Gedanken an den SOHAR - "Von der G´ttesliebe"

... und den Menschen. Der Sohar in Spanien enstanden, gilt auch noch heute für "gelehrte" Juden als Quelle dessen, was besondere Persönlichkeiten "empfangen" konnten und haben.
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Ein kurzer Beitrag zu SOHAR "Rabbi Eleasar und Rabbi Abba zogen sich einst in die Nähe von Lydda vor dem Brande der Sonne, der sie auf der Wanderung quälte, in eine Höhle zurück. Sprach Rabbi Abba: " Wir wollen um diese Höhle Worte der Thora kreisen lassen (Shir haSchirim 8,6)."

Und Rabbi Eleasar begann also: "Setze mich wie ein Siegel an deinen Arm! Denn stark wie der Tod ist die Liebe, schwer wie die Gruft ist Liebeseifer. Ihre Gluten sind Feuergluten, G´ttesflammen." Der Vater Eleasar sprach zu seinem Sohn, "dass es keine Liebesvollendung Israels am Allerheiligsten gibt als durch die Seelen der Frommen. ...". Und wenig später weiter: "So spricht denn die Gemeinschaft Israels: Ich bin mit dir verbunden, auch wenn ich von dir lassen muß und in die Verbannung gehe."

Ich persönlich habe mir oft und immer wieder Gedanken über das Wort "Liebe" (AHAWA) gemacht. Und die Antwort die ich als Mann erhalten habe war und ist: "Schwer wie die Gruft ist Liebeseifer - den wer da liebt und hat keinen Eifer, dessen Liebe ist keine Liebe. Erst durch Eifer wird die Liebe vollkommen. Darum haben wir (Juden) die Lehre, dass der Mann für sein Weib eifern soll, um sich mit ihr in vollkommener Liebe zu verbinden; denn dann wird er auch sein Auge auf kein anderes Weib wenden."

Männliches Empfinden und Empfindungsfähigkeit, auch seine Sexualität, ist sehr abhängig vom Verhalten der Frau. Unbewusst wird diese Abhängigkeit und damit einhergehender Ängste durch Agression abgewert. Letztere sind nicht grundsätzlich schlecht - wenn diese kanalisiert werden, in emotionale Bindung an "seine" Frau, auf die es zu Achten gilt in hinblick auf die Bedürfnisse beider!

Marcus Gundlach, Jahrgang 1968, jüdisch, freischaffender Schreiber, Blogger und Poet

13:22 13.07.2017
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Geschrieben von

Marcus G. M. Gundlach

Sozialpädagoge (Schwerpunkte: Soziologie, Kriminologie, Politik, Religion) "Die eigene Meinung zu äußern, ist in diesen Zeiten nicht einfach..."
Marcus G. M. Gundlach

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