Maxi Leinkauf
22.10.2010 | 14:15 23

Auf der Reise

Frédéric Beigbeder Frédéric Beigbeder schrieb viel über Partys, Nutten und Drogen. Jetzt beschäftigt er sich mit etwas, das ihn wirklich berührt: die Scheidung seiner Eltern

Frédéric Beigbeder sitzt an einem runden Tisch im Hotelrestaurant, stochert in einem Teller Spaghetti mit Pilzen. Sonst ist niemand hier. Der Schriftsteller sieht müde aus, unrasiert, aber er wirkt unverstellt. Vergangene Nacht sei er mit Freunden in einer Berliner Bar gewesen, die sei echt Rock‘ n Roll. Underground. Er hat jetzt noch einen Kater. „Also lassen Sie uns nicht denken, sondern einfach nur reden“, sagt er.

Der Freitag: Herr Beigbeder, wollen Sie noch immer von allen geliebt werden?

Frédéric Beigbeder: Ich fand es lange amüsant, öffentlich dieses falsche Bild zu verbreiten: das des narzisstischen Schriftstellers, der sich inszeniert und nur feiert. Ich habe Geschichten über Partys, Kokain und Nutten verfasst, weil meine Generation eine sehr dekadente ist. Die Leute sahen in mir genau diesen Typen und stellten sich die schlimmsten Dinge vor.

Ja, und zum ersten Mal ist es mir egal, was andere davon halten. Ich habe meine Kindheit rekonstruiert, mein vergessenes Leben. Ich habe es in gewisser Weise neu erfunden. Vor allem wollte ich die dunklen Stellen meiner Existenz beleuchten. Eines der kleinen unbedeutenden Ereignisse meines Lebens war die Scheidung meiner Eltern.

Unbedeutend?

So etwas ist weitaus weniger schrecklich als ein Krieg und ich traute mich kaum, darüber zu reden. Es kam mir nicht wesentlich vor. Außerdem war ich lange ziemlich eifersüchtig auf meine Eltern und Großeltern. Sie hatten Schlachten erlebt, eine Mini- Revolution, im Mai 1968. Meine Mutter fing an, zu arbeiten.

Wir hatten plötzlich zwei Wohnungen, zwei Zimmer, zwei Weihnachten. Und auch ich fing an, mich doppelt zu verhalten. Mittlerweile sind Scheidungen bei uns ja die Norm, jedes zweite Paar trennt sich wieder. In den Siebzigern war es die Ausnahme. Mein Bruder und ich waren in der Klasse die einzigen Scheidungskinder, noch dazu an einer traditionellen katholischen Schule: Wir wurden angeschaut wie E.T.

Und Ihr Vater war abwesend.

Ich hatte einen Vater voller Scham, er redete über so etwas nie mit uns. So etwas macht einen wohl zum Schriftsteller. Ich war bei der Scheidung neun Jahre alt und habe angefangen, Tagebuch zu schreiben. Dort notierte ich alles, was ich erlebte, was ich gegessen hatte, wen ich traf, welchen Unsinn mein großer Bruder machte. Und ich hielt jedes Detail von den Treffen mit meinem Vater fest, einem Playboy, der Partys mit schwedischen Models feierte. Als ich nach Jahren die Hefte wiederfand, wurde mir bewusst, dass ich darin die raren Momente mit ihm bewahren wollte. Ich wollte ausfüllen, was ich mit niemandem in der Familie teilen konnte. Die Leere meines Seins.

Ihre Mutter hat versucht, Hausfrauen-Dasein und Beruf zu verbinden. Ist es ihr gelungen?

Sie sagte uns nie die Wahrheit. Wir dachten immer, unser Vater ist der Böse, weil er uns verlassen hat. Dabei war sie es. Meine Mutter hatte sich von allen Konventionen befreit und lebte das Leben einer selbst bestimmten Frau. Wir zogen ständig um, folgten ihr in kleinere oder größere Wohnungen. Meine Mutter sagte, für sie ist das keine Sklaverei, sie sei glücklich.

Sie klingen skeptisch.

Ich glaubte ihr nicht. Frauen bringen die Kinder zur Schule, gehen arbeiten, bereiten das Abendessen vor. Sie können berufstätig sein, tun aber noch immer viel mehr im Haushalt als Männer. Außerdem gibt es einen physischen Zwang. Frauen müssen verführerisch aussehen wie Heidi Klum, immer gut frisiert, in den angesagtesten Klamotten und natürlich schlank.

Ihre Freundinnen sehen doch auch makellos aus.

Ha, erwischt. Das stimmt. Auch ich bin Opfer dieses Modells. Aber ernsthaft: Botox nehmen und sich die Brüste verändern lassen, mit Ende dreißig, das ist verrückt! Französische Frauen dürfen nicht alt werden, dieses Recht ist noch lange nicht erkämpft. Brillante Managerinnen verbringen abends viele Stunden im Badezimmer, um sich zu schminken wie 15-Jährige. Als Mann kann man dagegen alt sein, dick und hässlich.

Dann müsste man schon reich sein. Sie posierten in engen Jeans, mit nacktem und durchtrainierten Oberkörper für Les Galeries Lafayette Homme.

Ich war deren Topmodel. Aber Frauen wollen doch gerade nicht auf das Äußere reduziert werden. Nun beobachte ich bereits bei meiner Tochter eine Regression: Ihre Barbie, die Fernsehserien, die Videospiele, all das ist gemacht, um sie in ein Püppchen zu verwandeln. Sie schaut Clips von Rihanna und Lady Gaga, glamourös und sexy.

Ihren Bruder, einen erfolgreichen Unternehmer, nennen Sie den wahren Antikonformisten der Familie. War das nicht Ihre Rolle?

Charles ist seit 20 Jahren mit derselben Frau verheiratet, er geht mit ihr und den Kindern sonntags in die Messe. Der ist heute mehr Punk als ich es bin, mit meinen zwei Scheidungen, einer Tochter, die ich nur alle zwei Wochen sehe, diesem betäubenden Leben, das ich jahrelang geführt habe. Ich entspreche eigentlich viel mehr dem Modell des Egoisten und Individualisten, der immer nur konsumiert.

Sie meinen, wer traditionelle Werte pflegt, ist nicht altmodisch, sondern revolutionär?

Wir leben wie Atome, ohne Träume, ohne Ideologien, ohne Hoffnung. Das ist alles gescheitert. Ich frage mich, woran man sich orientieren soll in einer Welt, in der die Religion kaum Halt gibt und die Familie nicht mehr der Anker ist.

Unsere Lebensentwürfe sind oft temporär: der Job, die Stadt. Gleichzeitig wünschen sich viele dauerhafte Bindungen.

Suchen wir sie? Ich habe eher das Gefühl, dass wir Wesen geworden sind, die ständig etwas Neues begehren und Menschen konsumieren wie Joghurt. Wie es um unsere Liebesfähigkeit bestellt ist, kann man bei Facebook beobachten. Da gibt es lauter so genannte Freunde, darunter hundert potentielle Partner, die den aktuellen sofort ersetzen können. Eine lange Warteliste, wie am Flughafen, und wenn es mit einem nicht klappt, checkt man den nächsten ab. Dass Menschen so leicht austauschbar sein sollen, macht mir Angst.

Was stört Sie an weit verzweigten Kontakten?

Die digitale Community? Das ist keine Gemeinschaft, sondern eine große Lüge. Facebook ist das Opium des Volkes. Dieses Netzwerk nährt die Illusion der Berühmtheit, die Mitglieder haben das Gefühl, ein Star zu sein, indem sie ihr Foto einstellen und anderen mitteilen, dass sie gerade ein Croissant beim Bäcker holen. Diese verlorenen Menschen glauben erst dann, dass sie existieren.

Wir waren noch nie so frei. Sie tun so, als seien wir Gefangene …

Unsere Eltern haben sich von den engen Strukturen und Zwängen befreit, in denen sie lebten. Aber seit ich ein junger Erwachsener bin, gab es jedes Jahr neue Gesetze, die meine Freiheit eingeschränkt haben. Die sexuelle Freiheit hörte auf, als Aids aufgetaucht ist und es gefährlich wurde, sich zu lieben. Man konnte dabei sterben. Konsumieren, was man möchte? Achtung: der Planet ist bedroht, wir müssen unsere Umwelt schützen. Sich mit Alkohol, Drogen oder Medikamenten selber zerstören? Das gilt als kriminell. Ich finde, jeder Mensch hat ein Recht darauf, sich kaputt zu machen.

Liberté toujours?

Ich bin ein Libertär und unterstütze auch die Idee der Sterbehilfe. Man soll aufhören, den Leuten ständig zu verbieten, worauf sie Lust haben. Ich erwarte weder von Nicolas Sarkozy noch von Angela Merkel, dass sie mich schützen oder heilen sollen. Ihre Rolle ist es, für ein Minimum an Ordnung und Sicherheit zu sorgen. Der Staat sollte mir aber nicht vorschreiben, was ich speisen oder trinken darf. Wird man die Menschen bald einsperren, weil sie Foie Gras essen?

Voilà … genau das meine ich. Immer kommen diese politisch korrekten Argumente. Frankreich ist ein Land der Freiheit und der Menschenrechte! Unsere Devise heißt doch nicht: Freiheit, Gleichheit, Sauberkeit – oder – Sicherheit. Leben heißt, Risiken eingehen.

Bei uns ist gerade ein Film über Serge Gainsbourg angelaufen. Ein Held mit Lastern. Ein Relikt?

Serge Gainsbourg fasziniert mich so, weil er bewiesen hat, dass man ein großer Künstler sein und gleichzeitig Schwächen oder schlechte Angewohnheiten haben kann. Er war der letzte freie französische Mann. Er symbolisiert das Ende einer Epoche. Außer ihm gab es noch den amerikanischen Dichter und Schriftsteller Charles Bukowski, der auch viel gesoffen hat.

Alkohol und Zigaretten sind aus der Werbung fast verschwunden.

Ein Beispiel: Vor kurzem sah ich ein Werbeplakat, auf dem sogar die Geschichte korrigiert wurde: Man sieht Jean Paul Sartre, ohne Zigarette. Die wurde weg­retuschiert. Im Original hatte er natürlich eine im Mund.

Auch im französischen Kino wird nicht mehr geraucht.

Ich denke an Michel Piccoli in Die Dinge des Lebens! Der hat sich jede Minute eine angesteckt. Nun beugt sich auch Christian Dior dem Zeitgeist. In einer aktuellen Kampagne zeigt er ein Foto von Alain Delon von 1964. Er raucht. Aber auf dem Plakat, das nun in der Pariser Metro hängt, sieht man ihn ohne Zigarette. Das nenne ich die Diktatur der Hygiene.

Rauchen Sie?

Nein.

Ich wurde dabei erwischt und dafür eingesperrt. Ja, ich bin schwach, weil ich der Versuchung nachgebe. Aber ich werde niemanden um Verzeihung bitten.

Das klingt trotzig.

Man muss sich nicht ständig zudröhnen oder besaufen, aber es ist nicht schlimm, wenn man das tut. Wir sollten eher darüber reden, wie wir bestimmte Produkte legalisieren können, dann wären sie für die meisten weniger interessant.

Als wir uns vor vier Jahren zu einem Interview trafen, sagten Sie, es falle Ihnen schwer, sich zu verlieben – weil sie am Anfang immer schon an das Ende denken müssten. Und jetzt?

Ich habe mich getäuscht. Ich glaube mittlerweile daran, dass Liebe möglich ist. Sie dauert drei Jahre. Mein gleichnamiger Roman wird gerade verfilmt, in meinem Leben stimmt das noch immer. Das ist wie ein schlechtes Omen.

Realistischer als lebenslang, oder?

Ich war mehrmals verheiratet und habe jedes Mal gespürt, dass es nicht funktionieren kann. Dann verliebte ich mich in eine andere. So ging es immer weiter.

Sie halten also keine Krisen aus.

Ich glaube wie Michel Houellebecq, dass wir gerade die romantische Liebe zerstören. Michel denkt, dass die Liebe ausstirbt und wir bald in einer Gesellschaft des reinen Vergnügens leben werden. Aber das wird uns natürlich auch nicht glücklicher machen. Der Traum von der Verschmelzung ist eine Utopie. Sie endet meist tragisch, wie bei Werther oder Romeo und Julia.

Sie schauen etwas wehmütig.

Noch nie waren die Menschen so einsam wie heute: Da kann man nicht applaudieren. Aber könnte ich so leben, wie meine Großeltern? Meine Uroma hatte einen Mann, der mit 37 Jahren starb und ihr vier Kinder hinterließ. Sie hat den Rest ihres Lebens ihre Rolle als Witwe kultiviert. Sie starrte auf die großen Porträts in ihrem Schloss und ging in die Kirche: Sie hat ihm ihr Glück geopfert. Wer würde das heute noch tun?

Wie halten Sie als Scheidungsvater die Nähe zu Ihrer Tochter?

Wir pflegen kleine Rituale, ich frühstücke mit ihr, bringe sie zur Schule, fahre manchmal mit hr ans Meer, in mein kleines Haus an der Atlantikküste. Im Zug können wir uns stundenlang unterhalten.

Das Gespräch führte Maxi Leinkauf

Frédéric Beigbeder polarisiert. Der 1965 in Neuilly-sur-Seine geborene Schriftsteller stammt aus einer betuchten Familie. Sein Urgroßvater fiel im Krieg 1915, sein Vater Jean-Michel Beigbeder ist Headhunter, seine Mutter Christine de Chasteigner de La Rocheposay hat Romane übersetzt. Die Eltern sympathisierten mit der Linken und befreiten sich auch aus ihrer Ehe. Beigbeder wuchs bei der Mutter auf, studierte am renommierten Pariser Institut für Politikwissenschaften Science Po und veröffentlichte mit 25 Jahren seinen ersten Roman: Memoiren eines Sohnes aus schlechtem Hause. Als Topwerber drehte er dann unter anderem Spots mit Gérard Depardieu und David Lynch. Nach zehn Jahren rechnete er mit der Werbe-Branche ab: 2001 erschien das Skandalbuch 39,90. Es wurde ein Bestseller und katapultierte den Autor in die Mitte des Literaturbetriebs. Nachts war er DJ und Stammgast in Pariser Clubs, tagsüber schrieb er Bücher wie Die Liebe dauert drei Jahre, Windows on the World oder Der romantische Egoist. Außerdem hat Beigbeder jahrelang eine Literatursendung moderiert und verfasst Kolumnen für Le Figaro und Elle. Auch für den Playboy schreibt er Buchkritiken. Im Januar 2008 wurde Beigbeder wegen Kokainkonsums auf offener Straße verhaftet und für 48 Stunden in ein kellerartiges Verließ gesperrt. Wegen seiner Prominenz wolle die Staatsmacht ein Exempel an ihm statuieren, kritisierten Zeitungskommentatoren. Die Haft und die verlorene Kindheit verarbeitet er in seinem aktuellen Buch Ein französischer Roman (Piper), für das er den Renaudot-Preis erhielt. Der 45-Jährige ist zweimal geschieden und hat eine Tochter. In Guéthary, dem Stammsitz seiner Familie, hat er sich vor kurzem ein kleines Haus gekauft. ML

Kommentare (23)

I.D.A. Liszt 22.10.2010 | 22:42

Das Gespräch führte Maxi Leinkauf -- Welches Gespräch, bittesehr? Die Interviewerin hinterläßt eher den Eindruck einer Stichwortgeberin, die ihre Sätzchen brav nach der vorher abgesprochenen Liste abarbeitet. Fragen sind selten, und der Zusammenhang zwischen einzelnen Fragen oder Antworten und Fragen erschließt sich eher nicht.
Hauptsache, der Interviewte kann die Stichwörter bequem zur Selbstdarstellung nutzen.

Mich machte folgendes in der Druckausgabe als Zwischenüberschrift verwendete Zitat von Beigbeder neugierig: "Mein Bruder geht sonntags in die Kirche. Das ist Punk."
Es interessierte mich, ob sich das ganze Interview auf ähnlicher intellektueller Flughöhe bewegte. Das tat es - Tiefflughöhe.

Nach Lektüre des ganzen Interviews steht jedenfalls mein Entschluß fest: Ein Buch von Beigbeder kommt mir nicht ins Haus!

*annablume* 23.10.2010 | 01:57

Für mich klingt das alles nach dem Weltbild eines Koksers! Er und Houllebecq verstehen sich sicher blendend! Zwei Typen, die sich als enfants terribles der Literaturscene in Frankreich im Spiegel sehen und probieren so zu gucken wie Alain Delon, so anzuecken wie Sartre und dabei den Rock-'n-Roll-Esprit von Gainsbourg versprühen möchten. Da ist es natürlich ein Angriff auf die persönlich Freiheit, wenn Rauchen heute nicht mehr Markenzeichen von Coolness und Kultiviertheit durchgeht.

weinsztein 23.10.2010 | 05:53

Ich habe dieses Interview sehr gern gelesen.

Stichwortgeberei bei Interviews gehört zum journalistischem Handwerk.

Gute Arbeit, Maxi Leinkauf!

Frédéric Beigbeder - ich kannte ihn bisher nicht. Ich las via google, dass er mal den Wahlkampf eines kommunistischen Kandidaten beraten hatte.

Ein interessanter Mensch: Politologe, Kokser, Schriftsteller.

derDonnerstag 24.10.2010 | 20:36

Wer entscheidet schon darüber, was "Literatur" bzw. "hohe Literatur" ist?
Ich würde weder Bukowski noch Beigbeder unter den Spitzenliteraten des 20./21. Jh. einordnen. Sven Regener sicher auch nicht. Allen dreien gemeinsam ist, dass ihre Bücher sehr unterhaltsam sind und durchaus kein "Schund". Auch wenn der deutsche Spießer, der nur "Hochkultur" und "Unkultur" und nichts dazwischen kennt, das anders sehen mag.

Die zitierte Aussage von Bukowski jedenfalls hat einen wahren Kern, finde ich. Mit Misogynie hat das nix zu tun. Die Aussage bezieht sich schließlich nicht auf Frauen generell, sondern auf bestimmte Feministinnen, die einen Kult der Hässlichkeit pflegen. Wer Maskulinisten irgendwelche Klischees aufdrückt, wird deshalb ja auch nicht gleich als Männerhasserin verunglimpft.

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Ehemaliger Nutzer 24.10.2010 | 23:22

>>>Noch nie waren die Menschen so einsam wie heute
>>>in mein kleines Haus an der Atlantikküste; in Guéthary, dem Stammsitz seiner Familie, hat er sich vor kurzem ein kleines Haus gekauft Wieviele "kleine Häuser" hat er denn noch?
>>>Ich war mehrmals verheiratet und habe jedes Mal gespürt, dass es nicht funktionieren kann. Dann verliebte ich mich in eine andere. So ging es immer weiter
>>>Ja, ich bin schwach, weil ich der Versuchung nachgebe. Aber ich werde niemanden um Verzeihung bitten
>>>Man soll aufhören, den Leuten ständig zu verbieten, worauf sie Lust haben

Das ist breitgetretener Schwachsinn. Würde sich ein Journalist sich so etwas von einem beliebigen anderen Menschen bieten lassen? Warum darf dieser Typ mich derartig eine ganze Seite lang langweilen. Außerdem hat er noch ein lächerliches Ganzkörperfoto auf Seite 22 bekommen. 2 Seiten Verschwendung - soll das die Botschaft sein?

Aber nett zugerecht gemacht hat er sich.

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Ehemaliger Nutzer 30.10.2010 | 20:07

Welchen Zweck hat diese komplett inhaltslose Bekenntnislust für oder gegen bestimmte Autoren, dessen Grundlage vermutlich einzig und allein die mediale (Selbst?)Inszenierung war und ist?
Selbstmitleid als Vorwurf? Früher(?) traktierten Empathieunfähige Pflichtpreußen ihre „Mitmenschen“ mit genau der gleichen Anmache – „Zähne zusammenbeißen“!

Lasst den Houllebecq doch flennen - wird schon seine Gründe haben. Seine Verzweiflung kann der Mann immerhin anständig und qualitativ noch nicht mal schlecht vergolden, um sie wenigstens so in (originär überlebenswichtigen) hochqualitativen Drogenkonsum ersäufen zu können...