Die Dicke Bertha mörsert die Krise

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Martialische Vergleiche sind en vogue.

Wollte Christian Wulff eben noch dem niedergehenden "Stahlgewitter" trotzen sagt er jetzt zu den Klängen einer Militärkapelle leise Servus.

Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), ist kaum im Amt da stellt er den europäischen Banken binnen eines Vierteljahres mehr als 1 Billion € für 3 Jahre zu 1% Zins zur Verfügung und vergleicht dieses Angebot mit der "Dicken Bertha", einem Geschütz aus dem 1.Weltkrieg. Die Rohrlänge ist in der Tat beachtlich:

1.000.000.000.000 €, das ist der Ehrensold für 200.000 Wulffs für 25 Jahre.

Das ist soviel Geld, dass die Banken problemlos ihre in den nächsten 2 Jahren fälligen Schulden ablösen können ohne sich auf dem Kapitalmarkt Gläubiger suchen zu müssen. In der Zwischenzeit wird es erst einmal auf den Konten bei der EZB geparkt oder in Staatsanleihen investiert.

Das Geld quillt den Banken förmlich aus den Ohren und die dicke Bertha setzt sich auf den riesigen Geldballon und jedesmal wenn sie glaubt, die Blase niedergedrückt zu haben bläht sich diese an anderer Stelle gleich wieder auf.

12:23 08.03.2012
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Geschrieben von

mephisto

Zeitgenosse
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