Tierwohl: Die tröstende und die tötende Hand

Ethik Wir fürchten sie, züchten sie und nutzen sie, wir können sie zuweilen sogar lieben: Seit Jahrtausenden leben Menschen mit Tieren. Dürfen wir sie schlachten? Das ist die falsche Frage
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 20/2024
Tierwohl: Die tröstende und die tötende Hand

Foto: Ricardo Cases

Wenn wir über Tiere sprechen, können die, um die es geht, nicht mitreden. Und das, obwohl auch sie Lebewesen mit eigener Wahrnehmung und eigenem Erleben sind, fähig zu Fürsorge und einem sozialen Verhalten der eigenen wie auch den anderen Gattungen gegenüber. Besonders wenn wir von Haustieren – also von Partnern – sprechen, die in einer unendlich langen Beziehung mit uns stehen, in der jede einzelne Gattung ein Auskommen, ja eine Sprache mit uns entwickelt hat, ist es einen Gedanken wert, sich zu fragen, wie ein Sprechen möglich ist, ohne in den gewaltigen Irrtum zu geraten, der unser Denken beherrscht – oder sollte man sagen: gezähmt hat? Eines, das nicht über die Köpfe der Tiere hinwegspricht, ihnen einen eigenen Kopf üb