RE: „Wir sind auf der Titanic“ | 09.06.2016 | 15:11

ich erlaube mir mal eine andere sichtweise auf die EU zu verlinken.

Natürlich wäre solch ein Text für ein breiteres Publikum ungeeignet, besonders beim Weg des Freitags in die Mitte bei seinem Kampf um die Auflage.

Aber ein bissl unangepasster als in diesem Interview geht es allemal. Allerdings vermute ich, dass Katja Kullmann grundsätzlich eher ihre Stärken im Feuilleton hat.

RE: Am Ende des Zweiparteiensystems? | 09.06.2016 | 13:55

ich verstehe nicht wieso eine Warren als Vize-präsidentin ein Zugeständniss an das progressive lager sein soll.

Der Vizepräsident ist doch wenig mehr als ein Grüßonkel.

RE: Der Rechtshaber | 09.06.2016 | 11:09

Die Mahnung, Preußen müsse immer auf der Seite Russlands stehen, stammt von Wilhelm I., als der noch preußischer König war.

Wenn Gauland für eine de-eskalation im Verhältnis zu Russland eintritt, dann ist das friedenspolitik im europäischem Haus.

das gefällt mir auf jeden Fall besser als neokonservative kalte-kriegs-rethorik.

Sie entspricht dem alten rassistischen Klischee: Wenn in einer Straße der erste Schwarze ein Haus erwirbt, verkauft bald darauf der letzte Weiße das seine. Das hat man schon hundertmal gehört.

Ja, leider schon hundertmal gehört und hundertmal ist nichts passiert. Eine linke Position wäre es, dieses Problem zu thematisieren und anzugehen und nicht dem Verkünder der Nachricht zu steinigen.

Was in den USA der Schwarze ist, ist in Deutschland der Türke oder Araber. Wieviele Türken leben im Prenzlauer Berg oder Blankenese?

Ach bürgerlicher struktureller Rassismus ist so langweilig. Zumindest für Busche. Lieber über bildungsferne und präkarisierte Freiberger hetzten!

RE: Der Rechtshaber | 09.06.2016 | 10:55

in der tat hat es Busche geschafft, jegliche inhaltliche Auseinandersetzung gekonnt zu umschiffen.

Offensichlich hat sich Busche nur sehr oberflächlich mit Gauland auseinandergesetzt. persönlich getroffen hat er ihn offenbar ebensowenig.

Sehr schade, Gauland ist ohne zweifel ein sehr interessanter Politiker, da hätte ich gerne hintergründiges erfahren. Auf jeden Fall ist er nicht so oberflächlich und mittelmässig wie dieser Text.

Der paar Zeilen von seiner Zeit als Spin Doktor Wallmans lassen erahnen, dass Gauland (abseits der Boateng-Empörungsindustrie-Blase) Positionen vertritt die eben über ein binäres schwarz-weiß Denken hinausgehen.

PS: immerhin gabs im text mit der kommunistischen Plattform als konservative Vereinigung einen Schenkelklopfer.

RE: Kaffee kochen im Kaff | 08.06.2016 | 16:00

das solche Schreibe unter Wirtschaft publiziert wird, zieht einem echt die Schuhe aus.

War nicht mal der Anspruch im Wirtschaftsteil andere Wege und Blickwinkel aufzuzeigen? Weg vom neoliberalen Konsens der deutschen Wirtschaftsredaktionen?

RE: Kaffee kochen im Kaff | 08.06.2016 | 15:54

wie süß! Neoliberale Propaganda für Dummis. Und als linke Verpackung gibts ein bisschen menscheln frei Haus.

Oder ein Beispiel für jungen prekären Journalismus der ob er will oder nicht, in neoliberalen Denkmustern gefangen ist.

Da jubelt also eine irgendwie linkes Postille darüber, dass Schweinebranchen wie die Gastronomie oder das Hotelwesen jetzt tausende Selbstausbeuter geschenkt bekommen hat. Und das tollste ist: dank diesem Geschenks gibt es nicht nur kein Nachdenken darüber, warum diese Berufe keine Auszubildenen finden (momemt mal: stimmt das überhaupt oder ist das nicht auch wieder ein neoliberales Fachkräftemangel-Märchen!?!) und ob man nicht etwas an den Arbeitskonditionen ändern müsste.

Nein, dank diesem Geschenks wird nicht nur nicht darüber geredet, sondern es gibt dort zukünftig einen Lohndruck nach unten.

In den Großstädten werden wir in Zukunft vermehrt Döner für 99cent und multi kulti Kochbanane für 2,49€ essen können. Klasse.

Also Freitag-Redaktion, jetzt mal Butter bei die Fische: hat sich mit dem Autor ein Agent Provokateur der Bertelsmann Stiftung bei euch eingeschlichen oder lässt diese irgendwie linke Postille jetzt alle Masken fallen?

Solchen neoliberalen Quark verpackt mit menschelnden moralisierenden Doktus solltet ihr lieber der Zeit überlassen. Die können das besser.

PS: beim zweiten mal lesen wirds noch schlechter. Der Artikel wirkt wie product placement der INSM.

RE: Das weiche Wir | 08.06.2016 | 11:51

Ich mag LLuis Martell und seine Berichte zu Podemos. Aber nach diesen sehr ansprengenden und unnötig verquasteten Text kommt man zu den Schluss, dass nicht jeder Text für Zeitungen geeignet ist.

Beim nächsten Podemos Artikel lieber wieder Martel allein...

... oder den Flesch-Index beachten....

RE: „Wir sind auf der Titanic“ | 08.06.2016 | 11:33

Was war das für ein schöner Samstag-Morgen, die Sonne schien und mein 3. Espresso war auch fertig. Denn hätte ich aber gar nicht gebraucht, denn dieses Interview hätte mich auch so auf Touren gebracht.

Wo soll denn diese Beliebigkeit und Angepasstheit noch hinführen?

Das eine Roll dem Freitag etwas zu Europa zu sagen hätte, was über die üblichen Worthülsen hinausgeht, die einem eh täglich im Vorbeigehen eingeflösst und direkt wieder ausgeschwitzt werden, war nicht zu erwarten.

Und wenn die Ü 60 Jährige uns erklären will, was die Jugend von Europa hält, ist das ja fast schon grenzenlose Witzischkeit.

Und dann die Fragen bzw. das Framing des Interviews...

Unabhängig von dieser Interview-Zumutung wurde ich neulich auf mein Freitags-Abo angesprochen und gefragt, wie ich denn den Freitag einschätze und ob das was für sie wäre.

Einerseits wird der Freitag zwar immer beliebiger, oberflächlicher und angepasster. Mit vielen irgendwie linken Wohlfühlthemen die so unkompliziert sind, dass man sie gut nebenbei lesen kann. Immer menschelnd und moralisierend. Also grundsätzlich auch für semi-interessierte Leser geeignet.

Leider verliert der Freitag dabei seinen USP, als nur noch minimal linkere (aber was heißt heute denn noch links?), oder sagen wir besser: alternativere Alternative zur Zeit.

Im Sommer 2016 zum Thema Europa solch ein Interview zu führen und im freitag abzudrucken ist eine Frechheit und Zumutung. Eine Frechheit für einen jungen Europäer der sich Sorgt wie es weiter gehen soll und eine Zumutung für einen Leser, der eine Alternative zum neoliberalen Wahn unterstützt.

Dieser angepasste Kuschelmist ist aber vor allem auch eines: fade und langweilig

RE: Wer folgt auf Gauck? | 06.06.2016 | 16:28

fein, the Hoff is back.

nach erstem Querlesen ist klar: the Hoff hat Blut gewittert...und die Fährte führt direkt ins Stadtschloss. Und Posten gibts zu verteilen Freunde. Posten!

Ich bin für Niels Ruf als Präsi und Hoffi als Redenschreiber. Mit RTL2 Querfront sollte es selbst die Linke wuppen.

Jetzt heißt es anpacken und die verkiffte Staatskanzlei trockenlegen. Wir sind doch hier nicht im Kindergarten...

RE: SPIEGEL und sein Problem mit Feminismus | 06.06.2016 | 12:30

früher war feminismus so laaangweilig. ewig die schwarzer mit ihren Gerede.

den #feminismus finde ich versönlicher. Da haben wir alle fun. Der nervt nicht mit Inhalten, sondern bringen seine Massage auf 140 wörter unter. Knackig, nackig.

die femen zeigen ihre wohlgeformten Körper und titten. Da hat auch der Papa seinen Spass. Fuck for forest: noch besser da konsquenter.

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