Was wählen?

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Wowi, der putzige Schwule, der gerne mal Sekt aus einem Damenschuh schlürft, ist ein respektabler Regierender Bürgermeister von Berlin, aber seine Partei, die Realsatire auf sozial und demokratisch, natürlich ebenso wenig wählbar wie CDU oder FDP.

Renate Künast ist eine persona non grata und ihre Partei der tazlesenden Besserverdienenden unwählbar.

Die Linke als IG Hartz 4 war mal eine Option, hat sich aber verbraucht.

Was also wählen? Es gibt Möglichkeiten.

Die Erststimme gehört der "Partei" als Anerkennung für ihre politische Arbeit.

Die Zweitstimme den Piraten, doch da meldet sich gleich der Kritiker, mahnt, die Piraten hätten ja kein Konzept und tut grad so als hätte der bürgerliche Block CDUFDPSPDGRÜNE, der sein Handeln nur noch über Marketing-Begriffe wie "Markenkern" oder "Zielgruppe" definiert, jemals mehr zu bieten als Machtspiele und Gerangel um die Fleischtöpfe.

Die Piraten erinnern an die Zeit als die Grünen auf den Plan traten, die als Alternative zur bürgerlichen Politik angetreten sind. Auch damals hieß es, eine Stimme für die Grünen sei eine verschenkte Stimme, was sich insofern als richtig erwiesen hat als 20 Jahre später die Grünen als Regierungspartei Hartz 4 ermöglicht, für die Teilprivatisierung der Altersvorsorge gestimmt und sich so ewige Dankbarkeit des Allianz-Konzerns gesichert haben, der seit Einführung der Riester-Rente jedes Jahr ein hübsches 5stelliges Sümmchen an die Grünen spendet.

Als Tiger starten und als Bettvorleger landen, das wird das einzig wahre Manko sein, das man den Piraten wird anlasten können, aber soweit sind wir ja noch lange nicht.

Also Piraten, entert den Senat!

11:32 16.09.2011
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

mephisto

Zeitgenosse
Schreiber 0 Leser 0
Avatar

Kommentare