mephisto

Zeitgenosse
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RE: Zucker für die Zocker | 27.02.2012 | 13:47

ja, wohlfeil ist`s gegen die "Zocker": sind "Banken, Versicherungen und andere institutionelle Besitzer" allesamt Zocker? Und diese "Zocker" werden ihre Papiere nicht "gegen neue eintauschen, die nur noch knapp die Hälfte wert sind", sondern die Hälfte der Forderungen gegen neue, die vollwertig sind.
Was nun stattfindet ist die Enlastung der privaten Gläubiger und die Verlagerung des Pleiterisikos auf öffentliche Gläubiger. Ziel ist, das geschwächte europäische Bankensystem abzuschirmen, um dann einen Ausstieg Griechenlands aus dem Euro ohne Domino-Effekte zu ermöglichen.

RE: Abschreibungen auf Griechenland | 24.02.2012 | 13:28

keine Ahnung wen Du mit Finanzoligarchie meinst. Es gibt sicher ein großes Interesse, das Euro-System nicht kollabieren zu lassen, weil es 1. der deutschen Exportwirtschaft nützt und 2. ein Kollaps erhebliche Folgekosten für den Staat brächte (man denke nur an die Target2-Forderungen der Bundesbank). Das europäische Bankensystem insgesamt ist schwer angeschlagen, das kann man schon allein am 3-Jahres-Tender vom Dezember 2011 erkennen. Eine Zuspitzung wie im Herbst 2008 nach der Lehman-Pleite will man auf jeden Fall vermeiden, nur deshalb wird m.E. Griechenland geholfen.
Gruß

RE: Eine deutsche Angst | 21.05.2010 | 17:25

es ist schon erstaunlich, wie derzeit Inflation allerorten dem Publikum schmackhaft gemacht wird, eine vorläufige Krönung der Verdummung ist die Charakterisierung als "eher sozial "gerecht"". Geldentwertung trifft in erster Linie alle, deren "Vermögen" aus Forderungen und geldwerten Ansprüchen besteht, das sind nun mal v.a. die "kleinen" Leute, die nichts anderes haben als Sparkonten und Rentenversicherungsansprüche. Wer richtig Geld hat sichert sich ab und kauft Sachvermögen wie Aktien, Edelmetalle, Immobilien, das kann man schon seit geraumer Zeit beobachten. Eine Geldentwertung ist im Grunde nichts anderes als eine Enteignung der Unten zugunsten der Oben.

RE: Spekulanten - Bashing.... | 17.03.2010 | 12:52

ja, könnte man meinen. Merkel hat ja gerade wieder betont, daß man die Fehler von damals (Brünings Sparpolitik) nicht wiederholen wolle und was die NS-Regierung 1933 ins Werk gesetzt hat war Keynes pur, nur hieß das damals noch anders. Allerdings muß man da auch differenzieren: 1933-1935 wurde die deutsche Wirtschaft u.a. mit den Mefo-Wechseln aus dem Sumpf gezogen, das war, jetzt mal alles andere ausgeblendet, im Grunde völlig o.k. und auch nicht besser oder schlechter als die Konjunkturprogramme des Jahres 2009. Erst ab 1935 wandelte sich das Bild und wurden die Mefo-Wechsel zur Rüstungs- und Krigesfinanzierung eingesetzt.
Der Staatsbankrott ist zumindest in Deutschland nie durch Verbrechen, Völkermord, Raubkriege verschleppt sondern erst möglich geworden. Die völlige Zerstörung der Währung gab es hier nur 2mal in den letzten 150 Jahren, nach 1918 und nach 1945, jeweils durch verlorene Kriege.... wenn man mal vom Spaßgeld der DDR absieht.

RE: Die schwäbische Hausfrau irrt | 19.01.2010 | 13:00

zunächst mal gibt es lt. Statistischem Bundesamt nur rund 41 Mio Haushalte, möglicherweise unterscheidet der Autor zwischen Lohnsteuerzahlern und Einkommenssteuerzahlern und will sagen, daß die Hälfte der Steuerpflichtigen in den Topf der Lohnsteuerzahler gehört, von denen wiederum knapp die Hälfte zuwenig verdient um überhaupt Steuern zu zahlen.
So ganz sauber ist die Argumentation auch an anderer Stelle nicht. Es heißt: "Mehr Geld für öffentlich Beschäftigte kommt überwiegend der Mittelschicht zugute. Diese hat eine hohe Konsumquote" - also auch eine korrespondierende Sparquote, die hier aber unter den Tisch fällt.
Dagegen aber: "Mehr Netto vom Brutto für Haushalte mit dickem Geldbeutel füllt lediglich die Sparbücher. Besserverdienende sparen mindestens jeden vierten Euro." Hier gibts dann plötzlich eine Sparquote von 25% (ist die eigentlich belegt?).
Konsequent wäre es doch, auf jegliche Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst zu verzichten und dafür die Transferleistungen zu erhöhen, denn bei Hartz-4-Empfängern ist die Sparquote = Null.

RE: Interessantes Interview | 06.01.2010 | 13:01

na ja, als Moderator sehe ich mich ja nicht unbedingt, aber gut - ich hätte sagen können: ich finde das Interview interessant, weil es vom etwas oberflächlichen Blick auf "Gier der Banker" u.ä. wegführt zum Kern der Krise, der exorbitanten Kreditexpansion. Man müsste eigentlich noch viel tiefer einsteigen, in den Grundmechanismus unseres Geldsystems, Wilhelm Hankel spricht in der FAZ vom "Uralt-Webfehler des Bankensystems, die Kreditschöpfung aus dem Nichts".

RE: Gegen Schwarz-Gelb zu sein, ist zuwenig | 15.12.2009 | 12:10

der Dampfplauderer Cem Hunzinger und die Ich-war-mal-ganz-doll-alternativ-Tante Roth - das ist alles zweitklassiges Personal, das den Sinns, den Hüthers, den Raffelhüschens nichts entgegenzusetzen hat und sich genauso wie Angela Merkel von Joseph Ackermann die Welt erklären ließe.
Und überhaupt: warum eigentlich schwarz-gelb abwählen?
Etwa um Hartz 5-8 zu ermöglichen??

RE: Absurdes Theater | 05.11.2009 | 17:21

ob das wirklich so funktioniert? GM ist faktisch ein Staatsunternehmen, wenn die Us-Regierung ihre Anteile an GM an einen chinesischen Hersteller verkauft dann haste richtig gelegen.