Matthias Dell
28.10.2012 | 21:45 33

Sie haben mich verletzt

Tatort "Ein neues Leben" ist keine neue Liebe: Die Münchner Folge zeigt zwar den Franz in großer Form und den Ivo undercover, hat darüber hinaus aber Probleme mit dem Matchplan

Man verspürt unweigerlich den Drang, in Sachen Tatort grundsätzlich zu werden these days. Was für eine Woche! Nina Kunzendorf tritt als Conny Mey zurück, Til Schweiger zelebriert Inauguration und Nora Tschirner und Christian Ulmen machen Special-Tatort in Weihnachtsweimar. Hat alles miteinander zu tun, wie etwa das Statement der Conny-Mey-Redakteurin Liane Jessen zeigt, die nicht prominent nachbesetzen will, obwohl der HR einst damit angefangen habe; sie ist des Hypes überdrüssig.

Und in eben diese Richtung (Hype!) gehen our Befürchtungen, die auch Til Schweiger nicht zerstreuen kann mit seinem boring Pressedissen. So was wie der Tatort lebt doch auch von der trägen Verlässlichkeit von Wiederholung, und wenn da jetzt dauernd Leute rumspringen, die zu Sonderkonditionen Einmal-Auftritte hinlegen, dann hat das mehr mit den Leuten zu tun (dem Popularitätssprung für Kunzendorf etwa) als mit dem Tatort. 100 Jahre Lena Ödenthal sind keine Lösung, aber wenn die Verlautbarungs-PR häufiger kommt als der Tatort lui même, dann stimmt was nicht.

Weil die Realität der Tatort-Folgen, die in den meisten Fällen medioker ist, dann noch mediokrer wirkt gemessen am bunten Feuerwerk der Ankündigungen und Absichtserklärungen. Live zu betrachten an der Mjunik-Folge Ein neues Leben, von der wir trotzdem behaupten würden, dass sie den Standard der Reihe von einem leicht erhöhten Oben her performt – und damit von der anderen Seite als Stuttgart letzte Woche.

Prekäres Betrugsmodell

Die Geschichte (Ist es wirklich das, was sie gewollten haben: Léonie-Claire und Fred Breinersdorfer) ist freilich ein Riesenschmarrn; wenn man die Story nach dem Ende des Films noch mal "Paroli laufen lässt" (Horst Hrubesch), dann kann man sich schon wundern, wie Ein neues Leben es überhaupt in die K.o.-Runde nach 21 Uhr geschafft hat. Die Geschäftsidee der beiden Drücker-Ladies Isabella (Nina Proll) und Sandra (Mina Tander) macht nur beim Warmlaufen Eindruck: Mit Robbenbaby-Bildern door knocking betreiben, um Leute zum spendenden EC-Karten-Durchziehen zu motivieren für ein Reservat, das es nicht gibt. Das Geld wird auch nicht abgebucht, um dann später an Geldautomaten mit dürftigen Verkleidungen munter abzuheben. Klingt alles etwas umständlich, und wenn die Bank eh zahlt, warum dann nicht auch die Spendengelder mitnehmen, das Nicht-Abbuchen macht doch bloß verdächtig.

Und warum diese Banken, die es sonst von den Lebenden nehmen und bei allem, was nicht Millionenschäden verursacht, ihre Anwälte losschicken, so entspannt wie dieser Sprecher auf Stillschweigen setzen, damit nicht noch Trittbrettdriver auf die Drückernummer kommen, erklärt sich auch nicht. Wie lang die Polizei sich das alles anguckt, ist auch nur dann zu verstehen, wenn man weiß, dass Tatort-Folgen heuer zwischen 1.27 und 1.28 h dauern. Von der USB-Stick-Geschichte wollen wir – angefangen vom Runterladen während des Italiener-Essens bis zum Wiederauffinden am helllichten Tag (in der Parallelszene des Ausritts der Ladies herrschte tiefe Nacht) vor geschlossenem Lokal und auf menschenleerer Straße – besser schweigen.

Eher ein Problem der Inszenierung ist (Regie: Elmar Fischer), dass die Drohgebärden der Ladies sich schon nach dem anfänglichen Ausflug zum Italiener erschöpft haben. Äußerlich wird zwar auf Sektenähnlichkeit gesetzt mit diesen tighten Deutschland-sucht-den-Supersalesman-Castings, den Decknamen ("Fred. Fred, Günter") und der sogenannten Villa. Gerade aber schon an, this time, Undercover-Ivo (Miro Nemec) kann man sehen, wie wenig Furcht das Elend des Drückerbiz verbreitet.

Gürtelstraffen 

Der Ivo stammelt sich bei der Vorstellung einen zurecht, um nach der geglückten Aufnahme selbstbewusst loszuermitteln, wie Tatort-Kommissare das halt tun. Und von den Kollegen ("Fred. Fred, Günter") lässt sich schlecht behaupten, dass die sich von einer Idee ihrer eigenen Subjekthaftigkeit schon verabschiedet hätten. Ergo: Das Milieu und die es bedingenden Abhängigkeiten hätten wir uns doch etwas präziser erzählt gewünscht, obwohl das absurde Gürtelstraffen in der Hand der Drückerdominatrice als hoffnungslose Reminiszenz an die SM-Fifties in der Schule fast schon wieder einnimmt. Ergo ist auch sonst ein Superstichwort, war doch die Hoffnung am Anfang groß, dass auf den Spuren des Dokumentarfilmerfolgs (30.000 Zuschauer) Work hard, play hard der Dauerstress im Angestelltenwesen des High-End-Kapitalism auch weniger betrügerisch hätte dargelegt werden können.

Dass den größten Stress naturgemäß die Ladies an der Spitze haben, führt zu einer Szene, die an Putzigkeit schwer zu übertreffen ist: Als Isa und Sändy da irgendwann erschöpft miteinander rummachen, kam uns unser lieber Freund J. aus USA in den Sinn, der in der forkeschwingenden Pose des puritanischen Landpriesters einmal augenaufreißend "Lesbians!" deklamierte, als verbinde sich damit die Ankunft des Jüngsten Tags. Dass grundsätzliche Verderbtheit immer noch durch sexuelle Abweichung von der sogenannten Norm unterfüttert werden muss – tu parles.

Für das eingangs erwähnte leicht erhöhte Oben ist in dieser Folge fast allein der Franz (Udo Wachtveitl) zuständig, der, wenn er so weitermacht, eines Tages noch eine positive Lesart fortgeschrittener Thomasgottschalkness liefern könnte. "Material" (Heiner Müller) bietet dabei die liebreizende Figur des Gabriel "Disco Stu" Fechner (Maximilian Schafroth), der am Computer zwar was kann (tollstes Feature der ganzen Folge: wie Ivo das ubiquitärste Robbenbabybild in diese Zaubersuchmaske des Polizeirechners zieht und nicht auf allen Internetseiten dieser Welt landet, sondern bei den richtigen Verdächtigen), aber im Feld eine "kriminalistische Vollniete" (der Franz) ist.

Der junge Stutzer

Ivo tritt dem jungen Stutzer als – eine obsolete Praxis, deren Aufrufen melancholisch stimmt – Herrenreiter alter Schule auf, indem er konsequent "Flechner" sagt, obwohl er's natürlich besser weiß. Der Franz glaubt derweil an das Gute im Menschen, auch wenn der Disco Stu sich Mal um Mal um Kopf und Kragen redet und nichts für sich behalten kann, zumal er mit dem Großherrlichen des Reviers, Friedhelm "Hannes" Wader (Olaf Rauschenbach) verwandt ist. Schön ist – und eben ein Unterschied zu Stuttgart –, dass Schafroth seiner Figur eine eigene Sprache gestatten darf, die die geläufige reibungslose Dialogverteilung von fallrelevanten Informationen durch Stammeln und Abschweifen dementiert.

In diesen Momenten wie auch dem Meta-Verhör der Escortlady Anna Vollmer (die bemerkenswerte Katharina Marie Schubert: "Warum wollen Sie sich denn jetzt auch noch setzen?") merkt man, dass hinter Ein neues Leben durchaus gewisse Ambition steckt. Auch wenn sie sich auf die Auslage der Kommissar-Figuren beschränkt.

Eine Frage unter Brecht-Jüngern: "Das macht man doch so, um Spuren zu vernichten?"

Ein Gesprächsanstoß, mit dem man auf Stehpartys ins Gespräch finden könnte: "Mag der Batic Nüsse?"

Ein sogenannter Fun Fact: In Salami Aleikum waren Arman (Navid Akhavan) und Verapaula (Anna Böger) in love

Kommentare (33)

grefel 28.10.2012 | 22:13

doch, doch. die story ist relativ realistisch und man könnte sie genau so machen. kreditkartenbetrug wird von den banken mehr oder weniger stillschweigend beglichen und hat relativ große ausmaße. die idee des nicht abbuchens der spendengelder halte ich auch für plausibel, weil sonst anzeige wegen betrug erstattet werden kann.

mir scheint die "nummer" ziemlich gut und ließe sich vermutlich ähnlich durchziehen. mit den gesammelten pin könnte man jahrelang munter geld abheben - die karten würden ja nicht gesperrt und die pins ändern sich nicht.

Magda 28.10.2012 | 22:27

Aha, der zu Beginn "Geschleifte" war also Arman. Klar war mir das nicht gleich.

Dass grundsätzliche Verderbtheit immer noch durch sexuelle Abweichung von der sogenannten Norm unterfüttert werden muss - tu parles.

Dass es mal ein lesbisches Kriminalduo gibt das ist im Zuge der - andernorts wegen ihrer angeblich verquasten Sprache diskutierten Gendergerechtigkeit - ja nur Recht und preiswert. Frauen wollen auch kriminell dran sein mit ihrer sexuellen Ausrichtung und da gehört das einfach dazu. Und gleich noch weiter - von wegen Abweichung, die eine war ja auch ein bisschen bixexuell und deshalb ließ ihre kriminelle Energie auch nach. Nur reiner Lesbianismus führt zum Erfolg - auch in diesen Fragen. Mit Ledergürteln auf den Tisch zu hauen - sehr spannungsfördernd.

Und - was mich rasend gestört hat, war der merkwürdig verzagte und verhuschte Miroslav Nemec. Der war einfach von der Rolle nicht überzeugt.

Aber, Ihre Rezension hat mich diesmal besonders erheitert. Dafür Danke.

lebowski 28.10.2012 | 22:46

"..lui même.."

Bon, Mathieu Dell! Da mopperte man letzte Woche über die Anglizismen rum und Sie kommen uns prompt französisch. Sehr flexibel, fast schon endzeitkapitalistisch.

Über die Logikfehler muss man inzwischen großzügig hinwegsehen, sonst dürfte man sich keinen Spielfilm mehr angucken. Auch verbreiteten die Ladies für mich angemessen Angst und Schrecken.

Interessant war der nur schwach ausgeprägte Protest, sei es bei Abgabepflicht für die Handys, dem zwangsweise Zusammenwohnen in einer Villa oder dem Annehmen falscher Identitäten. Wenn man erstmal unten ist, stellt man keine lästigen Fragen mehr.

Nur dass sich eine Drückerkolonne ein üppige Villa in München leisten kann, wo jedes Rattenloch schon 500 Euro Kaltmiete kostet, halte ich dann doch für etwas arg realitätsfern. Da hätte auch Philipp Lahm wohnen können -was eine schöne Gelegenheit für einen Cameo-Auftritt gegeben hätte.

Rene Artois 28.10.2012 | 23:18

Die Tatörterei wird immer zeiteffektiver. Weil mich mein TV-Programm (Kaffeine) ob der programmierten Aufnahme von "My dings great Greek Wedding" vom ARD-Tatort rausgeschmissen hat, hab' ich meine DVD weitergeschaut, um mich dann nach einer halben Stunde auf 1-Festival mal beim Ivo und beim Franz blicken zu lassen. Aber nach einem schwachen Viertelstündchen hab' ich mich wieder verabschiedet. Voll krass ey ... – Jetzt tu ich mir die "Autumn in Nimes" DVD von Dire Straits rein, den Sennheiser auf die Fontanelle, und dann könnt's mich mit eurem Tatort – Money for nothing and the chicks for freeeeeee ...

Matthias Dell 29.10.2012 | 07:56

cher lebowski, es ist doch, moppern hin, moppern her, mit den fremdwords so, dass die einfach da sind, "nicht will, muss" (peter lorre).

was wireless lahm angeht: gräfelfing, wo die "villa" stehen sollte, ist doch viel zu weit draußen, weiter als grünwald. und wohnen die jungen burschen heut eh nicht downtown szenebezirk? bilde mir ein gelesen zu haben, dass swini etwa im glockenbachviertel zuhause ist

Cromwell 29.10.2012 | 09:08

Dazu muss man sagen, dass der Tatort auf einem wahren Fall basiert, den sogenannten "Drückermorden von Ellwangen". Siehe dazu SPIEGEL 20/1998 "Das Indianerspiel" oder DIE WELT 23.04.98 "Der alltägliche Horror". Das Millieu wurde zwar insgesamt wohl nicht sehr authentisch geschildert, aber die beiden Frauen hatten wohl auch tatsächlich eine sexuelle Beziehung zueinander, das sind nicht nur schwitzige Drehbuchautorenfantasien.

paedischaer 29.10.2012 | 13:00

... hieß der rainer-langhans-befrisurte Dödel nicht Gabriel? Oder habe ich da noch den Bericht aus Berlin im Kopf?


Ansonsten konnte ich die Geschichte in fast keiner Sekunde richtig ernst nehmen. In meiner Branche würde das heißen: "Dem Buch hätte ein Lektorat gutgetan."

Auch wäre ich, dies ein Exkurs in die Realität letzten Jahres, hätten mich Menschen in grauen Deux-pièces und Anzügen angesprochen, kaum stehen geblieben, da ich Vertreter von AWD oder der Mormonen vermutet hätte. Die reale Drückerkolonne von heute kommt in weit harmloserem Gewand daher, nämlich als nette Studentin, die Freiwilliges Soziales Jahr macht. Im Glauben, arbeitslosen Jugendlichen beim Berufseinstieg behiflich zu sein, sitzt man dann Wochen später auf einem Zweijahres-Kicker-Abo für summa summarum 400 Euro. So ist das! Und da ich jede Gelegenheit nutzen möchte, Folgendes loszuwerden, tue ich das auch hier: Reingefallene, wehrt euch! Bezahlen muss man gar nichts!

Zurück zum Tatort: Trotz allem kucke ich Ivo und Franzl, mittlerweile schlohweiß und mit Lesebrille, gerne beim Altern zu.

Achtermann 29.10.2012 | 14:41

@Dell

Nina Kunzendorf tritt als Conny Mey zurück … sie ist des Hypes überdrüssig.“

Ja, lieber Dell, wer hat denn an vorderster Front an dem Hype mitgewirkt? Immer wieder habe ich dell’sche Augenverdrehungen mit Schmachtanteilen aus den Rezensentenzeilen lesen müssen. No wonder, nicht jeder Lady behagt das, auch wenn sie noch so aufreizend den Präsidiumsflur als catwalk zu benutzen weiß.

Frank R 29.10.2012 | 18:20

Da ich keinerlei Krimi-Serien verfolge, ist der Text für mich sehr interessanter Weise vollkommen unverständlich. Womöglich bin ich nun endgültig aus dem Volke ausgesourct, um auch mal einen kleinen Anglizismus einzustreuen.

Ich kenne das Gefühl schon von familiären Kafeekränzchen, wenn das Gespräch auf GZSZ fällt. Sofort klingt es, als berichteten sie von nächsten Angehörigen und schauen mich, ihr eigen Fleisch und Blut, an, als sei ich vom Mars her als Störenfried in die Erdathmosphäre eingedrungen.

Mag das Fernsehen ursprünglich als kollektives Lagerfeuer gewirkt haben - es hüllt mich nur noch in Rauch.

Saadiyah. 29.10.2012 | 19:48

bin ich kriminalistisch wirklich so unterbelichtet oder war ich - oh wunder - etwa kurzzeitig unaufmerksam? aber mir fehlte bei dieser masche noch ein wesentliches element: müssten nicht auch die ec- oder visitenkarten geklaut werden, um damit am bankautomaten geld abheben zu können? und würden eben diese dann nicht doch ziemlich bald gesperrt werden?

mai 29.10.2012 | 21:41

Also ich fand den eigentlich gar nicht so schlecht. Das Drückermilieu kam halt viel zu kurz (wobei ja doch denke ich so etwas bei Tatort München falsch aufgehoben ist). Schuld daran sind meiner Meinung nach einfach zuviele Handlungsstränge. Warum denn z.B. eigentlich Jörg und seine Freundin? Der Neuling mag ja ein netter Charakter sein, aber muss der denn hier sein? Die Klammer "Loyalität" kann man doch wohl anders auch einbauen?

Da gabs doch viel ausbaufähigere Charaktere, z.B. diesen Amann (der z.B., meines Wissens zum ersten Mal in einem Tatort das Thema Rassismus in der Polizei anspricht [und auch wirklich nicht mehr]. Entweder man traut sich und riskiert Prügel von der Polizistengewerkschaft oder lässt es doch gleich?).
Und was mir noch immer nicht eingeht: Warum versucht denn eine Nina Proll krampfhaft deutsches Deutsch zu sprechen wenn sie doch sehr gut Österreichisch spricht? Das ist doch mutwillige Charakterbeschädigung! Zumal sie ja doch einen etwas psychisch ausgefallenen Eindruck macht.

Und apropos und von diesem Fall mal abgesehen, in dem das nicht funktionieren würde: Eigentlich könnten sich doch auch andere Tatorte die in Wien angewandte Methode zu eigen machen, Milieustereotypen (schätze mal das hat in der Fachsprache einen Namen) als Charaktere über mehrere Folgen hinweg einzusetzen. Leute wie z.B. einen Amann (Nichtweißer, vorbestraft, schwieriges Verhältnis zur Polizei, aber eigentlich eh kein Arsch) kann man doch wirklich über mehrere Folgen hinweg gut gebrauchen und muss sie nicht jedes Mal von neuem aufwändig zeichnen. Auch der "echte" Tierschützer wäre mit Widererkennungswert deutlich lustiger gewesen, als hippie-Kleinbürger wäre der doch auch universal einsetzbar.

Grundgütiger 30.10.2012 | 08:24

Der einvernehmliche Geschlechtsverkehr ist heute immer öfter die Startsequenz einer abendlichen Unterhaltungssendung.

Viele denken, da kommt bestimmt noch was, ich bleib mal dran!

Und dann kommen viele strubbelige Handlungsstränge, aber der GV taucht nicht mehr auf.

Da die Zunge bekanntlich den kranken Zahn sucht, fallen einigen die Frauen auf, die es erotisch meinen.

Die Erwähnung dieser Sequenz deutet immer noch auf eine Besonderheit hin.

Nur auf welche?

Ansonsten schau ich einem alten Ehepaar beim Zanken gerne zu(Leitmayer&Batic).

Das dürfte das Authentische an der Sendung gewesen sein.

Der EC-Karten Trick ist ja nur ein Hinweis auf das Spiel vom Hasen und dem Igel. Gegen die Hacker kann man nicht gewinnen.

Und die Banken unterstützen alles, was billiger als neue Soft-oder Hardware ist. Reine Kosten-Nutzenrechnung. Wie gesagt, gewinnen kann man nicht.

Amanda 30.10.2012 | 11:55

Ich mag Katharina Marie Schubert sehr, ganz großes Kino ist das. Den Jungspund fand ich auch herrlich, mal potz selbstbewusst, dann wieder knödelig zweifelnd, sich über sich selbst ärgernd.

Nina Kunzendorfs Ausstieg hab ich vorhergesagt, weil das mündlich war, hab ich hierfür aber keine zitable Quelle. Grund, m.E.: SO schön UND stark UND klug darf im 1. Deutschen Fernsehen im Jahre 2012 keine, aber auch NICHT EINE Frau sein.

Robert Baberske 30.10.2012 | 19:55

Leider ist auch am Sonntag nur Durchschnitt bei dem Versuch, uns einen Einblick in eine Drückerkolonne gewähren, bei rumgekommen. Ich kann der obigen Kriitk größtenteils zustimmen. Wachtveitl wie in den letzten Folgen ganz groß, mit dem Batic werde ich auch nach intensiver 6-jähriger Beobachtung überhaupt nicht warm.

Der Fall nicht unspannend, aber zwischen drin war ich doch etwas irritiert mit Fred, Günther, dem Epileptiker und dem geheimnisvollen USB-Stick. Und so geht eine "spektakuläre" Tatort-Woche etwas verhalten zu Ende.

Wie gut das am Sonntag der "Vom Von" sein Zepter in München schwingen darf.

Matthias Dell 30.10.2012 | 22:41

achtermann! ihre meinung in ehren, aber dass unsere beschauliche runde hier mit meinem impulstext vorneweg die rollenlaune von nina kunzendorf beeinträchtigt, fällt mir schwer zu glauben. was einem da eher auf den sack gehen kann, ist der sexismus der blöd-zeitung. hier wurden outfit und gangway gelobt. und wenn ich mich an die ersten äußerungen von n. kunzendorf erinnere, fand sie die rolle doch selbst saftig. weiß man auch nicht, welcher pressemeldung man glauben soll. mir scheint wahrscheinlich, das wurde auch irgendwo angegeben, dass es ihr genug war nach fünf folgen, zwei feste filme im jahr ist wahrscheinlich viel für jemanden, der - wenn auch durch diesen tatort - nun bestimmt noch mehr filme drehen kann und theater spielen will. fünf folgen sind außerdem so ein mittelmaß an entwicklungsmöglichkeit. beim großen klaus schwarzkopf als komm. finke waren es seinerzeit sieben, wobei die je einen anderen stellenwert hatten, damals kam tatort einmal im monat und finke einmal im jahr.

und des mit dem zitat, überdrüssig und so, das stammt ja nicht von n. kunzendorf, sondern von der redakteurin, und die meint damit auch nur zunehmend immer mehr prominentere promibesetzungen. also: ordentlich zitieren, sonst gibts schavanplag auf den hals bzw. blinkfeuer schießt sie aus dem orbit.

Achtermann 02.11.2012 | 18:17

Achtung, ich zitiere jetzt ordentlich:

"Nina Kunzendorf tritt als Conny Mey zurück, Til Schweiger zelebriert Inauguration und Nora Tschirner und Christian Ulmen machen Special-Tatort in Weihnachtsweimar. Hat alles miteinander zu tun, wie etwa das Statement der Conny-Mey-Redakteurin Liane Jessen zeigt, die nicht prominent nachbesetzen will, obwohl der HR einst damit angefangen habe; sie ist des Hypes überdrüssig."

Hervorhebungen von Achtermann