Friedensnobelpreis-Wohin mit dem Preisgeld?

Europa Die Menschen der EU wurden ausgezeichnet und die EU hat damit auch eine gewaltige Verpflichtung den Bürgern gegenüber,
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allen Menschen, auch denen, denen die Krise die Existenz genommen hat.

Zu hunderten schlafen sie unbemerkt auf den Straßen der Städte von Griechenland und Spanien, Menschen, die um ihr gesamtes Hab und Gut gebracht wurden, von kurzsichtigen Politikern, der Wirtschaft, den Banken.

Jetzt ist es an der Zeit, diesen Menschen zu helfen, ein Zeichen dafür zu setzen, dass Europa ein würdiger Preisträger ist. Jetzt muss das Herumhacken auf denen enden, die wahrlich meist nichts dafür können, dass ihnen so übel mitgespielt wurde.

Jetzt muss Europa beweisen, dass es ein Herz hat, dass eben nicht alleine der Profit zählt!

Das Preisgeld sollte dafür benutzt werden, zu Sonderkonditionen und zumindest für die Wintermonate Obdachlosen Unterkünfte bereit zu stellen.

Die EU sollte das Geld verwenden um zum Beispiel in den vielen leerstehenden Gebäuden Spaniens Räume anzumieten, damit nicht demnächst die Menschen, die ohne Wohnungen da stehen, erfrieren, denn der Winter naht.

Auch in Griechenland sollte man für ein paar Monate ohnehin leerstehende Pensionen und Gebäude zu Sonderkonditionen anmieten.

Notfalls muss man eben auch dazu greifen, Eigentümer vorübergehend zu enteignen, ihnen den preis diktieren, denn sie haben von der Krise ja profitiert. Und meist finden sich derzeit ohnehin keine Käufer, oft sind es ja Banken, die auf dem Leerstand sitzen.

Das wäre ein Zeichen an die Menschen Griechenlands und Spaniens, die jetzt so sehr an Europa verzweifeln, den Glauben an das Staatengebilde verloren haben.

Das brauchen die Menschen jetzt in der Krise, das braucht Europa um sich selbst zu bestätigen, um sich zu rechtfertigen, um zu den eigentlichen Zielen zurück zu kehren.

Ein Friedensnobelpreisträger, vor dessen Türen Menschen erfrieren? Dann wäre Europa wirklich am Ende, dann hätte es endgültig seine Berechtigung verloren.

Man wird nicht jede Not lindern können, aber vielleicht würde das Preisgeld aufgestockt von unerwarteter Seite. Vielleicht wäre es Ansporn für Organisationen, einige Millionäre und Milliardäre, jetzt etwas zurück zu geben an jene Menschen, denen sie ihren Wohlstand verdanken, denen sie dafür aber zumindest etwas Wärme im Winter schulden.

©denise-a. langner-urso/MenschenZeitung

20:11 12.10.2012
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