Mesut Bayraktar

Ich versuche mit meinen Schriften eine Collage der Gegenwart zu bilden. Hauptsächlich sind meine Themen: Europa, Recht, Wirtschaft, Arbeit, Protest.
Mesut Bayraktar
RE: Die Komödie der Sozialdemokratie | 16.12.2015 | 14:14

Danke für Ihren Beitrag Herr Kommentator! Ich denke, ich werde Ihrem Rat folgen.

Allerdings zu "Gotha": Mit Gotha meine ich 1875, die Vereinigung der ADAV (Lassalle/ianer) und der SDAP (Bebel/Liebknecht & Co) zur SAPD, aber sei's drum.

Haben Sie einen guten Tag!

RE: Die Komödie der Sozialdemokratie | 15.12.2015 | 21:25

Aber Herr Kommentator, habe ich etwas Falsches geschrieben, etwas Unwichtiges wichtig gesetzt, etwa den Anschein gesetzt, Fahnenträger der Sozialdemokratie zu sein, weil ich auf den historischen Niedergang der Sozialdemokratie durch Kritik verweise?
Wenn dem so, korrigieren Sie mich bitte und verzeihen Sie. Ich bin keineswegs Agent der Sozialdemokratie. Ich schreibe für den gesellschaftlichen Fortschritt.

RE: Völkerrecht: Rechtsverständnis für das Volk | 06.12.2015 | 21:48

Im Übrigen, noch zu ihrem Erstkommentar, der Verfasser attestiert den Verantwortlichen nicht mangelnden Sachverstand, sondern auch hier das Gegenteil: dass sie nämlich umfassend sachverständig sind. Doch was soll's, fern vom Inhalt der Schrift, brauche ich dieselbe nicht zu verteidigen. Ich kann nur sagen: lesen sie sie einfach nochmal, aber sorgfältig.

RE: Völkerrecht: Rechtsverständnis für das Volk | 06.12.2015 | 21:37

Schön, dass Sie sich selbst korrigieren. Ich habe den Abschluss ihres Ertskommentars lediglich kopiert. (Siehe oben ihren Erstkommentar). Das sollte ihnen eigentlich aufgefallen sein. Naja, auch dies ein Indiz: scheinbar lesen sie nicht sorgfältig.

RE: Völkerrecht: Rechtsverständnis für das Volk | 06.12.2015 | 18:42

Der Verfasser dankt für den subtilen Hinweis bezüglich des Jurastudiums.

Zum vermeintlichen Fehlen des Realitätssinns des Verfassers möchte derselbe darauf hinweisen, was mit dem Titel und insbesondere zu Beginn der Schrift eigentlich ausdrücklich klargestellt wird, nämlich dass der Verfasser die Schrift zur Aufklärung der Bevölkerung im Hinblick auf den völkerrechtlichen Hintergrund des Kriegseinsatzes verfasst hat - nicht um die außenpolitische Formation aufzuschlüsseln, um realmögliche Optionen zu erschließen (Dies behält der Verfasser sich für seine bald erscheinde Schrift vor).

Zudem stellt der Verfasser das Völkerrecht nicht als Abhilfswerkzeug dar, um Ausbeutungsverhältnisse in der Weltpolitik zu beheben, sondern stellt das Gegenteil fest und empört sich darüber wenig, was zum Schluss der Schrift bei sorgfältigem Lesen sehr deutlich wird, wo er konstatiert, dass ein Militarist die Wahrheit ausspricht; nämlich, dass nicht Recht Tatsachen schafft, sondern Tatsachen Recht schaffen.

Anschließend: "Insofern wird das „juristische Klein-Klein“ mit den Juristen der Herrschenden im Hinblick auf den beschlossenen Kriegsantrag seine völkerrechtliche Konstruktion bekommen, um nachträglich legitimiert und ein Präjudiz zu sein. Es lohnt nicht, sich darüber zu empören. Ziviler Widerstand ist wichtiger. Handeln ist wichtiger. Tatsachen sind wichtiger."

Der Rezensent scheint dies nicht verstanden zu haben. Wie dem auch sei, zum letzten Punkt der Rezension möchte der Verfasser gerne den Rezensenten korrigieren: Besondere Kapitalinteressen erfordern besondere Maßnahmen. Das zu akzeptieren und dennoch auf der Hut zu sein, dass man uns mit dieser Argumentation nicht nach und nach alle Rechte steritig macht, ist die Aufgabe und das (Es heißt "die"!) Pflicht aller überzeugten Parlamentarier.


RE: O, Deutschland! | 30.10.2015 | 12:47

Danke!
Ich denke, Arbeiterinnen und Arbeiter, die sich mittelständisch definieren, sollten entscheiden, ob sie im Spagat harren, bis ihnen die Beine verdreht werden, oder, ob sie mit den Füßen aufrecht auf dem Boden stehen wollen.
Dahingehen überlasse ich ihnen gerne die Ausformulierung jenes Verses.

Beste Grüße!

RE: III. Rzeczpospolita Polska | 30.10.2015 | 12:38

Danke, dass Sie die Schrift gelesen haben.
Ich denke, sie stellen genau die wesentliche Frage, aus dessen Antwort das Lernen der Linken für die gesamte osteuropäische Region unausweichliche Bedingung für die Herstellung sozialer Verhältnisse in derselben Region ist. Und ich denke, dass Polen mit über 38 Millionen Menschen eines der zentrifugalen Kräfte für Reaktion, Reform, Revolution in Osteuropa ist. Jedoch gebe ich gerne zu, dass ich auf ihre Frage keine Antwort, nur Vermutungen habe, die in der historischen Altlast des Sozialimus in Folge der verheerenden stalinischen Ära, in der damit einhergehenden Demoralisierung - und damit Spaltung - der arbeitenden Bevölkerung, in der fehlenden Erneuerung linker Parteien auf die historische Dynamik und letztlich in dem Wohlstandsversprechen des liberalen Kapitalismus, welches das polnische Kapital in Gestalt einer allgemeinen Erlösung - verklärt mit klerikalen Elementen - stilisiert, fußen. So betrachtet ist die Linke ab 1990 in ganz Osteuropa extrem degeneriert, aus dem die Rechte, die nach der liberalen Transformationsperiode zur klerikal-reaktionären, traditionalistischen Geltungsperiode übergegangen ist (Bsp. 8J. "PO" nun "PiS", und die Entwicklung von Ungarn, Tschechien, Slowakei etc.), zusätzliche Triebkraft erfährt. Das gilt es natürlich alles zu prüfen. Aber wie dem auch sei, die Aussichten für Linksparteien ist in Polen und Osteuropa sehr düster und wird sich im kommenden Jahrzehnt erst verbessern, wenn in Peripherie- und Mittelwesteuropa eine linke Bewegung in Gang setzt (, die wiederum nicht unwahrscheinlich ist.)

Haben sie Vermutungen für die Schwäche der Linken?

Beste Grüße
Mes

RE: Oxi zur Angst! | 05.07.2015 | 22:38

Danke für die Kommentare Leserinnen und Leser. Ich möchte noch ein Wort verlieren, wenn es erlaubt ist:

Ich verneige mich vor der griechischen Bevölkerung und sage danke. Von nun an existiert in ‪#‎Europa‬ ein relevanter Antagonismus und - mit ihm verbunden - eine relevante Hoffnung. Die Kämpfe werden schärfer, offensiver, klarer. Seit der Nelkenrevolution '74 markiert der 5.07.2015 ab heute ein historisch wichtiges Ereignis für ein soziales Europa.
Denn jede Gerechtigkeit setzt Auflehnung voraus. Und jede Auflehnung beginnt mit einem ‪#‎Oxi‬; und heute hat eine europäische Bevölkerung "Nein" gesagt.
Wie auch die kommenden Tage sich entwickeln mögen. Fest steht, die Angst hat heute die Seite gewechselt!

Adé