Naiv, naiver, am Augsteinsten?

Antiterrorstrategien? "Freeclimbing statt Bombenterror!"
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Janto's Blog "Radikalitüüüt. Psychosexual He(a)eling", verwies (im Tonfall auch ganz nach meinem Empfinden)auf eine SPON-Kolumne Jakob Augsteins, die (m.E.) an politischer Naivität kaum zu übertreffen ist (es sei denn, es handelte sich um - von mir nicht erkannte - Satire).

Richtig am Kolumneninhalt: "Bedürfnisse" unterprivilegierter Migrantenkinder (so wie aller anderen Menschenkinder auch!) sollten(sic!) Berücksichtigung finden.

Tun sie aber ( Überraschung!) nicht. Deshalb gibt es ja für darüber Entrüstete oder bereits allseitig Desillusionierte "Anlaufstellen" wie z.B. den Freitag, nicht wahr?

Was wäre der Menscheit nicht alles erspart geblieben, wenn in deren DNA so etwas wie grenzüberschreitendes Mitgefühl oder auch nur (wie vom Kolumnisten erwünscht) pragmatisches Handeln aus purem Eigennutz verankert wäre, und man nicht zu guter Letzt auf gutmenschliche Sozialarbeiter mit "Fusselbärtchen"(Strickpullovern,Gesundheitsschuhen?) und gerne Zusatzausbildung im - Agressionen und/oder Terror-Todeslust sublimierenden? - Freeclimbing(sic!) setzen müßte.

"Der erste Schritt einer neuen Präventationsstrategie wäre, dass sich die europäische Öffentlichkeit von der Idee verabschiedet, Terror habe was mit Religion zu tun." meint Augstein.

Nein, ein/der erste Schritt wäre die Einsicht, daß es "die europäische (was ist mit der amerikanischen, israelischen?) Öffentlichkeit" nicht gibt, und falls doch, diese sich die Frage nach der ethischen Legitimation ihres (ethnozentrischen?/egoistischen?) zerstörerischen Lebensstils stellen würde.

Aber damit bin auch ich wieder genauso naiv wie J.A..

Es ist ein Teufelskreis!

00:13 10.06.2017
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