Pipi am Bein - Bisschen was zum Relaxen

EU-Gift vor Somalia „Nicht das Einzige, nicht das Größte, aber - vielleicht - das Ungeschickteste.“
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Nach all dem aufregenden Geriatrie-Aufguss, als aus schnöder Deutscher Kochbirne Williams-Christ-Geist gezogen wurde, nun etwas zum Entspannen: „Das Pipi läuft ihm am Beim hinunter“ gibt ein somalischer Vater vor der Kamera zu Protokoll, und hilft in seiner Hilflosigkeit und Verzweifelung dem offenherzigen, kleinen Patienten, seinem Sohn, dies auch wirklich zu bebildern.

Die Chefärztin eines Krankenhauses von Mogadischu gibt zu, dass sie den tschernobylesk verunstalteten Kindern nicht die Bohne einer Chance einräumt. Sie könnte helfen, allein: ihr fehlen dazu zuerst einmal mindestens die einfachsten Mittel der Labordiagnostik. Krebs, multiple Infektionen, genetischer Unbill – alles Eins: hoffnungslos. Sie redet über ihre kleinen Patienten, denen in den fiebrigen Gesichtern (Kamera) bereits die Schmeißfliegen in den Mundwinkeln gewissenhaft und bereit herumkrabbeln. Auf Nachfrage des Reporters erklärt sie, dass sich diese Krankheitsfälle in kurzer Zeit inzwischen verdreifacht haben.

Der furchtlose, europäische Reporter recherchiert wegen ominöser, gewaltiger Giftfässer, die an Somalias Küsten angespült wurden und werden. Ein Rat der Dorfältesten erzählt ihm, dass, nachdem die Gewässer von großen, ausländischen Schiffen leer gefischt wurden, die anderen großen Schiffe kamen. Und danach Viele krank wurden. Und sie sagen ihm auch, dass früher etwa 70% der Bevölkerung als Fischer ihren Lebensunterhalt bestreiten konnten. Heute jedoch seien es lediglich noch 5 %.

1994 wurde die junge italienische Journalistin Ilaria Alpi zusammen mit ihrem Kameramann in Mogadischu abgeknallt, als sie diese spezifischen Sauereien hätte belegen können, welche die Allgemeine Sauerei, resp.: die allgegenwärtige, systemische & systematische Sauerei belegen könnte.

Derweil, also heute, jagt auch die Bundesmarine, mit Mandat des Deutschen Demokratischen Bundestages, somalische Piraten. Wahrscheinlich für Käpt'n Ahabs Reinkarnation, den samt-fettigen Silberbart und schmierigen Kinderfreund Iglo. Und nicht zu vergessen: Sie kreuzen auch, die wackeren Jungs und strammen Mädels, zahngebleacht, sonnen-gebräunt, coiffeur-blondiert, wohl ernähert & werwolfgleich in Treu' und Glauben & in Teutschem Stahl von Thyssen-Krupp gemantelt (radrarinsuffizient & schottengepanzert; das kostet richtig Geld), für (zitter-zitter) 'unsere Arbeitsplätze' und das Heilige Wachstum.

Die oben erwähnte Reportage, jüngst auf arte noch einmal zu sehen, hat(te) im Netz ca. 5.000 Klicks. Auf Youtube ganze 191 ...

[- „Ick kann jar nich' so ville fressen, wie ick kotzen möchte“ (M. Liebermann)]

Somalia - Chaos am Horn von Afrika - Somalia und die Giftmüllmafia

Ein Film von Paul Moreira

Vor den Küsten Somalias, dem bitterarmen Land am Horn von Afrika, wird seit Jahren giftiger Müll im Meer versenkt. Während ausländische Geschäftemacher hier eine ergiebige Geldquelle aufgetan haben, leidet die Bevölkerung Somalias unter den gesundheitsschädlichen Folgen dieses illegalen Treibens.

Mehr dazu...

Paul Moreira arte Ilaria Alpi
02:15 28.09.2012
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