Absurdes Theater

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Vorhang auf für „das hässliche Gesicht des Turbokapitalismus“:

Auto-Absatzmärkte werden mit Abwrackprämien gestützt, General Motors wird mit 50 Mrd. $ Staatshilfe saniert und die deutsche Regierung will 4,5 Mrd. € Staatshilfe zahlen, wennArbeitsplätze in Deutschland bleiben und dafür anderswo in Europa die Leute auf die Straße fliegen.

Dann sagt die EU-Wettbewerbskommissarin: hey, wir haben Marktwirtschaft, der GM soll unterschreiben, dass der Verkauf an Magna ökonomisch und nicht politisch motiviert ist. Da sagt GM: ohje, das können wir aber nicht und außerdem geht’s uns allen ja wieder besser, da behalten wir doch lieber den Opel.

Das wiederum findet der marktliberale Wirtschaftsminister Brüderle „völlig inakzeptabel“, der lieber den Russen deutsche Steuergelder in den Rachen stopfen will und zwischendrin hopst hin und her Betriebsrat Franz als Manager, treibt die Schafe vor die Tor und droht GM wie nie zuvor. Das könnte blutig werden: GM-Chef Fix-it-Fritz Henderson wollte Opel eigentlich loswerden und wird jetzt wohl gnadenlos durchgreifen.

Irgendwie erscheint das Ganze als realsatirische Version der Stamokap-Theorie.

13:54 05.11.2009
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Geschrieben von

mephisto

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