RE: CDU fordert mehr Überwachung | 19.01.2016 | 22:10

Wer behauptet (wie etwa die CDU und ihr Regierungsappendix SPD), man könne durch Vorratsdatenspeicherung "Schwerstkriminalität und Terrorismus" bekämpfen, ist entweder ein Dummkopf oder aber ein Lügner. Es ist für jeden fast lächerlich einfach, die Vorratsdatenspeicherung wirksam zu umgehen. Berufs-Kriminelle und Berufs-Krieger verfügen noch mal über ganz andere Möglichkeiten. Wem also diese Überwachung gilt und was diese bewirken soll, dürfte damit klar sein: Es handelt sich bei dem Versuch der Einschüchterung der Bevölkerung durch Massenüberwachung nicht um einen Kollateralschaden - es ist vielmehr Ziel und Zweck des ganzen Unterfangens. Es geht nicht um "Sicherheit", es geht um Angst. Zum Zweck des Machterhalts.

RE: Strukturell gnadenlos | 16.12.2015 | 18:23

Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch von der Beseitigung von Fluchtursachen schweigen ->hier die passende Kabarettnummer zum ausgezeichneten Beitrag von Daniela Dahn.

RE: Sicherheit und der menschliche Faktor | 06.12.2015 | 23:46

haben Geheimdienste und Kriminelle leichtes Spiel

haben Geheimdienste - staatliche wie private (Konzerne!) - und Kriminelle leichtes Spiel

RE: Sicherheit und der menschliche Faktor | 06.12.2015 | 23:32

Um das Beispiel mit dem Straßenverkehr, den wir von klein auf kennen lernen, aufzugreifen: Es gibt - grob gesagt - zwei Arten von Computerbetriebssystemen. Einmal die, deren Design auf die Regel hinausläuft, dass alles, was nicht verboten wird, erlaubt ist. Und zum anderen jene bei denen grundsätzlich alles verboten ist, was nicht durch den Nutzer explizit erlaubt wird.


Erstere erlauben es dem Nutzer, seinen Kopf nicht gebrauchen zu müssen beim Umgang mit der Technik.
Letztere setzen einen Prozess der Emanzipation im Umgang mit der in aller Regel vernetzen Rechenmaschine voraus; wer aber solche Betriebssysteme gewohnt ist zu nutzen, hat ganz nebenbei gelernt, nicht kopflos und zwanghaft auf alles zu klicken, was ihm vor die Maus kommt.


Da jedoch sogar öffentliche Institutionen und Behörden (mit ganz wenigen Ausnahmen wie zum Beispiel die Stadt München) auf Betriebssystemsoftware der ersten Kategorie setzen (wie die übrige Bevölkerung und die meisten Unternehmen eben leider auch), haben Geheimdienste und Kriminelle leichtes Spiel. Das Paradoxe dabei ist, dass der Nutzer der zweiten Kategorie hierbei sogar auf solche phishigen Links klicken könnte, ohne dass sich sein System eine Infektion einhandeln würde.

Und das Absurde ist, dass die übergroße Mehrheit der Gesellschaft offensichtlich auch noch bereit ist, für die schlechte, weil pseudoemanzipatorische Closed-Source-Software aus Kategorie Eins mit Geld und persönlichen Daten zu bezahlen, wohingegen Kategorie Zwei obendein noch kostenlos und von Hause aus datensparsam ist.

RE: Schaut mal her, wir schaffen das Roaming ab! | 28.10.2015 | 22:32

Diese EU-Verordnung, der die neoliberale Mehrheit aus Sozial- und Christdemokraten (vereinfacht gesagt) im EU-Paralament zugestimmt hat, ist nicht mehr und nicht weniger als eine Art HartzIV für das Internet. Eine echte, weitere Katastrophe.

RE: "Wir wollen, dass sich etwas ändert" | 28.08.2015 | 21:27

Ich bin zwar kein Medienecho, aber ich finde es sehr gut, dass Sie an dem Thema dran bleiben. Besser als dass die angesprochenen/erwähnten Ministerien sich selbst untersuchen wäre es, wenn darüber hinaus eine - in beiderlei des Wortsinns - kritische Masse sich der digitalen, stasimäßigen Abschnorchelung durch private und staatliche Geheimdienste bewusst würde - und Computerbetriebssystem- und Softwarealternativen sowie Verschlüsselung beim Surfen/Mailen/Chatten nutzte (von Hardwarealternativen will man erst gar nicht reden in diesen dunkeln Zeiten).

MfG-mcmac

RE: Ungenutzte Pressefreiheit | 14.08.2015 | 23:42

Lieber Michael Jäger,

gerade las ich „Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“ Ihr Beitrag und der Müllers korrespondieren/korrelieren heftig: (Presse)Freiheit ist nicht länger die Freiheit des/der Andersdenkenden, sondern die des "Besserverdieners" und "Pressefreiheit" als Begriff offensichtlich ein postdemokratisches Seditativ.

Beste Grüße-mcmac

RE: Dämonen und Hexen | 07.08.2015 | 07:21

Lieber goedzak,
vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich habe ihn gerade zum zweiten Mal und in Ruhe gelesen. Mich erinnert er stark an die Essenz dessen, was R. Sennett in "Tyrannei der Intimität" u.a. versuchte zu beschreiben. Und die "handwerkliche Einstellung" zum Denken, also die Dialektik darin (wobei Sennett seine dialektische Herangehensweise immer etwas schamig als "Handwerk", denn als "Dialektik" bezeichnet - wobei ich wiederum glaube, dass er den Begriff für verbrannt hält, nicht aber die Methode). Jaja, der "Zirkus Postdemokratie" ist mitunter schon eine spannende Vorstellung; man sollte eben nur nie vergessen, dass man Publikum ist. Und als solches re-agiert.
Einen schönen Urlaub auf Rügen wünsche ich Dir; ich komme vielleicht mal von Zinnowitz rübergepaddelt oder rübergetrieben, je nachdem und wenn der Wind günstig steht...
lg-mcmac

RE: Windows 10: das neue Ungeheuer von Loch Ness? | 01.08.2015 | 12:21

Lieber seriousguy47,

eigentlich sollte ich ja nicht dieses Windows-Zeug befördern, aber na ja... Gehen Sie doch mal zum Zeitschriftendealer Ihres Vertrauens. Dort liegt das aktuelle c't-Heft Nr. 17. Das Hauptthema ist Windows 10 und alles rund um das Upgrade.

Wenn sie außerdem dem Pfad C:\Users\\AppData\Local\Microsoft\WebSetup folgen ud zudem noch auf C: unter c:\esd nachschauen, finden Sie möglicherweise auch das Installations-ISO (um es bspw. auf eine DVD zu brenne und so - falls nötig - später zur Hand zu haben. Aber das ist eher eine Vermutung von mir als dass ich es genau wüsste. Trotzdem kann man ja ruhig einmal diese paar Klicks probieren und nachschauen, ob dort etwas Installationsmedienmäßiges in Form einer ca. 3 GB großen ISO-Datei herumliegt (oder in Form einer entpackten ISO-Datei; also lauter Ordner und Dateien/Setup-Dateien)...

Viele Grüße von Linux & mcmac

RE: Vorsicht, bissig! | 24.07.2015 | 00:59

In aller Kürze: Wie unterscheidet sich Kabarett hierzulande von Comedy? Vielleicht dadurch, dass das Eine Vorurteile eher bestätigt und Klischees bedient, während das Andere Vorurteile radikal in Frage stellt und deswegen u.a. Klischees - subversivst! - benutzt.

LG & Danke-mcmac

(Vielen Dank auch an die anderen KommentatorInnen zum entsprechenden Kommentar; ich schaffe es leider augenblicklich nicht, auf alle Kommentare persönlich einzugehen.)