USA, Europa–“Terrornetzwerk” westliche Welt

"Antiterrorkampf" Es ist schon richtig, dass die islamische geprägte Welt uns als Feind betrachtet, denn nur zum Wohle der eigenen Wirtschaft wird ein Kreuzzug
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gegen Andersgläubige geführt, der sich gewaschen hat.

Schauen wir einmal auf Manning und Snowden, so erkennen wir, der Westen verfolgt jene, die seine Menschenrechtsverletzungen anprangern ebenso hart, wie jene, die die christliche, westliche Welt so gerne als Schurkenstaaten betrachtet.

Manning hat schwerste Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit aufgedeckt, Snowden den eingelullten Menschen der angeblich rechtsstaatlichen, demokratischen Welt gezeigt, dass dort ein Überwachungssystem herrscht, das locker dem islamischer Staaten entspricht, nur, dass hier die „Sittenwächter“ nicht öffentlich patrouillieren, im Zweifelsfalle aber ebenso hart zuschlagen.

Entweder, indem jemandem plötzlich der nächtliche Besuch der Staatsmacht droht, weil er über tausend Stufen und Menschen, die er nicht einmal kennt, in den Verdacht gerät, er könne ja terroristische Ambitionen haben, weil er seine eventuelle Verbindungen, die perfide Überwacher herstellen, niemals kennen kann, und wofür man ihm ohne eindeutige Beweise oder Verurteilung eine Drohne ins Auto jagt, wie erst heute wieder in Sanaa geschehen.

Nie haben die dort umgekommenen Menschen vor einem Gericht gestanden. Und Manning hat nichts weiter getan, als der Welt zu zeigen, dass aus schierer Mordlust Soldaten zu gehirngewaschenen Computerspielern werden, denen jede Menschlichkeit abhanden gekommen ist, und die nie Befehle hinterfragen würden, denn dann erginge es ihnen nicht anders als Manning.

Snowden derweil hat der Offenbarung Mannings das Sahnehäupchen aufgesetzt, indem er aufdeckte, auf wie perfide Art man seitens des christlichen Westen Menschen zum Tode verurteilt. Und das ist die eigentliche Leistung dieser beiden Whistleblower, die man allerdings nur erkennen kann, wenn man nicht selbst politischer Handlanger oder Speichellecker der Amerikaner ist.

Und schauen wir dann auf die Doppelzüngigkeit und Verlogenheit der EU, so wird klar, dass auch hier Menschenrechte und Demokratie allenfalls jenen zugedacht werden, die nicht fragen, sich dem System anbiedern, seine Hilfe nicht in Anspruch nehmen, zumindest nicht als Bürger. Ungarn ist vielleicht das beste Beispiel an dem man erkennt, wie sämtliche Werte, die eine soziale Gemeinschaft an sich definieren, mit Füßen getreten werden.

Es geht um die Behandlung der Roma, deren Leben keinen Deut wert ist, weil sie einfach nicht so leben, wie man sich seine Bürger vorstellt, kriechend und duckend. Niemand will sie haben, Beispiele aus Frankreich und Deutschland gibt es genug, und dennoch stünden ihnen in einer intakten Gesellschaft all jene Rechte zu, die man, sofern man einen einzigen Funken Anstand und Moral hätte, jedem anderen Menschen der Gemeinschaft auch zugestehen würde. Nicht so in der EU. Da wird Menschen in Ungarn das Recht auf das lebensnotwendige Wasser verwehrt und kein Politiker der Bundesregierung zeigt sich empört. Ein unglaublicher Vorgang, der beweist, unproduktive Menschen, mit denen man keinen Gewinn machen kann, die man nicht für Wachstum der Wirtschaft einspannen kann, sie gehen unseren Politikern, gehen der EU am Arsch vorbei. Sollen sie doch verrecken, wen störts?

Welchen Aufschrei hingegen würde es geben, würden das in einem islamischen Staat ( nicht in der Türkei, versteht sich, mit der will man ja wirtschaftlich arbeiten) passieren! In diesem Falle aber der Roma bleibt man stumm.

9/11, auch dort gab es Tote. Und ja, diese Menschen sollen unschuldig gewesen sein. Und doch sei mir die Frage erlaubt, waren sie es wirklich? War nicht auch unter den Toten vielleicht der eine oder andere Soldat, der Drohnen in Autos gejagt hat, einfach aus Kadavergehorsam, nicht wissend, ob diese Menschen jemals ein Verbrechen begangen haben, dennoch von den USA zum Tode verurteilt?

Bevor man die eigenen Toten beklagt, wobei ich den Anschlag nicht herunter reden will, sollte man schon einmal so viel Moral und Anstand haben, aufzuarbeiten, was so einige dieser Toten anderen Teilen der Welt früher für Leid gebracht haben, durch ihr Soldatenleben, dass sie vielleicht hatten.

Und dazu stelle man sich vor, die islamischen Staaten seinen die Weltmacht Alkaida. Die Flugzeuge, das seien ihre Drohnen gewesen, und man hätte sie auf die Vermutung hin geschickt, dort in einem der Twin-Tower arbeite ein ranghoher Offizier der Gegenseite. Und die Erkenntnis habe der Weltmacht Alkaida der hauseigene Spionagedienst Alspy geliefert. Und dann? Würde man dann auch sagen, 9/11 sei ein gerechtfertigter vorsorglicher Angriff gewesen, weil man ja schließlich die Vermutung hatte, es könne jemand sich im Gebäude befinden, der eventuell eben einmal ein Terrorist gewesen sein hätte können oder werden können? Ach nein? Aber genau so verhalten sich die Amerikaner ständig! Und wundern sich über die Reaktion?

Und vielleicht hatten ja auch die Menschen, die in den Autos von Sanaa starben nur über den tausendsten Kontakt einmal Berührung mit jemanden, von dem sie nicht einmal wussten, waren auf dem Weg zu einer Beerdigung oder Hochzeit. Wird man uns dazu je die Wahrheit sagen, oder müssen wir blind glauben, dass dort Terroristen starben? Und wenn, wenn es rechtsstaatlich zuginge, warum bittet man dann nicht um Festnahme und Auslieferung? Einfach, weil man eben keine Beweise hat! Und hätte man sie, warum legt man sie nicht vor? Und nein, ich will, das sage ich deutlich noch einmal, den Angriff nicht rechtfertigen, er war wirklich grauenvoll und doch zeigt er uns, wohin man Menschen treibt, die sich ebenso als Gesellschaft sehen und nur ihre staatliche Lebensform behalten wollen, die sich von unserer Kultur massiv unterscheidet. Und man will ja eben nicht Freiheit und Recht bringen, sondern Rohstoffe mitnehmen und sichern.

Waren unter jenen Toten von 9/11 nicht auch vielleicht auch ehemalige US-Soldaten oder Soldatinnen, die gefoltert haben, in einem der Kriege, in die man sie geschickt hatte, die so verrohten, dass sie aus purer Lust am Quälen von Menschen diese zu Hunden machten, oder andere misshandelten, die heute vielleicht in Guantanamo sitzen, von keinem Gericht je verurteilt, einfach auf die Vermutung hin, sie könnten ja eventuell mit ungewisser Wahrscheinlichkeit islamistische Terroristen sein? Man muss all das aufarbeiten, die Trauerzeit war lang genug, wie wir in Deutschland auch unsere eigene Geschichte hinterfragen, umzu lernen, woher etwas kommt, um zu begreifen, Fehler zu verhindern, sie nicht erneut zu machen. Und wenn die USA dazu nicht bereit sind, dann werden sie nie verstehen …

Man soll Tote nicht aufrechnen, und doch frage ich, wie viele Unschuldige starben im Irak, starben in Afghanistan, den man ja nur angriff, weil man irgendeinen Schuldigen brauchte, weil man wütend war, und das vollends ohne Beweis!

Und wer steht dafür vor dem Internationalen Gerichtshof der angeblich so die Menschenrechte liebenden, westlichen Welt? Wer wurde für eventuell begangene Kriegsverbrechen abgeurteilt? Wurden Sanktionen beschlossen? Nein, niemand und nein, weil es ja nur um einen Krieg gegen Völker ging, die den Koran anbeten und keine Rückschlagsmöglichkeit haben, ausser ihrer Attentäter, und deren Regierungen einfach keine Vasallen sein wollen, Rohstoffe eben nicht verschenken mögen. Mit China, wäre der Anschlag von 9/11 aus dieser Ecke gekommen, hätte man sich nicht angelegt, man hätte von Verrückten gesprochen, allenfalls …

Was also unterscheidet bitte die Willkür der USA, weltweit Menschen zum Tode zu verurteilen von der Willkür derer, die man im Westen Terroristen schimpft? In meinen Augen jedenfalls gibt es keinen Unterschied, nicht den geringsten.

Sind die von keinem Gericht verurteilten Toten von Drohnen schuldiger oder unschuldiger, als die Toten, die durch Bombenattentate durch Anschläge die im Westen ums Leben kamen? Wir werden nie erfahren, ob sie sich eines Verbrechens schuldig gemacht haben, denn würde Unschuld bewiesen, dann würde die Rechtfertigung zum Töten abhanden kommen. Sind die Toten islamischer Länder weniger wert, nur weil sie im falschen Staat leben, sind sie unschuldiger als jene, die im Westen sterben und die westliches Töten durch Schweigen absegnen, wählen und dulden, wegsehen, deren Regierungen aber ihre Soldaten als Schutzschilde den USA zur Seite stellen?

Und wissen sie als Angehöriger eines Bundeswehrsoldaten, welches Kriegsverbrechen ihr Bruder, Ehemann, Freund, vielleicht im Kriegseinsatz begangen hat? Hat er vergewaltigt, gedemütigt, gefoltert, ist er einem Gruppenzwang unterworfen gewesen? Und wenn er es nur sah, und sie erführen es, wüssten es, wären sie nicht stolz, er würde seinem Gewissen folgen, es aufdecken? Sollte er nicht zum Befehlsverweigerer und Whistleblower werden ? Und wenn dann vielleicht Beteiligte eines solchen Verbrechens bei einem Terroranschlag auf die Bundeswehr sterben, sind sie dann noch immer der Meinung, da starben Unschuldige, Krieg sei eben so? Sind solche Leute dann noch immer Helden für sie, wie sie es in den Augen vieler Amerikaner ja sind?

Ich denke nein, jedes Menschenleben ist gleich viel wert. Ich denke aber auch, die Gotteskrieger der westlichen Welt bilden ebenso ein Terrornetzwerk, wie es in islamischen Staaten existiert, nur nennt es der Westen, nennen die USA und die EU es scheinheilig Demokratie, denn nur so lässt sich ihre Methode Menschen einzulullen und zu regieren, rechtfertigen.

Doch wenn man genau hinschaut, verkehrt sich Demokratie in das genaue Gegenteil, und ist doch in ihren diktatorischen, kreuzzüglerischen Zügen viel perfider, als sie von jenen gelebt wird, die den Koran offen unter dem Arm tragen! Und doch ist der Mensch in beiden Systemen um keinen Deut freier, er wird nur im Westen unsichtbarer gehirngewaschen und in Angst gehalten. Doch die Agitatoren sind eineiige Zwillinge derselben menschenverachtenden Denkweise. Es geht ihnen alleine um Machterhalt und Profit!

Und worum geht es diesem verlogenen Westen wirklich, dass China nicht einmal anzukratzen wagt? Es geht sehr wenigen Reichen alleine um ihr bankensystem. China fügt sich darin bestens ein. Hat sich bereit eingerichtet, ist Weltmacht. Der Islam formiert sich aber gerade erst, und wehe den Finanzakteueren des Westens, der Isalm stellt sich als vereinigte Weltmacht diesem Finanzsystem gegenüber und das beruht auf der Schariah, dann sehen große Investoren nämlich alt aus, dann schmelzen Gewinnmargen. Und das ist die große Gefahr, die sie sehen, denn dann erzielt man nicht in Sekunden das, was in anderen Jahrhunderten Jahrzehnte brauchte.

Und alleine darum, geht es den USA, der EU, um nichts anderes. Um radikales Wachstum, selbst wenn es Kinderarbeit ala China bedeutet, um jeden Preis in kürzester Zeit und um Kapitalvertausendfachung im Sekundentakt. Und nur deshalb führt die USA samt ihren Verbündeten immer brutalere Kriege, bedient sich immer brutalerer Diktatoren, deshalb brauchen die Republikaner Amerikas einen Mursi an der Macht und nicht einen, der Ägyptens Bevölkerung größt mögliche Freiheit, Demokratie und Teilhabe garantiert. Und deshalb macht man auch gemeinsame Sache mit Tunesien. Und man wird die Zusammenarbeit selbst dann nicht beenden, wenn das Land zum Salafistischen Gottesstaat mutiert, nicht solange gewisse Kreise profitieren. Und uns wundert es noch immer, dass wir Angriffsziel sind, für die, die sich eine andere Gesellschaft wünschen, als die, die wir ihnen überstülpen wollen, für US Dollars und ein paar Euro bei Wohlverhalten? Peinlich, peinlich …

©denise-a. langner-urso/menschenzeitung

15:32 07.08.2013
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