Der denkwürdige Fall mit der Gurke.

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In den Supermärkten stapeln sich die Gurken. Das haben wir den Medien zu verdanken. Diese schicken Hasstriaden durch die Hemisphäre, gegen die arme Salatgurke. EHEC, ein fieser Keim der in Kuhdärmen vorkommt hat sie verunreinigt, die arme Gurke.

Obwohl wir nicht wissen in welchem Ausmaße das Gemüse verdorben wurde, und wie die darauffolgende Infektion von statten geht - redet das Fernsehen, die Zeitungen und halt alle anderen auch, uns ein wir sollen doch besser alles was frisch und gemüsig ist links liegen lassen.

Was ist noch echt, was ist eigentlich noch echt?

In der Grillsaison freut sich der Metzger, dass wenigstens sein liebes Fleisch ungescholten bleibt. Der hat gut Lachen. Wahrscheinlich war es einer von denen, der die Fäkalien seiner Biester nicht richtig weiter verwertet hat. Aber was bringen uns Schuldzuweisungen in diese Richtung? Schuld an unserer Panik sind doch die Medien, die mit gefährlichem Halbwissen den Wahnsinn verbreiten, und alle aus Angst die Erzeuger auf ihrem Salatgemüse sitzen lassen.

Wahrscheinlich ist die Ladung, die den vermeintlichen Erreger verbreitete, heute sowieso schon längst nicht mehr in Umlauf. Aber trotzdem verrottet sie im Kühlschrank, die arme Gurke, die die Freundin noch vor zwei Tagen frisch gekauft hatte. Ach was soll es schon. Schmeißen wir halt die ganzen guten Nahrungsmittel auf den Müll, gibt davon doch eh genug auf unserer Welt. Aber sagt das unseren afrikanischen Freunden besser nicht. Durchfall ist nämlich den ihr letztes Problem.

13:09 30.05.2011
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Geschrieben von

Matthias R. Schneider

Journalistik-Student, Freier Journalist. Subkultur, Meinung, Unterhaltung. Ein Stuttgarter der sich nach Hannover verlaufen hat.
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