Martin Schlak
Ausgabe 5214 | 31.12.2014 | 06:00 9

Ihr Einsatz, bitte

Online-Courage Wie beweist man in sozialen Netzwerken Courage? Mit dem Weiterleiten eines Flüchtlingsfotos ist es ja nicht getan

An einem Tag im Oktober tauchte bei Twitter ein Bild der Schande auf. Es zeigt eine Gruppe Menschen, die versucht, über den europäischen Grenzzaun in der spanischen Exklave Melilla zu klettern. Im Vordergrund stehen zwei Frauen auf einem Golfplatz und schwingen die Schläger, als würden sie von dem Drama nichts mitbekommen. Für die einen geht es in dem Augenblick um Leben und Tod, für die anderen um den weitesten Abschlag. Das Foto bildet die derzeitige Asylpolitik in ihrer ganzen Perversion ab, und es hätte den Beginn einer zornig-mutigen flüchtlingspolitischen Aufschrei-Debatte bilden können. Viele geißelten in ihren Kommentaren die Gleichgültigkeit der Golferinnen, bei 376 Nutzern reichte die Empörung für einen Retweet – der Rest klickte sich wahrscheinlich einfach weiter zur nächst Promi-Bilderstrecke.

Man mag diese Reaktion für symptomatisch halten, was die Frage aufwirft: Sind die sozialen Netzwerke ein Ort, an dem wir Mut beweisen können? Oder macht uns die Eigendynamik von Facebook und Co. mutlos? Es lohnt sich, kurz in die Anfangszeit des Web 2.0 zurückzublicken. Die Erzählung der sozialen Netzwerke begann ja als ein großes Versprechen: Jeder würde nun seine Meinung mit der Welt teilen, Minderheiten sich Gehör verschaffen können. Es ging um das Einebnen von Machtstrukturen, das immer Mut erfordert. Bloß: Das Versprechen erfüllte sich nicht. Erst kamen die Plattformen als große Datenschleudern in Verruf, dann als Konformitätsmaschinerien, als ein Strom von Gefällt-mirs, Retweets und Shitstorms, aus dem sich kaum einer auszuscheren traut. Die Diskussion pendelt seitdem zwischen den schwarz-weißen Extremen. Zeit für ein Update.

Oscar-Selfies und Eiseimer

Schaut man auf die Trends 2014 in den sozialen Netzwerken, können sich die Schwarzmaler eigentlich bestätigt fühlen. Zwei Ereignisse sind hängen geblieben: Bradley Cooper knipste bei der Oscar-Verleihung ein Selfie, und 3,4 Millionen Menschen haben das auf Twitter geteilt. Damit brach das Foto alle bisherigen Rekorde. Auf Facebook kippte sich die halbe Freundesliste einen Eimer Eiswasser über den Kopf, um gegen eine Krankheit zu kämpfen, deren Namen wir schon längst wieder vergessen haben. Mut jedenfalls enthielt die kalte Dusche nicht einmal mehr in homöopathischen Dosen.

Es gibt mindestens zwei Gründe, warum Likes unter Urlaubsbildern bei Facebook die Regel sind, mutige politische Statements eher die Ausnahme. (Wer überzeugt ist, er selbst nutze Facebook anders, dem sei empfohlen, das eigene Aktivitätenprotokoll aufzurufen.) Der erste Grund liegt in der Natur des Menschen, der andere in der Architektur des Netzwerks. Forscher des Pew Research Center haben im August eine viel beachtete Studie veröffentlicht. Demnach regiert die sogenannte Schweigespirale, die aus der Offline-Kommunikation bekannt ist, auch im Netz. Wer glaubt, dass sein eigener Standpunkt von Freunden, Familie oder Kollegen nicht geteilt wird, der äußert sich in politischen Diskussionen eher zurückhaltend. Und weil die Online-Freundesliste meist lang ist, ist die Tendenz zur Selbstzensur besonders ausgeprägt. Mut beweist aber nur derjenige, der für seine Überzeugungen einsteht, obwohl er deshalb Nachteile zu befürchten hat.

Ein zweiter Grund liegt in der Beschaffenheit des Netzwerks. Facebook und Twitter ebnen die Unterschiede in der Relevanz ein; die Gleichwertigkeit von Content ist gar ihr elementares Prinzip. Die Timelines zeigen uns Katzenbilder neben Flüchtlingsdrama neben Sockenwerbung. Dieses Nebeneinander verleitet zu einer Haltung, für die das Wort „Slacktivism“ steht. Es ist eine Zusammensetzung aus „slacker“ und „activism“, übersetzt etwa Faulpelzaktivismus. Der Publizist Evgeny Morozov spricht von „Wohlfühlaktivismus“. Slacktivism sei „der ideale Typ von Aktivismus einer faulen Generation: warum sich auf Sit-ins möglicherweise einer Verhaftungsgefahr und Polizeigewalt aussetzen, wenn man eine genauso laute Kampagne im virtuellen Raum betreiben kann“. Ob die Slacktivisten damit richtigliegen, sei dahingestellt, mutig sind sie oftmals eben nicht. Denn eine couragierte Handlung erfordert ein Mindestmaß an persönlicher Involviertheit, die über ein paar Klicks hinausgeht.

Internationaler Vergleich

Es ist bei der Mutfrage im Netz gewinnbringend, die westliche Perspektive zu verlassen und noch einmal über den Fall Aliaa Magda Elmahdy nachzudenken. Die Ägypterin stellte 2011, im Jahr des Arabischen Frühlings, in einem politischen Akt Nacktfotos von sich online – erst auf Facebook, wo das Bild zensiert wurde, später auf ihrem Blog. Sie wolle sich damit, schrieb sie, „gegen eine Gesellschaft von Gewalt, Rassismus, Sexismus, sexueller Belästigung und Heuchelei“ wehren. Mit der Folge, dass das konservative Ägypten ihr zürnte, Morddrohungen schickte und die junge Frau ins Exil flüchtete. Und das bloß, weil Aliaa Elmahdy Moralvorstellungen, Tabus und Gewissheiten der Mehrheitsgesellschaft in Frage stellte.

Weil Individuen und Gruppen in Netz-Aktionen immer wieder ihren Mut unter Beweis stellen, sehen sich autoritäre Herrscher regelmäßig zur Zensur genötigt. Es ist noch nicht vergessen, wie Recep Tayyip Erdoğan in der Türkei Twitter abschalten ließ. Eine mutige Handlung wird vom Adressaten eben stets gefürchtet – das ist online nicht anders als offline.

Der Blick nach außen hilft, klarer zu sehen, wie digitaler Mut in unserer Gesellschaft aussehen könnte. Als Beispiel dafür kann auch die #Aufschrei-Debatte aus dem vergangenen Jahr dienen, in der Tausende auf Twitter gegen Alltagssexismus protestierten. Die 140-Zeichen-Beiträge wendeten sich erstens gegen eine schweigende Mehrheit, die Sexismus für ein überkommenes oder zu vernachlässigendes Problem hielt. Gleichzeitig erzählten die Aufschreienden persönliche Erlebnisse. Das kostet Kraft und Überwindung und ist deshalb das Gegenteil des Online-Wohlfühlaktivismus. Viele Tweets in dieser Debatte waren deshalb vor allem eins: mutig.

Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 52/14.

Kommentare (9)

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Ehemaliger Nutzer 31.12.2014 | 07:14

Mut, auch Wagemut oder Beherztheit, bedeutet, dass man sich traut und fähig ist, etwas zu wagen, das heißt, sich in eine gefahrenhaltige, mit Unsicherheiten verbundene Situation zu begeben.

Likes zu sammeln und sich im Netz unter Applaus und sog. "Kritik" bloßzustellen ist absolut hip und Bestandteil des Herdenverhaltens

Das beinhaltet keine GEfahr, nicht mal ein klitzekleines Risiko ... das mit dem Bohlenschen DSDS-SAdismus nicht mal gestreift wird, weil es sich um Inszenierungen handelt wie in jeder andern SM-Bude auch.

Es bleibt Wohlfühlaktivismus entspricht trotz der Selbstrechtfertigung des Artikels dem, was Mut meint, NIEMALS.

Geschweige, dass das wir-tun-so-als-ob-damit-wir-nichts-tun-müssen-Gezappel JEMALS irgendwas bewirkt hätte.

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Ehemaliger Nutzer 31.12.2014 | 07:18

Was man seit dem Ende der DDR auch hätte begreifen können:

"Autoritäre Herrscher" sind in Ihren Zensurmaßnahmen offen und zeigen, dass sie zensieren. Der "freie Westen" war da immer schon geschickter und ist es bis heute: da wird nichts proklamiert, sondern stillschweigend verhindert und unterdrückt - mit einer willfährigen sich als "aufrecht" definierenden Hilfstruppe williger anständiger Bürger an der Seite.

balsamico 31.12.2014 | 16:13

Der Blick nach außen hilft, klarer zu sehen, wie digitaler Mut in unserer Gesellschaft aussehen könnte. Als Beispiel dafür kann auch die #Aufschrei-Debatte aus dem vergangenen Jahr dienen, in der Tausende auf Twitter gegen Alltagssexismus protestierten.

Alltagssexismus ist natürlich ein großes Thema. Weil: Es hat mit Sex zu tun, genauer gesagt: mit weiblichem Sex. Da liegt das Interesse in der Natur der Sache, genauer gesagt: das Interesse der Männer am blanken Busen. Würden sich nämlich Männer mit Parolen auf der blanken Brust hinstellen oder sich Plakate mit Sprüchen an den entblößten Penis hängen, hielte man sie für ordinäre Exhibitionisten und fände es nicht der Rede wert. Denn: Ein Busen ist nunmal einfach ansehnlicher als ein Penis, für die meisten Männer jedenfalls.

Ich denke aber, das Thema müsste weiter gefasst werden: Tatsächlich ist es nämlich so, dass die digitale Kommunikation der Kommunikaton überhaupt schadet. Es hat zwar - auch - den Stellenwert einer schlichten Selbsttäuschung, zu meinen, man müsse nur irgendwo in einem Blog, einem sozialen Netzwerk oder auch in einem Forum, z.B. wie diesem hier, gute Beiträge schreiben, die dann von vielen Leuten gelesen und für schwer genug befunden würden, eine weiterführende Diskussion und am Ende gar einen Meinungswandel zu einer Frage von gesellschaftlicher Relevanz auszulösen. Das dies so ist, hat freilich nicht nur mit Slacktivism bzw. der Trägheit des breiten Publikums zu tun. Es sind auch die Medien und die Netzwerk- und Plattform- bzw. Forumsbetreiber selbst, die dem Publikum in durchaus manipulatorischer Absicht den Schneid zur Zvilcourage abkaufen. Ein gerade heute erlebtes Beispiel: Auf SPON gibt es einen Artikel dazu, dass dass eine von den Palästinensern im UN-Sicherheitsrat eingebrachte Resoultion mit dem Inhalt, dass Israel seine Truppen bis 2017 aus den Palästinensergebieten zurückziehen möge, gescheitert sei.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/nahost-konflikt-resolution-scheitert-im-uno-sicherheitsrat-a-1010823.html

Der Forumsbetreiber SPON gestattete den Foristen zunächst, diesen Artikel zu diskutieren. Ich habe mir ihre Beiträge angesehen und fand sie zwar kritisch aber durchweg sachlich und überdies auch wohlanständig formuliert. Denn wer bei SPON schreibt, hat schon oft erlebt, wie schnell man gerade bei diesem Forumsbetreiber mit seiner Meinung unter die Räder kommt, gerade so, als sei die in der breiten Medienlandschaft als heilige Kuh vergötterte Meinungsfreiheit in Wirklichkeit bestenfalls der Fußabtreter des Betreibers. Als ich aber nach ein paar Stunden wieder nachsehe, was zu dem Artikel an neuen Beiträgen dazu gekommen ist, sind alle Diskussionsbeiträge verschwunden und es steht nur noch der blanke Beitrag da. Da ich das so oder so ähnlich bei SPON nicht zum ersten Mal erlebe, komme ich zu dem Fazit, dass es blanke Zeitverschwendung ist, dort etwas zum Thema Israel und Palästinenser zu schreiben. Es wird bei SPON einfach nicht transportiert, wenn es nicht auf einer von der reinen Willkür der dort zensierenden Praktikanten definierten Linie liegt, die mal ein bissen mehr, mal ein bisschen weniger und manchmal auch gar keine Kritik zulassen. Und wenn das so ist, wenn man also als Blogger erst mühsam ausloten muss, was man sagen und schreiben darf und was nicht, bzw. was dem Betreiber genehm ist und was nicht, dann vergeudet man doch besser seine Zeit nicht damit, seine Meinung zu artikulieren, zumal das ja in der Tat auch ein bisschen Mühe macht - und schon sieht es so aus, als sei zu der Geschichte beim Publikum meinungsmäßig alles in Butter. M.a.W: Es wird von den Meinungszaren so getan, als könne man auf ihren Plattformen im Netz alles sagen und es gäbe da - bis zur Grenze der einschlägigen Straftatbestände (und wogen ich keine Einwände habe) - die unbeschränkte Meinungsfreiheit, wohlwissen, dass sie, bei Licht betrachtet, gerade durch das bisschen Bandbreite definiert wird, die der Betreiber nach seinem Geschmack zulässt. So gesehen ist das, was Martin Schlak oben als Online-Courage bezeichnet, höchst relativ und eng begrenzt durch die Maipulationen derjenigen, die auf ihren Plattformen ihre eigene Suppe gekocht wissen wollen. Dazu bin ich mir aber, ehrlich gesagt, zu schade. Denn meine Eitelkeit, meine Meinung gedruckt und veröffentlicht sehen zu wollen, hat eine Grenze, die genau dort verläuft, wo ich mich dazu verarscht sehe, zu schreiben, was irgendein Betreiber erwartet. Ich weiß zwar zur Genüge, dass es auf meine Meinung nicht ankommt. Dann muss es mir aber auch erlaubt sein, mich entsprechend zu verhalten, ohne mir den Vorwurf einzuhandeln, ich ließe es an der notwendigen Online-Courage fehlen. Wenn Online-Courage heißen soll, sich als eine Art Gratisverstärker derjenigen zu betätigen, die ihre Ansichten durchdrücken wollen, pfeife ich darauf. Und zwar ausdrücklich auch dann, wenn es mir um das jeweilige Thema Leid tut und ich gerne etwas dazu geschrieben hätte. Das verkneife ich mir seid geraumer Zeit zunehmend. Ich habe so ungefähr 10 Jahre geglaubt, das Netz sei in Sachen der Meinungsfreiheit der große Durchbruch schlechthin. Inzwischen weiß ich, dass das nicht so ist. Zwar bietet das Netz in der Tat die Möglichkeit, die Meinungsfreiheit ein großes Stück voran zu bringen. Tatsächlich aber haben die Meinungsmanipulateure längst den Sieg davon getragen. Dazu muss ich ihnen nicht auch noch huldigen.

jswan 01.01.2015 | 06:24

"Alltagssexismus ist natürlich ein großes Thema. Weil: Es hat mit Sex zu tun, genauer gesagt: mit weiblichem Sex. Da liegt das Interesse in der Natur der Sache, genauer gesagt: das Interesse der Männer am blanken Busen."

Sie schmeißen hier verschiedene Dinge in einen Topf. #Aufschrei war der Protest gegen Alltagssexismus und hat mit nackten Brüsten nichts zu tun. Nackte Brüste zu zeigen als Protest gegen die Unterdrückung von Frauen ist in vielen muslimischen Ländern hingegen überhaupt nicht von Männern gerne gesehen, sondern absolut verboten und dementsprechend mutig, weil es ggf. auch hart bestraft werden kann.

balsamico 01.01.2015 | 10:59

Sie schmeißen hier verschiedene Dinge in einen Topf. #Aufschrei war der Protest gegen Alltagssexismus...

Das ist mir bekannt.

...und hat mit nackten Brüsten nichts zu tun.

Vordergründig, vielleicht. Tatsächlich hat Alltagssexismus mit allen Reizen zu tun, die Frauen "anzubieten" haben.

Nackte Brüste zu zeigen als Protest gegen die Unterdrückung von Frauen ist in vielen muslimischen Ländern hingegen überhaupt nicht von Männern gerne gesehen,

Ach was! Oder meinen Sie, die scheinheiligen Typen, welche die Frauen festnehmen und/oder auspeitschen lassen, würden sich dabei nicht zumindest insgeheim aufgeilen?

...sondern absolut verboten und dementsprechend mutig, weil es ggf. auch hart bestraft werden kann.

Ja, ja! Nur: In Wirklichkeit ist es leider so, dass der Auftritt der Frauen die Wirkung erzeugt, nicht ihre Botschaft. Das floppt die ganze Sache.

AMUNO 01.01.2015 | 19:32

Man sollte bedenken, dass in sozialen Netzwerken öffentlich getätigte politische Aussagen auf unbegrenzte Dauer bestehen bleiben. Mit der Zeit können sich politische Ansichten aber ändern oder politische Gruppierungen sogar ganz von ihren Grundfesten abweichen. Auch wenn es wichtig und lobenswert ist, sollte man Äußerungen ganz genau überdenken und sie zumindest auf zeitliche Unabhängigkeit überprüfen.

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Ehemaliger Nutzer 01.01.2015 | 22:42

Online-Courage Wie beweist man in sozialen Netzwerken Courage?
1.Wenn Courage gefragt ist, dann ist Courage eben keine courage mehr.
2.Courage, also sich kümmern, statt wegzuschauen.
3. Wirkliche Courage ist eben soziale Selbstzerstörung.
4. den Status quo anzugreifen, ohne gleich wieder den Beruhigungs-Cocktail mitzuliefern, z.B.: "Ach so, das ist nur einer, der Courage beweisen will."
5. Wer Courage beweisen will, um sein Ansehen zu verbessern, wird vielleicht irgendeine Gemeinheit tun.
6. Ich meine, was ist das, was diese CDUspd Regierung tut, anderes, als ständig "Courage" zu beweisen? Mit ihrer Kriegspolitik? Sie trauen sich, die völkerrechtlichen Tabus zu brechen, um irgendwelche armen Angegriffenen zu retten. Genau, wie der riesige Profi-Boxer, der sich traut, in der U-Bahn einem kleinen Männchen die Nase platt zu hauen, weil der sich für eine Frau interessiert und deshalb nur ganz geringfügig daneben benimmt und deshalb von selbiger ohnehin unfreundlich abgefertigt wird. Toller Courage-Beweis.
7.Wenn Courage haben "sich kümmern statt weggucken" heißt, dann ist "Courage beweisen" sich zu kümmern, wenn man beobachtet wird. (Aber nun ja, Lohn für gute Taten haben zu wollen ist natürlich. Auch wenn Aussenstehende den Mechanismus nicht unbedingt durchschauen sollten, um ihn nicht missbrauchen zu können.)
8.Courage ist auch, wenn so ein Pegida-Idiot bei seiner Meinung bleibt, obwohl alle Freunde gegen ihn sind, weil er nicht kapiert, was daran falsch ist. (Ich bin für den Fortschritt der Aufklärung in meiner Heimat, für mehr Nackedeis und weniger Nazis.)
9. Courage erfordert vor allem eins: Gewissenhaftigkeit. Und die Bereitschaft, dafür Risiken einzugehen.
Nicht: Eine Wohltätigkeits-show zu machen und die Risiken dafür auf andere abzuwälzen.