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Fette Links führen zu englischen Texten.

Heute starte ich mit Gossip. Das Arzneimitteltelegramm hat den Ruf, Medikamente kritisch zu prüfen, nicht selten zum Nachteil der Hersteller. Umgekehrt ist es ein Zeichen für Qualität, vom a t positiv bewertet zu werden. Aus dieser Motivation ist eine Anzeige für ein Antidiabetesmedikament (Onglyza®) zu erklären, die auf den ersten Blick aussieht, wie eine Meldung des a t. Nur ist sie es nicht, auch wird das Medikament dort schlechter bewertet als in der Anzeige.

Einen besonderen Faux Pas erlaubte sich die SBK, als Sie in einem Mitgliedermagazin ein Foto veröffentlichte, auf denen Rezepte ihrer Mitglieder zu sehen waren.

Der Neuroskeptic beleuchtet einmal mehr, die Schattenseiten der Pharmaforschung. In diesem Fall ist die Botschaft jedoch durchaus hoffnungsvoll. Zwar erreichten uns im Letzten Jahr viele Meldungen über Medikamente, die es nur durch die Fälschung von Studienergebnissen auf den Markt schafften, doch die meisten dieser Studien wurden in den 80ern durchgeführt. Da Konsequenzen daraus gezogen wurden, sind heute bestimmte Praktiken nicht mehr möglich.

Ein Weg für Unternehmen der Pharmabranche weiter Geld zu verdienen besteht darin, Krankheiten zu erfinden, die zu den Medikamenten passen, die sie im Portfolio haben. Neu ist das zwar auch nicht mehr, dafür um so beliebter.

Für das Marketing werden Verstärker gesucht, Stars sind da eine gute Wahl, hier findet man 10 Stars, die auf den Gehaltslisten von "Big-Pharma" stehen. Da ich die meisten davon nicht kenne, zähle ich mich nicht zur Zielgruppe.

Das Internet spielt gerade für die Eigendiagnose eine immer größere Rolle. Dabei sollte immer auf die Quelle des Wissens geachtet werden. Ansonsten ist auch den Brainlogs ein Artikel zu dem Thema zu finden. Faustregel, alles was nach drei Tagen verschwindet muss man nicht googlen.

Deutschland ist Weltmeister! Es handelt sich nicht um den Export, sondern um Untersuchungen mit dem Magnetresonanztomographen (MRT). Das macht keiner so oft, wie wir.http://smilys.net/party_smilies/smiley4320.gif

Menschen machen alles für Geld und Ärzten sagt man nach, hier keine Ausnahme zu sein. Allerdings scheinen sie durch Geld nicht für eine bessere Versorgung ihrer Patienten zu motivieren zu sein. Ob man das nun beruhigend oder besorgniserregend findet, bleibt jedem/r selbst überlasse.

Das Bundesministerium für Gesundheit will Krankenhäuser bei der Hygiene mehr kontrollieren. Woher der Sinneswandel kommen mag, ist mir schleierhaft, vernünftig umgesetzt, ergibt so eine Maßnahme durch aus Sinn.

Ein zu geringer Cholesterinspiegel erhöht das Risiko an einer Depression zu erkranken, wohingegen ein zu hoher Anteil von Industriefetten, die gleiche Wirkung hat. Wie man es dreht und wendet: Wer i(s)st stirbt, wer nicht isst auch.

Der Anzug ist nicht neu, doch die Scienceblogs haben ihn mal wieder entdeckt. Wenn man ihn Anzieht, kann man in 5 Minuten 40 Jahre altern. Das ganze ist zum Glück nicht unumkehrbar.

Man sagt "Tue Gutes und Rede darüber"und Bill Gates hat genug Kohle, um das eine zu machen und ist bekannt genug, um für das andere eine Plattform zu bekommen. Dumm nur, wenn die Erreichbarkeit des Ziels (die Ausrottung von Polio) von Menschen die sich seit Jahren mit dem Thema beschäftigen, stark in Zweifel gezogen wird.

Umgekehrt braucht es keine gigantischen Geldbeträge, um das Leben von Menschen wirksam und nachhaltig positiv zu beeinflussen. Das zeigt das Beispiel von "Gemeindeschwestern" in Pakistan

Ein weiteres Beispiel wo ein paar Dollar eine Hilfe zur Selbsthilfe erwirken könnten, ist der Zugang zu wissenschaftlichen Journals in Entwicklungsländern. Der wurde gerade von großen Anbietern beschnitten, weil sie nicht genug Geld sahen. Das wäre aber nicht spannend genug, um in einer Talkshow darüber zu reden.

Am letzten Wochenende fand die Aktion 10:23 statt. Dabei nahmen Aktivisten eine Überdosis homöopathischer Mittel ein, im Versuch sich selbst zu töten. Es ist zum Glück niemandem etwas passiert. Allerdings gab es Anfragen beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), ob es sich dabei um eine genehmigungspflichtige Arzneimittelprüfung gehandelt habe. Dem BfArM liegen keine Hinweise dazu vor, würde ernsthafte Hinweise jedoch prüfen.

Zum Schluss sei auf eine Website amerikanischer Ureinwohner verwiesen. Weiße Männer, die denken, sie seien Schamanen, gar schamanische Heiler, um für Ihre Dienste Geld zu nehmen.

Do you think you are "Indian at heart" or were an Indian in a past life? Do you admire native ways and want to incorporate them into your life and do your own version of a sweat lodge or a vision quest?

(...)

Native people DO NOT believe it is ethical to charge money for any ceremony or teaching. Any who charge you even a penny are NOT authentic.

(...)

Learning medicine ways takes decades and must be done with great caution and patience out of respect for the sacred. Any offer to teach you all you need to know in a weekend seminar or two is wishful thinking at best, fraud at worst.

(...)

Native people DO NOT use the label "Shaman."

Nach der Inspiration durch die großartige Cassandra, habe ich diesmal auch ein Bild der Woche herausgesucht, nämlich einen multiresistenten Keim.

Die letzen Fundstücke gibt es hier, die nächsten liefert Cassandra.

14:09 11.02.2011
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Geschrieben von

merdeister

Ein guter Charakter erzieht sich selbst. - Indigokind - Blogtherapeut
merdeister

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