Kaufhaus und Opferhöhle

POSITIONEN ZUR GEGENWART DES MUSEUMS Die Hamburger Kunsthalle präsentiert bis zum 21. Januar 2001 die Ausstellung "ein|räumen ARBEITEN IM MUSEUM"
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Wer von der Alster her kommend auf die Hamburger Kunsthalle zustrebt, mag sich an ein Pharaonengrab erinnert fühlen. Kulturgeschichtlich sind Museum und Mausoleum in der Tat nicht nur durch eine phonetische Assoziation verbunden: Die vorgeschichtliche Grabeshöhle, in der sich die Gattung durch Ritus und Opfergabe ihrer selbst versichert und erneuert, ist ihr gemeinsamer Ursprung. Im musealen Schaustück, im Fetisch der Warenwelt lebt heute die Auferstehungshoffnung weiter, die an den Zauber der Totengabe geknüpft war.

Nach den Eröffnungsreden zur Ausstellung ein|räumen im Souterraintheater der Kunsthalle lieferte denn auch die Künstlerin Christine Hill mit ihrer Band Bindemittel die zeitgemäßen Stammesrhythmen. Im Ableger ihrer Volksboutique kann