RE: „Was war das nur für ein Scheißland“ | 26.04.2018 | 18:46

@denkzone8:

Sie haben recht, ein Gossweiler sollte mit seiner kritikfreien Sichtweise auf Stalin (und dessen menschen-verachtender - und fressender Pathologie nun gerade nicht zur Verteidigung sozialistischer Errungenschaften sowie selbiger Irrungen und Wirrungen herangezogen werden.

Da muss ich mein (voreiliges?) Lob an die Dresdnerin zumindest abmildern.

Schade, dass sie sich wohl - wie angekündigt -, wohl nicht mehr dazu äußern will/wird.

RE: „Was war das nur für ein Scheißland“ | 26.04.2018 | 00:07

@AltDresdnerin:

Ich hoffe, dass Frau Schmollack Ihren - wegen seiner klug abwägenden und berührend reflektierenden Tonlage - bemerkenswerten Kommentar liest und Sie sich dabei ihrer eigenen, eindimensionalen Sichtweise auf das «Scheissland DDR» bewusst(er) werden mag.

Ihnen meine Hochachtung für Ihre keineswegs nur noch «einigermassen» geistige Fitheit (Ihr Schreibstil zeugt vom Gegenteil!) und den Erläuterungen und Hinweisen, wie man Geschichte und Gegenwart ehrlicher analysieren kann, als es der Eingangsblog versucht.

Herzliche Grüsse nach Elbflorenz und bereichern Sie uns auch weiterhin mit Ihren Kommentarbeiträgen!

P.S.: Da Sie Peter Hacks erwähnten : « Schrecklicher als Unwahrheiten sind zu kleine Wahrheiten.»

Wie wahr.

RE: „Was war das nur für ein Scheißland“ | 19.04.2018 | 19:26

Nun ja, ich hatte es ja geahnt. Lieber/liebes? miaux:

Wenn die DDR lebensumständlich betrachtet schimmliges Brot war, was sind dann (z.B.) heute Syrien,der Irak, Afghanistan, Jemen, Palästina, der Sudan (ett.ect.)?

Und Ostdeutschland- man traut es sich fast gar nicht zu erwähnen und zu benenennen -, «zeichnete» sich doch nun wirklich nicht NUR durch die Abwesenheit von Krieg «aus»! Es gab auch keine Schulmassaker und Hunderttausende Obdachlose, niemanden, dem man medizinische Versorgung verwehrte.

Nein, politische Repression und Unfreiheit sind nicht «erstrebenswert» und/oder gar zu verteidigen. Aber es sollte legitim sein, sie im Bedarfsfall (und der besteht hier) den «westlichen Werten» und gleichzeitig diesen jedoch Hohn sprechenden Taten Ihrer lautesten Propagierer zumindest mal ins Verhältnis zu setzen. Sonst (ohnehin!) bleiben nur ohnmächtiges und resignierendes Schweigen.

Wollen Sie den vom «Weltpolizisten» und seinem Gefolge in(s) (sinnloses und unnotendige) wirkeliche! Leid gestossenen Syrern und Irakern nun tatsächlich zurufen, dass hinter all ihrem jetzigen Elend doch nur die unabdingbare Verteidigung von Freiheit und Demokratie stehen? Und Sie die Zeiten, in denen sie in unzerstörten Städten leben und arbeiten konten, so rosig doch nun auch nicht waren?

RE: „Was war das nur für ein Scheißland“ | 19.04.2018 | 13:28

Auch wenn ich erwarte, als Relativierer und/oder Verharmloser beschimpft zu werden:

Es gibt auf der Welt sicher 2-3 Milliarden Menschen, die sich nach so einem «Scheissland», wie es die DDR gewesen sein soll, sehnen. In Anbetracht von Hunger, Krieg, Drogenkriminalität, amerikanischen Drohnen- und Raketenangriffen,türkischen Invasoren, israelischer Besatzung ,islamistischen Terroranschlägen, politischer Repressionen, die die des deutschen «Unrechtsstaates» blass aussehen lassen, ect,.ect..

RE: Regierungskunst vom Feinsten | 18.04.2018 | 16:19

@Magda: Könn(t)en Sie (für mich als Spätmerker) Ihren Kommentar etwas einfacher/genauer formulieren?

Mir erschliesst sich nämlich nicht der Hauptadressat Ihrer Kritik. Ist es der (Ihrer Ansicht nach mysogyne?) Blogverfasser? Frau Merkel?

Und sind Sie wirklich der Auffassung, das die Haltung unserer Regierung zur Kanonenbootpolitik einiger Verbündeter (nur) unter Opportunismus einzuordnen ist?

RE: Es gibt zu viel von allem | 18.04.2018 | 08:42

@Jarmuk: «faschistoider Wirtschaftsegoismus» und «Exportgeilheit» ? Wer zwingt denn die (nur?) importierenden Handels»partner» zum Kaufen chinesischer und deutscher Produkte? Ist «faschistoide Exportgeilheit» nicht systemimmanenter Bestandteil der die Welt beherschenden Wirtschaftsordnung, auch Kapitalismus genannt?

RE: Regierungskunst vom Feinsten | 18.04.2018 | 07:52

O.k. Aber zusätzlich tut Herr Herden ja auch noch so,als ob nicht genau diese Vasallentreue zur US-/-Natopolitik erst seit voriger Woche Dogma deutscher Aussenpolitik wäre.

Was ist (z.B.)mit den ohne Ramstein nicht möglichen Drohnenterrorismus der USA? Mit dem Schweigen zur Aggression des NATO-«Partners» Türkei in Syrien?

»Schöner» Text, ja. Aber vielleicht etwas zu naiv?

RE: Regierungskunst vom Feinsten | 17.04.2018 | 16:58

«Anarchie ist nicht Chaos.» (David D.Friedman)

Die internationale «Ordnung» (sic!) weist chaotische Züge auf, die aber eben gerade nicht durch eine Abwesenheit von Herrschaft(sinteressen), der Haupteigenschaft von Anarchie, hervorgerufen/bestimmt sind.

Helge Bauer hat wohl recht.

RE: Unten ohne | 12.03.2018 | 20:16

«Lieber den Schwan im Auto als die Taube auf dem Dach?»