsamen Gruppengeschwindigkeit unterwegs, sinkt etwa die Staugefahr im dichten Verkehr.

Es stecken natürlich starke Interessen der Autoindustrie dahinter. Näheres z.B. hier.

RE: Brauchen wir eine Wikipedia-Uni? | 19.03.2014 | 21:43

Danke für die bereichernden Argumente.

Vor allem der Punkt, dass Unternehmen aus frei verfügbarem Wissen Profite generieren können, hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich würde den freien Wissenstransfer aber trotzdem gutheißen. Im Zweifel muss die Universität bei anwendungsbezogener Forschung eben dafür sorgen, dass sie Entdeckungen und Neuentwicklungen selbst rechtzeitig patentiert (was ja teilweise bereits passiert) und so über die weitere Verwendung bestimmen kann.

RE: Das andere Geschlecht | 21.02.2014 | 12:38

Hallo Lethe, wenn Ihnen "Angst machen" zu stark ist, können wir uns ja vielleicht auf "verunsichern" einigen. Auf jeden Fall hat die große Vielfalt, zwischen der man wählen kann, etwas Gutes, weil sie den (wie auch immer) Verunsicherten/Gestressten zwingt, sich mit der eigenen Geschlechter-Identität zu beschäftigen.

Übrigens ist die Auswahl in der englischen Version von Facebook genau mit so einem Klappmenü realisiert worden, das erscheint, wenn man "custum" anklickt. Deshalb dürfte man/frau sich eher weniger genervt fühlen.

RE: Die Krux mit dem Datum | 29.01.2014 | 12:19

Hallo Felix,

was für ein Gesetz schwebt dir da vor? "Liegt in zeitlicher Nähe der Abstimmung eine Kommunal-, Landtags-, Bundestags- oder Europawahl, so hat die Volksabstimmung am selben Tag stattzufinden" - in etwa so? Stelle ich mir schwierig vor. Abgesehen davon ließe sich damit auch keine Gerechtigkeit herstellen, denn nicht immer liegt eine solche Wahl in der Nähe. Und außerdem würden die Politiker auch weiterhin eine Möglichkeit finden, das Verfahren so weit hinauszuzögern, dass der Abstand zu einer Wahl wieder zu groß ist ...

Ist das Thema für viele Menschen hinreichend relevant (oder wird es ihnen entsprechend vermittelt), sollte man zu jedem Termin das nötige Quorum aufbringen können. Oder noch besser, da stimme ich dir zu, wäre es, die Hürde abzuschaffen. Damit erübrigt sich dann ja auch die Termindiskussion.

Schöne Grüße!

RE: Ich sehe was, was du nicht siehst | 06.01.2014 | 14:29

Eine Frage wäre ja, mit welcher Berechtigung ein Normalsichtiger einem Farbenblinden seine "Farbuntüchtigkeit" bescheinigt. Legitimitiert sich das dann aufgrund von Konventionen (was dann wohl ein Beispiel für die Notwendigkeit der Diskursfähigkeit wäre, die Sie erwähnen)?

RE: Ich sehe was, was du nicht siehst | 04.01.2014 | 15:12

Lieber Herr Jäger,

"'[I]dentisch' kann eine Farbe mit einer elektromagnetischen Schwingung aber doch wohl nicht sein."

Das war ungenau formuliert. Ich bezog mich dabei ebenfalls auf das Interview in der aktuellen Ausgabe mit dem Philosophen Alex Byrne, der ja die Farbe als identisch mit der spektralen Oberflächenreflexion ansieht, was wiederum heißt, dass die Welt farbig ist, auch wenn niemand diese Farben wahrnehmen könnte (wie, so das Analogon, es sich ja auch mit den Formen verhalte). Kann man die These, dass "der Mensch zu den Existenzbedingungen der Farben" gehöre, dann ohne Weiteres halten? Herzliche Grüße!

RE: Ich sehe was, was du nicht siehst | 04.01.2014 | 14:53

"Sie selbst, Herr Schlak, konstatieren "Dass Rot für Gefahr steht, weiß ja nun wirklich jeder" , verallgemeinern hier entgegen der vorher behaupteten Beliebigkeit der Farbwirkung."

Bitte mal kurz im Wörterbuch der stilistischen Mittel unter "Ironie" nachlesen!

Wie übrigens auch der ganze Text eine etwas polemische Auseinandersetzung mit der "Freitag"-Farbausgabe war. Zumindest das scheint ja erfolgreich gewesen zu sein...

RE: Ich sehe was, was du nicht siehst | 02.01.2014 | 22:55

Lieber Sch123, Sie mögen ja Recht haben, dass ich den Einfluss, den gewisse Farben wie Rot anscheinend in gleicher Weise auf die Psyche aller Menschen haben, unterschätzt habe. Immerhin stimmen wir darin überein, dass Farben in vielen Bereichen (Mode...) sinnlos mit Bedeutung aufgeladen werden ;)

Was ich mit der Betonung auf die Physik der Wahrnehmung nur meine, ist Folgendes: Nehmen wir an, die Welt um uns herum sei farbig (was an sich ja schon anzweifelbar ist), so hat das Sofa vor mir nun beispielsweise die Farbe Rot (also die Eigenschaft, rot zu sein), aber es hat doch qua seiner Farbe nicht die Unter-Eigenschaft, zornig zu sein. Der Zorn kommt also erst in unserer Psyche dazu, und dann würde ich eben nicht mehr von Eigenschaft, sondern von Assoziation sprechen. Vielleicht sehen Sie das als nutzloses Spiel mit Wörtern an. Aber dadurch wird die "Farbassoziation" eben etwas prinzipiell Beeinflussbares oder Manipulierbares, und nicht etwas schon immer Dagewesenes, Unveränderliches - so sehe ich es zumindest.

Es mag ja sein, dass wir uns in einem roten Raum wärmer fühlen (siehe weiter oben verlinkten Artikel), aber tun wir das auch ohne Erfahrung von heißen, roten Herdplatten und Feuer etc.? (Zugegeben, das ist jetzt sehr hypothetisch...)

PS: Das mit dem Physiker müssen Sie mir erklären. Für mich ist eine Farbe mit einer elektromagnetischen Schwingung einer bestimmten Wellenlänge identisch. Welche Eigenschaft hat sie für einen Physiker zusätzlich? Sogar Röntgenstrahlung ist ja strukturell das gleiche wie sichtbares Licht, nämlich elektromagnetische Strahlung (nur hochenergetischer).

RE: Ich sehe was, was du nicht siehst | 29.12.2013 | 20:53

Nein, ich möchte der klinischen Psychologie nicht ihre Wissenschaftlichkeit absprechen. Ich wollte nur (und da sind wir wohl auf einer Linie) davor warnen, aus den Ergebnissen der psychologischen Wissenschaft vereinfachte Kochrezepte zu destillieren und das dann als - ich benutze Ihren Begriff - Küchenpsychologie zu verkaufen.

Dass die Farbwahrnehmung ein evolutionärer Vorteil für uns ist - kein Widerspruch.

Und noch ein Lesetipp.