Echte Helden

Kino Oliver Stones „Snowden“ gibt sich alle Mühe, der Wirklichkeit ähnlich zu sehen
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 38/2016

Die Fiktion paust dokumentarische Bilder ab. Oder wie immer man die Ähnlichkeitsbemühungen von Oliver Stones Film nennen will. In den Credits von Snowden werden zwar zwei Bücher genannt, das Sachbuch des Guardian-Journalisten Luke Harding (auf Deutsch: Edward Snowden. Geschichte einer Weltaffäre) und der Roman von Snowdens russischem Anwalt Anatoli Kutscherena (nicht auf Deutsch erschienen und wohl nur des Zugangs zu Snowden wegen aufgeführt: The Time of the Octopus, also etwa „Die Zeit des Tintenfischs“).

Bildentscheidender aber dürfte Laura Poitras’ Dokumentarfilm Citizenfour von vor zwei Jahren gewesen sein. Denn darin waren die Bilder aus dem Hongkonger Hotelzimmer zu sehen, die Stones Film nun reenacted: Der Whistleblower erklärt der