Mathias Henke
26.02.2017 | 15:38 11

Kritik des Opferbegriffs

Sexuelle Gewalt Wie bezeichnet man Menschen, die vergewaltigt wurden? Die Wissenschaftlerin Mithu Sanyal bezog Position und wurde dafür angefeindet. Nun geht die Debatte weiter

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Mathias Henke

Kritik des Opferbegriffs

Mithu Sanyal äußerte sich in einem Artikel in der "taz". Danach erhielt sie Vergewaltigungsandrohungen

Foto: Heinrich-Boell-Stiftung/Flickr (CC) www.flickr.com/photos/boellstiftung/14331675419

Mithu Sanyal, promovierte Kulturwissenschaftlerin, Journalistin und Autorin der Bücher „Vulva – Die Enthüllung eines unsichtbaren Geschlechts“ und „Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens“ veröffentlichte vor 2 Wochen zusammen mit Marie Albrecht den Artikel „Du Opfer!“ in der Taz, in welchem sie die Verwendung des Opferbegriffs im Zusammenhang mit Vergewaltigung kritisiert und als Alternative „Erlebende sexueller Gewalt“ vorschlägt.

Das Medienecho war stark, große Tageszeitungen wie die Welt und FAZ kritisierten den Vorschlag, wie auch viele Initiativen und feministische Blogs und Blogger*Innen unter anderem Femen, Terre des Femmes, #ichhabenichtangezeigt, Störenfriedas, Emma oder Sprachwissenschaftlerin Luise Pusch. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema gab es leider auch starke Entgleisungen von Hass gegenüber Mithu Sanyal, die, wie sehr häufig in von Feministinnen angestoßenen Debatten, mit Drohungen und Vergewaltigungswünschen überzogen wurde.

Sanyal und Albrecht hatten grob zusammengefasst folgende Thesen vertreten:

  1. Menschen werden von ihrem Umfeld nach einer Vergewaltigung nicht so behandelt, wie sie eigentlich behandelt werden möchten (Stigmatisierung). Sie selbst wurde von Betroffenen sexueller Gewalt darum gebeten, den Opferbegriff zu vermeiden
  2. Es kommt vor, dass Vergewaltigten eine Mitschuld angehängt wird
  3. Menschen brauchen offiziell ein Trauma oder einen Schaden, um Behandlungs-/Bewältigungsunterstützung zu erhalten
  4. Der Begriff Vergewaltigungsopfer fördert diese drei Umstände, weshalb sie es als sinnvoll erachten einen möglichst wertungsfreien Begriff zu finden, frei von Rollenverteilung und Motivation, ohne Zuschreibungen von aktiv/passiv und schlagen den Begriff Erlebende*r von sexueller Gewalt vor

Die bisherige Kritik lässt sich einfach zusammenfassen: Der Begriff Erlebnis ist zu positiv konnotiert, zu uneindeutig, die Neutralität sei nicht notwendig – Opfer sind immer passiv (die Welt). Ursula Scheer von der FAZ geht weiter, wirft den Autorinnen gleich zu Beginn Opferverachtung vor und kritisiert, dass es keine Täter gäbe, wo keine Opfer sind und dass es kein Erleiden gäbe wo es Erleben gibt. Ein von etlichen Initativen und Einzelpersonen unterzeichneter Protestbrief, veröffentlicht auf der Website diestoerenfriedas.de, wirft Sanyal Verhamlosung, Vereinnahmung, Dauerpräsenz in den Medien, zu dekonstruktivistisches Vorgehen und dadurch Verwischen der Strukturen über dem Einzelerlebnis vor. Es sollte klargemacht werden, dass Sanyal mit ihrem Vorschlag keinen Rückhalt aus dem Lager der Unterzeichner*Innen genießt.

Doch wie falsch ist der Vorschlag Sanyals und Albrechts nun wirklich? Welche Kritik ist berechtigt?

Zunächst sollte die Frage im Vordergrund stehen, wie man Vergewaltigten hilft, die Tat so gut wie möglich zu bewältigen und Vergewaltigungen generell zu verhindern.
Daran anlehnend, gehört die Frage, ob der Begriff des Vergewaltigungsopfers hilfreich für dieses Ziel ist. Opfer ist kein wertfreier Begriff, deshalb sollte es legitim sein, die damit verbundenen Wertungen und das Begriffsverständnis zu überprüfen, was Sanyal und Albrecht getan haben. Sprache ist unser maßgebliches Kommunikationswerkzeug, deshalb sollten wir stets überprüfen, ob sie unserer Kommunikation also dem Ausdruck von Gefühlen und Erwartungen noch zweckdienlich ist. Gerade von Feminist*Innen angestoßene Debatten, besonders seit der der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die auf Methoden des Poststrukturalismus und der Dekonstruktion basieren, haben große Erfolge erzielt, bspw. die sprachliche Unterscheidung von Sex , Gender, LGBTI, uvm.. Besonders im Bereich der Diskriminierung gab es in den letzten Jahrzehnten immer wieder Änderungen in der Verwendung bestimmter Begriffe und dem Verständnis darunter, so z.B. bei Selbstmord / Selbstmörder, gay, queer, Neger, Mohr, Negerkuss, Mohrenkopf und Zigeuner. Interessant ist zurzeit die Diskussion um den Begriff der Hure: für manche eine Beleidung, für manche ein Opfer von Menschenhandel, für manche eine selbstbestimmte Frau und für einen Teil der Huren / Prostituierten ein, in den letzten Jahren stark aufgewerteter und ohne Selbst-Stigmatisierung verwendetet Begriff.

Es mag richtig sein, dass der Opferbegriff historisch von Menschen- und Tieropfern stammt und deshalb per se irreführend ist. In der Justiz handelt es sich um einen, seit Jahrhunderten etablierten Begriff, der für Personen, die Schaden und Machtmissbrauch erfahren haben, steht. Es wird klassisch nach Täter und Opfer oder Geschädigtem unterschieden. Ein Opfer von Diebstahl, Einbruch, Entführung ist im ursprünglichen Sinne ebenso wenig ein Opfer im Sinne des Geopftert-Werdens wie juristisch ausgedrückt Opfer von Vergewaltigung. Lediglich in kultischen Zeremonien getötete Personen, dürften als klassische Opfer gelten. Es stellt sich also die Frage, ob der juristische Begriff Opfer nicht ohnehin geändert werden sollte, da er mehrfache Bedeutungen trägt. Wir könnten dann, Sanyals und Albrechts Vorschlag analog aufgreifend, von Unfallerlebenden, Einbrucherlebenden und Entführungserlebenden sprechen sofern wir das für geeigneter hielten.

Wie ist nun der Vorschlag Erlebende*r zu bewerten? Verharmlost er die Tat? Verharmlost er den Täter? Macht er die Vergewaltigung zum Erlebnis, zum Happening?

Das Erlebnis / das Erleben ist zwar per se neutral, aber in unserer Gesellschaft mittlerweile eher positiv konnotiert. Man spricht vom Erlebnis-Park, Erlebnis-Bad, Erlebnis-Hotel und von Erlebnis-Gastronomie. Wir assoziieren darunter positive, außergewöhnliche Erlebnisse und Erfahrungen. Das ist wohl der Hauptgrund für die entschiedene Ablehnung des Begriffs. Es ist wichtig zu wissen, was aktuell mit einem Begriff verbunden wird. Tyrann war ursprünglich mal ein positiv besetzter Begriff für einen gütigen Verwalter des Reichs, heute würden selbst Diktatoren diesen Begriff nicht für sich beanspruchen wollen. Er ist eindeutig negativ konnotiert. Andersherum lehnen viele Menschen den Begriff des Erlebens ab, da er schlichtweg zu positiv wirkt, nicht annähernd neutral. Womöglich neutraler, weil öfter negativ assoziiert, wirkt da die Erfahrung – sexuelle Gewalt Erfahrende*r oder noch negativer, das Widerfahren – sexuelle Gewalt Widerfahrende*r. Doch bei jedem Begriff wird dieselbe Frage im Raum stehen: ist der Begriff negativ genug und was bewirkt er im Allgemeinen? Würde es den heutigen „Opfern“ wirklich helfen das Verbrechen an ihnen besser zu bewältigen oder den Umgang der Mitmenschen mit ihnen zu verbessern? Dazu kann man nur Vermutungen anstellen, entscheiden könnten das nur die Betroffenen. Und wenn der explizite Wunsch aus den eigenen Reihen kommt, sollte man darüber nachdenken. Es wird nur schwierig, wenn eine große Mehrheit der Betroffenen alternative Begriffe für sich ablehnt.

DAS Argument der Ablehnenden ist die Verharmlosung. Verharmlost der Begriff „Erleben sexueller Gewalt“ also den Täter oder die Straftat? Streng genommen nicht, denn es wird nach wie vor von sexueller Gewalt gesprochen, die von einem Täter ausgehen muss. Es kommt dann leidglich darauf an, wie negativ wir Sexualverbrechen auffassen und hier liegt meines Erachtens das Hauptproblem. Es scheint so, als bräuchten wir das Subjekt Opfer, als massiv geschädigte Person, als bräuchten wir das Opfer, um den Sachverhalt noch negativer einzufärben, da sexuelle Gewalt an sich nicht bereits als schlimm genug erachtet wird, um die Tat mit allen Mitteln zu verurteilen. Doch selbst nach gängigem Sprachgebrauch, also der Bezeichnung Vergewaltigungsopfer, ändert sich daran nicht viel, da die Ursachen nicht primär in der Sprache liegen sondern in der patriarchal geprägten Gesellschaft.

Diese Überlegungen lassen das eigentliche Anliegen Sanyals und Albrechts zudem völlig in den Hintergrund treten: Die Verbesserung des Umgangs nach der Tat und die Unterstützung bei der Bewältigung. Wenn es um Reduzierung der Stigmatisierung, der Zuschreibung von Mitschuld, der Bewilligung von Unterstützung ohne Nachweis von Schaden und Traumata geht, warum führen wir überhaupt eine Debatte über den Begriff des Opfers? Sollten wir nicht vielmehr eine Debatte über Aufklärung von Mythen und Vorurteilen zum Thema Vergewaltigung führen? Sollen wir nicht vielmehr einen Diskurs über die Bereitwilligkeit von Krankenkassen zur Bewilligung von Leistungen führen? Sollten wir nicht darüber sprechen, was uns leitet und antreibt einen anscheinend falschen Umgang mit Menschen zu führen, die vergewaltigt wurden? Ich bezweifle, dass Krankenkassen zukünftig ohne Nachweise Leistungen bewilligen, nur, weil wir von Erlebenden statt von Opfern sprechen.


Das Infragestellen des Opferbegriffs, so sinnvoll es theoretisch allein schon wegen der vielen Mehrfachbedeutungen ist, lenkt vom eigentlichen Problem ab. Verurteilt und verabscheut die Gesellschaft einvernehmlich die Tat und solidarisiert sich uneingeschränkt mit den „Opfern“, „Überlebenden“, „Erlebenden“ oder „Geschädigten“ sexueller Gewalt, würden Begriffe eine nachgelagerte Rolle spielen.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (11)

Magda 27.02.2017 | 10:50

Hm, schwierig. Ich bin ohnehin dafür, den Begriff Opfer zu bewahren, weil die negative Konnotierung, die damit - über viele Jahre (Du Opfer) - geschieht - aufgebrochen werden sollte.

Opfer so negativ zu verwenden hat viel mit dem Willen zu tun, Menschen, denen Gewalt geschah in irgendeiner Form auch zum Negativum zu machen, also unsichtbar oder selbst verantwortlich und vielleicht auch Mittäterin oder was weiß ich.

Und das geht am Besten, in dem man sie - auf der Suche nach einer passenden Zuschreibung - im Delta der Wortfindungen verschwinden zu lässt. Es sollte bei "Opfer", "Opferschutz", "Opfer und Täter" bleiben. Opfer intendiert durchaus auch das Leid, das vom Täter zugefügt wurde. Erleben ist so wertneutral, dass es auch die Empathie gleich mit sich nimmt. Es gibt nur eine negative Wendung, in dem Zusammenhang: Da kannste was erleben und das klingt auch nicht ernst.

Es gibt Opfer in verschiedenen Zusammenhängen und auch durch die Zeiten hat sich der Begriff gewandelt. Trotzdem: Ich finde den Begriff passend und richtig.

Magda 27.02.2017 | 15:15

Fleddern will ich gar nichts. Vielleicht ist es auch ganz gut, einzuräumen, dass erlebte Gewalt höchst unterschiedlich verarbeitet wird, auch bei Frauen. Und deshalb ist auch dieser Streit um Worte nicht erstaunlich.

Die Beschimpfung "Du Opfer" fand ich immer besonders übel,weil sei intendiert, dass es bald wieder Gewalt gegen die so Angerufene oder den so Beschimpften geben wird. Und sich als Opfer zu fühlen, bedeutet auch nicht, dass das immer so bleiben muss.

Mir fallen dazu noch zwei andere Begriffe ein: Opferstatus und Opferkonkurrenz. Beides gibt es.

denkzone8 02.03.2017 | 23:59

dominiert, benutzt zu werden,

hat in einer gesellschaft,

in der die stärke und initiative des individuums gefeiert wird:

üble konnotationen.

schwäche, leidens-erfahren, opfersein:

aggregat-zustände, in denen selbst-steuerungs-fähigkeit/bestimmung aufgehoben ist,

betroffene an den rand der sich aktiv sehenden

gesellschaft drängen.

das eingeständnis, geschädigter zu sein,

hat etwas vom bei-geschmack des ungeschickt-handelnden,

ein verlierer-odium, das in einer glücks-strebenden

gesellschaft zumindest abstand wie zum unglücks-raben schafft.

oder?

Günter Woltmann 03.03.2017 | 17:35

Viel zu oft müssen Menschen vor Menschen geschützt werden. Und viel zu oft Frauen vor Männern. – Und wenn Männer Frauen „zu nahe treten“ und diese dabei dann körperlich oder materiell schädigen, müssen die Männer selbstverständlich für den Schaden zur Verantwortung gezogen werden. Auch dann wenn sie nicht böswillig, vielmehr nur verantwortungslos gehandelt haben. Ein Autobesitzer muß auch dann zahlen, wenn nicht persönlich er, aber sein Auto versagt hat („Gefährdungshaftung“). Deshalb sollte die klassische Opfer- und Täterrolle überdacht werden.

Die zwei Hälften Mensch, Frau und Mann, sollten einen entsprechenden Problemfall nicht sogleich zu einem Krieg der Geschlechter ausweiten. Und deswegen sollte man den Begriff „zu nahe treten“ nicht zu weit auslegen. – Man sollte gegen einen – immer kranken, vielleicht „rächenden“ - Sadisten, der gezielt gegen Frauen vorgeht und deshalb in Sicherheitsverwahrung gehört, nicht in einen Bestrafungs- oder wiederum Rachefeldzug ziehen, sondern, den Kranken, so möglich, heilen. Es ist dagegen friedensstiftend, einen „Zu-nahe-Treter“, der nicht nachhaltig und tief verletzt und Lebensbedingungen seines „Objekts“ nicht dauerhaft verschlechtert hat, eher als gegebenenfalls dummen oder persönlichkeitsschwachen Belästiger zu werten, statt als Verbrecher oder Unhold. Noch einmal gesagt: Selbstverständlich muß er entschädigen, wieder gut machen. Aber selbst eine „Sünde vor Gott“ müßte nicht automatisch als eine von irdischen Richtern zu verurteilende Straftat verurteilt werden.

Dazu zwei vorsichtig vorgetragene Überlegungen:

Die Würde des Menschen ist unantastbar !

Artikel 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland erklärt einerseits wörtlich: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Andererseits sagt dieser Verfassungssatz aber auch, daß man einem Menschen seine Würde, weil diese „unantastbar“ ist, dann doch tatsächlich niemals nehmen, also nicht etwa rauben kann; vielmehr jemand lediglich einen anderen Menschen nicht dessen Würde gemäß behandelt. Und daß ein „Täter“ im betreffenden Fall eigentlich eher seine eigene Würde verliert oder verspielt, sich selbst wie „würdelos“ verhält, seine eigene Würde in den Schmutz wirft.

Wenn Frauen sich an die hier vorgestellte Betrachtungsweise halten können, erleiden sie den wohl oft erschreckenden Augenblick möglicherweise nicht als etwas sie wirklich schicksalhaft Prägendes, etwas unvermeidbar Nachhaltiges, als ein Trauma, einen nicht zu ersetzenden Verlust – etwa ihrer Würde -, also eine Katastrophe, sondern als etwas dann nur („nur“ ?) sehr lästiges Unangenehmes – und das nur zu betreffendem Zeitpunkt.

Auf der Basis dieser Betrachtungsweise kann man nicht nur darauf verzichten, einen außer seiner Kontrolle geratenen Mann für seinen späteres Leben lang wie einen Schwerstverbrecher zu brandmarken – diese Veränderung im Vorgehen wäre vielleicht nicht einmal die Wichtigste -, sondern man erspart betroffenen Opfern die bedrückende Erinnerung, Vorstellung, geopfert worden zu sein, und bisher unbehelligten Frauen die Angst, sie können auch einmal geopfert werden, eine Angst, unter der nicht wenige Frauen lebenslang leiden.

Die Würde der Frau bleibt immer, weil unantastbar, erhalten.

Nein oder nicht nein, das kann die Frage sein

oder

„Nö heißt nö !“

Wenn Frauen, im Fall des Falles, statt „Nein heißt nein“, vielleicht vernünftiger, weil ehrlicher, demzufolge erfolgversprechender, etwa erklären würden: „Nö heißt nö !“, würden - Männer und Frauen - bei der Lösung eines tatsächlich gegebenen großen Problems weiterkommen.

„Nö“ würde „man“ öfter respektieren als „Nein“, weil es deswegen ehrlicher wirkt, weil es immerhin doch zugibt, daß die Frau - grundsätzlich - auch „ja“ fühlen, weil gleich interessiert sein könnte beziehungsweise möchte - und würde.

Bei nur „Nein !“ kann „man“ nicht wirklich wissen, ob die Frau nicht nur meint, „gelernt“ hat, „nein“ sagen zu müssen, sie sich also nur entsprechend – noch - gezwungen fühlt, und er die Frau nicht eigentlich dabei unterstützen sollte, sich von ihrem Zwang – zu ihrer Autonomie hin - zu befreien. „Nö“ muß man als ein deutlicheres „Nein“ verstehen als das „Nein“. „Nö“ heißt jedenfalls eindeutig: Ich mag nicht, „nein“ dagegen kann besagen: Ich darf nicht. Zeigt eine Frau: „Nö, ich mag nicht“, „mögen“ die meisten Männer – hier die psychisch verunstalteten Hasser und sonstige Unkontrollierte ausgenommen,- auch nicht. Männer wollen - im Kern - eigentlich nicht „bezwingen“ sondern den eitlen „Stolz“ genießen, gegebenenfalls geschenkt zu haben. – Und ein „Nein“ der Frau kann dann als Waffe mißverstanden werden, mit der die Frau im Prinzip für die Ideologie Dritter kämpft. Und die entsprechenden Ideologen sind in der Wirklichkeit dann auch nicht nur sogenannte Feministinnen sondern auch ebenso viele pseudomoralisierende „Möchtegernpatriarchen“.