RE: Niederlage für Joffe | 07.10.2014 | 22:44

Die halbe Republik lacht darüber. Wir werden noch alle verklagt.

RE: Niederlage für Joffe | 07.10.2014 | 22:42

Für diese Verdienste wird ihm sicher eines Tages das Bundesverdienstkreuz verliehen.

RE: Niederlage für Joffe | 07.10.2014 | 22:40

Ja, und ich strei den Sand gerne noch ein wenig aus.

RE: Entschuldigt Euch! Bei den Muslimen | 03.10.2014 | 13:37

Wir werden uns doch alle (hoffentlich) hüten, Herrn Esmer als Repräsentanten von irgendwas oder irgendwem zu sehen. Die Arroganz, Niveaulosigkeit und Pöbelei kann er sich ganz individual anheften. Auf diese Weise muss sich auch niemand für ihn fremdschämen.

RE: Entschuldigt Euch! Bei den Muslimen | 03.10.2014 | 07:58

Sehr gut, Wahrheitssucher. Du hast die Sache entlarvt. Es geht nicht um Auseinandersetzung, sondern um ein System. Sich auf eine Diskussion einzulassen, heißt schon, sich auf das System der kollektiven Beschuldigungen einzulassen und es fortzuführen.

RE: Entschuldigt Euch! Bei den Muslimen | 01.10.2014 | 22:00

Warum interessieren mich Forderungen nach Entschuldigungen, Distanzierungen und Biosiegel auf Menschen eigentlich nicht?

RE: Josef Joffe vor Gericht | 30.09.2014 | 10:38

Unterhaltung wird ja nicht unbedingt als solche wahrgenommen. Fußball ist eine ernste Sache, während Royals inklusive Skandale in den Unterhaltungsgazetten stattfinden.

Medien produzieren schon jetzt Themen samt Emotionalisierung, die als Thema auch von heute auf morgen verschwinden (ohne dass die Sache selbst aufgehört hätte zu existieren) und keiner merkt es bzw. keinen stört es. Wenn die Aufmerksamkeit für eine Sache aber nur so lange anhält, wie wir mit Emotionen gefüttert werden, dann ist das eine Form der Unterhaltung.

RE: Josef Joffe vor Gericht | 30.09.2014 | 08:05

Im Positiven wie möglicherweise auch im Negativen.

Genau, wobei die Dimensionen gar nicht mal so sehr als Größenordnung gemeint waren, sondern als etwas, was auf andere Bereiche übergreift. Die Frage, wozu brauchen wir eigentlich all die Nachrichten, wenn wir 1. alles in Frage stellen müssen, 2. kaum Möglichkeiten der Einflussnahme haben und 3. die Sachen mit unserem Leben unmittelbar nichts zu tun haben? Vielleicht entwickelt sich daraus eine Art neue Bescheidenheit: Weniger Infos, die aber tiefer, nachprüfbarer und regionaler. Oder Nachrichten werden auf dem Niveau von Werbung gehandhabt: manchmal ganz nützlich, brauchbar als Unterhaltung, aber ohne Gehalt an Wahrheit.

RE: Josef Joffe vor Gericht | 30.09.2014 | 07:53

Es gibt natürlich auch journalistische Standards, an die sich "echte" Journalisten halten. Es mangelt auch nicht an solchen, sondern daran, dass sie nicht gedruckt und gesendet werden. Wer soll denn z.B. ein hohes Risiko auf sich nehmen und in die Ostukraine gehen, um zu dokumentieren, was dort vor sich geht, wenn er weiß, dass eh kein Foto und kein Bericht gekauft wird?

Ist es Zufall, dass in letzter Zeit (auch in der Ukraine) vor allem Journalisten getötet wurden?

RE: Josef Joffe vor Gericht | 29.09.2014 | 17:25

Ich finde cahoots in der Hinsicht interessant, dass die - sagen wir mal "Medienkritik" (in Wirklichkeit handelt es sich dabei wohl um etwas, dessen Dimensionen noch gar nicht abzuschätzen sind) - inzwischen auch auf Startup-Ebene angekommen ist. Genau das, was Joffe und Bittner verhindern wollten, nämlich die Abhängigkeit und Vernetzung als Grund der Propaganda zu erkennen, wird ja mit cahoots in ein Geschäftsmodell gegossen - wodurch die "Medienkritik" nicht mehr Fall einzelner, Linker oder Verschwörungstheoretiker, sondern selbst Mainstream wird.

Man schaue auch mal auf die Webseite des ehemaligen Freitags-Bloggers Doc, die Propagandaschau, die zu jedem Artikel inzwischen im Schnitt mehr Kommentare erhält als der Durchschnitt hier beim Freitag pro Blogartikel liegen dürfte. Eine kontinuierliche Beobachtung der Mainstream-Medienlandschaft, die von der kleinen Nebenbei-Manipulation bis hin zum Skandal eine echte Fundgrube ist. Oder auch das Rieseninteresse an dem Ulfkotte-Buch "Gekaufte Journalisten", das binnen weniger Tage zum Bestseller wurde.

Man kann in die Mainstream-Propaganda derzeit eigentlich blind hineingreifen, man fischt immer was Vorzeigbares heraus.

Nettes Beispiel wieder mal in der Zeit: "Assads Giftgasangriffe wurden hingenommen..." beginnt ein Artikel von Andrea Böhm. Natürlich regen sich die Kommentatoren drüber auf, dass die Giftgasangriffe fälschlich bzw. unbewiesen Assad zugeordnet werden. Dazwischen gelöschte Kommentare mit dem Hinweis der Redaktion "Bitte belegen Sie Ihre Behauptungen mit Quellen. Danke, die Redaktion/ges". Ein wenig später folgt ein Kommentar mit Hinweis auf die Behauptung, die zu Beginn des Artikels steht: "Bitte belegen Sie Tatsachenbehauptungen./Ein Leser"