Entheogene - die Wurzeln des Lebens

Halluzinogene Eine kleine Betrachtung meiner eigenen Entwicklung an Hand von der Beschäftigung mit und dem Konsum von Entheogenen.
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Als Entheogene bezeichnet man in natürlicher Form in Pflanzen und Lebewesen vorkommende Substanzen, die ein mutmaßlich göttliches Element in sich tragen. Nun ist das göttliche Erleben rein subjektiv. Was aber bei diesen Substanzen beobachtet werden kann, ist ein äußerst vielfältiges und heterogenes Wirkungsprofil auf den menschlichen Geist und die Wahrnehmung des Menschen.

Meine Auseinandersetzung mit diesem Thema begann recht früh. Mit erreichen der Geschlechtsreife guckte ich als Gymnasiast den Film „the doors“ von Oliver Stone. Irgendetwas an diesem Film, vielleicht seine tranceartige Zusammenstellung der Szenenfolgen und seine explizite Themenwahl von psychedelischen Inhalten, mit einem Bezug zu Literatur, Poesie, schließlich Philosophie, stets unter dem Aspekt das eigene Bewußtsein zu erweitern, die Wahrnehmung zu steigern verleitete mich dazu, die gängigen Wege meiner Entwicklung als Jugendlicher zu verlassen und die Pforten der Wahrnehmung (frei nach Aldous Huxley) weit aufzustoßen.

Geprägt war ich bereits durch die Auseinandersetzung mit Literatur und Film, mein Vater war Philologe und Cineast. Außerdem spielte in meiner Familie das Reisen eine große Rolle, da beide Eltern Touristiker waren.
Meine Einstiegsdroge, wenn man dieses Klischee überhaupt bedienen will, waren wie Sartre schön sagte, die Worte, später dann Sätze, Bilder, Metaphern, Geschichten, bis hin zum bewegten Bild. Später sollte ich ein audiovisuelles Studium beginnen und lernte den Kameramann für Fernsehen und Film.

Nun war meine Kindheit und Jugend keine einzig lineare Entwicklung mit warmherziger Erziehung, Bildung und dem Übergang zur Profession. Stattdessen belegte der Existenzkampf in einem kommunistischen Regime meine gesamte Kindheit, mit dem Schatten der Gefahr und der Angst vor dem Tod. Bezeichnend hierbei, dass Jim Morrison im oben erwähnten Film der Satz in den Mund gelegt wurde (vielmehr sprach ihn der Schauspieler Val Kilmer): „der Tod ist nichts beängstigendes, das Leben tut viel mehr weh.“ - dieser Satz prägte sich mir ein, vielmehr brannte er sich tief auf meine Festplatte und ließ mich niemals wieder los. Bis heute hallt er durch die Korridore meiner Gehirnbibliothek und schreitet unermüdlich durch sämtliche Windungen dieses Labyrinths der Weisheit.

Gut, ich gebe zu, mittlerweile kann ich mich nicht mehr richtig an ihn erinnern, weil schon einige Jahrzehnte verflogen sind seitdem und das Leben außerdem nicht nur schmerzt und nicht nur Krankheit ist, sondern auch ein sehr abwechslungsreiches Fest voller Freude, Glückseligkeit, langfristiger Genesung und harmonischer Abläufe, die trotz all der guten Absicht und freundlichen Gesinnung, auch durchwandert sind mit Leid. Dabei will ich es vorerst in dieser Reflexion belassen. Man macht halt so seine Erfahrungen im und mit dem Leben. Ein jeder tut das.

In dem vorgestellten Film geht es natürlich um die gleichnamige Band, wie sie in den frühen 60er Jahren in Los Angeles zueinanderfinden und wie die Rakete abhebt, um dann zwar auf dem Mond zu landen, dabei jedoch ihren Kommandanten abwirft und ihn im Ozean der Unschuld ertrinken läßt. Vielleicht war auch Morrison nicht der Kommandant, sondern Ray Manzarek, der eines Tages in einer Buchhandlung in Bad Aibling, wo ich gerne Bücher kaufe, neben mir am Flügel saß und light my fire spielte. Er starb kurz darauf in einer Rosenheimer Klinik an Bauchspeicheldrüsenkrebs, wie mein Vater einige Jahre zuvor und meine Mutter einige Jahre danach (es waren unterschiedliche Karzinome). Ray Manzarek besuchte diese Buchhandlung selber gerne, als er in Bad Aibling behandelt wurde. Was die Bauchspeicheldrüse angeht, sollen dort die besten Chancen für die Genesung weltweit sein. Und so trieb uns der Zufall an einem sonnigen Frühlingstag im Mai zueinander.

Die jungen doors nehmen unterschiedliche Drogen und zitieren diverse Künstler und Literaten dabei. Wer deutlich hervorsticht, ist der bereits erwähnte Aldous Huxley, der auch für die Namensgebung der doors verantwortlich zeichnet, schrieb er doch das vielfach gepriesene philosophische Werk „die Pforten der Wahrnehmung“. Es wurde zu dem Handbuch der psychedelischen Bewegung, die auch mich inspirierte. Ich las es natürlich sofort, vertiefte mich in seine Sätze und Einblicke und wollte unbedingt die Droge Meskalin ausprobieren, denn Huxley beschriebt darin die Wirkungsweise dieses Pharmakon. Ein anderer Literat der im Film herangezogen wird ist Charles Baudelaire, der im 19. Jahrhundert lebte und im Club de Hachichins (einem Pariser Lokal in dem Haschisch gegessen wurde) verkehrte. Von ihm las ich „die Blumen des Bösen“ und eine literarische Lobpreisung des Haschischgenuß, dem ich mich alsdann aussetzte. Anfangs sogar sehr erfolgreich, bis dann etwas einsetzte, was ich gar nicht großartig ausbauen will, da es den Rahmen für diesen kleinen Beitrag sprengen wird, und ich schlichtweg mit geistigem Verfall beschreiben will. Vielleicht war ich zu jung für diese Droge und den dauerhaften Gebrauch davon. Sei es drum.
Der nächste in einer im Film vorgestellten langen Reihe Zauberer des Wortes war Arthur Rimbaud und ich las seine gesammelten Werke, von denen ich mich nur an einen Titel erinnere „das trunkene Schiff“. Auch er liebte das Haschisch.

Irgendwann vergaß ich den Film wieder und rauchte auch kein Haschisch mehr, flog stattdessen nach New York City, lieh mit meiner damaligen Freundin das Winterfahrzeug ihrer dort ansässigen Tante und wir fuhren los. Unterwegs las ich Jack Kerouac auf Englisch und diverse andere Beatniks, wie Alan Ginsberg, Ken Kesey und William Seward Burroughs. Noch zu Hause in Deutschland las ich einschlägige Literatur von Timothy Leary über das LSD und die verschiedenen Psilocibin Pilze, die auch hierzulande in den bayrischen Alpen beheimatet sind. Und ich habe das alles ausprobiert, bin auf Trip gegangen und war wieder frei davon.

Meine Wahrnehmung änderte sich, mit ihr meine Persönlichkeit ebenso. Ich wurde also nicht nur reifer und älter, schließlich erwachsen, sondern es veränderte sich meine ganze Art zu denken, zu zu fühlen und auch mein Verhalten. Ich wurde ruhiger, dennoch emotionaler und ich wußte um die Augenblicke, die mir eine Welt zeigten, die allerhöchstens auf den Gemälden von Vincent van Gogh zu sehen ist, allerdings unverfälscht durch Leinwand, Pinselstrich, Ölfarbe und Terpentin. Stattdessen lebendig und empfindsam vor meinem eigenen Auge – das bewegte Wesen des Universums, gebrochen durch das Prisma der ästhetischen Erfahrung und dem Schauspiel der sommerlichen Natur.

Es führte mich allerdings weiterhin nicht zu Gott. Mit diesem Begriff konnte ich nie etwas anfangen, für mich war er eine Erfindung von Mächtigen Priestern, die dieses Mem in den menschlichen Geist pflanzten, um die Menschen, die sie beherrschten zu instrumentalisieren und für ihre Zwecke auszubeuten. Nichts vornehmes hatte er, nichts schönes, und mit ihm jegliche Prozession von Religiosität. Davon nahm ich Abstand. Wohingegen ich mich hingewendet habe zum unmittelbaren Erlebnis der eigenen Vorstellungskraft und Perzeption der mich umgebenden Wirklichkeit. Ein Freigeist mit einem eben freien Geist.

Natürlich hielten die modernen Konventionen diesen Geist gefangen, allem voran die Gesetzeslage, deren Ächtung der Entheogene, sowie deren Ächtung durch die Gesellschaft. Abwertend schon alleine die Bezeichnung Acidhead.

Aber es ging noch tiefer, denn mein eigener Vater machte mein Leben und Erleben zur Hölle. Er hatte in Vielem Recht, trotzdem ging er zu weit. Klar ist, dass die schmutzige Wäsche nicht von selbst gebügelt in den Schrank wandert. Auch fliegen nicht die Lebensmittel von selbst auf den Speiseteller. Um die Prozesse, die dabei ablaufen auszublenden, reichen keine noch so starken Halluzinogene. Vielmehr schärfen diese gerade das Bewußtsein dafür. Doch wo mein Vater irrte, das ist das Feld, wo auch heute noch der Staat irrt. Man kann einem Menschen den Umgang mit Entheogenen nicht verbieten. Und keiner verbietet mir weiterhin den Spaziergang durch den Wald, wo ich neben den Speisepilzen auch ein paar Fliegenpilze mit nach Hause nehme, um sie erst zu trocknen, dann zu kochen, erneut zu trocknen und zu mörsern, danach einen Tee aus ihnen zubereitet, zu genießen. Diese Eigenverantwortung bleibt mir, sonst wird die Sache schnell totalitär.

Der Psychiater Thorsten Plassie schrieb dazu „Eine Brauchbarkeit zur Unterstützung von Psychotherapie besitzen Psychedelika wie LSD und Psilocybin durch ihre Eigenschaft, einen traumartigen Erlebnissfluss bei weitgehend klarem Bewusstsein und gutem Erinnerungsvermögen hervorzurufen.“ - klar, es ist eine geschärfte Wahrnehmung und ein Gefühl des Mitfließens mit dem Geschehen, mit dem pulsierenden und wabenden Ereignishorizont vor dem eigenen Auge. Emotional feinfühlig und sensibilisiert nähert man sich der eigenen Erfahrung und so wird das Entheogen zum Teil der eignen Biographie. Nicht alle machen diese Erfahrung, vielmehr die wenigsten. Dabei wählen sie verschiedene Rahmenbedingungen um sich der Wirkung dieser Substanzen auszusetzen.

William S. Burroughs schrieb in seinen Yage – Briefen, dass er ein Gebräu aus verschiedenen Dschungelpflanzen zu sich nahm, um diese Erfahrung zu machen. Er ließ sie nicht unreflektiert und verdammte diese Erfahrung mit dem hochpotenten DMT – haltigen Ayahuasca lautstark. Dabei muss gesagt werden, dass Burroughs zu diesem Zeitpunkt bereits ein gewichtiges Problem mit Alkohol und Heroin hatte, das er bis zu seinem späten Tod mit über 80 Jahren nie in den Griff bekam.

Ich las seine Bekenntnisse, setzte mich alsdann ins Flugzeug nach Lima in Peru und von dort nach Puerto Maldonado an den Rio Madre de Dios, wo ich es mit einer Gruppe von autochthonen Indianern zu mir nahm. Es war wiedereinmal ein voller Erfolg. Es gab mir die Sicht auf die Belange des Regenwalds, die ich bis heute in mir trage. Der Dschungel lebt, mehr noch als eine Europäische Großstadt. Er pulsiert, setzt Farben frei und ist voller Klänge. Zurzeit, dank Jair Bolsonaro und seiner Schergen, stirbt er eher einen qualvollen Tod. Gottes Amnestie überrascht mich hierbei gewaltig. So steht er nicht in der Bibel, das Narrativ ist ein deutlich anderes.

Mir war es wichtig diese Substanzen in ihrem natürlichen Umfeld einzunehmen, um sie „usprünglich“ zu erleben. Bis auf das LSD ist das auch heute noch möglich. Das Ursprüngliche an den Entheogenen ist ihre Beschaffenheit als Alkaloide im Pflanzensaft exotischer Gewächse.

In Mexiko nahm ich mit Wüstenindianern, den Huichol, ihren heiligen Kaktus Peyotl in einer Zeremonie ein, bei der ich die Kakteenknollen erst selber pflückte. Verarbeitet haben es die dortigen Schamanen und auch so ging ich auf eine farbenfrohe Reise. Sie dauerte sehr lang.
Schließlich konsumierte ich bei den lakandonischen Maya ein paar psilocinhaltige Pilze, die mir auch für ihre Belange und ihren Freiheitskampf die Augen und Gefühle öffneten. Wer frei ist fließt von einer Beschränkung zur nächsten. Womöglich um sie aufzulösen, wenigstens in sich selbst.

Das Fazit meiner Erfahrungen ist, dass sie dem Menschen zugängig gemacht werden sollten, insbesondere Künstlern und Intellektuellen, die eine kräftigere Wirklichkeit erleben wollen, als die ihrer Triebe, archaischen Bedürfnisse und Gedanken. Es mag sich um eine Illusion handeln, aber man hat das starke Empfinden dabei, man begegnet etwas sehr lebendig echtem. Etwas, das über uns Menschen steht, auch wenn es nicht außerhalb von uns und den erwähnten Vehikeln existiert.

Ich komme auf meine Erfahrungen mit Entheogenen zurück, weil ich nach über einem Jahrzehnt Abstinenz – wenn man den durchaus psychoaktiven Kaffee und das Bier ausschließt, die ich beide nach wie vor in nicht unerheblichen Mengen konsumiere -, vor kurzem von T.C.Boyle „das Licht“ gelesen habe. Eigentlich wollte ich keine derart eindeutige Literatur mehr anfassen. Ich habe mir meine Hände genug an entheogenen Herden verbrannt, um zu wissen, dass ich mittlerweile gerne weniger wahrnehme, spüre, vielleicht auch weiß – wobei mein Wissen eine andere, lebenspraktische Qualität gewonnen hat. Trotzdem wollte ich die Geschichte von Timothy Leary und seinen Studenten von der Harvard University nochmal genauer betrachten.

Boyle verrät in seinem jüngsten Roman sehr viel darüber. Er erzählt sehr humorvoll davon und vor allem nicht mit dem erhobenen Zeigefinger. Dass Leary sehr viel Wert auf die Umgebung legte, in der man sein „Sakrament“ (das von Albert Hoffmann aus dem Mutterkornpilz Claviceps Purpurae extrahierte LSD) zu sich nahm, wußte ich bereits. Er nannte das das „Setting“. Noch wichtiger war ihm die innere Verfassung des Experimentierenden, was er das „Set“ nannte. Beides mussten zusammenkommen und sehr gut vorbereitet werden, so dass das Erlebnis vollkommen werden konnte, harmonisch, rein.

Die nähere Umgebung richtete Leary sich und seinen Freunden zunächst in einem Domizil in Cambridge Massachusetts unweit des Campus von Harvard ein. Dort feierten sie ihre moderaten Drogenparties ohne Exzesse, wofür er beispielsweise auch sorgte, indem er strickt das Rauchen von Cannabisprodukten verbot. Er deklarierte die psychischen Reisen, die er und seine Leute unternahmen als wissenschaftliche Forschung an der menschlichen Psyche. Nur dass die Analyse dieser Empirie und deren Auswertung leider zu kurz kam. Verleiten Entheogene das Erlebnis höher zu werten, als seine Reflexion?

Als ihm die Professur in Harvard entzogen zu werden drohte, mietete Leary für sich und sein Gefolge schließlich ein Hotel in Mexiko, am Strand des Pacifischen Ozeans in Zihuatanejo, wo sie einen eindeutig freien und schönen Sommer verbrachten. Diesmal weniger als Studienobjekte, denn als Gefährten auf einer Reise durch den eigenen Geist und einfach ein Haufen von Leuten die ordentlich Party machten. Doch dort wollte ihn die Mexikanische Regierung nicht. Er war rufschädigend. Und so zog er von dannen und tauchte in einem riesigen Herrenhaus in Millbrook New York wieder auf, wo die mexikanische Fiesta nahtlos weiterging. Derweil wurde ihm die Professur endgültig entzogen und alle Studiengelder gestrichen. Und hier endet auch schon der Exkurs von Boyle.

Er läßt vermutlich bewußt viele Fragen offen. Man weiß nicht weiter, was mit Leary geschah und nur noch Wikipedia, bzw. einschlägige Literatur hilft einem, sofern man diese Fährte weiterverfolgen will. Eine Exfrau von Leary aus dieser Zeit um 1964 herum, heiratete später Robert Thurman, der heute Professor für buddhistische Studien an der Columbia University ist. Zusammen betreiben sie das Tibet House und Menla Retreat in den Catskills nördlich von New York City. Der Dalai Lama selbst hat Robert zum ersten amerikanischen Tibetischen Mönch getauft. Sie sind die Eltern der Schauspielerin Uma Thurman ist. Ich möchte jedoch nicht abschweifen.

Fest steht, dass Leary seine eigenen Regeln von Set und Setting sehr offen auslegte, wie es ihm gerade passte. Dazu gehörte nicht nur der ausgiebige Konsum von Alkohol und später auch Cannabisprodukten, sondern sehr ausschweifende Sexualität. Insofern war das Einzige auf das man durchaus direkt Einfluß nehmen kann, und was auch seit Jahrtausenden eingeweihte Schamanen tun, nämlich die Wahl und Beschaffenheit der rituellen Umgebung, dahin oder verunstaltet. Wohingegen die innere Einstellung und Haltung gegenüber dem Entheogen, die innere Befindlichkeit und Verfassung des Konsumenten also, genau die Sache ist, die man direkt am wenigsten Beeinflußen kann. Ein Mensch der Jahrzehnte hindurch meditiert und ein sehr geregeltes, sowie ruhiges Leben führt, wird anders auf LSD reagieren, als ein jugendlicher, der gerade tief in der Krise der Pubertät steckt, von seinen Lehrern in der Schule schikaniert und von seinen Eltern mal mit bedingungsloser Liebe, mal mit der schlimmsten Form von seelischer Folter überworfen wird.

Ich schließe meine Betrachtung mit einem Appell. Selbstverständlich will ich hier keinen einzigen Leser dazu verleiten, sich den Entheogenen anzunehmen. Das muss jeder mit sich selber klären und genau abwägen, welche intellektuellen Interessen er verfolgt und welche eben nicht.

Was mich jedoch traurig macht, ist die Rechtslage der Entheogene, denn sie alleine sorgt für ein sehr negatives Setting. Etwas natürliches, in dem für nicht wenige Vertreter der Spezies Mensch etwas göttliches haust, darf nicht verboten werden. Schon gar nicht, wenn währenddessen ein kollektives zwei Wochen lang anhaltendes Dauerbesäufnis als erhabenste Form von voralpiner und mittlerweile auch schon globaler Kultur propagiert wird.

Die Wahl der Droge sollte einem selbst überlassen sein, nicht so das Verhalten, was deren Einnahme folgt. Wie jegliches Verhalten in Gesellschaft aber auch im Umgang mit sich selbst, sollte es ethische Grundlagen haben und verfassungskonform geschehen.

Wir Menschen, die mit Entheogenen in Berührung kamen, lieben diese Welt. Wir erinnern uns nur nicht immer daran.

16:23 04.01.2020
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