Mexiko und die Drogenproblematik

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Seit geraumer Zeit wird Mexiko von einer Welle der Gewalt heimgesucht. Geradezu kanonisch beurteilen (fast alle) Medien dieses Problem als natürliche Konsequenz des vom illegalen Präsidenten Mexikos Felipe Calderón ausgerufenen Kriegs gegen die Drogenkartelle und urteilen allzuoft positiv über Calderons Strategien. Hier eine Kritik.

Seit Felipe Calderón im Juli 2006 durch einen Wahlbetrug die Präsidentschaft Mexikos an sich nahm ist im Land wenig erfreuliches geschehen. Hauptthema des Präsidenten und seiner ultrarechten Regierung ist der Krieg gegen die Drogenkartelle - Krieg, wie leider allzu oft bei faschistisch geprägten Regierungen. So sind seit kurzem nun sogar mehr als 11000 Soldaten allein in der US-Grenzstadt Ciudad Juárez stationiert. Dort soll gegen die täglich ca. 30 Morde und Drogenschmuggel vorgegangen werden. Seit Stationierung der Truppen liest man in den Medien nichts mehr über diese Morde, jedoch hört man mehr und mehr von Menschenrechtsverletzungen seitens der Soldaten.

Seit Herbst 2007 wird beinahe ganz Mexiko von einem grossen Anstieg der Kriminalität heimgesucht. So ist es nun leider Alltag, wenn im Durchschnitt zwischen 20 und 40 Menschen täglich bei Metzel- und Meucheleien umkommen. Schiessereien gehören nun auch in provinziellen Regionen mehr oder weniger zum "normalen" Geschehen. Zuvor war dies meist nur in verschiedenen Problemzonen des Landes der Fall.

Was tun? Hätte Mexiko eine auch nur im Ansatz funktionierende Polizei und einen auch nur ansatzweise kooperierenden Nachbar USA, dann könnte man dieses Problem auf autoritäre Weise kontrollieren. Jedoch scheint generell und prinzipiell klüger zu sein, Drogen einfach zu legalisieren. Es wäre doch so einfach. Man hätte die Kartelle zerschlagen und der Konsum könnte regulierter stattfinden... .

Bleibt zu hoffen, dass Calderón bald seine Strategie ändert, sonst wird Mexiko völlig im Chaos versinken!!

09:27 10.04.2009
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Geschrieben von

meier060782

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